In 7 Wonders übernehmen die Spieler die Verantwortung für eine von sieben antiken Großstädten und leiten deren Geschicke. Es gilt Handwerksbetriebe und Profanbauten zu errichten, Wissenschaft und Forschung voran zu treiben und auch den Handel im Blick zu behalten. Parallel dazu müssen die Spieler auch noch eines der Weltwunder errichten und ihre eigene Stadt vor den Angriffen der Nachbarstädte militärisch absichern.

Wie man sehen kann, gibt es viel zu tun in 7 Wonders. Um so erfreulicher ist, dass das Spiel trotzdem mit einer realistischen Spieldauer von 30 – 45 Minuten aufwarten kann.

Eine Partie 7 Wonders wird immer über drei Epochen gespielt. In jeder Epoche wählen die Spieler insgesamt sechs Karten aus, die sie möglichst sinnvoll ihrer eigenen Auslage hinzufügen sollen. Jede Karte bringt dabei Vorteile, wie beispielsweise militärische Stärke, verbesserter Handel, Siegpunkte oder mehr Rohstoffe.

Im Anschluss an jede Epoche wird das Konfliktpotential der einzelnen Städte überprüft, also die eigene militärische Stärke. Ist die eigene Armee schwächer als die des linken oder rechten Nachbarn, so erhält der unterlegene Spieler dafür Minuspunkte, die stärkeren Spieler dagegen zusätzliche Siegpunkte.

Am Ende der dritten Epoche kommt es zu einer Endauswertung. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt 7 Wonders.

Infos zum Spiel

Spielverlag: REPOS Production
Spielautor: Antoine Bauza
Erscheinungsjahr: 2011

Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Spielerzahl: 2 – 7 Spieler
Spielzeit: 30 Minuten

Erweiterungen zu 7 Wonders

1 – 7 Wonders Cities
2 – 7 Wonders Leaders
3 – 7 Wonders Babel

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Spielzubehör von 7 Wonders

Spielzubehör von 7 Wonders.
  • 7 Weltwunder-Pläne
  • 7 Weltwunderkarten
  • 49 Karten der ersten Epoche
  • 49 Karten der zweiten Epoche
  • 50 Karten der dritten Epoche
  • 46 Konflikt-Marker
  • 70 Münzen
  • 2 Sonderkarten für das Spiel zu zweit
  • ein Wertungsblock
  • eine Kurzspielregel

Ausführliche Spielregeln zu 7 Wonders

Spielvorbereitungen

MIt diesem Zubehör starten die Spieler in die erste Runde.
MIt diesem Zubehör starten die Spieler in die erste Runde.

Die 7 Weltwunderkarten werden verdeckt gemischt. Anschließend zieht jeder Spieler eine Karte. Das darauf abgebildete Weltwunder bestimmt, welchen Weltwunder-Plan der Spieler erhält. Diesen legt er vor sich ab und nimmt sich zusätzlich drei Münzen mit dem Wert 1.

Die Konfliktmarker und die restlichen Münzen werden als allgemeiner Vorrat neben das Spielfeld gelegt.

Die drei Epochen-Kartenstapel werden der Spielerzahl entprechend sortiert (Hinweis steht auf der Karte) und anschließend einzeln gemischt. In den Stapel der dritten Epoche werden vorab noch die Gildenkarten der Spielerzahl entsprechend ergänzt (3 Spieler = 5 Gildenkarten, 4 Spieler = 6 Gildenkarten, usw.).

Spielablauf – Dein Zeitalter beginnt

Insgesamt wird 7 Wonders über drei Epochen gespielt. Im Anschluss an jede Epoche werden die Konflikte zwischen den einzelnen Städten gelöst. Der Ablauf der Epochen und Konflikte ist dabei in immer identsich.

Ablauf einer einzelnen Epoche: Zu Beginn einer Epoche erhält jeder Spieler immer 7 Karten vom entsprechenden Epochen-Kartenstapel auf die Hand. Aus diesen Karten wählt der Spieler eine Karte aus und legt diese verdeckt vor sich ab. Haben alle Spieler eine Karte ausgewählt, werden diese nun reihum aufgedeckt und an dem eigenen Weltwunder-Spielplan angelegt.

Anschließend gibt jeder Spieler seine verbliebenen Handkarten an den linken Nachbarn weiter. So geht es sechs Runden lang weiter, bis schließlich nur noch zwei Karten in jedem Stapel übrig sind. Jetzt wird die letzte Aktion der laufenden Epoche eingeläutet. Jeder Spieler wählt noch einmal eine der beiden Karten aus, die andere Karte kommt sofort aus dem Spiel. Dann wird auch diese letzte Karte der Epoche aufgedeckt und der eigenen Auslage hinzugefügt.

Rohstoffe, Geld und Baukosten in 7 Wonders

Die braunen und grauen Karten zeigen die Rohstoffe an, über die der Spieler pro Spielzug verfügt.
Die braunen und grauen Karten zeigen die Rohstoffe an, über die der Spieler pro Spielzug verfügt.

Um ein Gebäude für die eigene Auslage errichten zu können, muss der Spieler über die notwendigen Rohstoffe verfügen. Über welche Rohstoffe ein Spieler verfügt, erkennt man immer an der Produktionsleistung der eigenen Stadt (siehe Weltwunder-Spielplan) und den bereits ausgelegten Gebäuden. Über alle eigenen Rohstoffe darf der Spieler pro Spielzug einmal verfügen. Die genutzten Rohstoffe stehen im folgenden Spielzug wieder zur Verfügung und sind somit unerschöpflich. Fehlt zum Bau eines Gebäudes ein Rohstoff, der in einer der benachbarten Städte produziert wird, so darf der Spieler diesen gegen 2 Gold pro Rohstoff beim Mitspieler erwerben. Der wiederum darf den Handel nicht ablehnen. (Wichtig! Der abgegebene Rohstoff steht dem verkaufenden Spieler im eigenen Spielzug trotzdem zur Verfügung.)

Drei mögliche Baukosten: gratis, Rohstoffe oder vorheriger Bau.
Drei mögliche Baukosten: gratis, Rohstoffe oder vorheriger Bau.

Die Baukosten für jedes Gebäude stehen immer in der linken, oberen Ecke der entsprechenden Karte. Hier wird zwischen drei Bautypen unterschieden:

Sind keine Baukosten angegeben, so darf das Gebäude kostenlos errichtet werden.

Sind dort beispielweise zwei Holzscheite abgebildet, so muss der Spieler über zwei Holz verfügen, um das Gebäude bauen zu können.

Sind dort beispielsweise zwei Holzscheite angegeben und zusätzlich der Name eines anderen Gebäudes, so gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder hat der Spieler in einem vorherigen Spielzug das entsprechende Gebäude errichtet, dann darf er die neue Karte nun kostenfrei errichten. Anderfalls muss er erneut über 2 Holz verfügen, um das Gebäude bauen zu können.

Geld erhalten: Kann oder möchte ein Spieler kein Gebäude aus dem aktuellen Handkartenstapel errichten, so darf er auch eine der Karten aus dem Spiel nehmen, ohne diese den Mitspielern zu zeigen. Dafür erhält er Münzen im Gesamtwert von 3 aus dem allgemeinen Vorrat.

Überblick über die einzelnen Karten

Alle Karten in 7 Wonders stellen Gebäude dar. Insgesamt stehen den Spielern sieben verschiedene Gebäudetypen zur Verfügung.

Rohstoffkarten in 7 Wonders
Rohstoffkarten in 7 Wonders

Braune Karten stellen Rohstoffe dar. Von diesen Basis-Rohstoffen gibt es in 7 Wonders vier verschiedene Sorten: Ziegel, Stein, Erz und Holz.

Beim Ausbau der eigenen Rohstoffe sollte man berücksichtigen, dass diese Karten nur in der ersten und zweiten Epoche zur Auswahl stehen.

Manufakturen in 7 Wonders
Manufakturen in 7 Wonders

Graue Karten stellen Manufakturen dar. In diesen Handwerksbetrieben wird Papier, Stoff und Glas hergestellt.

Auch die Manufakturen sind nur in den Kartenstapeln der ersten und zweiten Epoche enthalten.

Drei mögliche Baukosten: gratis, Rohstoffe oder vorheriger Bau.
Drei mögliche Baukosten: gratis, Rohstoffe oder vorheriger Bau.

Blaue Karten stellen die Profanbauten in 7 Wonders dar, also Tempel, Bäder, Aquädukte und viele mehr.

Der Bau dieser Gebäude wird mit jeder Epoche kostspieliger. Dafür bringen die Profanbauten aber auch jede Menge Siegpunkte. Hier lohnt es sich, die Option des kostenlosen Bauen im Auge zu gehalten, da alle Profanbauten die kostenlose Errichtung eines späteren Gebäudes im nächsten Epochenstapel ermöglichen.

Wissenschaft und Forschung
Wissenschaft und Forschung

Grüne Karten stellen die Bereiche Wissenschaft und Forschung dar. Insgesamt gibt es drei verschiedene Forschungsbereiche, die man an den jeweiligen Symbolen (Zirkel, Steintafel und Rad) erkennen kann.

Diese Gebäude bringen am Ende des Spiels um so mehr Siegpunkte, je mehr Karten man davon besitzt. Bei identischen Symbolkarten wird sie Summe multipliziert. Bsp: Drei Zirkelkarten ergeben 3 x 3 Punkte, also 9 Siegpunkte. Zwei Zirkelkarten dagegen bringen nur 2 x 2 = 4 Siegpunkte. Zusätzlich gibt es jeweils 7 Siegpunkte für jeden vollständigen Satz bestehend aus einer Karte pro Symbol, als jeweils 1 x Zirkel, Rad und Steintafel.

Handel in 7 Wonders
Handel in 7 Wonders

Gelbe Karten stellen den Handel dar. Diese Karten bringen entweder Geld oder ermöglichen es seinem Besitzer, verschiedene Rohstoffe oder Waren günstiger einzukaufen.Hierbei spielt der Pfeil neben den abgebildeten Ressourcen eine wichtige Rolle, da dieser auf die entsprechende Nachbarstadt zeigt, in der der Spieler Waren günstiger einkaufen kann.

Militärkarten in 7 Wonders
Militärkarten in 7 Wonders

Rote Karten beinhalten eine Vielzahl an militärischen Einrichtungen.

Nach jeder Epoche wird die militärische Stärke einer Stadt mit der ihrer direkten Nachbarstädte verglichen. Der Stärkere erhält dabei jedes Mal Siegpunkte, der Schwächere Minuspunkte. Hier sollte man im Hinterkopf behalten, dass die Punkte für einen militärischen Erfolg mit jeder Runde steigen. Für Niederlagen gibt es aber immer „nur“ einen Minuspunkt.

Die Gilden kommen in Epoche 3 hinzu.
Die Gilden kommen in Epoche 3 hinzu.

Violette Karten stellen die Gilden in 7 Wonders dar. Dieser Kartentyp kommt erst in der dritten und letzten Epoche ins Spiel.

Mit den Gilden lässt es sich in Kombination mit anderen Errungenschaften hervorragend zusätzliche Siegpunkte sammeln. Beispielsweise gibt es Punkte für alle Handelskarten in der eigenen oder benachbarten Stadt.

Der Bau des eigenen Weltwunders

Die Errichtung des eigenen Weltwunders,
Die Errichtung des eigenen Weltwunders,

Eines vorweg. Das eigene Weltwunder muss nicht gebaut werden, um am Ende das Spiel gewinnen zu können. Zu Spielbeginn hat jeder Spieler genau einen Weltwunder-Spielplan zugelost bekommen. Dieses Weltwunder gilt es nun innerhalb der drei Epochen fertig zu stellen.

Jedes Weltwunder muss über mehrere Bauabschnitte errichtet werden. Um einen einen Bauabschnitt zu beenden, muss ein Spieler eine der Handkarten wie üblich verdeckt vor sich ablegen. Doch anstatt die Karte anschließend aufzudecken und seiner eigenen Auslage hinzuzufügen, wird diese weiterhin verdeckt unter den entsprechenden Bauabschnitt des Weltwunder-Spielplans geschoben. Die Kosten für den Ausbau lassen sich dem Weltwunder-Spielplan entnehmen.

Konflikte am Ende der Epoche lösen

Die linke Stadt Rhodos verfügt über eine größere Armee.
Die linke Stadt Rhodos verfügt über eine größere Armee.

Am Ende jeder Epoche vergleichen die Spieler der jeweils benachbarten Städte ihre militärische Stärke. Bedeutet, ein Spieler schaut auf die Städte der Spieler, die direkt links und rechts von ihm sitzen. Ist die eigene Armee schwächer als die der beiden Nachbarn, erhält der Spieler für jeden verlorenen Konflikt jeweils einen Konfliktmarker mit dem Wert -1. Ist die eigene militärische Stärke größer als die der Nachbarn, so erhält der Spieler einen Konfliktmarker mit dem Wert 1 (1. Epoche), 3 (2. Epoche) oder 5 (3. und letzte Epoche). Natürlich ist es auch denkbar, dass ein Spieler stärker als der linke und schwächer als der rechte Nachbar ist. In diesem Fall erhält der Spieler sowohl Konfliktmarker mit dem Wert -1 als auch einen mit dem entsprechenden positiven Wert.

Spielende und Endwertung

Nach der dritten Epoche und der zugehörigen Konfliktauswertung endet das Spiel. Jetzt zählen alle Spieler ihre Siegpunkte.

      1. Militärische Konflikte: Die Spieler addieren die Werte ihrer Konfliktmarker
      2. Geld: Für je drei Münzen erhalten die Spieler einen zusätzlichen Siegpunkt.
      3. Weltwunder: Die Siegpunkte für den Bau der verschiedenen Abschnitte des Weltwunders werden addiert.
      4. Profanbauten: Die Siegpunkte aller Profanbauten werden ermittelt.
      5. Forschungsgebäude: Die Siegpunkte aus der Kombination an Forschungsgebäuden wird ermittelt.
      6. Handelsgebäude: Einige Handelsgebäude der 3. Epoche bringen ebenfalls Siegpunkte ein. Diese werden ebenfalls addiert.
      7. Gilden: Alle Gilden bringen Siegpunkte ein. Diese werden abschließend zu allen bisher gesammelten Punkten addiert.

Der Spieler mit den meisten Siegpunkte gewinnt das Spiel. Bei Gleichstand gewinnt der Spieler mit den meisten Münzen.

Fazit zum Kartenspiel 7 Wonders

Bei einem Kennerspiel des Jahres 2011 erwartet man langatmige und komplexe Regeln, stundenlanges Einlesen vor dem ersten Spiel und viele Partien, bevor man überhaupt alle Aspekte des Spiel erfasst hat. Mit dieser Erwartungshaltung sind auch wir an “7 Wonders” herangetreten….und wurde durchweg positiv überrascht. Denn 7 Wonders spielt sich erstaunlich leicht und der Spielablauf ist sehr einfach gehalten. Was dem Spiel seine Tiefe verleiht sind die einzelnen Karten. Deren Funktionen und das Zusammenspiel verschiedener Karten kann man sich aber sehr leicht von Spiel zu Spiel aneignen.

Die Spielanleitung ist mehrere Seiten lang, das ist aber den zahlreichen Bildern und Beispielen geschuldet. Das Spiel selbst ist tatsächlich nach wenigen Minuten aufgebaut. Der Spielablauf ist schnell und in wenigen Sätzen erklärt. Zugegeben, mit den zahlreichen, verschiedenen Symbolen auf den Karten hat man anfangs ein wenig zu kämpfen, aber dafür haben wir immer beide Symbolübersichten griffbereit neben dem Spielfeld liegen. Diese kleine Hürde lässt sich also beseitigen und führt nur in den ersten Partien zu kleinen, zeitlichen Verzögerungen.

Das Spiel selbst macht einfach nur Spaß. Da alle Spieler ihre Aktionen mehr oder weniger zeitgleich erledigen, hat man auch immer etwas zu tun. Sollte es bei einem Mitspieler mal länger dauern, kann man die Zeit sehr gut nutzen, um sich einen Überblick über die ausgelegten Karten der Mitspieler zu verschaffen. Langeweile kommt bei 7 Wonders also keine auf.

Für uns eines der besten, strategischen Kartenspiele der letzten Jahre. Klare Empfehlung auch für Gelegenheitsspieler!