Auf Tortuga aufmerksam geworden sind wir am Stand von Gigamic auf der Spiel09. Bei Tortuga handelt es sich um ein schildkrötenlastiges Brettspiel für zwei Personen, dass auf den ersten und auch zweiten Blick sehr an das klassische Dame-Spiel erinnert. Und ausnahmsweise hinkt dieser Vergleich mal nicht, denn viele Elemente aus Dame lassen sich tatsächlich in Tortuga wiederfinden. Aber mehr dazu weiter unten.

Infos zum Spiel

Spielverlag: Gigamic
Spielautor: Vincent Everaert
Erscheinungsjahr: 2007

Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Spielerzahl: 2 Spieler
Spielzeit: 15 Minuten

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Spielzubehör von Tortuga

Zum Tortuga spielen braucht man wirklich nicht sehr viel. Lediglich ein circa 30 x 30 Zentimeter großer Spielplan aus Stoff zum Ausrollen und insgesamt 16 Spielsteine werden als Spielmaterial mitgeliefert. Auf dem Spielplan ist eine von Meerwasser umgebene, sechseckige Insel abgebildet, auf der sich insgesamt 37 Spielfelder befinden. Als Spielsteine werden 16 identische Schildkröten benutzt. Farblich sind die Spielsteine nicht zu unterscheiden. Lediglich die Ausrichtung des Schildkrötenkopfes bestimmt, zu welchem der beiden Spieler die jeweilige Schildkröte gehört.

Ausführliche Spielregeln zu Tortuga

Ziel des Spiels ist es, eine eigene Schildkröte in das äußerste Feld des Gegenspieler zu bringen. Starten tut dabei jeder Spieler jeweils mit 8 Schildkröten, die auf den gegenüberliegenden Startfeldern (ähnlich wie beim Damespiel) in Stellung gebracht werden. Nachdem ein Startspieler ausgelost wurde, beginnt das Spiel.

Abwechselnd kann nun jeder Spieler eine Schildkröte um ein Feld vorwärts oder seitwärts bewegen oder aber eine gegnerische Schildkröte überspringen. Rückwärst darf keine Schildkröte gezogen werden, ebenso besteht eine Springpflicht. Soviel zum Thema Ähnlichkeit mit Dame. An dieser Stelle kommt nun die Eigenart von Tortuga ins Spiel. Überspringt man nämlich eine gegnerische Schildkröte, wird diese auf den Rücken gelegt und ist somit “neutral” und keinem Spieler mehr zugehörig. Überspringt man nun eine “neutrale” Schildkröte, kann sich der Spieler überlegen, in welche Richtung er die Schildkröte laufen lässt, also ob er sie zu sich ins Lager holt oder aber dem Gegenspieler aufhalst. Beides kann je nach Spielsituation von Vorteil sein.

Spielende und Gewinner

Gewonnen hat am Ende der Spieler, der zuerst eine seiner Schildkröten in das äußerste Spielfeld des Mitspielers bewegen konnte. Sollten beide Spieler dieses Ziel nicht erreichen, so verliert automatisch derjenige Spieler, der zuerst keine seiner Schildkröten mehr um ein Feld weiterziehen kann.

Fazit zum Brettspiel Tortuga

Positiv erwähnen muss man bei Tortuga zunächst die liebevolle Gestaltung des Spielplans und der Spielfiguren. Ebenso sind die Regeln für die einzelnen Spielzüge teilweise bekannt aus anderen Spielen oder aber schnell erklärt. Wer also keine Lust auf lange Spielanleitungen hat, ist bei Tortuga richtig. Besonders erfreulich ist auch die Gestaltung des Spielplans auf Stoff. Es hat sich herausgestellt, dass es sich auf diesem bei einem Ausflug zum Strand oder einem Picknick besonders gut spielen lässt, da sich der Spielplan von Tortuga allen Untergrundbeschaffenheiten anpasst. Für unterwegs ist das Brettspiel also definitiv geeignet. Einziges Manko ist, dass sich der Spielspass bei keinem von uns lange gehalten hat. Zum immer wieder mal spielen ist Tortuga gut geeignet, aber zum mehrmals hintereinander spielen eher nicht.