Im Kartenspiel Hanamikoji dreht sich alles um das Erringen der Gunst von sieben berühmten Geishas. Denn diese sollen die Reichen und Mächtigen der Stadt sowie die zahlreichen Touristen in euer Restaurant locken, das ihr gerade in der Kaiserstadt Kyoto eröffnet habt. So umgarnt ihr die sieben Geishas abwechselnd mit Geschenken, damit sie ihre außergewöhnlichen Künste in eurem neuen Etablissenment vorführen und so zahlreiche, neue Gäste anlocken.

Jeder Spieler ist Besitzer eines Restaurants, das im Spielablauf selbst aber nicht vorkommt. Vielmehr liegen sieben Bildkarten der sieben berühmten Geishas in der Tischmitte aus. Jeder Spieler erhält vier Aktionsmarker und ein paar Geschenkkarten auf die Hand. Die Geschenke gilt es geschickt auf die sieben Geishas zu verteilen, so dass man am Ende mindestens vier von ihnen für sich gewinnen konnte. Das hört sich einfacher an, als es tatsächlich ist. Denn die Verteilung der Geschenke erfolgt strikt über die Aktionmarker.

Durch die Aktionsmarker können die Geschenkkarten geheim angelegt oder komplett aus dem Spiel genommen werden. Weiter werden die Spieler gezwungen, Geschenkkarten zu tauschen oder dem anderen Spieler ohne Gegenleistung anzubieten. Sobald alle Geschenke verteilt worden sind, werden die Minder- und Mehrheiten der Geschenke beider Spieler überprüft. Wer einer Geisha mehr Geschenke machen konnte als der Gegenspieler, der gewinnt ihre Gunst. Jede gewonnene Geisha bringt dem Spieler zudem Gunstpunkte ein.

Wer als erster Spieler vier Geishas für sich gewinnen kann, gewinnt die Partie Hanamakoji. Weiter lässt sich das Spiel auch gewinnen, wenn man insgesamt elf oder mehr Gunstpunkte sammeln konnte.

Infos zum Spiel

Spielverlag: Kosmos
Spielautor: Kota Nakayama
Erscheinungsjahr: 2017

Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Spielerzahl: 2 Spieler
Spielzeit: 15 Minuten

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Spielzubehör von Hanamikoji

Spielzubehör von Hanamikoji.
Spielzubehör von Hanamikoji.
  • 7 Geisha-Karten
  • 7 Gunstplättchen
  • 21 Objektkarten
  • 8 Aktionsmarker (je 4 pro Spieler)

Ausführliche Spielregeln zu Hanamikoji

Spielvorbereitungen

Spielaufbau von Hanamikoji.
Spielaufbau von Hanamikoji.

Jeder Spieler nimmt sich vier Aktionsmarker einer Farbe.

Alle Geschenkkarten werden gestapelt und bereitgelegt.

Die Geisha-Karten werden ihrem Wert nach aufsteigend nebeneinander gelegt. Die Geisha mit dem niedrigsten Wert (2) liegt am linken Ende, die Geisha mit dem höchsten Wert (5) am rechten Ende der Reihe. Auf die Mitte jeder Geisha-Karte wird ein Gunstplättchen gelegt.

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, durch geschicktes Verteilen der Geschenkkarten die Gunst von vier Geishas oder aber mindestens 11 Gunstpunkte zu erlangen.

Das Spiel beginnt der jüngere Spieler. Beide Spieler führen ihre Spielzüge abwechselnd nacheinander durch. Eine Spielrunde besteht dabei immer aus den drei Phase Geschenkkarten austeilen (1), Aktionen ausführen (2) und die Runde werten (3). Je nach Wertungsverlauf wird anschließend der Gewinner ermittelt oder eine neue Spielrunde vorbereitet.

Phase 1 – Geschenkkarten austeilen

Geschenkkarten austeilen.
Geschenkkarten austeilen.

Der Startspieler mischt alle Geschenkkarten und entfernt eine Karte ungesehen aus dem Stapel.

Anschließend teilt er abwechselnd eine Geschenkkarte an den Mitspieler und sich selbst aus – bis jeder 6 Geschenkkarten hat. Die restlichen 8 Geschenkkarten werden als verdeckter Nachziehstapel bereitgelegt.

Phase 2 – Aktionen ausführen

Ab jetzt wechseln sich die Spieler mit ihren Spielzügen ab. Zu Beginn seines Spielzuges zieht der Spieler immer eine Geschenkkarte vom verdeckten Nachziehstapel auf die Hand. Anschließend muss er eine seiner vier Aktionen durchführen. 

Die vier Aktionen im Kartenspiel Hanamikoji.
Die vier Aktionen im Kartenspiel Hanamikoji.

Jede Aktion darf nur einmal benutzt werden. Alle vier Aktionen müssen zum Einsatz kommen. Anschließend dreht der Spieler den benutzten Aktionsmarker auf die inaktive, graue Seite. In welcher Reihenfolge Aktionen genutzt werde, kann er selbst entscheiden.

Geheime und abgeworfene Karten.
Geheime und abgeworfene Karten.

Aktion – geheime Karte: Der Spieler wählt eine Geschenkkarte aus seiner Hand und legt sie verdeckt unter den Aktionsmarker. Diese Karte bleibt geheim und wird erst erst bei der Rundenwertung aufgedeckt und angelegt.

Aktion – Abgeworfenen Karten: Der Spieler wählt 2 Geschenkkarten aus der Hand und legt beide verdeckt unter den Aktionsmarker. Die Karten werden in der laufenden Runde nicht mehr aufgedeckt und auch nicht gewertet.

Das Angebot an den Gegenspieler.
Das Angebot an den Gegenspieler.

Aktion – Angebot: Der Spieler wählt 3 Geschenkkarten aus seiner Hand aus und legt sie offen vor sich ab. Jetzt darf sich der Gegenspieler eine der 3 Karten nehmen und auf seiner Seite des Tisches an der zugehörigen Geisha anlegen. Die verbliebenen 2 Geschenkkarten legt der aktive Spieler dann auf seiner Seite an die jeweils passende Geishas an.

Der Tausch mit dem Gegenspieler.
Der Tausch mit dem Gegenspieler.

Aktion – Tausch: Der Spieler legt 2×2 Karten aus der Hand offen vor sich ab. Der Gegenspieler darf sich jetzt zuerst eines der beiden Sets – also 2 Karten – aussuchen und auf seiner Seite des Tisches an den zugehörigen Geishas anlegen. Das verbliebene Kartenset legt der aktive Spieler dann auf seiner Seite an die jeweils passenden Geishas an.

Phase 3 – Wertung / Neue Runde vorbereiten

Die Rundenwertung erfolgt, sobald beide Spieler ihre vier Aktionen durchgeführt haben. Jetzt wird zuerst die verdeckte Geschenkkarte (Geheime Aktion) aufgedeckt und an der passenden Geisha angelegt. Anschließend wird bei jeder einzelnen Geisha geprüft, welcher der beiden Spieler ihr die meisten Geschenke bereitet hat. Dieser Spieler hat ihre Gunst gewonnen und zieht das Gunstplättchen auf der Karte in seine Richtung. Bei Gleichstand passiert nichts.

Eine Runde wird gewertrt.
Eine Runde wird gewertrt.

Ein Beispiel: Der untere Spieler gewinnt die 1. und 2. Geisha (von links nach rechts betrachtet). Bei der 3. und 6. Geisha herrscht Gleichstand. Somit gehören ihm nur die ersten beiden Geishas. Der obere Spieler gewinnt die 4., 5. und 7. Geisha.

Die Siegbedingungen – 4 gewonnene Geishas – erfüllt kein Spieler. Deshalb werden jetzt die Gunstpunkte (=Wert jeder Geisha) gezählt. Mindestens 11 Gunstpunkte werden zum Sieg benötigt. Der untere Spieler hat 2+2=4 Gunstpunkt. Der obere Spieler dagegen 3+3+5=11 Gunstpunkte, was für den Gewinn von Hanamikoji reicht. Der obere Spieler gewinnt das Spiel.

Was passiert, wenn es keinen Gewinner gibt? Gibt es bei der Rundenwertung weder bei der Anzahl der gewonnenen Geishas noch bei der Zählung der Gunstpunkte einen Gewinner, muss eine weitere Runde gestartet werden. Alle Geschenkkarten werden eingesammelt, gestapelt und bereitgelegt. Die Aktionsplättchen werden wieder auf die aktive Seite gedreht. Die Gunstplättchen auf den Geishas bleiben unverändert liegen. Der Startspieler wechselt. Die neue Spielrunde beginnt wieder mit Phase 1 – Geschenkkarten austeilen.

Spielende und Gewinner des Spiels

Das Spiel endet, sobald am Ende einer Runde einer der beiden Spieler die Gunst von 4 Geishas gewinnen oder aber mindestens 11 Gunstpunkte sammeln konnte. Das ist dann auch der Gewinner von Hanamikoji.

Fazit zum Kartenspiel Hanamikoji

Auch dieses Jahr erweitert Kosmos seine Spielreihe für 2 Spieler, dieses Mal mit dem Kartenspiel Hanamikoji. Thematisch schlüpfen die Spieler in die Rolle von Restaurantbesitzern, die um die Gunst der sieben berühmtesten Geishas ringen. Das Restaurantthema ist ein wenig kontruiert, da es im Spiel weder ein Restaurant noch Gäste gibt, wegen denen man den ganzen Aufwand ja betreibt. Unterm Strich verteilt man „nur“ Geschenkkarten an die Geishas und versucht hier die Mehrheit an Geschenken zu erlangen. Somit handelt es sich bei Hanamikoji erstmal um ein reines Mehrheitenspiel – aber ein kniffliges, das die Köpfe hin und wieder zum Rauchen bringt.

Das Spielzubehör ist von guter Qualität und wirklich sehr schön anzusehen. Die Geisha-Karten sind etwas größer als die Geschenkkarten. Alle Karten sind aufwendig illustriert worden und laden direkt zum Spielen ein. Die Aktionsmarker wirken dagegen eher lieblos und passen optisch nicht ganz zu den schönen Karten, erfüllen aber ihren Zweck.

Die Spielregeln sind sehr kurz und auch schnell gelesen. Auf den ersten Blick erscheint das Spiel dann erstmal recht überschaubar zu sein. Der erste Aha-Effekt setzt dann nach den ersten Spielzügen ein. Denn nach dem Abwerfen von 2 Geschenkkarten und/oder dem Ablegen einer geheimen Karte kommt man spätestens im dritten Spielzug in die Situation, dass man seinem Gegenspieler 1-2 Karten überlassen muss. Jetzt läuft bei den meisten unerwartet die Rechenmaschine im Kopf an. Schließlich will man ja bei den bereits beschenkten Geishas am Ende die Mehrheit behalten. Eigentlich kann man hierfür keine Geschenkkarte entbehren. Und schon gar nicht an den Gegenspieler, der sie ja dann munter bei sich anlegen wird. Weiter weiß man ja auch noch nicht genau, welche Geschenkkarten sich noch unter dem Nachziehstapel verbergen und was man noch von dem Gegenspieler als Angebot oder Tausch erhalten wird.

Diese ganzen Unbekannten machen Hanamakoji zu einem spannenden und kurzweiligen Kartenspiel. Die vier Aktionen machen aus dem eigentlich reinen Mehrheitenspiel eine knifflige Angelegenheit, bei der meistens erst der letzte Spielzug und die geheime Karte über Sieg oder Niederlage entscheinde.

– Herzlichen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar –