Der Untertitel zum Brettspiel Qwirkle lautet „Einfach begonnen – schnell gewonnen“. Und tatsächlich gelingt der Einstieg in die erste Partie sehr schnell. Das Spiel des Jahres 2011 aus dem Hause Schmidt Spiele kommt mit sehr überschaubaren Spielregeln daher und ermöglicht so ein quasi „Auspacken und Losspielen“-Gefühl. Ob das Spiel Qwirkle es trotzdem zum Dauerbrenner schaffen kann, haben wir uns mal anschaut.

Infos zum Spiel

Spielverlag: Schmidt Spiele
Spielautor: Susan McKinley Ross
Erscheinungsjahr: 2011

Altersempfehlung: ab 6 Jahren
Spielerzahl: 2 – 4 Spieler
Spielzeit: 45 Minuten

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Spielzubehör von „Qwirkle“

Nach dem Auspacken folgt erst einmal Ernüchterung. Öffnet man die Spieleschachtel, so findet man einen weißen Stoffbeutel und eine kleine, dünne Spielanleitung vor. In dem Karton befinden sich keine weiteren Einlagen für das Spielzubehör, sondern lediglich das folgende Zubehör.

Spielzubehör von Qwirkle
Spielzubehör von Qwirkle
  • 108 quadratische Holzsteine, die sich durch aufgedruckte Farben und Symbole unterscheiden. Jeder Stein extistiert dreimal im Spiel.
  • Ein großer, weißer Stoffbeutel. Dieser bietet Platz für alle Steine.
  • Eine kurze aber ausreichende Spielanleitung.

Ausführliche Spielregeln zu Qwirkle

Spielvorbereitungen

  1. Alle Steine kommen in den Stoffbeutel und werden gut gemischt.
  2. Jeder Spieler zieht verdeckt sechs Steine aus dem Beutel und stellt diese so vor sich ab, dass kein anderer Spieler die Farben und Symbole darauf sehen kann.
  3. Ein Blatt und ein Stift werden zum Notieren der Punkte für jeden Spieler bereit gelegt (nicht im Spiel enthalten).
  4. Die Spieler prüfen ihre sechs Steine. Der Spieler, dessen Steine die meisten Übereinstimmungen entweder in Farbe oder Form aufweisen, darf beginnen.

Spielablauf

Der Startspieler eröffnet die Partie und legt die erste Reihe an Steine in der Tischmitte aus. Anschließend läuft das Spiel im Uhrzeigersinn so lange weiter, bis kein Stein mehr aus dem Beutel nachgezogen werden kann und der erste Spieler keine Steine mehr vor sich liegen hat.

Für jeden Spielzug können die Spieler aus ihrem eigenen Vorrat bestehend aus sechs Steinen schöpfen.
Für jeden Spielzug können die Spieler aus ihrem eigenen Vorrat bestehend aus sechs Steinen schöpfen.

Für jeden Spielzug können die Spieler aus ihrem eigenen Vorrat bestehend aus sechs Steinen schöpfen.

 Ist ein Spieler an der Reihe, so kann er als Aktion entweder einen oder mehrer Steine anlegen oder aber beliebig viele seiner Steine eintauschen.
Eine Reihe besteht entweder aus Symbolen gleicher Farbe oder aus unterschiedlichen Farben mit gleichem Symbol.
Eine Reihe besteht entweder aus Symbolen gleicher Farbe oder aus unterschiedlichen Farben mit gleichem Symbol.

Steine anlegen

Ein Spieler kann pro Spielzug einen oder mehrer Steine an einer Reihe der bereits ausliegenden Steine anlegen. Hierbei muss der Spieler sich an die folgenden Legeregeln halten:

  • eine Reihe besteht immer entweder aus gleichen Symbolen oder gleichen Farben.
  • in einer Reihe mit Steinen gleicher Farbe darf jedes Symbol nur einmal existieren.
  • in einer Reihe mit Steinen aus gleichen Symbolen darf jede Farbe nur einmal vertreten sein.
  • eine Reihe kann maximal aus sechs Steinen bestehen.
  • werden mehrere Steine im gleichen Spielzug an einer Reihe angelegt, so müssen diese nicht nebeneinander liegen.
  • pro Spielzug kann immer nur an eine Reihe angelegt werden.
  • Steine oder Reihen, die durch eine leere Fläche voneinander getrennt sind, gehören zu unterschiedlichen Reihen.

Hat ein Spieler seine Aktion “Steine anlegen” ausgeführt, so füllt er seinen eigenen Vorrat durch Nachziehen aus dem Stoffbeutel wieder verdeckt auf sechs Steine auf.

Steine eintauschen

Anstatt Steine anzulegen kann ein Spieler auch Steine eintauschen. Hierzu gibt er einen einen oder mehrere seiner Steine zurück in den Stoffbeutel und zieht dieselbe Anzahl an Steinen verdeckt nach.

Kann ein Spieler keinen Stein anlegen, so muss er Steine eintauschen.

Was ist ein Qwirkle?

Kann ein Spieler eine Reihe auf sechs Steine auffüllen (= alle Farben oder Symbole vollständig), so bildet er einen Qwirkle und erhält für die Reihe zusätzliche sechs Sonderpunkte.

Spielziel und Ende des Spiels

Ziel des Spiels ist es, so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Nach jede, Spielzug notieren sich die Spieler ihre Punkte für die letzte Aktion auf einem Zettel. Für jeden Stein einer Reihe, an der angelegt wurde, erhält der Spieler einen Punkt. Sollte ein angelegter Stein sowohl waagerecht als auch senkrecht passen und sich folglich in zwei verschiedene Reihen integrieren, so zählt dieser Stein doppelt, der Spieler erhält für diesen Stein zwei Punkte. Des Weiteren gibt es für jeden Qwirkle sechs Sonderpunkte.

Sollten die Spieler keine neuen Steine mehr aus dem Stoffbeutel nachziehen können so wird so lange weitergespielt, bis der erste Spieler seinen letzten Stein angelegt hat. Hierfür gibt es nochmal sechs Sonderpunkte für den entsprechenden Spieler, das Spiel endet dann sofort.

Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel.

Fazit zum Legespiel “Qwirkle”

Mit Qwirkle wurde ein Spiel zum Spiel des Jahres 2011 gekürt, das vermutlich ohne diesen Titel niemals den Weg auf unseren Spieletisch geschafft hätte. Aber da lag es nun: Qwirkle.

Positiv erwähnen sollte man, dass der Einstieg in das erste Spiel sehr leicht fällt. Qwirkle kommt mit sehr wenigen Regeln aus und die Spielanleitung ist übersichtlich und kurt ausgefallen. Auch das Spiel selbst läuft recht flott. Lange Wartezeiten durch die Aktionen der anderen Spieler halten sich in Grenzen, sofern man nicht gerade einen Mega-Grübler bei sich am Tisch sitzen hat.

Weiter positiv erwähnen kann man die großen, hölzernen Spielsteine, die wirklich sehr gut in der Hand liegen.

Das war es dann aber auch schon. Gar nicht gefallen hat uns die Aufteilung in der Spielschachtel sowie die fehlenden Notizblöcke und Stifte. Sicher, sowas hat jeder zu Hause in zig Schubladen liegen, aber trotzdem kann man von einem Spiel des Jahres erwarten, dass alle benötigten Spielelemente beiliegen.

Auch das Spiel selber lief zwar schnell aber frei von jeder Spannung. Man legt einen oder mehrere Steine an und notiert brav seine Punkte. Wenn mal nix mehr geht, tauscht man einfach seine Steine aus und schon geht es weiter. Bis das Spiel endet, hat man so X Steine ausgelegt und hunderte von Punktern gesammelt, die man am Ende auch noch zusammen rechnen muss.

Von Qwirkle sind bereits die ersten Erweiterungen erschienen, das Spiel scheint also seine Liebhaber gefunden zu haben. Überzeugen konnte es uns allerdings nicht. Dafür bietet das Spiel einfach zu wenig Abwechslung und Unterhaltungswert.