Als Ganoven zieht ihr bei El Paso durch insgesamt sieben reiche Städte, die nur darauf warten von euch geplündert zu werden. Dicht auf den Fersen ist euch dabei Doc Holliday, der es kaum erwarten kann, euren Beutezug zu stoppen und jeden einzelnen hinter schwedische Gardinen zu bringen.

El Paso ist einmal mehr ein Mitbringsel von der Spiel09 in Essen. Für uns war El Paso damals nach unzähligen Strategiespielen der perfekte Ausgleich, denn letztlich entscheidet bei diesem Spiel auch ein bißchen das Glück, beziehungsweise die Würfel. Wer Brett- und Würfelspiele und den Wilden Westen mag, kann bei El Paso von Stefan Dorra demnach nicht viel verkehrt machen.


Spielverlag: Zoch
Spielautor: Stefan Dorra
Erscheinungsjahr: 2009

Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Spielerzahl: 2 – 5 Spieler
Spielzeit: 45 Minuten

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Spielzubehör von El Paso

El Paso beinhaltet trotz kleiner Spielschachtel einiges an Spielmaterial. Besonders die Spielwürfel stechen dabei durch ihre nach Brandzeichen aussehenden Markierungen hervor. Zum Spielen von El Paso benötigt man:

  • einen Spielplan
  • 8 Raubzugkarten für die Bank
  • 8 Raubzugkarten für den Saloon
  • 8 Raubzugkarten für die Goldmine
  • 8 Raubzugkarten für die Rinderweide
  • 8 Raubzugkarten für das Hotel
  • 8 Raubzugkarten für die Pferdekoppel
  • 36 Beuteplättchen
  • einen Baumwollsack (hier kommen die Beuteplättchen rein)
  • 50 verschiedenfarbige Nuggets (gold, silber und bronze)
  • eine Spielfigur von Doc Holliday
  • 5 speziell für El Paso angefertigte Würfel

Ausführliche Spielregeln zu El Paso

Ziel des Spiels ist es, am Ende die meisten Nuggets mit der insgesamt höchsten Punktzahl zu haben. Um an möglichst viele Nuggets zu kommen, plünderst Du als einer von mindestens 2 und höchstens 5 Ganoven in insgesamt sieben Städten. Als Orte für deinen Raubzug stehen dir je nach Stadt Hotels, Pferdekoppeln, Banken, Saloons, Rinderweiden und Goldminen zur Verfügung.

Vor jeder Spielrunde müssen die Beuteplättchen in der Stadt ausgelegt werden. Hierzu werden jedes Mal 20 der insgesamt 36 Beuteplättchen “blind” aus dem Baumwollsack gezogen und Orten sortiert. Zieht man hier nun auch Plättchen für einen Ort, der in der aktuellen Stadt nicht vorhanden ist (bspw. Rinderweide in in der Startstadt Deadwood), werden diese für die aktuelle Spielrunde aussortiert. Die übrigen Beuteplättchen werden vom höchsten zum niedrigsten Wert gestapelt und auf das entsprechende Raubziel in der Stadt gelegt.

Nun kann mit der Plünderung der Stadt begonnen werden. Hierzu spielt jeder Spieler zunächst eine seiner Raubzugkarten verdeckt aus. Auf diesen Karten ist der jeweilig Ort des geplanten Raubzugs angegeben, sowie ein Zahlenwert (1-8). Sobald alle Spieler sich für eine Karte entschieden haben, werden diese nun gleichzeitig herumgedreht und den MItspielern präsentiert. Nun wissen alle, wo die Konkurrenz als nächstes Plündern möchte.

Anschließend rollen die fünf Würfel: Diese können nun jeweils einen Sheriffstern, die Ziffer 6 oder aber das Brandzeichen “SD” anzeigen. Hat ein Spieler sich mit seiner Karte den Saloon als Raubziel ausgewählt und keiner der Würfel zeigt eine “6″, so ist der Raubzug fehlgeschlagen. Ähnlich ergeht es allen Ganoven, die auf der Rinderweide plündern wollen und kein Brandzeichen “SD” gewürfelt wurde. Unabhängig von diesen beiden Ausnahmen, können sich alle Mitspieler, die alleine an einem Ort plündern, das oberste Plättchen nehmen. Haben sich mehrere Spieler für den gleichen Ort entschieden (bspw. den Saloon), so nimmt sich der Spieler mit dem höchsten Zahlenwert auf der Raubzugkarte das erste Plättchen, dann der nächste und so weiter und so weiter…

Wenn alle Spieler ihren Raubzug beendet haben, werden die ausgespielten Raubzugkarten auf den jeweiligen Ablagestapel gelegt und jeder zieht eine neue Karte nach. Die Würfel mit den Sheriffsternen werden auf das entsprechende Feld auf dem Spielbrett gelegt. Anschließend können alle Spieler mit dem Aussuchen und Aufdecken der nächsten Raubzugkarte die Plünderung in der Stadt fortsetzen oder aber die Stadt verlassen. Geplündert werden kann in einer Stadt so lange, bis alle fünf Würfel den Sheriffstern anzeigen. Ist das der Fall, verlieren alle Spieler, die sich noch in der Stadt befinden ihre Beute und werden anschließend in Richtung nächster Stadt vertrieben.

Beim Verlassen der Stadt hat jeder Spieler nun noch die Möglichkeit, seine Beute in bronzene, silberne oder goldene Nuggets umzutauschen und somit Siegpunkte zu sammeln.

Fazit zum Brettspiel El Paso

El Paso ist bestimmt nicht das Spiel, für das man viel Zeit oder einen ganzen Spieleabend einplanen muss. Im Gegenteil! Das Schöne an El Paso ist vielmehr, dass man es mal “zwischendurch” spielen kann. Die Spielzeit liegt je nach Anzahl der Mitspieler bei unter einer Stunde, vom Anspruch her kann man El Paso locker im Anschluss an eine mehrstündige Brettspielrunde auspacken und ohne große Erklärungen oder Vorbereitungen seine Raubzüge starten.

ÜBERBLICK DER REZENSION
Originalität / Idee
70 %
Spielzubehör
88 %
Langzeitspaß
75 %
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