Das Kartenspiel Mammuz von Abacusspiele entführt die Spieler zurück in die Eiszeit. Hier begegnen sie neben Mammuts (logisch!) unter anderem auch Bären, Zieseln, Eichhörnchen oder Säbelzahntiegern. Jede der insgesamt acht Tierarten ist unterschiedlich oft im Spiel enthalten. Zusätzlich mischen dann auch noch sechs unterschiedliche Dinosaurier mit, die das Spielgeschehen kurzerhand mal durcheinander wirbeln können. Und darum geht es in Mammuz.

Alle Spieler starten mit derselben Anzahl Tierkarten, in denen auch Dinosaurier enthalten sein können. Der Startspieler legt zu Beginn jeder Runde Karten aus seiner Hand verdeckt vor sich ab und eröffnet damit eine neue Herde. Seine geschaffene Auslage muss er benennen, in dem er verkündet „das sind drei Ziesel“. Reihum können die nachfolgenden Spieler diese Herde mit Karten aus der eigenen Hand erweitern oder die Auslage des Vorspieler anzweifeln.

Beim Anzweifeln einer Auslage wird immer nur eine beliebige Karte aufgedeckt. Hat der Spieler geschummelt, muss er alle Karten der Herde aufnehmen. Hat er die Wahrheit gesagt, muss der Zweifler seine Kartenhand aufstocken. Und wird ein Dinosaurier aufgedeckt, so kann je nach Saurierart jeder Spieler mehr oder weniger von der Aktion betroffen sein.

Sollte ein Spieler einmal alle Karten einer Tierart auf der Hand haben, darf er alternativ die Tierart aussterben lassen. Er zeigt die Karten offen vor uns legt sie ab. Sobald ein Spieler seine letzte Karte abgelegen konnte, endet das Spiel.

Infos zum Spiel

Spielverlag: Abacusspiele
Spielautor: Nikolay Pegasov
Erscheinungsjahr: 2015

Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Spielerzahl: 3 – 7 Spieler
Spielzeit: 30 Minuten

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Spielzubehör von Mammuz

Mammuz-Spielzubehoer-Kartenspiel
  • 44 Tierkarten (Mammuts, Bären, Hirsche, Säbelzahntiger, Hasen, Eichhörnchen, Ziesel und Mäuse)
  • 8 Übersichtskarten (je eine pro Tierart)
  • 6 Dinosaurierkarten

Ausführliche Spielregeln zu Mammuz

Spielvorbereitungen

Je nach Spielerzahl werden vor dem Austeilen der Tierkarten bestimmte Arten aus dem Stapel entfernt: Zu dritt wird ohne Mäuse und Ziesel gespielt, zu viert oder fünft werden nur die Mäuse entfernt. Die Übersichtkarten der verbliebenen Tierarten werden in die Tischmitte gelegt.

Die acht Übersichtskarten in Mammuz
Die acht Übersichtskarten in Mammuz

Pro Spieler wird jeweils eine Dinosaurierkarte verdeckt gezogen. Diese werden zusammen mit den verbliebenen Tierkarten gut durchgemischt. Anschließend wird der gesamte Stapel gleichmäßig an die Spieler verteilt.

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, durch Auslegen von Tierkarten oder Abwerfen aller Karten einer Tierart als erster Spieler alle Handkarten abzulegen.

Der Startspieler eröffnet die Runde und startet mit seiner verdeckten Kartenauslage zunächst eine neue Herde. Zu seiner Auslage muss er eine Ansage machen, bspw. „das sind zwei Mammuts“. Anschließend können die nachfolgenden Spieler diese Herde mit eigenen Karten derselben Tierart erweitern, die aktuelle Auslage anzweifeln oder eine beliebige Tierart aussterben lassen.

Eine Herde auslegen, erweitern oder anzweifeln

Die verdeckte Auslage des Startspielers.
Die verdeckte Auslage des Startspielers.

Der Startspieler beginnt eine neue Herde und legt 1 – 4 Karten aus seiner Hand verdeckt aus. Anschließend muss er die Tierart der Herde mit seiner Ansage benennen, beispielsweise „das sind vier Mammuts“. Anhand der Übersichtskarten können die Spieler in diesem Fall schnell feststellen, dass der Startspieler schummelt, da es nur zwei Mammuts im ganzen Spiel gibt. Selbst in so einem offensichtlichen Schummelfall muss man den Spieler erst einmal überführen.

Der linke Nachbar des Startspielers kann nun entweder die Auslage erweitern, in dem er ebenfalls 1 – 4 Karten aus der Hand ablegt und verkündet, „das sind weitere Mammuts“. In diesem Fall folgt er seiner Bedienpflicht, da er nur Karten derselben Tierart ablegen darf – natürlich ist auch hier wieder Schummeln möglich.

Glaubt der Spieler seinem Mitspieler nicht, dann darf er die Auslage anzweifeln. In diesem Fall legt er keine eigenen Karten ab sondern deckt eine der Karten aus der Auslage seines Mitspielers auf. Jetzt können drei Fälle eintreten:

Die Auslage zu Unrecht anzweifeln.
Die Auslage zu Unrecht anzweifeln.

Die umgedrehte Karte zeigt das vom Startspieler angesagte Tier. In diesem Fall muss der aktive Spieler, der die Ansage angezweifelt hat, alle Karten der aktuellen Herde aufnehmen. MIt Herde sind dabei wirklich alle verdeckt vor den Spielern liegenden Karten gemeint. Anschließend beginnt der linke Nachbar als neuer Startspieler mit seiner Auslage eine neue Herde.

Die Auslage zurecht anzweifeln.
Die Auslage zurecht anzweifeln.

Die umgedrehte Karte zeigt nicht das vom Startspieler angesagte Tier. In diesem Fall muss der Spieler, dessen Auslage angezweifelt wurde, alle Karten der aktuellen Herde, also alle verdeckt vor den Spielern liegenden Karten, auf die Hand nehmen. Sein linker Nachbar wird neuer Startspieler und legt die nächste Herde verdeckt aus.

Einen Dinosaurier finden.
Einen Dinosaurier finden.

Die umgedrehte Karte zeigt einen Dinosaurier. In diesem Fall muss die Sonderaktion des Dinosauriers ausgeführt werden. Insgesamt sechs verschiedene Möglichkeiten können hierbei eintreten, bei denen die aktuelle Herde wieder umverteilt wird (siehe weiter unten!). Anschließend nimmt der aktive Spieler die aufgedeckte Dinosaurierkarte auf die Hand und startet anschließend mit seiner Auslage eine neue Herde.

Die Aktionen der Dinosaurierkarten

Sechs unterschiedliche Saurier und Aktionen.
Sechs unterschiedliche Saurier und Aktionen.

Brontosaurus: Wird die Karte aufgedeckt, muss der vorherige Spieler alle Karten der ausliegenden Herde aufnehmen.

Pterosaurus: Wird die Karte aufgedeckt, muss der aktive Spieler alle Karten der ausliegenden Herde aufnehmen.

Triceratops: Wird die Karte aufgedeckt, darf der aktive Spieler entscheiden, wer die Karten der ausliegenden Herde aufnehmen muss.

Stegosaurus: Wird die Karte aufgedeckt, mischt der aktive Spieler alle Karten der ausliegenden Herde und teilt sie anschließend gleichmäßig unter allen Spielern auf.

Plesiosaurus: Wird die Karte aufgedeckt, wird die gesamte ausliegenden Herde als Stapel in die Tischmitte gelegt. Der nächste Spieler, der eine herde aufnehmen muss, muss diesen Stapel zusätzlich auf die Hand nehmen.

Tyrannosaurus Rex: Wird die Karte aufgedeckt, werden alle Karten der ausliegenden Herde aus dem Spiel genommen und offen auf den Übersichtskarten ausgelegt. Ab sofort werden für diese Tierart(en) weniger Karten für das Aussterben lassen benötigt.

Eine Tierart aussterben lassen

Das Aussterben einer Tierart in Mammuz
Das Aussterben einer Tierart in Mammuz

Wer oft Karten aufnehmen muss, der hat mitunter auch mal alle Karten einer Tierart auf der Hand. In diesem Fall kann der Spieler – anstelle eine Herde zu bedienen oder anzuzweifeln – alle Karten einer Tierart offen vorzeigen und auf die entsprechende Übersichtskarte legen. Auf dieser lässt sich übrigens auch immer die Anzahl der im Spiel enthaltenen Tierkarten der Tierart etnehmen. Durch die Aktion kann ein Spieler ganz schnell mal 2 – 9 Karten auf einen Schlag loswerden. Der abgelegte Stapel wird zuletzt noch umgedreht, die Tierart ist für das laufende Spiel somit ausgestorben.

Spielende und Gewinner des Spiels

Sobald ein Spieler seine letzte Karte vor sich ablegt, muss der Folgespieler diese Auslage anzweifeln. Muss der vorherige Spieler auch nach dem Anzweifeln keine neuen Karten aufnehmen, so gewinnt er die Partie Mammuz. Andernfalls geht das Spiel weiter. Sollte ein Spieler mit seinen letzten Karten eine Tierart aussterben lassen, gewinnt er sofort.

Fazit zum Kartenspiel Mammuz

Mit Mammuz erfindet Nicolay Pegasov das Rad gewiss nicht neu. Als Spieler eine wahrheitsgemäße oder vielleicht auch geschummelte Ansage zu einer verdeckten Auslage zu machen, kennt man bereits aus zahlreichen Spielen. Eines davon – nämlich das Würfelspiel Bluff – konnte dafür sogar die Auszeichnung zum Spiel des Jahres einheimsen.

Aber Mammuz bringt seinen eigenen Charme mit. Da sind auf der einen Seite die liebevollen Illustrationen, auf der anderen Seite die schönen Dinosaurierkarten, mit denen man seine Mitspieler so richtig schön in die Pfanne hauen kann. Und eine Sache macht Mammuz dann sogar spannend. Da man zwar immer die gesamte Auslage eines Spielers anzweifelt, aber immer nur eine der Karten aufdecken kann, können sogar Schummelmeister ungeschoren davon kommen.

Dank der überschaubaren Spielregeln, dem simplen Spielablauf und der kurzen Spielzeit ist Mammuz bestens geeignet für zwischendurch, unterwegs sowie zum Start oder Ausklingen eines langen Spieleabends. Stichwort Absacker. Der Grad an Interaktion ist hoch, zumal die Spieler gut aufpassen und/oder gut bluffen müssen. Unnötige Wartezeiten oder Langeweile kommen also nicht auf. Wer Bluff-Spiele mag, der ist bei Mammuz richtig aufgehoben.

– Herzlichen Dank an Abacusspiele für das Rezensionsexemplar –

ÜBERBLICK DER REZENSION
Originalität / Idee
65 %
Spielzubehör
90 %
Langzeitspaß
85 %
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