In Fabelsaft begeben sich die Spieler auf die Suche nach süßen Früchten, aus denen sich köstliche Fabelsäfte machen lassen. Auf ihrem Weg durch den Wald erreichen sie zahlreiche Orte, an denen hilfsbereite Waldbewohner dabei helfen, die passenden Früchte zu finden. Denn jeder Fabelsaft benötigt natürlich die richtigen Zutaten.

Ins Spiel startet jeder Spieler mit einer tierischen Spielfigur und zwei verdeckt gezogenen Fruchtkarten. In der Tischmitte liegen 24 Ortskarten aus. Bei der ersten Partie sind das sechs unterschiedliche Orte – von jedem Ort also vier Karten. Im Spielverlauf kommen neue Orte und Aktionen hinzu. Alte Ortskarten kommen sukzessive aus dem Spiel, da aus ihnen die begehrten Fabelsäfte gemacht werden.

In seinem Spielzug muss der Spieler seine Figur auf einen der ausliegenden Orte ziehen. Dort angekommen, kann er die Aktion des Ortes nutzen, beispielsweise zwei Früchte erhalten. Alternativ kann er den Ort auch als Fabelsaft kaufen, also Früchte aus der Hand abgeben und einen Fabelsaft herstellen. Der Spieler erhält dann die Ortskarte und legt sie umgedreht vor sich ab. Auf der Rückseite ist der gewonnene Fabelsaft abgebildet.

Wurde ein Fabelsaft gekauft, gelangt eine neue Ortskarte und mit ihr auch immer eine neue Aktion ins Spiel. Insgesamt 59 unterschiedliche, spannende Orte sind im Grundspiel von Fabelsaft zu entdecken und garantieren Abwechslung für zahlreiche Partien.

Gewinner des Spiels ist jeweils der Spieler, der zuerst alle benötigten Fabelsäfte kaufen konnte.

Infos zum Spiel

Spielverlag: 2F Spiele
Spielautor: Friedemann Friese
Erscheinungsjahr: 2016

Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Spielerzahl: 2 – 5 Spieler
Spielzeit: 30 Minuten

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Spielzubehör von Fabelsaft

Spielzubehör von Fabelsaft.
Spielzubehör von Fabelsaft.
  • 240 Ortskarten (59 unterschiedliche Orte)
  • 60 Fruchtkarten (12 pro Sorte)
  • 10 Fruchtmixkarten (Joker)
  • 6 Tierfiguren aus Holz
  • 6 Tierplättchen
  • 5 Fruchtplättchen
  • 3 Doppelzugplättchen
  • 3 Jokerplättchen
  • 1 Figur „Dieb“
  • 1 Glossar zur Erklärung aller Orte

Ausführliche Spielregeln zu Fabelsaft

Spielvorbereitungen

In Fabelsaft kommen mit jeder Partie neue Orte ins Spiel. Bereits absolvierte Ortskarten werden dagegen aus dem Spiel genommen.

Die Tischauslage vor dem ersten Spiel.

Die Ortskarten werden nicht gemischt(!) sondern numerisch gestapelt. Der Ort mit der kleinsten Nummer kommt nach oben, der Ort mit der höchsten Nummer liegt unten.

Jetzt werden 24 Ortskarten vom großen Stapel gezogen und in die Auslage in der Tischmitte gelegt. Jedes Mal, wenn dabei eine neue Ortsnummer auftaucht, wird ein neuer Stapel in der Tischmitte begonnen. Beim ersten Spiel liegen die ersten sechs Orte mit je vier Karten aus.

Alle Fruchtkarten werden gut gemischt und verdeckt als allgemeiner Nachziehstapel neben den großen Ortskartenstapel gelegt.

Die verschiedenen Plättchen werden neben dem Spielfeld bereitgelegt. Diese kommen erst gemeinsam mit neuen, nachfolgende Ortskarten ins Spiel.

Spielzubehör des grünen Spielers.
Spielzubehör des grünen Spielers.

Jeder Spieler entscheidet sich für eine Farbe und nimmt sich die dazu passende Spielfigur. Es befinden sich mehr Figuren im Spiel, als Spieler teilnehmen können. Ihr habt also die freie Auswahl.

Zuletzt erhält jeder Spieler zwei Karten vom Fruchtkartenstapel und nimmt diese verdeckt auf die Hand. Das Spiel kann beginnen.

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, durch die Nutzung der Ortsaktionen passende Früchte zu sammeln und als erster Spieler die erforderliche Anzahl an Fabelsäften zu pressen.

Das Spiel beginnt ein beliebig ausgeloster Spieler. Die anderen Spieler folgen nacheinander im Uhrzeigersinn. Ist ein Spieler an der Reihe, muss er seine Spielfigur auf einen der ausliegenden Orte ziehen. Dort kann er nun entweder die Aktion des Ortes nutzen oder passende Früchte abgeben und den Ort als Fabelsaft kaufen. Durch den Kauf des Orts als Fabelsaft gelangen automatisch neue Orte in die Auslage. Wer zuerst alle erforderlichen Säfte besitzt, gewinnt auch das Spiel.

Was passieren kann, wenn man auf einen Ort zieht?

Zu Beginn seines Spielzuges muss ein Spieler seine Tierfigur auf einen der ausliegenden Orte stellen.

Die sechs möglichen Tiere in Fabelsaft.
Die sechs möglichen Tiere in Fabelsaft.

Befindet sich noch keine Figur an dem Ort, kann der Spieler seinen Spielzug fortsetzen. Er kann also die Aktion des Ortes nutzen oder den Ort als Fabelsaft kaufen.

Steht bereits eine Figur eines Mitspielers an dem Ort (oder sogar mehrere), muss der Spieler jedem dieser Mitspieler eine beliebige Frucht aus der Hand abgeben. Hat er nicht genug Früchte für alle auf der Hand, kann er frei entscheiden, wer eine Frucht bekommt. Hat er gar keine Fruchtkarte auf der Hand, kann er mit seiner Tierfigur kostenfrei auf ein bereits besetztes Ortsfeld ziehen. Anschließend darf der Spieler die Aktion des Ortes nutzen oder den Ort als Fabelsaft kaufen.

Die Aktion eines Ortes nutzen

Ist ein Spieler mit seiner Tierfigur auf einen Ort gezogen, kann er die Aktion des Ortes einmal nutzen.

Option 1: Aktion des Ortes nutzen.
Option 1: Aktion des Ortes nutzen.

Aktion von Ort #1: Der Spieler erhält zwei Fruchtkarten vom verdeckten Nachziehstapel und nimmt diese auf die Hand. Danach endet sein Spielzug und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Aktionen der Orte #2-6: Der Spieler könnte auf Ort #2 auch eine Bananenfrucht an einen Spieler abgeben. Dafür müsste dieser Spieler ihm zwei Früchte aus der Hand zurückgeben. An Ort #3 würde der Spieler eine Frucht vom Nachziehstapel ziehen und dürfte zusätzlich drei Fruchtkarten mit einem Mitspieler seiner Wahl tauschen. Auf Ort #4 dürfte der Spieler alle seine Karten offen auslegen und jeder Mitspieler dürfte sich eine davon nehmen. Für jede genommene Karte erhält der Spieler je zwei neue Karten vom Nachziehstapel. Ort #5 ermöglicht es dem Spieler, seine Handkarten auf drei nachzuziehen. Lohnt sich, wenn man mal gerade nichts auf der Hand hat. Ort #6 erlaubt dem Spieler, so lange Karten vom Nachziehstapel aufzudecken, bis eine Frucht doppelt aufgedeckt wurde. Hört er vorzeitig auf, darf er alle Karten auf die Hand nehmen.

Weitere 53 Ort mit unterschiedlichen Aktionen werden im weiteren Spielverlauf freigespielt und erweitern das Regelwerk Stück für Stück.

Einen Ort als Fabelsaft kaufen

Anstatt die Aktion eines Ortes zu nutzen, kann ein Spieler den Ort auch als Fabelsaft kaufen.

Option 2: Einen Fabelsaft machen.
Option 2: Einen Fabelsaft machen.

Um einen Fabelsaft zu machen, muss der Spieler die passende Früchte auf der Hand haben.

Beispiel für Ort #1: Der Spieler benötigt drei Ananasfrüchte und eine beliebige vierte Frucht (dargestellt durch das Cocktailsymbol am unteren Rand der Karte). Er legt die Früchte auf den Ablagestapel, nimmt sich die Ortskarte und dreht diese um. Auf der Rückseite ist eine Flasche Fabelsaft abgebildet. Die umgedrehte Karte legt der Spieler vor sich ab.

Wichtig: Jedes Mal, wenn ein Spieler einen Fabelsaft gekauft hat, kommt eine neue Ortskarte von Nachziehstapel ins Spiel. Handelt es sich dabei um eine Karte mit einer neuen Ortsnummer, wird diese auf einen neuen Auslagestapel gelegt. Die Aktion der neuen Karte können die Spieler dann gemeinsam im Glossar nachlegen (sofern der Erklärtext auf der Ortskarte nicht ausreicht).

Spielende und Gewinner des Spiels

Der Fabelsaft - die Rückseiten der Ortskarten.
Der Fabelsaft – die Rückseiten der Ortskarten.

Das Spielende wird eingeleitet, sobald der erste Spieler die erforderliche Menge an Fabelsäften gesammelt hat. Bei 2/3/4 Spielern wären das 5/4/3 Fabelsäfte.

Die laufende Runde wird bis zum Startspiele noch zu Ende gespielt, so dass alle Spieler gleich oft an der Reihe waren. Dann werden die Fabelsäfte gezählt. Wer davon die meisten hat, gewinnt auch die Partie.

Fazit zum Familienspiel Fabelsaft

Mit Fabelsaft landet ein wirklich interessantes Spiel auf unserem Tisch. Die Erwartungen an das Spiel waren von Beginn an sehr hoch. Handelt es sich bei dem Spielautor doch um keinen geringeren als Friedemann Friese, dem wir schon unseren Dauerbrenner Funkenschlag zu verdanken haben.

Der erste Eindruck beim Unboxing erfüllt die Erwartungen schon einmal. Das Spielzubehör ist von sehr guter Qualität. Die Spielfiguren sind allesamt aus Holz und jede Figur stellt ein anderes Tier dar. Die Ortskarten sind überdurchschnittlich groß und jeder einzelne Ort wurde individuell illustriert. Und dass mit offensichtlich viel Hingabe. Die Karten sehen wirklich toll aus. Zudem sind auf den Ortskarten ausreichend Hilfstexte vorhanden, so dass man bereits beim ersten Spiel nur noch selten die Spielregel herausholen muss.

Das Regelwerk ist dann auch sinnvoll aufgeteilt worden. Zunächst efahren die Spieler in einer quasi Losspielregel nur das, was sie für die erste Partie wissen müssen. Die hierfür benötigten Regeln sind schnell gelesen. In dem beigefügten Glossar können die Spieler dann neue Regeln nachlesen, sobald diese notwendig sind. Neue Regeln kommen durch das Aufdecken eines neuen Orts ins Spiel. Insgesamt ist das sehr gut gelöst, da ein schneller Start ins Spiel gelingt und trotzdem die Abwechslung beim Spielen gewährleistet ist.

Das eigentlich besondere an dem Spiel sind dann auch die wechselnden Orte und Aktionen. Da man so immer neue und teilweise auch kompliziertere Aktionen kennenlernt, sollte man Fabelsaft idealerweise mit denselben Spielern durchspielen. Bei ständig wechselnden Spielgruppen kann ansonsten der Einstieg in die erste Partie etwas erschwert werden. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht möglich ist. Man muss dann anfangs je nach Kartenauslage etwas mehr erklären.

So oder so garantiert Fabelsaft einen lang anhaltender Spielspaß. Neue Orte zu entdecken und so neue Aktionen freizuspielen motviert ungemein. Wichtig ist hier, dass man dem Spiel die Chance gibt, sich so zu entwickeln, wie es der Autor geplant hatte. Also nicht zu Beginn gleich alles aufreißen und anschauen. Denn der Faktor „neuer Orte entdecken“ macht schon die halbe Miete und drückt mächtig auf den Langzeitspaß. Nicht luchsen und sich selbst den Spaß am Spiel nehmen. Dann ist Fabelsaft so richtig fabelhaft.