Aus der Verpackung dieses Würfelspiels lacht uns ein frecher Smiley mit Sonnenbrille an – aufgedruckt auf einem neongelben Stoffbeutel. Die Rede ist vom neuen Würfelspiel “Blöder Sack” von Kosmos. Derselbe Smiley findet sich auch auf den Spiel- bzw. Sackkarten wieder, die es zu gewinnen gilt.

Alle Spieler starten eine Partie “Blöder Sack” mit zehn Würfeln. In der Tischmitte liegen fünf Ablagekarten und darüber fünf Sackkarten, denen man die Siegbedingungen entnehmen kann. Beispielsweise muss man auf einer Karte die meisten 4er legen oder mit allen Würfeln die höchste Summe unter 15 bilden.

Ist ein Spieler an der Reihe, so darf er mit zwei seiner Würfel würfeln und diese dann beliebig auf den Ablagekarten verteilen. Bei Pasch werden die Ablagekarten gewertet, sofern mindestens ein Würfel darauf liegt. Und wer mit dem eigenen Wurf keine Mehrheit auf einer Ablagekarte erobern kann, der darf auch mal gemein sein und eigene Würfel gegen die von Mitspielern austauschen.

Sobald der erste Spieler vier Sackkarten gewonnen hat, wird die laufende Runde zu Ende gespielt. Anschließend zählen alle Spieler ihre Punkte. Wer hier die Nase vorn hat gewinnt das Spiel.


Spielverlag: Kosmos
Spielautor: Ralf zur Linde
Erscheinungsjahr: 2014

Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Spielerzahl: 2 – 4 Spieler
Spielzeit: 30 Minuten

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Spielzubehör von Blöder Sack

  • 27 Spielkarten (=Sackkarten)
  • 5 Ablagekarten
  • 40 Würfel (je 10 pro Spieler)
  • 1 Startkarte (=Startsack)
  • 1 Stoffbeutel
  • eine Spielanleitung

Ausführliche Spielregeln zum Würfelspiel Blöder Sack

Spielvorbereitungen

  1. Jeder Spieler entscheidet sich für eine Farbe und nimmt sich alle dazugehörigen Würfel.
  2. Die 5 Ablagekarten werden in der Reihenfolge von 1 bis 5 in die Tischmitte gelegt.
  3. Die 27 Spielkarten werden gemischt und als verdeckter Nachziehstapel neben die Ablagekarten gelegt. 5 Karten werden nun sofort aufgedeckt und offen über die Ablagekarten gelegt.
  4. Ein Startspieler wird ermittelt. Dieser erhält die „Startkarte“.

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, durch geschicktes Ablegen der Würfelaugen auf den fünf Ablagekarten möglichst viele Spielkarten bei der Wertung zu gewinnen und so Siegpunkte zu sammeln.

Der Spieler mit der „Startkarte“ beginnt. Die anderen Spieler folgen nacheinander im Uhrzeigersinn. Ist ein Spieler an der Reihe, so muss er zunächst mit zwei seiner Würfel würfeln. Anschließend kann der Spieler seine beiden Würfelaugen beliebig auf den Ablagekarten verteilen. Sollten auf eine Karte schon Würfel liegen, so werden die eigenen Würfel immer ans Ende der Reihe gelegt. Alternativ kann der Spieler auch Würfel der Mitspieler durch einen eigenen Würfel ersetzen und sich so Vorteile auf der entsprechenden Ablagekarte verschaffen. Würfelt ein Spieler einen Pasch, erfolgt sofort eine Wertung der entprechenden Ablagekarte.

Beispiele für die Aktionsmöglichkeiten der Spieler

Würfeln und setzen – Der Spieler würfelt eine 1 und eine 5. Beide Würfel kann er entweder zusammen auf eine Karte legen oder aber getrennt auf zwei verschiedenen Karten platzieren.

Beispiel: Spieler „Weiß“ entscheidet sich für die Ablagekarte mit dem Fünferpasch. Bei der Wertung dieser Karte gewinnt der Spieler, der die meisten Würfel abgelegt hat. Aktuell liegt hier Spieler „Rot“ vorn. Durch das Ablegen beider Würfel kann Spieler „Weiß“ diese Karte vorerst erobern.

Pasch würfeln und werten – Spieler „Rot“ würfelt einen 5er Pasch. Bevor er seine Würfel platzieren kann, muss die entsprechende Ablagekarte gewertet werden.

Beispiel: Spieler „Weiß“ hatte in seinem letzten Spielzug die Karte erobert. Da diese nun gewertet werden muss, erhält er die Sackkarte mit den zwei Siegpunkten. Alle Spieler erhalten nun ihre auf dieser Karte abgelegten Würfel zurück. Anschließend wird eine neue Sackkarte vom Nachziehstapel aufgedeckt und über die Ablagekarte gelegt. Jetzt darf Spieler „Rot“ noch seine beiden 5er beliebig auf den Ablagekarten verteilen.

Gegnerische Würfel entfernen – Verfügt der eigene Würfelwurf über Augenzahlen, die von anderen Spielern bereits abgelegt wurden, so darf man einen der Würfel austauschen.

Beispiel: Spieler „Weiß“ dominiert die Ablagekarte und hat dort Würfel mit den Augen 1, 2 und 5 liegen. Spieler „Weiß“ hat aktuell einen Würfel weniger und gerade die Augen 2 und 5 gewürfelt. Spieler „Rot“ kann nun entweder den 2er oder den 5er Würfel von Spieler „Weiß“ von der Karte entfernen und den entsprechenden eigenen Würfel an die Stelle legen. Dadurch erobert Spieler „Weiß“ die Karte, kann seinen zweiten Würfel in diser Runde aber nicht weiter nutzen. Spieler „Rot“ erhält den entfernten Würfel sofort zurück.

Wenn man plötzlich nur noch einen Würfel hat

Es kann vorkommen, dass ein Spieler nur noch einen oder sogar keinen Würfel vor sich liegen hat, da alle bereits alle seine restlichen Würfel auf Ablagekarten verteilt liegen. In diesem Fall kann der Spieler eine beliebige Ablagekarte werten – auf dieser müsen sich jedoch eigene Würfel befinden.

Anschließend darf der Spieler sogar noch seinen regulären Spielzug vollständig ausführen.

Bedingungen der einzelnen Sackkarten

Das Würfelspiel „Blöder Sack“ beinhaltet insgesamt 27 Sackkarten, auf denen die verschiedenen Bedingungen für das Erhalten von Siegpunkten beschrieben sind. Gewertet wird eine Sackkarte immer dann, wenn alle Würfelplätze auf der Karte belegt wurden, ein Spieler einen Pasch würfelt oder nur noch weniger als zwei Würfel besitzt.

Die folgenden Bedingungen sind Beispiele, stellen aber nicht alle Inhalte der Spielkarten dar.

  • Die meisten Würfel
  • Die meisten 4er
  • Die meisten Nicht-1er
  • Die meisten 1er, 2er und 3er
  • Die meisten Geraden
  • Die meisten gleichen Werte
  • Meisten unterschiedlichen Werte
  • Die zuletzt gesetzte 1
  • Die zuletzt gesetzte 1, 2, 3
  • Die größte Summe
  • Die größte gerade Summe
  • Die größte Summe unter 15

Spielende und Gewinner des Spiels

Eine Partie Blöder Sack endet, sobald der erste Spieler vier Spiekarten gewinnen konnte. In diesem Fall wird die laufende Runde bis zum Spieler mit der Startkarte noch zuende gespielt. Wer dann die meisten Sack-Symbole auf seinen gewonnen Karten vorweisen kann, gewinnt auch das Spiel. Bei Gleichstand gewinnt der Spieler mit den meisten gewonnenen Karten.

Fazit zum Würfelspiel Blöder Sack

Der Name des Würfelspiels „Blöder Sack“ sorgt auf der einen Seite natürlich für Aufmerksamkeit – insbesondere mit dieser Verpackung. Auf der anderen Seite hatten wir beim ersten Spielen auch deutlich jüngere Spieler mit am Tisch und mussten das Würfelspiel vorsichtshalber erst einmal umbennen. Man muss die Kinder ja nicht gleich unnötig auf blöde Gedanken bringen.

Das Spielzubehör macht mit dem neongelben Sack einiges her und ist insgesamt von guter Qualität. Eine Sache hat uns allerdings gestört: Die blauen Würfel wurden mit schwarzen Punkten versehen. Diese sind beim Spiel am Abend bei normaler Tischbeleuchtung deutliche schwerer lesbar als die anderen drei Würfelsets. Hier wäre eine weiße Bepunktung von Vorteil gewesen.

Abgesehen davon hat uns „Blöder Sack“ richtig Spaß gemacht. Schön ist, dass die Spielvorbereitungen nicht lange dauern und der Einstieg in das erste Spiel ebenfalls sehr schnell gelingt. Die 27 Sackkarten bieten darüber hinaus ausreichend Abwechslung für mehrere Spielrunden. Als lockerer Einstieg in einen Spielabend oder als Würfelspiel für Zwischendurch kann man „Blöder Sack“ also durchaus empfehlen.

– Herzlichen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar –

ÜBERBLICK DER REZENSION
Originalität / Idee
70 %
Spielzubehör
85 %
Langzeitspaß
78 %
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