Das Quizspiel Eye Know verbindet Elemente von Wissens- und Wettspielen zu einem unterhaltsamen Spielerlebnis. Zuerst müssen die Spieler verschiedene Abbildungen erkennen und benennen. Das können Personen, Tiere, Staaten, Gewässer, Flugzeuge, Symbole und vieles mehr sein. Insgesamt vier Hauptkategorien und zahlreiche Unterkategorien bieten den Spielern zahlreiche Auswahlmöglichkeiten. Anschließened beginnt die Quizrunde, bei der es dann auf das Wissen des Spielers ankommt und bei der ordentlich gewettet werden darf.

Ist ein Spieler an der Reihe, so muss er sich für eine der insgesamt vierzehn ausliegenden Karten auf dem Spielplan entscheiden und sagen, was darauf abgebildet ist. Sein rechter Nachbar nimmt die Karte und überprüft die Antwort. Ist diese korrekt, hat sich der Spieler bereits einen Wettchip und die ausgewählte Karte verdient.

In der nun folgenden Quizrunde muss der Spieler eine Frage auf seiner gerade gewonnenen Karte beantworten und darauf mindestens einen seiner Wettchips setzen. Dabei darf er wählen, ob er eine Wahr/Falsch-Frage, eine Multiple Choice-Frage oder eine konkrete Frage gestellt bekommen möchte. Sein rechter Nachbar liest die Frage vor und überprüft auch wieder die Antwort. Hat der Spieler richtig geantwortet, wird sein Wetteinsatz vermehrt. Gibt er eine falsche Antwort, muss er seinen Wetteinsatz abgeben.

In beiden Fällen darf der Spieler die Karte anschließend vor sich ablegen. Bei Spielende gibt es nämlich noch Bonuschips für bestimmte Kombinationen aus gesammelten Karten. Wer dann nach der fünften Spielrunde die meisten Wettchips besitzt, ist auch Gewinner von Eye Know.


Spielverlag: Kosmos
Spielautor: Paul Berton, George Sinclair
Erscheinungsjahr: 2014

Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Spielerzahl: 2 – 8 Spieler
Spielzeit: 45 Minuten

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Spielzubehör von Eye Know

  • 1 Spielplan
  • 50 weiße Wettchips mit dem Wert 1
  • 25 rote Wettchips mit dem Wert 5
  • 25 schwarze Wettchips mit dem Wert 25
  • 75 blaue Eye Know-Karten „Dies und Das“
  • 75 grüne Eye Know-Karten „Natur und Co“
  • 75 rote Know-Karten „Leute und Charaktere“
  • 75 gelbe Eye Know-Karten „Zeichen und Symbole“

Ausführliche Spielregeln zu Eye Know

Spielvorbereitungen

  1. Der Spielplan wird in die Mitte des Tisches gelegt.
  2. Alle Karten werden gut durchgemischt. Pro Spieler werden fünf Karten vom gemischten Kartenstapel gezogen und neben den Spielplan gelegt. Weitere vierzehn Karten werden vom gemischten Kartenstapel mit der Bildseite nach oben auf die Felder des Spielplans gelegt. Die restlichen Karten kommen aus dem Spiel.
  3. Die Wettchips werden nach Farbe/Wert sortiert und als allgemeiner Vorrat neben den Spielplan gelegt.
  4. Jeder Spieler erhält fünf weiße Wettchips als Startkapital.

Kategorien und Unterkategorien von Eye Know

Die Abildungen und Fragen werden beim Quizspiel Eye Know in vier übergeordnete Bereich kategorisiert. Jede Hauptkategorie ist farblich markiert und beinhaltet zahlreiche, weitere Unterkategorien.

LEUTE & CHARAKTERE

Beinhaltet Fragen zu: Schauspielern, literarischen Figuren, Politikern, Unternehmern, Verbrechern, Künstlern, Sportlern, Staatmännern, Bürgerrechtler, Schriftsteller, Musiker, Mystischen Wesen, Wissenschaftler, Regisseure, Komponisten.

ZEICHEN & SYMBOLE

Beinhaltet Fragen zu: Währungen, Zahlenzeichen, Symbolen, Schilder, Flaggen, Markenlogos, Schriftzeichen, Gewässer, Länder und Staaten, Wappen, Astronomie.

DIES & DAS

Beinhaltet Fragen zu: Kunstwerken, Instrumenten, Geräten, Spielen, Erfindungen, Bauwerken, Flugzeugen, Schiffen, Ereignissen, Kleidungsstücken, Denkmälern, Lebensmitteln.

NATUR & CO

Beinhaltet Fragen zu: Wetterphänomenen, Obst und Gemüsesorten, Tieren, Planzen, Metallen, Himmelskörpern, Gesteine, Minerale, Gebirge, Gewürze.

Spielablauf – So wird Eye Know gespielt!

Ziel des Spiels ist es, durch richtiges Benennen von Abbildungen, Beantworten von Fragen und Sammeln von passenden Kartenkombinationen mehr Wettchips als die Mitspieler zu gewinnen.

Zu Beginn der ersten Runde wird ein Startspieler ermittelt. Dieser beginnt das Spiel und ist für die laufende Spielrunde der „aktive“ Spieler. Die anderen Spieler folgen nacheinander im Uhrzeigersinn. Ist ein Spieler an der Reihe, durchläuft er die folgenden Spielphasen:

  1. Karte auswählen und die Abbildung identifizieren
  2. Wetteinsatz bestimmen und Frage auswählen
  3. Wettgewinn erhalten / Wetteinsatz abgeben
  4. Karte vor sich ablegen / Kombinationen bilden

Anschließend wird das leere Feld auf dem Spielplan durch eine neue Karte vom Nachziehstapel aufgefüllt. Der linke Nachbar des aktiven Spielers ist in der Folgerunde neuer „aktiver“ Spieler und darf beginnen.

1. Karte auswählen und Abbildung benennen

Die Verteilung der Karten auf dem Spielplan erfolgt zufällig. Es kann also passieren, dass auch mal Abbildungen einer bestimmten Farbe nicht ausliegen.

Der aktive Spieler muss sich eine der ausliegenden Karten aussuchen und die darauf abgebildete Person, das Gebäude, die Sportart, das Kunstwerk, usw. benennen. Sein rechter Sitznachbar nimmt anschließend die ausgewählte Karte in die Hand und prüft auf deren Rückseite, ob die gegebene Antwort korrekt ist.

Hat der aktive Spieler richtig geantwortet, erhält er sofort einen weißen Wettchip (Wert=1) und darf in die nächste Spielphase übergehen.

Hat der aktive Spieler eine falsche Antwort gegeben, dürfen reihum die anderen Spieler versuchen, die Abbildung zu benennen. Wem das gelingt, der darf anstelle des aktiven Spielers die Runde zu Ende spielen.

2. Wetteinsatz bestimmen und Frage wählen

In dieser Spielphase muss der Spieler eine Frage zu der ausgewählten Karte beantworten und einen Betrag zwischen 1 und 5 auf seine Antwort wetten – und zwar, bevor die Frage gestellt wurde!

Sobald der Wetteinsatz feststeht, muss der Spieler sich für einen Fragentyp entscheiden.

Zur Auswahl stehen auf jeder Karte die drei Typen „Wahr oder Falsch“, „Multiple Choice“ oder aber eine „konkrete Frage“, zu der der Spieler eine Antwort geben muss. Hierzu ein Beispiel zu der abgebildeten Karte:

Die Wahr- oder Falsch-Frage: Michael J. Fox ist gebürtiger Kanadier?

Die Multiple Choice-Frage: Wer spielte in der Serie „Chaos City (Spin City)“ nach Fox‘ Ausscheiden den Vizebürgermeister?

  • Charlie Sheen
  • Kevin Spacey
  • George Clooney?

Die konkrete Frage: An welcher neurologischen Krankheit ist Fox erkrankt?

3. Wettgewinn erhalten / Wetteinsatz abgeben

Hat der Spieler die Frage falsch beantwortet, so verliert er seinen gesamten Wetteinsatz. Dieser kommt zurück in den allgemeinen Vorrat.

Konnte der Spieler die Frage richtig beantworten, so darf er seinen Wetteinsatz behalten. Zusätzlich wird sein Wetteinsatz – je nach Fragetyp – mit dem Faktor x1, x2 oder x3 multipliziert und als Gewinn ausgeschüttet. Wie hoch der Gewinn ist, kann man an der folgenden Tabelle ablesen.

Typ / Einsatz 1 Chip
2 Chips
3 Chips
4 Chips
5 Chips
Wahr / Falsch 1 2 3 4 5
Multiple Choice 2 4 6 8 10
Konkrete Frage 3 6 9 12 15

4. Karte vor sich ablegen / Kombinationen bilden

Unabhängig davon, ob ein Spieler die Quizfrage richtig beantworten konnte oder nicht, erhält er im Anschluss an die Fragerunde die Karte von seinem rechten Nachbarn. Diese muss er bis zum Spielende vor sich ablegen, denn hierfür kann es noch einmal zusätzliche Punkte geben.

  • Für 3 Karten gleicher Farbe gibt es bei Spielende 5 Bonuspunkte.
  • Für 4 Karten gleicher Farbe gibt es bei Spielende 10 Bonuspunkte.
  • Für 4 Karten unterschiedlicher Farbe gibt es bei Spielende 15 Bonuspunkte.
  • Für 5 Karten gleicher Farbe gibt es bei Spielende 20 Bonuspunkte.

Spielende und Gewinner des Spiels

Das Spiel endet, sobald der Nachziehstapel aufgebraucht wurde. In der Regel sollte so jeder Spieler genau fünfmal aktiver Spieler gewesen sein.

Alle Spieler zählen ihre eigenen Wettchips zusammen und nehmen sich die Bonuschips für ihre Kartenkombinationen. Der Spieler mit den meisten Wettchips ist der Gewinner von Eye Know.

Fazit zum Quizspiel Eye Know

Wissens- und Quizspiele haben so ihre Tücken. Bei manchen Spielen (Trivial Pursuit Genius Edition, Bezzerwisser) kann man sich an der einen oder anderen Frage schon mal die Zähne ausbeißen. Mitunter kann hier auch schnell mal der Frust überwiegen. Ein wenig anders ist das bei Eye Know. Hier stehen den Spielern zu Beginn ihrer Runde immer vierzehn Karten zur Auswahl. Irgendeine Abbildung darunter kann man eigentlich immer benennen. Kleine Erfolgserlebnisse sind da garantiert. Zumal der Gewinn der Karte bereits mit einem Wettchip belohnt wird.

Die Aufteilung der Fragen in Wahr/Falsch, Multiple Choice und einer konkreten Frage fügt sich da sehr gut in dieses Konzept ein. Wer beispielsweise eine Statue von Michelangelo auf einer Karte erkennt, aber eigentlich nicht mehr zu diesem Künster/Kunstwerk weiß, der kann sich trotzdem die Karte und einen Wettchip sichern. In der anschließenden Quizrunde kann der Spieler dann mit einer Wahr/Falsch- oder Multiple Choice-Frage zumindest noch sein Glück herausfordern. Wer sich dagegen in einem Themengebiet so richtig zuhause fühlt, der kann mit der konkreten Frage zeigen, was er weiß. Und dafür wird der Spieler natürlich auch etwas besser entlohnt. Denn je schwerer der Fragetyp, umso höher fällt der Wettgewinn aus.

Möchte man etwas an Eye Know kritisieren, dann sind das vielleicht die Wettchips. Auf den Chips sind keine Zahlen abgedruckt, die Spieler müssen sich also die Werte der Farben merken. Das ist nicht weiter tragisch und mindert auch nicht den Spielspaß. Allerdings zeigen andere aktuelle Spiele wie Splendor oder Auf Teufel komm raus, dass man das auch besser machen kann.

Insgesamt hat uns das Spiel aber überzeugt. Die große Auswahl an Karten, die verschiedenen Fragetypen auf jeder Karte und auch das Wettrisiko machen Eye Know zu einem wirklich unterhaltsamen Quizspiel, bei dem es selten zu peinlichen Momenten kommt und sich der Frustraktor in Grenzen hält. Alles ideale Voraussetzungen für Spielabende in geselliger Runde. Wer Wissensspiele und Wettspiele mag, der kann bei Eye Know eigentlich nicht viel verkehrt machen.

– Herzlichen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar –