Mit Qwixx und seinen diversen Varianten konnte der Nürnberger Spielkarten Verlag einen Volltreffer landen. Mit dem Nachfolger Qwinto möchte man dem Verlag ähnlichen Erfolg wünschen. Auf den ersten Blick gibt es bei Qwinto auch mehr Ähnlichkeiten als Unterschiede zu seinem Vorgänger.

Gespielt wird wieder mit farbigen Zahlenwürfeln sowie einem Spielblock zum Abstreichen beziehungsweise Eintragen der Fortschritte. Auf dem Spielblock sind drei waagerechte Farbreihen mit jeweils neun leeren Feldern abgebildet. Die Farbreihen wurden leicht versetzt angeordnet, so dass sich vertikal sowohl Spalten mit einem, zwei und drei Feldern ergeben.

Im Gegensatz zu Qwixx werden bei Qwinto nun keine vorgedruckten Zahlen angekreuzt sondern selbst in die leeren Felder eingetragen. Dabei gilt: in jeder senkrechten und waagerechten Reihe darf jede Ziffer nur einmal vorkommen. Die Zahlen müssen dabei mit aufsteigendem Wert eingetragen werden. Zwischen den Zahlen dürfen dabei Lücken gelassen werden, die dann in späteren Spielzügen noch nachträglich mit passenden Werten gefüllt werden dürfen.

Ist ein Spieler an der Reihe, so darf er zunächst entscheiden, mit wie vielen und vor allem welchen Würfeln er in seinem Spielzug spielen möchte. Je mehr Würfel er benutzt, um so größer kann das Ergebnis ausfallen. Die Farbe der benutzt Würfel gibt zudem an, in welchen Farbreihe auf dem Block er das Ergebnis eintragen darf. Gefällt dem Spieler sein erster Wurf nicht, so darf er noch einmal neu würfeln. Anschließend muss er die Summe der gewürfelten Augen in ein leeres Feld auf seinem Block eintragen. Kann oder möchte er das nicht, darf er alternativ einen Fehlwurf ankreuzen, was aber 5 Minuspunkte bringt.

Alle anderen Spieler dürfen nun ebenfalls das Würfelergebnis auf ihren Blöcken eintragen. Sie müssen das aber nicht tun, wenn der Wurf nicht passt. In diesem Fall müssen sie auch keinen Fehlwurf eintragen. Das gilt immer nur für den aktiven Spieler.

So geht es reihum weiter, bis entweder der erste Spieler zwei der drei Farbreihen vollständig mit Zahlen füllen konnte oder ein Spieler seinen vierten Fehlwurf ankreuzen musste. Jetzt zählen alle Spieler ihre Punkte. Vollständige Reihen bringen Punkte entsprechend der höchsten Zahl, die in der Reihe eingetragen wurde. Unvollständige Reihen bringen einen Punkt pro eingetragener Zahl. Weiter gibt es Punkte für vollständige senkrechte Reihen. Hier zählt der Wert in dem markierten Fünfeck – das Sonderfeld der Reihe. Zuletzt werden noch die Minuspunkte für die Fehlwürfe berücksichtigt. Wer jetzt die meisten Punkte hat, gewinnt die Partie Qwinto.

Infos zum Spiel

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Spielzubehör von Qwinto

Spielzubehör von Qwinto.

Spielzubehör von Qwinto.

  • 3 farbige Würfel
  • 1 Spielblock
  • 4 Bleistifte mit Radierer

Ausführliche Spielregeln zu Qwinto

Spielvorbereitungen

Jeder Spieler erhält einen Zettel des Qwinto-Spielblocks und einen Bleistift. Ein Startspieler wird beliebig ausgelost, dieser erhält alle Würfel. Das Spiel kann beginnen.

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Zahlen in den drei Farbreihen einzutragen und dabei auch die Bonuspunkte in den senkrechten Spalten einzusammeln.

Das Spiel eröffnet der Startspieler. Die anderen Spieler folgen nacheinander im Uhrzeigersinn. Ist ein Spieler an der Reihe, wird er zum aktiven Spieler und erhält die Würfel. Der aktive Spieler entscheidet sowohl die Anzahl als auch die Farben der Würfel, mit denen in dieser Runde gespielt wird. Er darf 1, 2 oder alle 3 Würfel einsetzen.

Ein Beispiel für einen Spielzug

Der Ergebnis des Würfelwurfs.

Der Ergebnis des Würfelwurfs.

Der Wurf: Der Spieler entscheidet sich für alle drei Würfel und wirft eine 1, 3 und 4. Da ihm das Ergebnis zu niedrig ist, wirft er erneut. Hierzu muss er alle zuvor geworfenen Würfeln verwenden. Einzelne Würfel dürfen nicht rausgelegt werden.

Der zweite Wurf ergibt eine lila und orangene 2 und eine gelbe 6. Dass ist auch das finale Wurfergebnis.

Die Ansage: Der Spieler sagt das Ergebnis laut an, im Beispiel ist das die Zahl 10.

Der Spieler trägt die orangene 10 ein.

Der Spieler trägt die orangene 10 ein.

Der Eintrag: Jetzt muss der aktive Spieler entweder die Ziffer 10 in ein beliebiges, leeres Feld der gelben, lila oder orangenen Reihe eintragen. Alternativ darf er auch ein Kreuz in der Spalte Fehlwürfe machen, was aber Minuspunkte bringt.

Alle anderen Spieler dürfen jetzt ebenfalls die Ziffer 10 in ein beliebiges freies Feld auf ihrem Spielblock eintragen. Diese Aktion ist für die nicht aktiven Spieler freiwillig. Sind alle Spieler damit fertig, wird der linke Sitznachbar zum neuen aktiven Spieler und erhält die Würfel.

Beim Eintragen von Zahlen auf dem Block gilt:

  • Die Zahlenwerte einer Farbreihe müssen von links nach rechts aufsteigend eingetragen werden.
  • Zwischen Zahlenwerten dürfen Lücken entstehen, die auch noch zu einem späteren Zeitpunkt mit Werten ausgefüllt werden dürfen.
  • In jeder waagerechten Reihe darf jede Zahl nur einmal vorkommen.
  • In jeder senkrechten Spalte darf jede Zahl nur einmal vorkommen.

Spielende und Gewinner des Spiels

Das Spiel endet, sobald der erste Spieler zwei Farbreihen voll hat oder seinen letzten Fehlwurf ankreuzen musste. Jetzt zählt jeder Spieler seine Punkte zusammen.

So könnte der Block am Ende des Spiel aussehen.

So könnte der Block am Ende des Spiel aussehen.

Folgende Punkte gibt es:

Für jede nicht vollständige Reihe gibt einen Punkt pro eingetragener Zahl.

Für jede vollständige Reihe gibt es so viele Punkte entsprechend dem Wert der Zahl, die ganz rechts in der Reihe eingetragen wurde.

Für jede vollständige 3er-Spalte gibt es Punkte entsprechend dem Wert der Zahl in dem Fünfeck.

Die Spieler tragen alle Punkte in der untersten Reihe des Spielblocks ein. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt die Partie Qwinto.

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Eine Partie Qwinto geht schnell. In unseren Spielrunden werden meistens mehrere Runden nacheinander gespielt. Da sind die Blätter des Spielblocks schnell aufgebraucht. Ersatzblöcke zu Qwinto findest du hier: 2er Ersatzblöcke (bei Amazon)

Fazit zum Würfelspiel Qwinto

Die Meinungen zu Qwinto gehen bei unserer Spielrunde ein wenig auseinander. Das liegt hauptsächlich daran, dass sich das Würfelspiel Qwinto immer mit Qwixx messen muss. Die Erwartungen an das Spiel sind dementsprechend sehr hoch. Der Vergleich ist aufgrund der Namensgebung und der ähnlichen Spielregeln auch nachvollziehbar. Aber Qwinto ist spürbar anspruchsvoller und hat im Kern wohl auch eine andere Zielgruppe.

Das Spielzubehör ist zunächst einmal von guter Qualität. Die Würfel haben ein angenehmes Gewicht. Der Spielblock ist funktional. Optisch hätte man da gewiss mehr rausholen können, aber das ist sowieso Geschmacksache und für das Spielerlebnis hier nicht so relevant.

Die Spielregeln sind sehr schlank und kurz gefasst. Im Wesentlichen besteht das Spiel aus Würfel wählen, würfeln und Summe in ein leeres Feld eintragen. Das ist auch schon der Spielablauf.

Die eigentliche Kunst bei Qwinto ist dann, die Würfelergebnisse an den richtigen Stellen einzutragen und auch ausreichend Abstand zwischen den Werten zu lassen. Andernfalls ist man am Ende auf nur eine exakte Zahl angewiesen ist. Das sollte man seinem Glücksengel nicht ständig zumuten. Weiter gilt es im eigenen Wurf die passenden Würfelfarben und auch die bestmögliche Anzahl an Würfeln zu wählen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit auf einen guten Wurf. Natürlich spielt am Ende auch viel Glück mit rein. Bei drei Würfeln liegt die Spanne zwischen 3 und 18 Augen. Aber ein wenig Einfluss kann man schon nehmen. Auch auf die Verteilung der hohen und niedrigen Werte auf den drei Farbreihen sollte man achten, damit man am Ende nicht zu eingeschränkt bei der Würfelauswahl ist.

Was im Spielverlauf immer wieder auffällt. Die ersten Runden laufen schnell durch. Die ersten Würfelergebnisse finden immer einen geeigneten Platz. Ab der Mitte des Spiels wird es kniffliger. Wer bei den Würfen der Mitspieler kein Glück hat und im eigenen Wurf dann auch noch viel Pech, der verliert auch mal den Anschluss zu den Mitspielern (gemessen an angekreuzten Feldern pro Blatt). Meistens gleicht sich das über das Spiel aber aus. Irgendwann kommt jeder in die Situation, dass nicht mehr viele Felder frei sind und man gezwungenermaßen einen Fehl ankreuzen muss. Langweilig wird es dabei nie, da immer alle Spieler aktiv sind. Entweder würfeln sie selbst oder können bei den Würfen der Mitspieler auf gute Ergebnisse hoffen.

So oder so ist Qwinto einfach taktischer als Qwixx – trotz des vorhandenen Glücksfaktors beim Würfeln. Die Felder auf dem Spielblock sind zu Beginn alle leer. Es ist nichts konkret vorgegeben, abgesehen von den Farben der drei Zahlenreihen. Das führt dazu, dass dem Spiel im direkten Vergleich ein wenig die Leichtigkeit aus Qwixx fehlt. Das muss aber kein Nachtteil sein und ist auch nicht als Kritik gemeint. Uns bereitet Qwinto bisher sehr viel Spaß.

8 Testergebnis

Dem beliebten Qwixx recht ähnlich, aber taktischer und deutlich schwieriger zu meistern.

Originalität / Idee
7.5
Spielzubehör
8
Langzeitspaß
8
      Brettspiele-Magazin.de