Mit dem Brettspiel Pronto bringt Huch & friends ein weiteres Partyspiel auf den Tisch, bei dem sich wieder einmal alles um Geschwindigkeit dreht. Bereits im Vorjahr konnte uns der Verlag mit seinem Tempospiel 5 Minutes überzeugen, das seit dem immer mal wieder auf den Tisch kommt.

In Pronto müssen die Spieler mit ihrer Figur eine vollständige Runde um den Parcour drehen. Dieser ist in vier Reihen und zahlreichen Feldern unterteilt. Jedes Feld zeigt einen Buchstaben beziehungsweise eine Buchstabenfolge an, beispielsweise A, G oder XYZ.

Ist ein Spieler an der Reihe, deckt er die oberste Themenkarte auf und liest diese laut vor. Da könnte beispielweise „Im Garten“ stehen. Sein linker Nachbar dreht nun die Sanduhr um und die Zeit läuft. Der Spieler muss nun Dinge aus dem „Garten“ nennen, die jeweils mit dem Buchstaben beginnen, der auf dem Feld vor der eigenen Spielfigur angebildet ist. Nach jedem richtigen Begriff wird die Figur ein Feld weitergezogen.

Der Clou bei Pronto? Die Sanduhr wird von einer Hülle verschlossen. Der aktive Spieler weiß also nicht, wann die Zeit abgelaufen ist. Er selbst muss seinen Spielzug aber zu einem beliebigen Zeitpunkt beenden und Stopp rufen. Erst dann wird die Sanduhr wieder aufgedeckt. Ist noch Zeit vorhanden, ist der Spielzug gültig. Ist die Zeit dagegen schon abgelaufen, muss der Spieler seine Spielfigur wieder auf das Anfangsfeld seines Spielzuges setzen.

Wer so nach mehreren Runden als erster Spieler die Start- und Ziellinie wieder überquert, der gewinnt die Partie Pronto.

Übrigens: Damit bei den ersten Spielen nicht zuviel Frust aufkommt, gibt es auch einen Joker. Mit diesem kann man einen besonders schweren Buchstaben auch mal überspringen. Und für geübte Spieler geht es dann auch gerne etwas schwerer. Die Themenkartenn in Pronto sind nämlich in leichte und schwere Themen unterteilt.

Infos zum Spiel

Spielverlag: HUCH & friends
Spielautor: Marco Teubner, Udo Preise
Erscheinungsjahr: 2015

Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Spielerzahl: 2 – 12 Spieler
Spielzeit: 45 Minuten

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Spielzubehör von Pronto

Pronto Spielzubehör
  • 1 dreiteiliger, doppelseitig bedruckter Spielplan (beliebig kombinierbar)
  • 1 Sanduhr mit Hülle
  • 6 Spielfiguren (1 pro Spieler)
  • 6 Sockel (1 pro Spieler)
  • 20 Jokerkarten
  • 100 Themenkarten mit je einem leichten und einem schweren Thema

Ausführliche Spielregeln zu Pronto

Spielvorbereitungen

Die drei Spielplanteile müssen zu einem großen Spielfeld zusammengebaut werden. Der fertige Plan wird für alle gut erreichbar in die Tischmitte gelegt.

Die Startformation bei vier Spielern.

Jeder Spieler entscheidet sich für eine Farbe und nimmt sich einen Sockel und eine Figur. Seinen Sockel stellt er auf das Startfeld des Spielplans. Die farblich passende Spielfigur stellt er auf seinen Sockel. Zuletzt nimmt sich jeder Spieler eine Jokerkarte. Die restlichen Joker kommen aus dem Spiel.

Alle Themenkarten werden verdeckt gemischt und als Nachziehstapel neben den Spielplan gelegt.

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, in jedem Spielzug so viele Felder wie möglich weiter zu kommen und als erster Spieler mit seinem Spielstein über die Ziellinie zu ziehen.

Das Spiel beginnt der jüngste Spieler am Tisch. Sein linker Nachbar wird in dieser Runde zum Hüter der Zeit ernannt und erhält die Sanduhr sowie die zugehörige Hülle. Die anderen Spieler passen auf, dass der aktive Spieler keinen Fehler macht. Ein Spielrunde verläuft in Pronto dann immer in den folgenden Schritten:

Themenkarten in Pronto
Themenkarten in Pronto

Themenkarte aufdecken: Jede Themenkarte verfügt über ein grünes Thema (=leicht) und ein rotes Thema (=schwer). Die Spieler sollten vor Spielbeginn festlegen, mit welcher Farbe sie spielen möchten.

Der Startspieler deckt die oberste Karte vom Nachziehstapel auf und liest das Thema laut vor. Beispielsweise „Dinge, die Beine haben“ (leicht) oder „Superhelden“ (schwer).

Pronto-Brettspiel-Zeitfenster
Die Sanduhr wird verdeckt.

Sanduhr starten und verhüllen: Der Hüter der Zeit dreht die Sanduhr um und verhüllt diese mit der Pronto-Hülle. Ab jetzt läuft die Zeit für den Startspieler, ohne dass dieser sieht, wie die Zeit verrinnt und wieviel Zeit ihm noch bleibt.

Der Hüter der Zeit sollte die Aktionen des Startspielers gut verfolgen und jederzeit bereit sein, die Sanduhr auf Zuruf sofort wieder aufzudecken.

Begriffe benennen und weiterziehen.
Begriffe benennen und weiterziehen.

Sobald die Sanduhr läuft, muss der Startspieler versuchen, Begriffe zu benennen, die zu seinem aktuellen Thema passen. Der Begriff muss dabei jeweils mit dem Buchstaben beginnen, vor dem seine Spielfigur aktuell steht. Er darf dabei auf alle Buchstaben zurückgreifen, die sich direkt angrenzend vor und neben seinem Feld befinden. Zurückgehen oder diagonal ziehen ist nicht erlaubt. Jedes Mal, wenn der Spieler einen korrekten Begriff genannt hat, zieht er seine Spielfigur auf das Feld des Buchstabens, den er gerade benutzt hatte. Der Sockel bleibt während des gesamten Spielzuges an seinem Platz.

Einmaliger Joker
Einmaliger Joker

Sollte der Spieler an einer Stelle nicht weiterkommen, darf er seinen Joker einsetzen. Diesen kann er einfach dazwischen werfen und seine Figur sofort um ein Geld weiterbewegen. Den Einsatz der Jokerkarte sollte man sich aber gut überlegen. Denn mehr als einen Joker kann ein Spieler nicht bekommen.

Stopp rufen und Zeit aufdecken: Zu einem beliebigen Zeitpunkt darf der Startspieler „Stopp“ rufen. Der Hüter der Zeit muss sofort die Sanduhr aufdecken. Ist noch etwas Restzeit vorhanden, gilt der Spielzug. In diesem Fall stellt der Spieler seinen Sockel unter die aktuelle Position seiner Spielfigur. War die Zeit bereits abgelaufen, ist der Fortschritt des Spielers ungültig. In diesem Fall muss er seine Spielfigur zurück auf seinen Sockel stellen.

Anchließend wird der Hüter der Zeit zum neuen Startspieler und dessen linker Nachbar erhält die Sanduhr und die Hülle. So geht es reihum weiter, bis der erste Spieler mit seinem Spielstein wieder über die Start- und Ziellinie zieht.

Spielende und Gewinner des Spiels

Das Spielende von Pronto wird eingeleitet, sobald der erste Spieler mit seinem Spielstein über die Start- und Ziellinie zieht. Die laufende Spielrunde wird noch zu Ende gespielt. Wessen Spielstein anschließend am weitesten vorne liegt, ist der Gewinner des Spiels.

Pronto in der Teamvariante spielen

Pronto lässt sich auch prima im Team spielen. Hierzu bilden die Spieler mindestens zwei gleichgroße Gruppen. Jedes Team entscheidet sich für eine Spielerfarbe und stellt den Sockel und die Spielfigur auf das Startfeld. Jeder Spieler eines Teams erhält eine eigene Jokerkarte.

Ist ein Team an der Reihe, nennen die Spieler abwechselnd einen Begriff – passend zu ihrem Thema und Anfangsbuchstaben – und ziehen die Spielfigur weiter. Dazwischenrufen, helfen und Tipps geben ist nicht gestattet. Fällt einem Spieler absolut nichts ein, kann er seinen Joker abgeben, dann ist automatisch der nächste Spieler seines Teams an der Reihe.

In der Teamvariante gewinnt das Team, dessen Spielstein als erstes über die Start- und Ziellinie zieht.

Fazit zum Brettspiel Pronto

Mit Pronto bringt HUCH & friends wieder viel Stimmung auf den Spieltisch. Das Thema des Spiels „Race around the world“, das sich auch in dem Schriftzug des Logos befindet, haben wir ignoriert, da es weder auf dem Spielplan noch innerhalb des Spielablaufs aufgegriffen wurde. Unserer Meinung nach hätte Pronto als Spieltitel völlig ausgereicht.

Das Spielzubhör ist weitestgehend von guter Qualität. Der Spielplan besticht durch knallige Farben und lässt sich – dank des Puzzlestein-Designs- auch beliebig zusammenstecken und verändern. Die Spielkarten sind ausreichend stabil und von handelsüblicher Qualität. Einziges Manko ist die Hülle der Sanduhr. Diese wurde zwar mit einem Pronto-Aufdruck versehen, sieht aber trotzdem wie die Pappe einer Toilettenpapierrolle aus. Dafür sind dann die Sockel und Pöppel wieder aus Holz und in ordentlicher Größe.

Die Spielregeln zu Pronto sind schnell gelesen und vermittelt. Bei einer nicht ganz unwichtigen Sache gibt die Regel leider keine Auskunft: Wie genau muss man bei den Anfangsbuchstaben der Antworten sein? Gelten beispielsweise beim Thema „Im Garten“ und dem Buchstaben „B“ nur einzelne Wörter wie „Blumenbeet“ oder auch Antworten wie „blauer Gartenschlauch“? Und darf man beim Thema „Dinge die weiß sind“ nur von Natur aus weiße Dinge wie beispielsweise „Milch“ nennen oder auch „weiße Gardinen“? Hierzu sollten sich die Spieler vor dem Spielaustauschen und eine gemeinsame Regel festlegen. Dann läuft das Spiel recht locker durch und es kommt nicht zu unschönen Dikussionen und Unterbrechungen.

Ansonsten bringt Pronto eigentlich alles mit, was ein Familien- und Partyspiel benötigt: Kurze Spielregeln, eine überschaubare Spieldauer, schnelle Spielrunden und so gut wie keine Wartezeiten. Und selbst wenn man mal nicht an der Reihe ist, muss man zumindest aufpassen, dass der Mitspieler keinen Fehler macht. Und Spannung beim Aufdecken der Sanduhr bringt das Spiel obendrein auch noch mit.

In der Teamvariante ist das Spiel zudem mit bis zu 12 Spielern spielbar (und auch mit noch mehr Spielern, wenn man die Teamgröße anpasst) – das gibt es nicht so oft. Somit eignet sich Pronto bestens als Spiel für besonders große Gruppen.

– Herzlichen Dank an HUCH & friends für das Rezensionsexemplar –

ÜBERBLICK DER REZENSION
Originalität / Idee
70 %
Spielzubehör
70 %
Langzeitspaß
90 %
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