Die Einen haben sich vor ihm gefürchtet, die Anderen vielleicht eher nicht. Aber gehört hat in seiner Kindheit wohl jeder einmal von ihm – dem Monster unterm Bett. Im gleichnamigen Kinderspiel von Antoine Bauza dürfen die Kinder den Spieß einmal umdrehen und den Monstern unter ihrem Bett einen gehörigen Schrecken einjagen. Denn jedes dieser Monster hat vor einem ganz bestimmten Spielzeug so viel Angst, dass es freiwillig in den dunklen Wandschrank flieht. Diese Spielzeuge gilt es zu finden.

Das Spielprinzip ist dabei denkbar einfach. In der Tischmitte liegt ein Stapel großer Monsterkarten, auf deren Rückseite ein Bett abgebildet. Auf der Unterseite jeder Karte befindet sich ein (wenig Angst einflößendes) Monster. Das erste Monster wird bei Spielbeginn offen neben das Bett gelegt. Auf der Karte befindet sich das Symbol eines Spielzeugs, mit dem sich eben dieses Monster wieder vertreiben lässt.

In ihren Spielzügen decken die Spieler kleine Spielzeug-Plättchen auf – wie bei einem ganz normalen Memory. Finden sie das richtige Spielzeug, wird das Monster in den Schrank vertrieben. Nach jedem dritten Fehlversuch kommt dagegen ein weiteres Monster ins Spiel beziehungsweise unters Bett.

Sobald alle vier Bettkanten von Monstern belagert werden, gewinnen die Monster. Können die Spieler aber alle Spielzeuge zum richtigen Zeitpunkt finden und so alle Monster vertreiben, gewinnen sie gemeinsam das Spiel.

Infos zum Spiel

Spielverlag: Scorpion Masqué
Spielautor: Antoine Bauza
Erscheinungsjahr: 2016

Altersempfehlung: ab 3 Jahren
Spielerzahl: 1 – 6 Spieler
Spielzeit: 15 Minuten

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Spielzubehör von Monster unterm Bett

Spielzubehör zu Monster unterm Bett.
  • 1 Wandschrank (Teil der Spielbox)
  • 20 große Monsterkarten
  • 10 Spielzeug-Plättchen
  • 3 Monster-Plättchen
  • 2 Fortgeschrittenen-Plättchen

Spielregeln zu Monster unterm Bett

Spielvorbereitungen

Die Spielzeuge und Monster-Plättchen.
Die Spielzeuge und Monster-Plättchen.

Die drei Monster-Plättchen werden farblich passend zusammengesetzt und gut erreichbar auf den Tischmitte gelegt. (Die Plättchen sind beidseitig bedruckt – einmal pink und einmal blau.)

Die Spielzeug-Plättchen werden mit der Bildseite nach unten gedreht und in die Tischmitte gelegt. Vor dem Start sollten alle noch einmal durchgemischt werden.

Das Bett und das erste Monster.
Das Bett und das erste Monster.

Die Monsterkarten werden gestapelt und verdeckt gemischt. Je nach gewünschter Dauer der Spielrunde werden 10, 15 oder alle 20 Monsterkarten mit der Bettseite nach oben in die Tischmitte gelegt. Das ist der Nachziehstapel bzw. das Bett.

Die oberste Monsterkarte des Stapels wird sofort aufgedeckt und neben eine der vier Bettkanten gelegt.

Der Wandschrank, der sich leicht und schnell aus der Spielbox zusammenbauen lässt, wird ebenfalls gut erreichbar neben das aufgebaute Spielfeld gestellt. Das Spiel kann beginnen.

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, die passenden Spielzeuge zu finden und damit alle Monster des Bettstapels in den Wandschrank zu verbannen.

Das Spiel beginnt der furchtloseste Spieler. Die anderen Spieler folgen nacheinander im Uhrzeigersinn. Ist ein Spieler an der Reihe, deckt er eines der verdeckten Spielzeugplättchen auf. Jetzt können zwei Fälle eintreten:

Ist das aufgedeckte Spielzeug identisch mit dem Spielzeug auf der Monsterkarte, dann ruft der Spieler „Ab in den Schrank, du Monster“. Er darf die Monsterkarte nehmen und in den Wandschrank legen. Handelte es sich dabei um die letzte, offen ausliegende Monsterkarte, wird sofort eine neue vom Nachziehstapel aufgedeckt und an einer der vier Seiten des Betts platziert. Zuletzt dreht der Spieler das aufgedeckte Spielzeug-Plättchen wieder um. Der nachfolgende Spieler ist an der Reihe.

Das richtige Spielzeug finden...
Das richtige Spielzeug finden…
...das Monster muss in den Wandschrank.
…das Monster muss in den Wandschrank.

Ist das aufgedeckte Spielzeug nicht identisch mit dem Spielzeug auf der Monsterkarte, dann bekommt das Monster keine Angst und bleibt offen neben dem Bett liegen. Dafür muss der Spieler nun eines der Monster-Plättchen umdrehen, so dass nach und nach ein andersfarbiges Monster entsteht. Beim Umdrehen wird mit den Füßen begonnen, dann der Körper und zuletzt der Kopf. Muss ein Spieler das dritte Monster-Plättchen umdrehen, wird sofort eine neue Monsterkarte vom Nachziehstapel aufgedeckt und an einer der vier Seiten des Betts platziert. Abschließend dreht der Spieler das aufgedeckte Spielzeug-Plättchen wieder um. Der nachfolgende Spieler ist an der Reihe.

Das falsche Spielzeug aufdecken...
Das falsche Spielzeug aufdecken…
...das nächste Monster-Plättchen wird umgedreht.
…das nächste Monster-Plättchen wird umgedreht.

Zusammengefasst: In jedem Spielzug wird also ein Monster in den Schrank vertrieben oder aber ein Monster-Plättchen umgedreht. Nach jeweils drei Monster-Plättchen erscheint ein neues Monster unterm Bett.

Spielende und Gewinner des Spiels

Eine Partie Monster unterm Bett kann auf zwei Wegen zu Ende gehen. Entweder vertreiben die Spieler alle Monster in den Wandschrank. Dann gewinnen sie gemeinsam das Spiel. Sollten jedoch neben allen vier Kanten des Betts Monsterkarten offen ausliegen, gewinnen die Monster.

Spielvarianten von Monster unterm Bett

Das Spiel mit den ganz Kleinen: Spielt einfach ohne die drei Monster-Plättchen. So liegt immer nur ein Monster neben dem Bett offen aus und es werden reihum so lange Spielzeuge aufgedeckt, bis das Monster in den Schrank vertrieben werden konnte. Auf diese Weise kann nicht verloren werden.

Das Socken-Plättchen.
Das Socken-Plättchen.

Das Socken-Plättchen: Mischt das Plättchen bei den Spielvorbereitungen unter die Spielzeug-Plättchen. Gespielt wird nach den normalen Regeln.

Deckt ein Spieler in seinem Spielzeug nun das Socken-Plättchen auf, muss er zunächst (wie bei jedem Fehlversuch) eines der drei Monster-Plättchen umdrehen. Danach vertauscht er die Position des Socken-Plättchens mit der eines Spielzeugs. So wechseln die Spielzeuge immer mal wieder ihre Position und man muss noch besser aufpassen.

Monster unter der Decke.
Monster unter der Decke.

Das Monster unter der Decke: Mischt das Plättchen bei den Spielvorbereitungen unter die Spielzeug-Plättchen. Gespielt wird nach den normalen Regeln. Es darf auch mit dem Socken-Plättchen kombiniert werden.

Deckt ein Spieler in seinem Spielzeug nun das Monster unter der Decke auf, muss er alle notwendigen Monster-Plättchen umdrehen, bis ein neues Monster erscheint. Danach deckt er eine neue Monsterkarte auf und legt sie neben das Bett. Das Monster-unter-dem-Bett-Plättchen wird wieder verdeckt.

Die Monsterbande: Liegen bereits mehrere Monster offen neben dem Bett, muss der Spieler in seinem Spielzug alle Monster vertreiben. Er darf hierzu mehrere Plättchen aufdecken, so lange er dabei passende Spielzeuge umdreht. Nur wenn so alle Monster vertrieben werden können, kommen diese in den Schrank. Andernfalls werden die Spielzeuge wieder umgedreht und der Spieler muss wegen seines Fehlversuchs ein Monster-Plättchen umdrehen.

Das Spiel für Fortgeschrittene.
Das Spiel für Fortgeschrittene.

Die furchtlosen Monsterjäger: Gespielt wird nach den Standardregeln. Bei Spielbeginn werden alle Spielzeuge für zehn Sekunden aufgedeckt, so dass die Spieler sich deren Positionen einprägen können. Dann werden sie wieder verdeckt und das Mittelstück der Monster-Plättchen wird entfernt. Ab jetzt wird nach jedem zweiten Fehlversuch – da ja nur zwei Plättchen umgedreht werden können – ein neues Monster ins Spiel gebracht und neben das Bett gelegt.

Fazit zum Kinderspiel Monster unterm Bett

Von Antoine Bauza ist man so einiges gewohnt. Dass der Autor neben Spielen wie 7 Wonders oder Hanabi auch großartige Kinderspiele erschaffen kann, beweist Monster unterm Bett. Bei unserer Testgruppe kam das Spiel sehr gut an und landet auch nach Monaten immer mal wieder auf dem Tisch.

Das Spielzubehör ist hier sehr liebevoll gestaltet worden. Die Spielbox wurde rundherum grafisch gestaltet. Klappt man im Spiel die Schranktüren auf, hat der Wandschrank ein richtiges Innenleben. Die Monsterkarten sind überdurchschnittlich groß und ebenfalls sehr schön illustriert worden. Keiner unserer Junior-Tester hat sich vor den Monstern richtig gefürchtet, aber alle Gestalten sehr genau betrachtet. Die Plättchen sind stabil und für ein Kinderspiel ab 3 Jahren durchaus geeignet.

Das Spiel selbst ist im Wesentlichen eine Memory-Variante, wie sie bei Kinderspielen sehr häufig vorkommt (siehe bspw. Zicke Zacke Hühnerkacke oder Stone Age Junior). Die Kinder decken ein Plättchen auf. Ziegt es ein falsches Spielzeug, rückt das nächste Monster näher ran. Zeigt es aber das gesuchte Spielzeug, vor dem sich eines der ausliegenden Monster fürchtet, rufen alle „Ab in den Schrank, du Monster“ und die Monsterkarte landet in Wandschrank. Das Vertreiben der Monster macht den Kindern hier viel Spaß. Ein schönes, kleines Erfolgserlebnis!

Was ebenfalls gut funktioniert: Die Steuerung der Spieldauer. Einfach mehr oder weniger Monsterkarten auf den Stapel legen und schon hat man die Spielzeit ganz gut im Griff.

Die zusätzlichen Varianten haben wir bisher noch nicht so oft gespielt, mit Ausnahme der Socke. Gerade bei etwas älteren Kindern reicht diese aber schon aus, um gelegentlich auch mal gegen die Monster zu verlieren.

Insgesamt ein tolles Spiel, das bei unseren Spielern (3 – 5 Jahre) noch immer sehr gut ankommt. Und nein, keines der Kinder hat seitdem Angst davor, dass ein Monster unter seinem Bett lauert.