Im munteren Würfelspiel Paku Paku kommen die beleibtesten (nicht beliebtesten!) Pandas zum alljährlichen Wettstreit zusammen. Das Ziel: so viele Teller mit Reisbällchen wie möglich leer zu essen. Wer nicht mehr kann scheidet aus, bis nur noch einer von ihnen als Sieger übrig bleibt.

Spielerklärung und Spielaufbau gehen erstaunlich schnell. Tisch-Plättchen und Geschirrteile in die Tischmitte legen und Würfel unter den Spielern aufteilen. Dann geht es schon los. Alle Spieler würfeln gleichzeitig. Zeigt ihr Würfel eine Zahl, wird erneut gewürfelt. Zeigt der Würfel einen grünen Panda, darf er an den linken Sitznachbarn weitergegeben werden. Wer auf diese Weise zu viele Würfel sammelt, bekommt Strafpunkte. Zeigt ein Würfel einen roten Geschirrstapel, muss der Spieler sich Geschirrteile schnappen und auf dem Tisch-Plättchen stapeln. Kippt der Turm dabei um, gibt es wieder Strafpunkte.

Es wird so lange weitergespielt, bis der erste Spieler 10 oder mehr Strafpunkte gesammelt hat. Wer zu diesem Zeitpunkt die wenigsten Strafpunkte besitzt, gewinnt das Wettessen.

Infos zum Spiel

Spielverlag: Ravensburger
Spielautor: Antoine Bauza
Erscheinungsjahr: 2017

Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Spielerzahl: 2 – 8 Spieler
Spielzeit: 15 Minuten

Paku Paku online kaufen

AmazonAktuellen Preis abrufen oder Spiele OffensiveAktuellen Preis abrufen

Spielzubehör von Paku Paku

Spielzubehör von Paku Paku.
  • 1 rundes , großes Tischplättchen
  • 5 große Würfel aus Holz
  • 8 Teller
  • 8 Schüsseln
  • 8 Becher
  • 40 Strafpunkte-Plättchen (mit den Werten 1, 2, 3 und 5)

Ausführliche Spielregeln zu Paku Paku

Spielvorbereitungen

Paku Paku kann mit bis zu acht Spielern gespielt werden. Bei ungeraden Spielerzahlen und bei Spielen ab sechs Spielern starten die Teilnehmer mit unterschiedlich vielen Würfeln.

Der Tisch und die Geschirrteile werden in der Mitte des Spieltisches platziert. Es ist wichtig, dass alle Spieler diese gut erreichen.

Die Strafpunkte-Plättchen werden nach Wert sortiert und neben dem Spielfeld bereitgelegt.

Die Würfel werden vom jüngsten Spieler möglichst gleichmäßig verteilt. Beispielsweise erhält im Spiel zu fünft jeder Spieler genau einen Würfel. Bei drei Spielern erhalten zwei Spieler zwei Würfel und der dritte Spieler nur einen Würfel. Bei sechs Spielern erhalten fünf Teilnehmer genau einen Würfel und der sechste Spieler geht erstmal leer aus.

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, über mehrere Spielrunden die wenigsten Strafpunkte zu sammeln.

Das Spiel beginnen alle Spieler gemeinsam. Zumindest alle, die bei der Vorbereitung einen oder mehrere Würfel erhalten haben. Die Spieler zählen bis drei. Dann würfeln alle gleichzeitig los, aber jeder für sich mit seinen eigenen Würfeln.

Die unterschiedlichen Würfelsymbole

Weitergeben.
Würfel weitergeben.

Wer einen grünen Panda würfelt, hat Glück gehabt. Er darf den Würfel sofort an seinen linken Sitznachbarn weitergeben. Es spielt dabei keine Rolle, ob der linke Sitznachbar bereits Würfel hat und/oder gerade mit dem Stapeln von Geschirr beschäftigt ist.

Würfelt ein Spieler gleich mehrere grüne Pandas, darf er alle Würfel, die das Symbol zeigen, sofort an seinen Nachbarn weitergeben.

Geschirrteil stapeln
Geschirrteil stapeln

Wer einen roten Geschirrturm würfelt, hat Pech gehabt. Er muss nun für jeden Würfel, der dieses Symbol zeigt, ein Geschirrteil aus dem allgemeinen Vorrat nehmen und auf dem Tischplättchen stapeln. Alle Spieler stapeln dabei am gleichen Turm. Es dürfen keine parallelen Geschirrstapel entstehen. Bleibt der Turm stehen, darf der Spieler erneut mit den roten Würfeln werfen und auf ein besseres Ergebnis hoffen. Kippt der Turm um, gibt es Strafpunkte (siehe weiter unten).

Erneut würfeln.
Erneut würfeln.

Wer eine Ziffer würfelt, hat weder so richtig Glück noch großes Pech gehabt. Der Spieler muss den Würfel einfach erneut werfen. Dass allerdings so lange, bis dieser einen grünen Panda oder einen roten Geschirrturm zeigt.

Das gilt grundsätzlich für alle Würfel, die eine Zahl zeigen. Auf jedem Würfel befindet sich zweimal die Ziffer 1 und einmal die Ziffer 2.

Wie sammelt man Strafpunkte?

Zwar sollte man das Sammeln von Strafen tunlichst vermeiden. Trotzdem gibt in Paku Paku zwei Wege, wie ein Spieler Strafpunkte erhält.

Noch steht der Geschirrturm.
Noch steht der Geschirrturm.

Durch das Umwerfen des Geschirrturms: Hat ein Spieler einen rotes Würfelsymbol geworfen und beim Stapelversuch den Geschirrturm zum Einsturz gebracht, wird das Spiel sofort unterbrochen. Der Spieler muss nun alle vor ihm liegenden Würfel werfen. Die geworfenen Zahlen werden addiert. Der Spieler nimmt sich die entsprechende Anzahl an Strafpunkten und legt sie vor sich ab.

Durch das Weiterreichen grüner Würfel: Hat ein Spieler plötzlich alle 5 Würfel vor sich liegen (bei 2-3 Spieler!), wird das Spiel sofort unterbrochen. Bei 4-5 Spieler reichen dazu 4 Würfel, bei 6-8 Spielern sogar nur 3 Würfel.

Der Spieler muss nun alle vor ihm liegenden Würfel werfen. Alle geworfenen Zahlen werden addiert. Der Spieler nimmt sich die entsprechende Anzahl an Strafpunkten und legt sie vor sich ab.

Um das Spiel wieder fortzusetzen, verteilt der Spieler alle Würfel möglichst gleichmäßig und entfernt noch schnell den Geschirrstapel vom runden Tisch-Plättchen. Dann ruft er „Paku Paku“ und das Spiel läuft weiter.

Spielende und Gewinner des Spiels

Strafpunkte
Strafpunkte

Das Spiel endet, sobald der erste Spieler 10 oder mehr Strafpunkte vor sich liegen hat.

Jetzt zählen alle Spieler ihre Strafpunkte. Der Spieler mit den wenigsten Strafpunkten gewinnt die Partie.

Fazit zum Würfelspiel Paku Paku

Mit Paku Paku erwartet die Spieler ein schnelles, munteres und mitunter auch stressiges Würfelspiel. Die Spielregeln sind in einer Minute erklärt, was Paku Paku theoretisch zu einem schönen Mitbringspiel macht. Zumal eine Partie nur wenige Minuten dauert. Aber die Spielgruppe sollte ein wenig Stress und Chaos ertragen können. Wer Tempospiele wie beispielsweise Unter Spannung nicht mag, wird auch mit Paku Paku nicht glücklich werden.

Das Zubehör ist sehr gut. Das Tischplättchen ist sehr stabil und auch dekorativ. Die zahlreichen Geschirrteile sind groß und lassen sich gut stapeln. Dank der glatten Oberflächen fallen sie natürlich gerne mal runter. Die Würfel sind aus Holz und ebenfalls schön groß. Beim Zubehör gibt es eigentlich nichts zu beanstanden.

Die Partien fühlen sich je nach Besetzung sehr unterschiedlich an. Zu zweit oder dritt kommt für den einzelnen Spieler kaum Ruhe rein, da man bereits mit zwei oder drei Würfeln beginnt und diese nur schwer wieder los wird. Dafür hat man das Spiel und seine Regeln noch besser im Griff, da nicht zu viele Spieler gleichzeitig Geschirrteile stapeln wollen. Auch lassen sich die Aktionen einiger Spieler besser „kontrollieren“.

Ab fünf Spielern kommt es recht häufig vor, dass man selbst keinen Würfel vor sich liegen hat und das Geschehen am Tisch ein wenig beobachten kann. Das sollte man auch zwingend tun, denn mit mehr Spielern wird Paku Paku immer chaotischer. Man verliert leicht den Überblick: Welcher Würfel wurde gerade geworfen, wo kommt denn der Würfel gerade her, darf ich zuerst Stapeln oder muss ich warten? Hier offenbaren sich teilweise Lücken in der Spielregel, die man dann am Tisch unter sich klären muss.

Unterm Strich muss man hektische Spiele mögen. Wer das Spielgeschehen gerne im Blick hat, der wird hier verzweifeln. In kleineren Runden ist das Stresslevel sehr hoch und das Chaos auf dem Tisch überschaubar. In größeren Spielrunden sinkt das Stresslevel und das Chaos steigt an. Trotzdem haben uns die Spiele ab fünf Spielern deutlich mehr Spaß gemacht. Man darf eben nicht zu verbissen spielen. In kleineren Runden würden wir Paku Paku allerdings nicht mehr auf den Tisch holen.

ÜBERBLICK DER REZENSION
Originalität / Idee
60 %
Spielzubehoer
80 %
Langzeitspaß
45 %
DIESEN SPIELBERICHT TEILEN
Vorheriger ArtikelMonster unterm Bett
Nächster ArtikelFabelsaft