Mit der Veröffentlichung von Flügelschlag nimmt Feuerland ein Spiel in sein Programm auf, das bei mir anfangs sehr gegensätzliche Gefühle ausgelöst hat. Zunächst haben mich die Aufmachung der Spielbox sowie das Thema im Allgemeinen eher abgeschreckt. Da ich von Feuerland eigentlich nur sehr gute Spiele gewohnt bin (Terra Mystica, ADD), habe ich auch Flügelschlag eine Chance gegeben – und wurde positiv überrascht. Aber worum geht es?

Als Vogelliebhaber versuchen die Spieler, eine Vielzahl an Vogelarten mit unterschiedlichen Fähigkeiten anzulocken. Konkret bedeutet das: jeder Spieler erhält ein eigenes Tableau, auf dem drei unterschiedliche Lebensräume für die verschiedenen Vogelarten abgebildet sind: Wald, Grasland und Wasser. Hier werden im Spielverlauf die gesammelten Vogelkarten abgelegt. Als Startkapital erhält ein Spieler fünf Vogelkarten auf die Hand und dazu noch je einen Marker pro Futterart.

In seinem Spielzug kann ein Spieler dann jeweils eine aus vier möglichen Aktionen wählen. Einen Vogel anlocken, also den Vogel aus der Hand in den entsprechenden Lebensraum des Tableaus legen. Neues Vogelfutter erhalten, was beim Anlocken von Vögeln ungemein wichtig ist. Eier legen, die ebenfalls neue Vögel als auch viele Punkte bringen. Oder neue Vogelkarten aus der Vogeltränke und vom Nachziehstapel auf die Hand nehmen.

Das besondere an Flügelschlag sind aber nicht die eben beschriebenen Standardaktionen an sich sondern vielmehr die Kombinationen an Zusatzaktionen, die sich ein Spieler aufbauen kann. Denn jeder ablegte Vogel verfügt über eine Sonderfähigkeit, beispielsweise legt er Eier in fremde Nester oder sorgt für mehr Futter. Wer hier eine gut geölte Kombinationskette zum Laufen bringt, kann zahlreiche Extrapunkte sammeln.

Gespielt wird insgesamt über vier Spielrunden, an deren Ende jeweils ein bestimmter Aspekt gewertet wird. Die Zielvorgaben pro Runde sind von Spiel zu Spiel variabel. Mal werden Vögel eines bestimmten Lebensraums gewertet, mal Eier in einem bestimmten Nesttyp. Bonuskarten, die den Spielern zusätzliche geheime Spielziele mit auf den Weg geben, sorgen gerade bei der Schlusswertung nochmal für Spannung. Am Ende gewinnt, wie so oft, der Spieler mit den meisten Punkten.

Infos zum Spiel

Spielverlag: Feuerland
Spielautor: Elisabeth Hargrave
Erscheinungsjahr: 2019

Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Spielerzahl: 1 – 5 Spieler
Spielzeit: 60 Minuten

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Spielzubehör von Flügelschlag

Das Spielzubehör zu Flügelschlag.
Das Spielzubehör zu Flügelschlag.
  • 5 Spielertableaus
  • 1 Vogelhäuschen (=Würfelturm)
  • 1 Vogeltränke
  • 1 Zieltafel
  • 1 Wertungsblock
  • 170 Vogelkarten
  • 26 Bonuskarten
  • 75 Miniatureier in 5 Farben
  • 5 Futterwürfel (aus Holz)
  • 40 Aktionsmarker (8 pro Spieler)
  • 103 Futtermarker (in 5 Farben/Sorten)
  • 8 Zielplättchen
  • 1 Startspielermarker
  • 1 Sonderregel für das Solospiel samt 16 Automakarten

Ausführliche Spielregeln zu Flügelschlag

Spielvorbereitungen

Spielaufbau des allgemeinen Zubehörs in Flügelschlag.
Spielaufbau des allgemeinen Zubehörs in Flügelschlag.

Die Vogeltränke wird in die Tischmitte gelegt. Alle Vogelkarten werden gemischt und zu einem Nachziehstapel bereitgelegt. Die obersten drei Karten werden offen auf die Tränke gelegt.

Die Futtermarker und Eier werden als allgemeiner Vorrat bereitgelegt.

Das Vogelhäuschen (=Würfelturm) wird zusammengebaut. Die Würfel werden erstmals geworfen und so die erste Futterauswahl festgelegt.

Auf der Tafel werden die Punkte pro Runde festgehalten.
Auf der Tafel werden die Punkte pro Runde festgehalten.

Die Rundenziele werden bestimmt. Hierzu werden die acht doppelseitigen Zielplättchen gemischt, verdeckt gezogen und auf die Felder der Zieltafel gelegt.

Beispiel im Bild: Bei dieser Partie werden in der ersten Runde alle Vögel im Wald gewertet. in der zweiten Runde alle Eier, die in einem Nest auf dem Boden liegen. In der dritten Runde alle Vögel mit einem Schalennest, in dem ein Ei liegt. Zuletzt alle Vögel quer über alle Lebensräume verteilt.

Das Startzubehör des gelben Spielers.
Das Startzubehör des gelben Spielers.

Jeder Spieler nimmt sich zum Start ein Spielertableau und legt es vor sich ab.  Weiter erhält jeder Spieler acht Aktionsmarker seiner Farbe, fünf Vogelkarten vom Nachziehstapel auf die Hand, je einen Futtermarker pro Sorte und zwei Bonuskarten.

Von den Bonuskarten wählt der Spieler eine aus und legt sie verdeckt vor sich ab. Die andere Karte wird ungesehen aus dem Spiel genommen.

Von den Vogelkarten darf der Spieler beliebig viele behalten. Für jeden Vogel, den er behält, muss er aber einen seiner Futtermarker abgeben. Diese kommen zurück in den allgemeinen Vorrat.

Ein Startspieler wird ermittelt. Dieser erhält den Startspielermarker und legt ihn vor sich ab.

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, über vier Spielrunden verteilt insgesamt die meisten Punkte zu sammeln. Punkte erhält man dabei durch erfolgreiche Rundenziele, Vögel, eingelagertes Futter, Vogeleier und dem Bilden von Schwärmen.

Das Spiel eröffnet der Startspieler. Die anderen Spieler folgen nacheinander im Uhrzeigersinn. Ist ein Spieler an der Reihe, so kann er in seinem Spielzug genau eine von vier möglichen Aktionen ausführen und gegebenenfalls weitere Zusatzaktionen aktivieren. Auf die einzelnen Aktionen und Aktionsketten gehen wir weiter unten ein.

Die Vogelkarten und ihre Zusatzaktionen

In Flügelschlag befinden sich insgesamt 170 einzigartige Vögel. Jede Karte zeigt den deutschen und lateinischen Namen und ein Abbild des Vogels, seine möglichen Lebensräume sowie seine bevorzugte Nahrung.

Drei unterschiedliche Vögel und Zusatzaktionen liegen in der Vogeltränke aus.
Drei unterschiedliche Vögel und Zusatzaktionen liegen in der Vogeltränke aus.

Weiter gibt die Karte Auskunft über die Siegpunkte, die der Vogel dem Spieler bringt. Den Nesttyp, in dem er seine Eier ablegt und die Anzahl an Eiern, die der Vogel maximal ablegen kann. Auch die jeweilige Flügelspannweite wird genannt. Diese ist für eine Zusatzaktionen von großer Bedeutung.

Zuletzt verfügt jeder Vogel über eine Zusatzaktion (brauner, rosa, weißer Streifen im unteren Bereich), die entweder einmalig beim Ausspielen der Karte oder dauerhaft zwischen den Spielzügen oder durch Aktivieren von Aktionen genutzt werden kann.

Aktion: Vogel spielen

Auf dem Spielertableau sind drei Lebensräume – Wald, Wiese, Wasser – abgebildet, in denen sich die passenden Vögel niederlassen können. Mit der Aktion Vogel spielen wird genau ein Vogel aus der Hand des Spielers in den entsprechenden Lebensraum gelegt.

Der erste Vogel in der Waldreihe wird gespielt.
Der erste Vogel in der Waldreihe wird gespielt.

Ein Beispiel: Der Spieler möchte eine Vogelkarte spielen. Er legt seinen Aktionsmarker über die Reihe, in der er den Vogel ansiedeln möchte. Das erste Feld jeder Reihe ist kostenlos, ab dem zweiten Feld muss der Spieler 1 – 3 Eier zusätzliche angeben.

Als nächstes muss der Spieler eine Karte aus der Hand spielen. Seine Wahl fällt auf den Helmspecht, der im Wald lebt und bevorzugt Würmer und Beeren ist. Der Spieler liegt die Karte auf das erste Feld der Waldreihe. Weiter füttert er ihn, in dem er je ein Plättchen Würmer und Beeren aus seinem in den allgemeinen Vorrat zurücklegt. Damit endet sein Spielzug und der nachfolgende Spieler ist am Zug.

Aktion: Futter erhalten

Jede Reihe der drei Lebensräume stellt gleichzeitig auch ein Aktionsfeld dar. So auch die Aktion Futter erhalten. Wer viele Vögel anlocken möchte, benötigt das passende Futter. Zur Auswahl steht das Futter, das aktuell im Vogelhäuschen (= Würfelturm) zu sehen ist. Nach der eigentlichen Aktion, können auch Zusatzaktionen aktiviert werden.

Der Spieler benötigt neues Futter aus dem Vogelhaus.
Der Spieler benötigt neues Futter aus dem Vogelhaus.

Ein Beispiel: Der Spieler legt seinen Aktionsmarker auf das erste freie Feld der Waldreihe. Also neben den Helmspecht, den er in seinem vorherigen Spielzug angelockt hatte.

Jetzt muss er sich für einen beliebigen Würfel im Vogelhäuschen entscheiden, diesen rauslegen und das entsprechende Futterplättchen aus dem Vorrat nehmen. Sollten hierbei nur eine Futtersorte im Vogelhaus zur Auswahl stehen (egal mit wie vielen Würfeln!), darf der Spieler alle Würfel erneut werfen.

Der Spieler aktiviert die Zusatzaktion des Vogels.
Der Spieler aktiviert die Zusatzaktion des Vogels.

Die Zusatzaktion: Da in der gerade aktivierten Waldreihe bereits ein Vogel liegt, nämlich unser Helmspecht, wird dessen Zusatzaktion gespielt.

Der Spieler befolgt die Anweisung des braunen Aktionstextes: im Beispiel legen alle Spieler ein Ei auf einen Vogel mit der angezeigten Nestart. Der aktive Spieler darf ein zweites Ei auf einen anderen Vogel legen.

Lägen noch mehr Vogelkarten in der aktivierten Waldreihe aus, würde der Spieler jede Sonderaktion aller Vögel nacheinander von rechts nach links aktivieren. Anschließend endet sein Spielzug und der nachfolgende Spieler ist an der Reihe.

Aktion: Eier legen

Der Lebensraum Wiese bildet zugleich die Aktion Eier legen. Zu Spielbeginn sind Eier noch nicht so wichtig. Spätestens wenn die ersten Felder jedes Lebensraums mit Vögeln besetzt worden sind, geht es nicht mehr ohne Eier. Denn um weitere Vögel anzulocken, muss man neben dem Futter auch noch mit Eiern „bezahlen“.

Der Spieler aktiviert die Aktion Eier legen.
Der Spieler aktiviert die Aktion Eier legen.

Ein Beispiel: Der Spieler legt seinen Aktionsmarker auf das erste freie Feld der Wiesenreihe. In diesem Fall neben den winzigen Schwirrammer, den er in einem vorherigen Spielzug bereits angelockt hat.

Jetzt kann er sich zwei Eier aus dem allgemeinen Vorrat nehmen und beliebig auf seine angelockten Vögel verteilen. Die Nestart sowie die Eierfarbe sind in diesem Fall egal.

Die Zusatzaktion wird aktiviert.
Die Zusatzaktion wird aktiviert.

Die Zusatzaktion: Da in der gerade aktivierten Wiesenreihe bereits ein Vogel liegt, nämlich der Schwirrammer, wird dessen Zusatzaktion gespielt.

Der Spieler befolgt die Anweisung des braunen Aktionstextes: im Beispiel darf er ein zusätzliches Ei auf einen beliebigen Vogel legen. Er entscheidet sich, auch das dritte Ei auf den Schwirrammer zu legen. Damit ist auch die maximale Anzahl an Eiern auf dem Schwirrammer erreicht. Ein weiteres Ei dürfte der Spieler hier nicht ablegen.

Aktion: Vogelkarten ziehen

Der Lebensraum Wasser bildet zugleich die Aktion Vogelkarte ziehen. Ohne neue Vogelkarten lassen sich die verschiedenen Lebensräume nicht besiedeln. Und die bei Spielbeginn erhaltenen Karten sind schnell aufgebraucht. Neue Karten erhalten die Spieler über diese Aktion.

Der Spieler erhält eine neue Vogelkarte.
Der Spieler erhält eine neue Vogelkarte.

Ein Beispiel: Der Spieler legt seinen Aktionsmarker auf das erste freie Feld der Wasserreihe.

Anschließend zieht er die oberste Karte vom verdeckten Nachziehstapel oder wählt eine der drei offen ausliegenden Karten aus der Vogeltränke. Die neue Karte nimmt er verdeckt auf die Hand.

Da in der Wasserreihe noch keine Vogelkarte liegt, kann der Spieler keine Zusatzaktionen aktivieren. Sein Spielzug endet an dieser Stelle.

Rundenende, Zwischenwertung und Vorbereitungen

Auf der Tafel werden die Punkte pro Runde festgehalten.
Auf der Tafel werden die Punkte pro Runde festgehalten.

Sobald jeder Spieler alle Aktionsmarker eingesetzt hat, endet die Spielrunde. Jetzt wird überprüft, welcher Spieler das Rundenziel am Besten erfüllen konnte – beispielsweise die meisten Vögel im Wald angelockt hat. Dieser Spieler legt einen seiner Aktionsmarker auf das erste Feld der Zieltafel. Der Spieler mit den zweitmeisten Punkte auf das zweite Feld der Zieltafel uns so weiter.

Anschließend werden die Vogelkarten in der Tränke aus dem Spiel genommen und drei neue Vögel vom Nachziehstapel dort ausgelegt. Jeder Spieler nimmt seine verbliebenen Aktionsmarker von seinem Spielertableau herunter. Der Startspielermarker geht an den linken Sitznachbarn. Die neue Runde beginnt.

Spielende und Gewinner des Spiels

Eine Partie Flügelschlag endet nach vier Runden. Die letzte Spielrunde wird noch regulär gewertet. Dann erfolgt direkt die Schlusswertung. Jetzt werden alle Punkte addiert.

Bei der Schlusswertung wird es spannend.
Bei der Schlusswertung wird es spannend.

Die Spieler addieren ihre gesammelten Punkte für: alle angelockten Vögel, erfüllte Bonuskarten und erreichte Rundenziele. Weiter zählt jedes gesammelte Ei, eingelagerte Futter oder Vogelkarte unter einem Vogel jeweils einen Punkt.

Der Spieler mit den insgesamt meisten Punkten gewinnt die Partie Flügelschlag.

Fazit zum Brettspiel Flügelschlag

Wie eingangs schon beschrieben, sollte man sich von der Aufmachung und dem Spielthema von Flügelschlag nicht abschrecken lassen. Vögel und Vogelkunde sind gewiss nicht jedermanns Lieblingsthema. Und auch gestalterisch gibt es weitaus spektakulärere Spiele. Doch damit wird man Flügelschlag nicht gerecht. Auch bei mir war es zugegeben keine Liebe auf den ersten Blick. Und trotzdem habe ich nun über ein Dutzend Partien hinter mir und es werden gewiss noch einige folgen.

Erste Pluspunkte sammelt Flügelschlag dann schnell mit seinem tollen Zubehör. Der Würfelturm in Gestalt eines Vogelhäuschens macht einiges her und funktioniert großartig. Die Wassertränke für die Kartenauslage ist überaus praktisch, da sie nach dem Spiel auch perfekt zum Verstauen der Karten genutzt werden kann. Die unterschiedlichen Vogeleier sind optisch und haptisch gut gelungen und – obwohl für das Spiel nicht erforderlich – in unterschiedlichen Farben gestaltet worden. Zuletzt sind natürlich auch die großen Holzwürfel, Futterplättchen und Vogelkarten von hoher Qualität. Dass auch noch Sortierboxen für die Kleinteile mitgeliefert werden und nach dem Spiel alles maßgeschneidert in die Spielbox passt, rundet das positive Gesamtbild ab.

Der Einstieg in die erste Partie erfordert Lesearbeit und somit Zeit, die ein Spieler idealerweise vorab investiert. Alternativ kann man sich Flügelschlag auch sehr gut in der Gruppe erschließen. Hier sollten die Spieler mindestens 30 Minuten zusätzlich einplanen. Die Spielregel führt die Spieler dabei gut strukturiert und mit zahlreichen Bildern in das Spiel ein. Sollten dennoch Fragen im Spielverlauf aufkommen, bietet Flügelschlag neben der Spielregel noch einen umfangreichen Anhang, in dem alle Symbole und Bezeichnungen genau erläutert werden.

Und auch für das Solospiel wurde eine separate Spielregel mit beigelegt. Man merkt, dass hier auch viel Zeit in das Regelwerk geflossen ist. Die Solovariante von Flügelschlag funktioniert zudem wirklich sehr gut und bietet sich regelrecht an, um sich das Spielprinzip erstmal alleine zu erschließen und dann später den Mitspielern zu erklären.

Eine Partie Flügelschlag ist in gut einer Stunde durchgespielt. Da jeder Spielzug eines Spielers immer nur eine Aktion (+ eventuelle Sonderaktionen) beinhaltet, ist die gefühlte Wartezeit für die Mitspieler recht gering. Das wirkt sich äußerst vorteilhaft auf den Spielfluss aus. So ist es bei den meisten unserer Partien dann auch nicht bei nur einem Spiel geblieben.

Die erste Partie wird zum Erlernen der einzelnen Spielaktionen und vor allem der Sonderaktionen benötigt – wobei auch das Kennenlernen schon viel Spaß macht. Im Spielverlauf lernt man schnell die Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Aktionen kennen. Ohne Futter keine Vögel, ohne Vögel keine Eier, ohne Eier kein Wachstum innerhalb eines Lebensraums. Das Prinzip verläuft hier recht linear. Spieltiefe gelangt dafür um so mehr durch die Vogelkarten und deren Sonderaktionen ins Spiel. Diese gilt es, in eine sinnvolle Aktionskette zu verwandeln.

Was nach zahlreichen Partien immer wieder auffällt: Wer eine schlechte Starthand hat (beispielsweise nur Vögel, die viel Futter benötigen oder nur Vögel, die nicht zum ersten Rundenziel passen), kommt schwerer ins Spiel und rennt den Mitspielern gefühlt die ganze Zeit hinterher. Das lösen wir für uns inzwischen, in dem wir den Auswahlmechanismus aus bspw. 7 Wonders oder Sushi Go für die ersten Kartenhand anwenden. Weiter scheint die Aktion Eier legen gerade in der letzten Runde als das Maß aller Dinge zum Punkte sammeln zu sein. Das beschleunigt zwar das Spielgeschehen, macht das Spiel im letzten Viertel aber nicht sonderlich spannender.

Nach mehreren Spielen kommt zugegeben etwas Routine in das Geschehen. Dank der variablen Rundenziele wird zum Glück ein immer leicht veränderter Fokus (zum Punkte sammeln) für die Spieler gesetzt. Und die Vielzahl an Vogelkarten zwingen die Spieler zu immer neuen Strategien. Nicht immer hat man die gewünschte Sonderaktion auf der Hand und auch nicht immer die passenden Vögel/Nester für die erforderlichen Rundenziele. Auf diese Weise bleibt Flügelschlag auch nach vielen Partien abwechslungsreich und herausfordernd. Auch wenn uns das Thema an sich nicht sonderlich liegt, gehört das Spiel doch zu den Highlights des aktuellen Spieljahrgangs.