Eines der für uns besten Familienspiele aus 2015 geht in die nächste Runde. Die Rede ist von Cacao beziehungsweise der ersten Erweiterung Cacao-Chocolatl. Insgesamt vier neue Module stecken in der kleinen Spielbox, die gemeinsam oder einzeln mit dem Grundspiel kombiniert werden können.

Durch das Landkarten-Modul verändert sich die Auswahl an offen ausliegenden Urwald-Plättchen. Anstatt wie bisher nur zwei Nachziehplättchen sehen zu können, liegen nun bereits vier der nachfolgenden Felder offen aus. Gegen Abgabe einer ihrer beiden Landkarten können die Spieler sich eines der weiter zurückliegenden Plättchen sichern.

Mit dem Bewässerungs-Modul gelangen drei neue Urwaldplättchen ins Spiel. Wird dieses von einem Arbeiter aktiviert, darf der Spieler seinen Wasserträger auf dem eigenen Spielplan um ein Feld zurückgehen lassen. Für die Bewässerung erhält er zum Ausgleich vier Cacao-Früchte aus dem allgemeinen Vorrat.

Das Herzstück der ersten Erweiterung ist dann das namengebende dritte Modul – das Schokoladen-Modul. Hierdurch gelangen zwei neue Typen an Urwaldplättchen in Spiel, die Schokoladenküche und der Schokoladenmarkt. Zusätzlich werden noch 20 Schokoladenmarker aus Holz integriert. In der Schokoladenküche werden dann eigene Cacao-Früchte gegen Schokolade eingetauscht. Auf dem Schokoladenmarkt können diese für deutlich mehr Geld verkauft werden.

Mit dem Hütten-Modul bietet die Chocolatl-Erweiterung noch Änderungen bei der Punktevergabe. Insgesamt 12 doppelseitige Hüttenplättchen können von den Spielern im Spielverlauf erworben werden. Je Hütte bringt ihrem Besitzer Vorteile im Spielverlauf oder aber bei der Schlusswertung.

Infos zum Spiel

Spielverlag: Abacusspiele
Spielautor: Phil Walker-Harding
Erscheinungsjahr: 2016

Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Spielerzahl: 2 – 4 Spieler
Spielzeit: 45 Minuten

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Spielzubehör von Cacao Chocolatl

Zubehör von Cacao Chocolatl.
Zubehör von Cacao Chocolatl.
  • 1 Landkartentableau
  • 2 Münzen mit dem Wert 20
  • 3 Urwaldplättchen „Bewässerung“
  • 3 Urwaldplättchen „Schokoladenmarkt“
  • 3 Urwaldplättchen „Schokoladenküche“
  • 8 Landkartenplättchen
  • 12 doppelseitige Hüttenplättchen
  • 20 Schokoladentafeln aus Holz

Cacao Chocolatl in das Grundspiel integrieren

Modul 1 – Die neuen Landkarten

Das erste Modul erhöht die Anzahl an Urwaldfeldern, die bereits offen für die Spieler zum Nachziehen bereit liegen. Waren es bisher zwei, kann man nun aus vier Feldern wählen.

Cacao Chocolatl Modul 1.
Cacao Chocolatl Modul 1.

Spielvorbereitung: Jeder Spieler erhält zwei Landkarten-Plättchen. Das kleine Landkartentableau wird neben den gemischten  Stapel an Urwaldfeldern gelegt. Anstelle der zwei offenen Urwaldfelder werden nun vier aufgedeckt. Zwei davon werden auf die Markierungen des Landschaftstableaus gelegt.

Spielablauf: Muss ein Spieler ein neues Urwaldfeld anlegen, kann er sich nun gegen Abgabe eines seiner Landschafts-Plättchens eines der offen ausliegenden Felder auf dem Landschafttableau nehmen.

Modul 2 – Die Bewässerungen

Mit diesem zweiten Modul kommt die Bewässerung der Plantagen ins Spiel, die auch eine zusätzliche Aktion für den Wasserträger beinhaltet.

Cacao Chocolatl Modul 2.
Cacao Chocolatl Modul 2.

Spielvorbereitung: 1 Einzelplantage und 2 Doppelplantagen werden aus dem Stapel Urwaldfelder aussortiert und durch die drei neuen Bewässerungsfelder ersetzt.

Spielablauf: Für jeden Arbeiter, der an ein Bewässerungsfeld angrenzt, darf der Spieler seinen Wasserträger auf seinem Dorftableau um ein Feld zurücksetzen. Dafür erhält er vier Cacao-Früchte aus dem allgemeinen Vorrat, sofern er noch Platz dafür in seinem Lager hat.

Modul 3 – Die Schokolade kommt ins Spiel

Mit den dritten Modul kommt endlich die Schokolade ins Spiel. Hier wird der Cacao zur hochwertigeren Ware weiterverarbeitet und kann teurer auf dem Markt angeboten werden.

Cacao Chocolatl Modul 3.
Cacao Chocolatl Modul 3.

Spielvorbereitung: Die drei Goldgruben und die Märkte mit dem Verkaufspreis 3 werden aussortier und durch die drei Schokoladenküchen und die drei Schokoladenmärkte ersetzt. Die Schokoladenmarker werden als allgemeiner Vorrat neben das Spielfeld gelegt.

Spielablauf: Für jeden Arbeiter, der an dem Feld Schokoladenküche angrenzt, darf der Spieler eine Cacao-Frucht aus seinem Lager abgeben und sich dafür eine Schokoladentafel aus dem Vorrat nehmen. Auch hier gilt: es können maximal fünf Waren im eigenen Lager aufbewahrt werden. Grenzt ein Spieler mit seinen Arbeitern an einem Schokoladenmarkt an, darf er pro Arbeiter entweder eine Cacao-Frucht zu 3 Gold verkaufen oder aber eine Schokoladentafel für 7 Gold. Wichtig! Nicht verkaufte Schokoladentafeln bringen bei Spielende keine Punkte ein.

Modul 4 – Die neuen Hütten

Mit dem vierten Modul können die Spieler Hütten erwerben und sich so im Spielverlauf Vorteiler verschaffen und/oder ihr Punkteausbeute bei Spielende optimieren.

Cacao Chocolatl Modul 4.
Cacao Chocolatl Modul 4.

Spielvorbereitung: Alle zwölf doppelseitigen Hütten-Plättchen werden aus geringer Höhe auf den Tisch fallen gelassen. So wird die Plättchenseite ermittelt, mit der gespielt wird. Anschließend werden alle zwölf Hütten am Spielfeldrand abgelegt. Idealerweise nach Preis aufsteigend.

Spielablauf: Immer am Ende seines Zuges darf ein Spieler gegen Bezahlung einer Hütte aus dem Vorrat bauen. Das entsprechende Hütten-Plättchen legt er dann gut sichtbar vor sich ab. Manche Hütten verschaffen dem Spieler direkt Vorteile im Spiel, beispielsweise der Marktschreier (kostet 4 Gold, ermöglicht den Verkauf von Cacao für 3 statt nur 2 Gold). Andere Hütten bringen dagegen einfach nur Punkte ein, beispielsweise der Häuptling (kostet 24 Golg, bringt am Ende zusätzlich 6 Gold ein. Wichtig: Das ausgegebene Gold für Hüttenbauten ist nicht verloren sondern wurde nur investiert. Es fließt bei der Schlusswertung vollständig mit ein.

Fazit zur Erweiterung Cacao Chocolatl

Mit Cacao-Chocolatl erscheint eine Erweiterung, auf die wir wirklich lange gewartet haben. Und das Warten hat sich gelohnt. Das Spielzubehör ist von derselben Qualität wie die des Basisspiels – also hervorragend. Die vier kleinen Module greifen an unterschiedlichen Stellen in das sowieso schon großartige Grundspiel ein, ohne dass man sich im besonderen Maße neue Spielregeln aneignen muss.

Das erste Modul verändert das Nachziehen der Urwald-Plättchen, das zweite Modul bringt eine zusätzliche Aktion für den Wasserträger, das dritte Modul führt eine neue Warensorte ein und das vierte Modul verschafft den Spielern neue Wege zu noch mehr Punkten. Alles ist zusammen oder aber beliebig zusammengesetzt spielbar. Da bis auf Modul vier (Hütten!) jedes Mal alte gegen neue Urwaldfelder ausgetauscht werden, gibt es auch keine spürbare Verlängerung der Spielzeit. Eine rundum gelungene Erweiteurng also – Cacao Chocolatl gefällt uns prima und bringt wieder etwas frischen Wind in das Familienspiel Cacao.

– Herzlichen Dank an Abacusspiele für das Rezensionsexemplar –