Wer Brettspiele mag, kommt an dem älteren Herrn mit dem Schnauzbart, Hut und Gehstock nicht vorbei. Seit Jahrzehnten prangt er nun schon auf der Spielschachtel von einem der erfolgreichsten Brettspiele. Die Rede ist natürlich von Monopoly. Und ehrlich: Wer hat noch nie Monopoly gespielt oder wenigstens davon gehört? „Gehe über Los“ – selten hat derselbe Satz Spieler mehrerer Generationen so viele Freudenschreie entlockt.

Und tatsächlich gibt es nur sehr wenige Spiele, die sich bis in die heutige Zeit hinein nicht nur größter Beliebtheit erfreuen, sondern obendrein auch noch, dank zahlreicher Neuauflagen und Editionen, immer neue Fankreise erschließen können. Mensch ärgere dich nicht, Malefiz, Dame, Mühle, Schach. All diese Spiele haben die Zeit überdauert. Aber kaum ein Brettspiel hat sich so variantenreich weiterentwickelt und ist sich dabei zugleich so treu geblieben wie dieses große Spiel um Geld, Besitz und Macht.

Dabei ist das Spielprinzip (aus heutiger Sicht betrachtet) denkbar einfach. Jeder Spieler bekommt ein wenig Startkapital, dann geht es schon los. Gespielt wird nacheinander im Uhrzeigersinn. Ist ein Spieler an der Reihe, so darf er würfeln und seine Figur auf dem Spielplan weiterziehen. Landet die Spielfigur auf einer Straße, die noch keinem anderen Spieler gehört, so darf er sie kaufen und sich die dazugehörige Besitzrechtkarte nehmen. Landet später ein anderer Spieler auf diesem Feld, muss er an den Besitzer nun Miete zahlen. Je mehr Straßen ein Spieler sein Eigen nennen kann, um so mehr Einnahmen generiert er natürlich und kann sich im weiteren Verlauf des Spiels kostspieligere Straßen, Häuser und schließlich sogar Hotels leisten. Das alles generiert widerum mehr Einnahmen und führt letztlich zum eigentlichen Ziel des Spiels: Alles Geld, alle Macht und alle Besitztümer erspielen und folglich alle Mitspieler in den Ruin treiben.

Da überall wo kassiert wird automatisch auch jemand bezahlen muss, ist die Interaktion bei Monopoly sehr hoch. Zusätzlich gibt es auch noch weitere Felder und Aktionen im Spiel die für Abwechslung sorgen. Weitere Einnahmen generieren beispielsweise die Bahnhöfe (bei uns immer sehr beliebt), das Elektrizitätswerk, das Wasserwerk und das berühmte „Los“-Feld. Dem gegenüber stehen die Ausgaben, die durch Mieten, Steuerfelder und Sonderkarten (Gemeinschaftskarten und Ereigniskarten) ins Spiel integriert wurden. Und auch ins Gefängnis kann es einmal gehen.

Wem das klassiche Monopoly-Spiel nicht mehr genug Abwechslung bietet, der sollte mal einen Blick auf die zahlreichen Versionen werfen. Denn der ältere Herr mit dem Schnauzbart, Hut und Gehstock begleitet uns inzwischen in „Monopoly Weltreise“ zu den größten Sehenswürdigkeiten unserer Planeten. Oder in Themenspielen wie „Monopoly Star Wars“ oder „Monopoly Spongebob“ in unser persönliches Lieblingsuniversum. Und wer es gerne persönlicher mag, der kann Monopoly vielleicht auch schon mit Straßennamen der eigenen Heimatstadt erwerben. Die Auswahl ist wahrlich groß. Die verschiedensten Spielvarianten von Monopoly gibt es bei Galeria Kaufhof, zusammengestellt in einer sehr schönen Übersicht. Und teilweise zum reduzierten Angebot. Wer also noch auf der Suche nach einer alternativen Monopoly-Variante ist, der sollte da mal reinschauen.