Ohne den missgeglückten Zauberspruch des Schülers Amir würden alle Bewohner von Fabulantica ihren täglichen Aufgaben nachgehen. Doch anstatt sich selbst zurück ins Hexenhaus zu zaubern, hat Amir alle Bewohner von Fabulantica quer über das ganze Land verteilt. Da keiner sich richtig weiß, was genau gerade passiert ist, suchen sie alle Schutz unter den großen Türmen und warten auf Hilfe.

An dieser Stelle beginnt nun das Spiel. Anfangs liegen immer drei Auftragskarten offen aus. Auf diesen sind jeweils eine Hilfe suchende Figur und der dazugehörige gesuchte Freund abgebildet. Weiter befinden sich auf dem Spielplan unterschiedliche Ebenen – Wald, Wiese, Wasser und Gebirge – sowie zahlreiche Türme, unter denen sich die Figuren verstecken. Die Aufgabe der Spieler ist, durch Fabulantica zu reisen, Hilfe suchende Bewohner zu finden und anschließend deren Freunde. Zur Belohnung gibt es dafür jeweils ein Stück Gold.

Ist ein Spieler an der Reihe, so kann er seine eigene Spielfigur mittels Reisekarten durch Fabulantica bewegen. Hierzu gibt er die jeweils passende Karte aus der Hand ab. Mit dem Esel kann man beispielsweise durch das Gebirge reisen, mit dem Pferd durch die Wiesen traben. Erreicht man auf seiner Reise einen Turm, darf man schauen, welche Figur sich darunter versteckt hat.

Findet ein Spieler dabei eine der drei gesuchten Figuren, darf er die Auftragskarte aus der Tischmitte zu sich nehmen. In seinen nächsten Spielzügen muss er nun den passenden, gesuchten Freund finden. Findet der Spieler einen gesuchten Freund, darf er die Auftragskarte umdrehen. Auf der Rückseite ist seine Belohnung aufgedruckt – ein Goldstück. Hat der Spieler aber eine Figur gefunden, die aktuell nicht gesucht wird, muss er die Figur samt Turm auf ein anderes, freies Turmfeld auf dem Spielplan bewegen. So verändern sich stetig die Positionen der Bewohner.

Am Ende seines Spielzuges zieht ein Spieler immer genau zwei Reisekarten nach – egal, wie viele Karten er zuvor zum Reisen durch Fabulantica eingesetzt hat. Hat ein Spieler am Ende seines Spielzuges drei Goldmünzen vor sich liegen, gewinnt er automatisch das Spiel.

Infos zum Spiel

Spielverlag: Pegasus
Spielautor: Marco Teubner
Erscheinungsjahr: 2019

Altersempfehlung: ab 6 Jahren
Spielerzahl: 2 – 5 Spieler
Spielzeit: 30 Minuten

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Spielzubehör von Fabulantica

Das Spielzubehör zu Fabulantica.
Das Spielzubehör zu Fabulantica.
  • 1 Spielplan
  • 1 Plättchen „Fliegender Teppich“
  • 5 große Spielfiguren aus Holz
  • 12 Fabulantica-Bewohner aus Pappe mit Standfuss
  • 12 große Türme aus Plastik
  • 24 Auftragskarten
  • 54 Reisekarten

Ausführliche Spielregeln zu Fabulantica

Spielvorbereitungen

Das Spielfeld wird vorbereitet.
Das Spielfeld wird vorbereitet.

Der Spielplan wird für alle Spieler gut erreichbar in die Tischmitte gelegt.

Die 12 Fabulantica-Bewohner werden willkürlich unter die gelben Türme verteilt. Anschließend werden alle Türme durchgemischt und je ein Turm auf einen gelben Wegpunkt des Spielplans gestellt. Dabei bleiben ein paar gelbe Punkte auf dem Spielplan leer.

Die Spieler starten vor dem Schloss.
Die Spieler starten vor dem Schloss.

Jeder Spieler entscheidet sich für eine Farbe und stellt seine Spielfigur auf den gelben Punkt vor dem Schloss.

Der fliegende Teppich wird ebenfalls zu den Spielfiguren auf das Startfeld gelegt.

Alle Reisekarten werden gemischt und als verdeckter Nachziehstapel neben den Spielplan gelegt. Jeder Spieler zieht sofort fünf Karten vom Nachziehstapel und nimmt sie verdeckt auf die Hand.

Die allgemeine Auslage an Aufträgen.
Die allgemeine Auslage an Aufträgen.

Die Auftragskarten werden ebenfalls gemischt und als verdeckter Nachziehstapel neben den Spielplan bereitgelegt. Die obersten drei Karten werden aufgedeckt und als allgemeine Auslage daneben gelegt. Hierbei sollten zu Spielbeginn drei unterschiedliche Figuren unter den Sprechblasen zu sehen sein. (Ist dies nicht der Fall, werden weitere Karten aufgedeckt, bis drei unterschiedliche Figuren ausliegen. Die doppelten Figurenkarten kommen wieder unter den Nachziehstapel.)

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, die übers Land verstreuten Fabulantica-Bewohner zu finden und so als erster Spieler drei Suchaufträge zu erfüllen.

Das Spiel beginnt der jüngste Spieler in der Runde. Die anderen Spieler folgen nacheinander im Uhrzeigersinn. Ist ein Spieler an der Reihe, so durchläuft er in seinem Spielzug meistens drei Phasen: an einen Ort reisen (1), einen Fabulantica-Bewohner finden (2) und zuletzt Reisekarten nachziehen (3).

Die Hilfe suchenden Bewohner und ihre Freunde

Zu Beginn des Spiels liegen drei Auftragskarten in die allgemeine Auslage gelegt. Das sind die ersten Bewohner, die von den Spielern gefunden werden müssen.

Die allgemeine Auslage an Aufträgen.
Die allgemeine Auslage an Aufträgen.

Ein Beispiel: Die Bewohner im unteren Bereich der Karte benötigen die Hilfe der Spieler. Hier also Sindbad, der Drache und der Ritter. Wer einen dieser Bewohner zuerst auf dem Spielplan finden kann, erhält die entsprechende Auftragskarte und legt sie vor sich ab.

Die jeweiligen Bewohner in den Sprechblasen sind ihre Freunde, die der Spieler anschließend suchen muss, sobald er die Auftragskarte vor sich ausliegen hat. Schafft er auch das, dreht er die Auftragskarte einfach um und erhält eine Goldmünze zur Belohnung.

Die eigene Figur in Fabulantica bewegen

Um zu den gesuchten Bewohnern zu gelangen, müssen die Spieler ihre eigenen Figuren quer durch das Land bewegen. Über Berge und Wälder, Wüsten und auch auf Wasserwegen führt sie ihr Weg.

Viele Wege führen zu den Türmen des Landes.
Viele Wege führen zu den Türmen des Landes.

Um eine Figur zu bewegen, muss der Spieler eine passende Reisekarte aus der Hand ablegen. Er darf in seinem Spielzug beliebig viele Karten nacheinander einsetzen und so seine Figur mehrere Felder weit ziehen.

Das Schiff (blau) befördert den Spieler über das Meer und entlang der Flüsse. Der Esel (grau) über die Berge, das Kamel (gelb) durch die Wüste und das Pferd (grün) durch die Wälder von Fabulantica.

Mit dem Fliegenden Teppich schneller zum Ziel.
Mit dem Fliegenden Teppich schneller zum Ziel.

Alternative Reise mit dem Teppich: Befindet sich die eigene Spielfigur auf dem Feld, auf dem auch das Plättchen des Fliegenden Teppichs liegt UND hat der Spieler die entsprechende Reisekarte auf der Hand, so darf er den Teppich benutzen.

Das bedeutet, er darf sich und das Plättchen des Fliegenden Teppichs an einen beliebigen Ort von Fabulantica bewegen. Reist der Spieler später mit den „normalen“ Reisekarten weiter, bleibt das Plättchen des Fliegenden Teppichs bis zum nächsten Flug am neuen Ort liegen.

Türme aufdecken und Bewohner entdecken

Endet der Spielzug eines Spielers an einem der zahlreichen gelben Türme, so darf er schauen, welcher Bewohner sich unter dem Turm versteckt. Er muss aber nicht. Schaut der Spieler unter den Turm, kann es zu unterschiedlichen Ereignissen kommen.

Der Spieler hat den gesuchten Drachen gefunden.
Der Spieler hat den gesuchten Drachen gefunden.

Er findet einen Bewohner, der aktuell nicht gesucht wird: in diesem Fall deckt er ihn mit den Turm wieder zu.

Er findet einen Bewohner, der aktuell Hilfe sucht (wie im Bild): in diesem Fall nimmt sich der Spieler die entsprechende Auftragskarte und legt sie vor sich ab. Anschließend verdeckt er die Figur wieder unter dem Turm und versetzt diesen auf ein freies, gelbes Feld des Spielplans.

Er findet einen Freund, von einer seiner Auftragskarten: in diesem Fall ist der Auftrag erfüllt. Der Spieler dreht die Karte auf die Rückseite mit der der Goldmünze. Anschließend verdeckt er die Figur wieder unter dem Turm und versetzt diesen auf ein freies, gelbes Feld des Spielplans.

Neue Reisekarten nachziehen

Vollkommen egal, wie viele Reisekarten ein Spieler in seinem Spielzug benutzt hat. Am Ende seines Zuges zieht er immer genau zwei neue Karten vom Nachziehstapel auf die Hand. Dabei gilt ein Handkartenlimit von maximal 10 Karten.

Spielende und Gewinner des Spiels

Eine Partie Fabulantica endet sofort, sobald der erste Spieler drei Suchaufträge erfüllt und somit drei Goldmünzen vor sich liegen hat. Das ist dann auch der Gewinner des Spiels.

Fazit zum Kinderspiel Fabulantica

Mit der Nominierung zum Kinderspiel des Jahres 2019 hat es Fabulantica früher auf unseren Spieltisch geschafft, also eigentlich geplant war. Aufgrund der schönen Aufmachung und des Themas hatten wir das Spiel nämlich schon auf unserem Zettel. Nun also etwas früher. Im Wesentlichen vereint Fabulantica zwei ältere, wundervolle Spiel zu einem neuen Spielerlebnis, nämlich Saga- und Elfenland. Auch hier durften wir durch Ländereien reisen, stets auf der Suche nach lieb gewonnenen Fabelwesen.

Das Spielzubehör von Fabulantica präsentiert sich in einem kindgerechten und wunderschön farbenfrohen Design. Die Illustrationen sind freundlich und thematisch passend. Die großen, gelben Türme lassen sich sehr gut greifen und hochheben und fordern regelrecht zum Spielen auf. Die Fabelwesen (Pappfiguren + Plastikfüße) passen sehr gut darunter und lassen sich mit dem Turm prima verschieben. Und auch die hübschen Spielfiguren kamen sehr gut an, wobei es hin und wieder Streitereien gab, wer nun mit der goldenen Figur spielen darf.

Der Spielplan und die Reisekarten sind aus Sicht eines Erwachsenen ebenfalls funktional, farbenfroh und freundlich gestaltet worden. Allein bei einigen Kindern hat das Prinzip mit den Wegen zwischen den Türmen nicht so gut funktioniert. Teilweise hatten die Jüngeren Probleme beim Erkennen der Laufwege. Nach Ablegen der Reisekarten haben einige ihre Spielfigur immer auf die gleichfarbige Ebene gestellt, anstatt die Figur entlang des Weges zu ziehen. Das führte hin und wieder zu der Frage, wo die Spielfigur denn nun steht.

Weiter kann es passieren, dass eine Spielfigur auf einem Feld landet, von dem aus man mit den eigenen Reisekarten nicht mehr wegkommt. Da bleibt dem Spieler dann nur das Glück beim Nachziehen neuer Karten zu wünschen. Hier gehen mitunter gerne mal 1-2 Spielzüge verloren. Das war bei unseren Partien sogar relativ häufig der Fall, da die ganz kleinen Spieler ihre Spielzüge inklusive der vorhanden Reisekarten noch nicht voraus planen. Etwas Unterstützung durch die älteren Spieler ist hier empfehlenswert.

Auf der anderen Seite führt der Memory-Effekt beim Türme schieben zu einem schönen Gleichgewicht im Spiel zwischen Erwachsenen und Kindern. Während der Erwachsene seine Spielfigur vielleicht strategischer über das Land bewegt, merken sich die Kleinen die Positionen der Bewohner viel besser.

Wer bereits Saga-, oder Elfenland gerne gespielt hat und grundsätzlich kein Problem mit Memory beziehungsweise Merkspielen hat, der kann bei Fabulantica eigentlich nichts verkehrt machen. Bei den Kindern kam das Spiel bisher ausnahmslos gut an.