Mit Limes veröffentlicht Abacusspiele ein taktisches Legespiel für 2 Personen, das mit mehreren Spielsets auch zu viert, sechst, acht und so weiter gespielt werden kann. Und auch als Solospiel funktioniert Limes hervorragend.

Jeder Spieler erhält zu Spielbeginn ein Kartendeck bestehend aus 24 Landschaftskarten und sieben Arbeiter. Ein Spieler übernimmt die Rolle des Vorgabespielers. Dieser zieht die oberste Karte von seinem verdeckten Nachziehstapel und bestimmt damit die Landschaftskarte der aktuellen Spielrunde. Der Gegenspieler sucht dieselbe Karte aus seinen Stapel heraus – es spielen also immer alle Spieler mit identischen Vorgaben.

Auf jeder Landschaftskarte sind verschiedene Gebiete abgebildet: Äcker, Wälder, Wasser und Felsen. Diese gilt es bei Limes möglichst sinnvoll zu nutzen. Hierzu können die Spieler eine Landschaftkarte vor dem Anlegen beliebig drehen und anschließend senkrecht oder waagerecht an eine bereits ausliegende Landschaft ihres Territoriums anlegen. Dadurch entsteht über sechszehn Spielrunden ein 4×4 Felder großes Gebiet.

Auf den verschiedenen Gebieten können die Spieler in jeder Runde einen neuen Arbeiter ins Spiel bringen oder einen bereits eingesetzten Arbeiter an eine bessere Position verschieben. Je nach Einsatzgebiet erwirtschaften die Arbeiter Punkte als Holzfäller, Fischer, Bauer oder Wächter. Wer hier im Anschluss an die sechszehnte Spielrunde die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt auch das Spiel.


Spielverlag: Abacusspiele
Spielautor: Martyn F
Erscheinungsjahr: 2014

Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Spielerzahl: 2 Spieler
Spielzeit: 30 Minuten

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Spielzubehör von Limes

  • 24 Landschaftskarten mit roter Rückseite
  • 24 Landschaftskarten mit schwarzer Rückseite
  • 7 rote Arbeiter
  • 7 schwarze Arbeiter
  • eine Spielanleitung

Ausführliche Spielregeln zum Legespiel Limes

Spielvorbereitungen

  1. Jeder Spieler nimmt sich ein Kartenset, bestehend aus 24 Landschaftskarten.
  2. Ein Spieler wird zum Vorgabespieler ernannt. Dieser mischt seinen Kartenstapel und legt ihn als verdeckten Nachziehstapel vor sich ab.
  3. Der andere Spieler sortiert seinen Kartenstapel numerisch von 1 bis 24 und legt ihn offen vor sich ab.
  4. Jeder Spieler nimmt sich die zu seiner Spielerfarbe passenden sieben Arbeiter und legt diese als eigenen Vorrat neben seinen Kartenstapel.

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, innherhalb von 16 Spielrunden eine 4×4 Felder große Landschaft aufzubauen und darauf die eigenen Arbeiter möglichst sinnvoll einzusetzen. Jeder Arbeiter übernimmt dabei je nach Landschaftsart einen Beruf und bringt dem Spieler Siegpunkte.

Eine Partie Limes läuft immer über 16 Spielrunden. Jede Runde besteht aus drei Phasen und wird immer von dem Vorgabespieler eröffnet. In Phase I wird eine neue Landschaftskarte bestimmt. In Phase II können die Spieler die neue Karte an ihrer bestehenden Landschaft anlegen. In Phase III werden Arbeiter in den Gebieten platziert oder aber aus anderen Gebieten versetzt.

Phase I – Landschaftskarten bestimmen

Jede Landschaftskarte ist in vier Felder unterteilt, auf denen sich verschiedene Landschaftarten befinden: Acker, Wasser, Wald und Felsen mit Wachtürmen. In einigen Gebieten befinden sich zusätzlich kleine Fischerhütten.

Der Vorgabespieler deckt die oberste Landschaftkarte seines verdeckten Nachziehstapels auf und nennt die Zifferm die in der Mitte der Karten abgebildet ist (im Beispiel die Ziffer 18).

Der Mitspieler sucht nun aus seinem Landschaftskartenstapel die Karte mit derselben Nummer heraus. Beide Karten sind identsich, so dass beide Spieler nun dieselbe Landschaft anbauen müssen.

Phase II – Landschaftkarten platzieren

Die Spieler können nun gleichzeitig die neue Landschaftskarte an ihr bestehendes Territorium anbauen.

Eine Landschaftskarte kann beliebig gedreht werden und muss immer senkrecht oder waagerecht zu einer bestehenden Landschafts angelegt werden. Dabei darf das Territotium maximal vier Reihen breit und hoch umfassen. Mit der letzten angelegten Karte sollten beide Spieler eine quadratische Fläche erstellt haben.

Hinweis: Da in jedem Spielzug die Landschaftkarten beider Spieler immer identisch sind, sollten die Spieler nicht zu sehr schauen, was der Gegenspieler macht. Wer einfach nur nachbaut – kann nicht gewinnen.

Phase III – Arbeiter setzen und bewegen

Sobald die neue Landschaftskarte angelegt wurde, darf jeder Spieler einen seiner Arbeiter auf dieser Karte platzieren oder aber einen beliebigen Arbeiter von seiner aktuellen Position in ein Gebiet auf einer senkrecht oder waagerecht angrenzenden Lanschaftskarte bewegen. Das darf auch die neue Karte sein.

Das Gebiet, auf dem sich ein Arbeiter befindet, bestimmt auch dessen Beruf.

Befindet sich ein Arbeiter auf einer Wasserfläche, so wird dieser als Fischer eingesetzt. Die Wirkung des Arbeiters erstreckt sich über alle direkt an sein Feld angrenzenden Wassergebiete.

Bei Spielende bringt jede Fischhütte, die direkt an das Ufer des vom Fischer besetzten Wassergebietes angrenzt, einen Siegpunkt.

Befindet sich ein Arbeiter auf einem Acker, so wird dieser als Bauer eingesetzt. Die Wirkung des Arbeiters erstreckt sich über alle direkt an sein Feld angrenzenden Ackerflächen.

Bei Spielende bringt jede Ackerfläche, die direkt mit dem Feld des Bauern verbunden ist, einen Siegpunkt.

Befindet sich ein Arbeiter in einem Waldgebiet, so wird dieser als Holzfäller eingesetzt. Die Wirkung des Arbeiters erstreckt sich über alle direkt an sein Feld angrenzenden Waldflächen.

Bei Spielende bringt jedes Feld, das senkrecht oder waagerecht mit dem Waldgebiet des Holzfällers verbunden ist, einen Siegpunkt.

Befindet sich ein Arbeiter in einem Wachturm, so wird dieser als Wächter eingesetzt. Die Wirkung des Arbeiters erstreckt sich über alle senkrecht oder waagerecht zu seinen Turm befindlichen Waldfelder.

Bei Spielende bringt jedes Waldfeld, das auf einer senkrechten oder waagerechten Linie zum Wachturm des Wächters liegt, einen Siegpunkt.

Spielende und Gewinner des Spiels

Eine Partie Limes endet immer nach 16 Spielrunden. Die nicht benutzten Landschaftskarten haben für die Schlusswertung keinerlei Bedeutung. Jeder Spieler zählt nun seine Siegpunkte zusammen. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel.

Fazit zum Legespiel Limes

Die Spielregeln von Limes fallen angenehm kurz aus, sind schnell gelesen und zudem ausreichend bebildert. Der Einstieg in das 2-Personen-Spiel gelingt so schnell und bereits nach der ersten Partie hat man die Spielzüge und den Spielablauf verinnerlicht. Auch die Spielvorbereitungen halten sich in Grenzen. Kartendeck mischen bzw. sortieren, Arbeiter nehmen, fertig!

Beim Spielzubehör trifft man altbekannte Arbeiterfiguren, – das gesamte Material ist von guter Qualität und passt hervorragend in die mitgelieferte Spielschachtel. Die Landschaftskarten hätten vielleicht etwas dicker ausfallen können, sehen bei uns aber auch nach mehrmaligem Spielen noch absolut neuwertig aus.

Das Legespiel Limes bedient sich vieler bekannter Spielmechanismen und erweitert diese um kleine Elemente. So ist das Aufdecken und Anlegen von Landschaftskarten und das Platzieren von Arbeitern gewiss kein Novum in der Spielewelt. Das allein durch den Einsatz von Arbeitern Siegpunkte generiert werden, findet man ebenfalls in nahezu jedem Spiel. Drei Elemente sorgen aber dafür, dass sich das Legespiel Limes deutlich von anderen Vertretern der Gattung (bspw. Carcassonne -Die Burg) abhebt und seinen eigenen Charme entfaltet:

Erstens sind alle Kartensets der Spieler identisch und jede Karte ist nummeriert. Auch wenn die Auswahl der Karten per Zufall passiert, so spielen immer alle Spieler in derselben Spielrunde mit derselben Landschaftkarte. Das Glückselement wird so vollständig ausgehebelt. Das macht Limes zu einem rein strategischen Spiel.

Zweitens kann die Landschaft nicht nach Belieben aufgebaut werden. Jedem Spieler stehen maximal vier Reihen in der Breite und vier Reihen in der Höhe zur Verfügung. Auf so einem engen Territorium muss man sehr geschickt bauen, um das Maximum aus seinen Arbeitern herausholen zu können. Hier ist auch Spielerfahrung erforderlich, was den Langzeitfaktor des Spielvergnügens positiv beeinflusst.

Drittens können Arbeiter nicht nur einmal gesetzt sondern auch beliebig oft verschoben werden. Der Spieler wird so in jeder Runde in die Lage versetzt, seine bestehenden Arbeiter noch besser zu Positionieren. Dadurch werden nicht nur immer neue Karten aufgedeckt, sondern es findet auch etwas Bewegung im eigenen Territotium statt.

Alles in allem ein unterhaltsames und von Taktik bestimmtes Legespiel, das das Rad gewiss nicht neu erfindet, sich durch eigene Ideen aber durchaus von ähnlichen Spielen abzuheben weiß.

– Herzlichen Dank an Abacusspiele für das Rezensionsexemplar –

ÜBERBLICK DER REZENSION
Originaliltät / Idee
70 %
Spielzubehör
90 %
Langzeitspaß
85 %
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