Der Vorgänger “Phase 10″ gehört bereits zu den meistverkauften Kartenspielen der Welt. Mit “Phase 10 Master” legt der Ravensburger Verlag noch eine Schippe drauf. Auf die Spieler warten laut Verpackungsangaben anspruchsvollere Phasen und neue Aktionskarten.

Das Spielprinzip des Vorgängers ist nahezu identisch. Zwei bis sechs Spieler erhalten pro Runde 10 Karten auf die Hand. Anschließend wird reihum eine Karte vom Nachzieh- oder Ablagestapel aufgenommen und anschließend eine beliebige Handkarte wieder auf den Ablegestapel abgelegt.

Ziel jeder Runde ist es dabei, die aktuelle Phase – die immer aus einer Kombination verschiedener Karten besteht (siehe weiter unten Phase 10 Master Phasen) – zu beenden und alle übrigen Handkarten auszuspielen. Eine Runde endet, sobald der erste Spieler seine Phase geschafft hat und keine Karte mehr auf der Hand hat. Alle Spieler, die zu diesem Zeitpunkt ebenfalls die aktuelle Phase auslegen konnten, dürfen sich in der Folgerunde der nächsten Phase widmen, müssen allerdings die verbliebenen Handkarten als Minuspunkte auf einem Zettel notieren.

Sieger von Phase 10 Master ist der Spieler, der zuerst alle 10 Phasen erfolgreich beendet hat. Sollten die zwei oder mehr Spieler gleichzeitig schaffen, gewinnt der Spieler mit den wenigsten Minuspunkten.

Infos zum Spiel

Spielverlag: Ravensburger
Erscheinungsjahr: 2007

Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Spielerzahl: 2 – 6 Spieler
Spielzeit: 60 Minuten

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Spielzubehör von Phase 10 Master

Spielzubehör von Phase 10 Master.
  • 96 Zahlenkarten, mit denen man seine Phasen zusammenstellt.
  • 35 Sonderkarten, bspw. Joker.
  • 18 Aktionskarten
  • 3 Blanko-Karten, mit denen Ihr weitere Aktionskarten ins Spiel bringen könnt.
  • 6 Phasenkarten, hier werden alle 10 Phase aufgelistet
  • 6 Phasen-Anzeiger (haben wir bisher noch nie benutzt)

Ausführliche Spielregeln zu Phase 10 Master

Spielvorbereitungen

  1. Alle Spielkarten (bis auf die Blankokarten) werden gut durchgemischt.
  2. Jeder Spieler erhält 10 Karten verdeckt auf die Hand, der aktuelle Startspieler erhält eine weitere Karte und verfügt somit zu Beginn über elf Handkaten.
  3. Jeder Spieler erhält eine Phasen-Übersichtskarte und den dazugehörigen Phasenanzeiger.
  4. Die restlichen Spielkarten werden als verdeckter Nachziehstapel in die Tischmitte gelegt.

Spielablauf

Jeder Spieler durchläuft in seinem Spielzug die folgenden drei Phasen.

  1. Karte aufnehmen
  2. Karten auslegen / Karten anlegen (beides optional)
  3. Karten ablegen

Ist eine Spielrunde zu Ende, erfolgt die Auswertung sowie die Vorbereitung der nächsten Runde.

Karte aufnehmen: Ist ein Spieler an der Reihe, so muss er entweder eine Karte vom verdeckten Nachziehstapel oder aber vom offenen Ablagestapel auf die Hand nehmen.

Karten auslegen: Sollte der Spieler die für seine aktuelle Phase erforderlichen Karten bereits auf der Hand haben, so kann er die Phase vor sich auf dem Tisch auslegen. Wichtig ist, dass die Phase vollständige und im gleichen Spielzug ausgelegt werden kann.

Karten anlegen: Sobald ein Spieler seine Phase geschafft hat, darf er ab sofort weitere passende Karten an seiner ausgelegten Phase oder an ausgelegten Karten der Mitspieler anlegen und so seinen Bestand an Handkarten reduzieren.

Karte ablegen: Abschließend muss der Spieler eine seiner Karten offen auf den Ablagestapel legen. Sollte es sich dabei um seine letzte Handkarte handeln, endet die Spielrunde sofort.

Auswertung / Ende der Spielrunde:

  • Sieger der Runde: Der Spieler darf sich in der nächsten Runde der folgenden Phase widmen. Er verschiebt zudem seinen Phasemarker eine Phase weiter, damit auch für alle anderen Spieler sichtbar ist, in welcher Phase sich der Spieler aktuell befindet.
  • Phase geschafft, aber Restkarten auf der Hand: Der Spieler darf sich in der nächsten Runde der folgenden Phase widmen. Er verschiebt zudem seinen Phasemarker eine Phase weiter. Zuletzt zählt er die Minuspunkte seiner verbliebenen Handkarten und notiert diese auf einem Zettel.
  • Phase nicht geschafft: Der Spieler muss in der nächsten Runde erneut versuchen dieselbe Phase zu schaffen. Auch er muss zusätzlich alle Minuspunkte seiner verbliebenen Handkarten zählen uns auf einem Zettel notieren.

Spielende und Sieger des Spiels

Phase 10 Master endet sofort, sobald der erste Spieler seine zehnte Phase geschafft hat UND keine Spielkarten mehr auf der Hand hält.

Sollten zwei Spieler in der gleichen Spielrunde ihre zehnte Phase absolvieren, gewinnt der Spieler,  der über alle Spielrunden hinweg die wenigsten Minuspunkte gesammelt hat.

Phase 10 Master – die einzelnen Phasen

Die folgenden Phase 10 Master Phasen müssen absolviert werden. Im Standardspiel muss die Reihenfolge von 1 bis 10 eingehalten werden.

Alle Phasen von Phase 10 Master.
  • Phase 1: Vier Zwillinge
  • Phase 2: Sechs Karten einer Farbe
  • Phase 3: Ein Vierling + eine Viererfolge
  • Phase 4: Eine Achterfolge
  • Phase 5: Sieben Karten einer Farbe
  • Phase 6: Eine Neunerfolge
  • Phase 7: Zwei Vierlinge
  • Phase 8: Eine Viererfolge einer Farbe + ein Drilling
  • Phase 9: Ein Fünfling + Ein Drilling
  • Phase 10:Ein Fünfling + eine Dreierfolge einer Farbe

Beispiele für alle zehn Phase 10 Master Phasen

Phase 1
Phase 1
Phase 2
Phase 2
Phase 3
Phase 3
Phase 4
Phase 5
Phase 6
Phase 7
Phase 8
Phase 9
Phase 10

Phase 10 Master – Aktionskarten

Insgesamt gibt es in Phase 10 Master vier verschieden Aktionkarten.

Aktionskarten in Phase 10 Master
Aktionskarten in Phase 10 Master

Die Karte mit dem Ausrufungszeichen wurde von dem Original Phase 10 beibehalten und wird auch hier als „Aussetzen“-Karte benutzt. Die Karte kann man jeweils bei der Aktion „Karte abelegen“ vor einem Mitspieler ablegen. Dieser muss dann einmal ausetzen.

Wer die Aktionskarte mit dem Daumen und dem Zeigefinger ausspielt, darf bei seinem nächsten Zug zwei statt einer Karte vom Ziehstapel nehmen. Eine der beiden darf man allerdings nur behalten. Die andere wird aus dem Spiel genommen.

Die Aktionkarte mit der Hand nimmt alle Mitspieler in die Pflicht. Diese müssen dem Spieler, der die Karte ausgespielt hat, insgesamt 5 Karten aus Ihren Handkarten zeigen. Eine davon muss der Spieler dann auf die Hand nehmen. Der Mitspieler, der nun eine Karte verloren hat, muss direkt eine neue Karte vom Ziehstapel nehmen.

Die Aktionskarte mit dem Daumen hat bestimmt jeder schon einmal vermisst. Wert kennt das nicht. Man hat seine Phase fast fertig, plötzlich beendet ein Mitspieler die Runde. Hat man nun die Aktionskarte mit dem Daumen im Laufe des Spiels ausgespielt, darf man alle seine Handkarten mit in die nächste Runde nehmen.

Phase 10 oder doch lieber Phase 10 Master?

Ob man sich beim Kauf von Phase 10 eher das Original oder doch lieber die Phase 10 Master-Version zulegen sollte, muss natürlich jeder selbst entscheiden.

Wer noch keines der beiden Spiele besitzt, kann beim Kauf nicht viel falsch machen, denn der Spielspass ist bei Phase 10 oder Phase 10 Master garantiert. Lediglich vom Erwerb beider Varianten würde ich persönlich abraten. Die Neuerungen von Phase 10 Master gegenüber dem Original rechtfertigen meiner Meinung nach kein eigenständiges Spiel. Vielmehr hätte es ein kleines „Erweiterungs-Set“ mit neuen Phasenkarten und den Aktionskarten ebenso getan. Wer noch keine der beiden Versionen besitzt und eine Anschaffung plant, sollte aber lieber zur Master-Variante greifen. Denn mit einer Reduzierung der Spielkarten aus der Phase 10 Master Version kann man problemlos alle Phasen und Spielregeln von Phase 10 nachspielen, nicht aber umgekehrt.

Wer bereits das Original von Phase 10 besitzt, sollte sich die Anschaffung der Master-Variante gut überlegen. Die Aktionskarten bringen natürlich mehr Schwung in das Grundspiel, können mitunter aber auch nervig sein, wenn man eigentlich eine Neunerfolge sammeln muss und ständig Aktionskarten nachzieht. Teilweise ertappen wir uns in der Spielerunde regelmäßig dabei, wie wir erst einmal alle Aktionskarten ausspielen, bevor die eigentliche Spielrunde beginnt. Das ist natürlich auch für die Mitspieler ärgerlich, da für mehrere Runden keine brauchbaren Spielkarten abgeworfen werden. Und für neue Phasen muss man ebenfalls nicht gleich das im wesentlichen identische Spiel ein zweites Mal kaufen. Da hilft euch ein Blatt Papier und ein Stift. Würde Ravensburger ein einfaches Erweiterungs-Set für alle Phase 10 Besitzer rausbringen, wäre vielen Phase 10 Liebhabern besser geholfen.

Wer zuerst Phase 10 Master gekauft hat, kann sich eine Investition in das Original getrost sparen. Denkt euch vor dem Start einer neuen Runde lieber eigene neue Phasen aus. Das ist mitunter spannender und hält den Dauerspielspass am Leben. Das gilt natürlich auch für alle, die „nur“ die Original Phase 10 Version spielen.

Fazit zu Phase 10 Master

Das Kartenspiel Phase 10 Master lässt sich zweifach bewerten: Als Nachfolger eines sehr, sehr erfolgreichen Spiels und als eigenständiges Spiel.

Als eigenständiges Spiel: Hierzu lässt sich sagen, kaufen, kaufen, kaufen. Das Spiel landet bei uns regelmäßig wieder auf dem Tisch. Es ist schnell erklärt und macht immer wieder viel Spass. Seit der Veröffentlichung der Master-Variante setzt der Vorgänger Phase 10 regelrecht Staub an.

Als Fortsetzung zum Verkaufschlager Phase 10 bringt es insbesondere durch die neuen Aktionskarten etwas mehr Schwung in die Partie. Wie bereits weiter oben beschrieben, wäre ein kostengünstigeres Erweiterungs-Set für alle Phase 10 Besitzer wünschenswert gewesen. Die Anschaffung von Phase 10 Master sollte trotzden niemand scheuen, denn es ist die bessere Version eines ohnehin schon guten Kartenspiels.

Wer das Original Phase 10 noch nicht besitzt und eine  Anschaffung plant, sollte daggeen gleich zur Master-Version greifen. Preislich macht das keinen Unterschied, man erhält aber definitiv mehr Spiel für sein Geld.