Im Kartenspiel Kodama – Die Baumgeister übernimmt jeder Spieler die Rolle eines Baumhirten. Beginnend beim eigenen Baumstamm lässt er seinen Baum wachsen, indem Astkarten zunächst an den eigenen Stamm und später auch an die neuen Äste des Baumes anlegt werden. So entsteht über mehrere Jahreszeiten – Frühling, Sommer, Herbst – ein großer, anmutiger Baum. Auf jeder angelegten Astkarte befinden sich unterschiedliche Symbole. Für gleiche Symbole erhalten die Spieler jeweils Punkte.

Eine Jahreszeit durchläuft immer mehrere Spielphasen. So wird erst eine neue Bedigung durch die Jahreszeitenkarte ins Spiel gebracht. Dann können die Spieler abwechselnd Astkarten aus einer offenen Auslage an ihre Baum anlegen. Jede Astkarte wird dabei sofort gewertet und die Punkte notiert.

Nach vier Runden oder auch vier Astkarten endet eine Jahreszeit. Jetzt zieht in jeden Baum ein japanischer Baumgeist, auch Kodama genannt, ein. Jeder Kodama achtet bei der Wahl seines Baumes auf etwas anderes und belohnt den Baumirten dafür. Es kommt zu einer Sonderwertung. Je besser den Kodamas eure Bäume gefallen, desto mehr Punkte erhaltet ihr.

Nach der dritten Jahreszeit endet das Spiel mit dem Herbst. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel.

Infos zum Spiel

Spielverlag: Kosmos
Spielautor: Daniel Solis
Erscheinungsjahr: 2017

Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Spielerzahl: 2 – 5 Spieler
Spielzeit: 30 Minuten

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Spielzubehör von Kodama

Spielzubehör von Kodama.
Spielzubehör von Kodama.
  • 6 Stammbaumkarten
  • 63 Astkarten
  • 22 Kodamakarten
  • 15 Jahreszeitenkarten
  • 1 Startspielerkarte

Ausführliche Spielregeln zu Kodama

Spielvorbereitungen

Spielaufbau inklusive Jahreszeitenkarten.
Spielaufbau inklusive Jahreszeitenkarten.

Die Astkarten werden gemischt und als allgemeiner Nachziehstapel in die Tischmitte gelegt. Die obersten vier Karten werden aufgedeckt und in einer Reihe neben den Stapel gelegt.

Die Jahreszeitenkarten werden nach Frühjahr, Sommer und Herbst sortiert und separat gemischt. Für jede Jahreszeit wird eine Karte unter die offenen Astkarten gelegt. Die restlichen Jahreszeitenkarten werden in der richtigen Reihenfolge gestapelt (Frühling oben, dann Sommer, dann Herbst) und daneben gelegt. Das ist der Rundenstapel.

Das Startspielerzubehör.
Das Startspielerzubehör.

Die Stammbaum- und Kodamakarten werden ebenfalls verdeckt gemischt. Jeder Spieler erhält vier Kodamakarten, die er sich sofort anschauen darf, aber bis zur Wertung verdeckt halten sollte. Weiter bekommt jeder Spieler eine Stammbaumkarte, die er offen vor sich auslegt. Darauf befindet sich auch sein Stammsymbol (im Bild: die blaue Wolke) Der Startspieler erhält zusätzlich die Startspielerkarte.

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, durch geschicktes Erweitern des Stammbaums und Sammeln der richtigen Symbole die meisten Punkte zu sammeln.

Das Spiel beginnt der Spieler, der am meisten grün an sich trägt. Dieser hat auch die Startspielerkarte vor sich ausliegen. Gespielt wird über drei Durchgänge, dargestellt durch die Jahreszeitenkarten. Jeder Durchgang beinhaltet drei Phase: eine Saisonphase (1), eine Wachstumsphase (2) und eine Kodamaphase (3). Nach jedem Spielzug können die Spieler Punkte erhalten, die notiert werden. Am Ende des dritten Durchgangs werden die Punkte gezählt und der Gewinner ermittelt.

Die Saisonphase – die Jahreszeit wechselt

Der aktuelle Startspieler deckt die vorderste Jahreszeitenkarte der Reihe auf und liest den Text laut vor. Im ersten Durchgang ist das die Frühlings-, im zweiten die Sommer- und im dritten die Herbstkarte. Mit dem Text wird in eine zusätzliche Regel für den aktuellen Durchgang eingeführt.

Die Jahreszeitenreihe in Kodama. Es ist Frühling.
Die Jahreszeitenreihe in Kodama. Es ist Frühling.

Hier im Bildbeispiel wird folgende Regel ergänzt: In der Wachstumsphase werden eure Pilze gewertet, als wären es Blumen. Wer also bereits Blumensymbole in seinem Stammbaum hat, für den kann sich im Frühling auch das Anlegen von Astkarten mit Blumen besonders lohnen, da die beiden Symbole wie eins behandelt werden dürfen.

Die Wachstumsphase – der Baum wächst

Der Startspieler eröffnet diese Phase, in dem er die oberste Karte des Rundenstapels zurück in die Schachtel legt. So wird immer der aktuelle Spielfortschritt markiert.

Der Baum wächst und darf gewertet werden.
Der Baum wächst und darf gewertet werden.

Der Stammbaum wächst: Der Spieler wählt eine der vier Astkarten der offenen Auslage und legt die an seinem Stammbaum an. Dabei gilt: die Karte muss genau eine andere Stamm- oder Astkarte teilweise überdecken, darf keine Symbole überlager und sie darf nicht unterhalb der Baumwurzel hinausragen. Weiter gilt: was liegt, das liegt. Astkarten dürfen nach dem Anlegen nicht mehr verschoben werden.

Punkte kassieren: Jede angelegte Astkarte wird sofort gewertet. Es wird überprüft, welche Symbolarten der neuen Karte (bspw. die Wolken, Pilze, Glühwürmchen) auf der Karte zu finden sind, an der angelegt wurde. Für jedes einzelne Symbol dieser Art, das entlang der Astreihe in direkter Verbindung zum Stammbaum zu finden ist, erhält der Spieler jeweils einen Punkt.

Nach der Wertung wird die oberste Karte des Nachziehstapels aufgedeckt und die Lücke in der offenen Auslage wieder aufgefüllt. Der nachfolgende Spieler ist an der Reihe.

Die Kodamaphase – ein Kodama zieht im Baum ein

Nach vier Durchgängen erreichen die Spieler eine neue Jahreszeit. Sobald der Startspieler die neue Jahreszeit auf dem Rundenstapel aufdeckt, endet die Wachstumsphase sofort und die Kodamaphase beginnt.

Zur Erinnerung – Bei Spielbeginn hat jeder Spieler vier Kodamas auf die Hand genommen, beispielsweise diese hier:

Eine mögliche Kartenhand eines Spielers.
Eine mögliche Kartenhand eines Spielers.

Jetzt wählt jeder Spieler eine seiner Kodamakarten aus und legt sie offen vor sich ab. Dieser Kodama zieht nun in seinem Baum ein.

Jeder Kodama fühlt sich unter bestimmten Bedingungen besonders wohl, was er beim Einzug in den Baum mit Zusatzpunkten belohnt. Idealerweise hat der Spieler bereits in der Wachstumsphase seine Astkarten so ausgewählt und entsprechend angelegt, dass er möglichst viele Zusatzpunkte in der Kodamaphase sammeln kann.

Der Stammbaum am Ende des ersten Durchgangs.
Der Stammbaum am Ende des ersten Durchgangs.

Ein Beispiel: Der Spieler hat in der Wachstumsphase drei Äste seines Stammbaums wachsen lassen. Er entscheidet sich für einen Kodama, der viel Wert auf eine ausgeprägte Verästelung legt und diese mit vier Punkten pro angelegter Astkarte belohnt.

Der Spieler erhält durch seine Kodama nochmal 12 Punkte – 4 für jede Astkarte, die direkt an seinem Stammbaum angelegt wurde.

Im Anschluss an die Kodamaphase wird die Startspielerkarte im Uhrzeigersinn weitergereicht. Der neue Startspieler eröffnet die neue Runde wieder mit der Saisonphase und liest den Kartentext der neuen Jahreszeit vor.

Spielende und Gewinner des Spiels

Sobald der Startspieler die letzte Karte des Rundenstapel entfernt, endet der Herbst und mit ihm das Spiel. Die dritte und letzte Kodamaphase wird noch durchgeführt und vollständig gewertet. Danach zählen alle Spieler ihre gesammelten Punkte zusammen. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel und wird der neue Hüter des Waldes.

Fazit zum Kartenspiel Kodama

Mit Kodama landet wieder ein wirklich schönes Karten-Legespiel auf unserem Tisch. Das Spielzubehör ist an für sich von guter Qualität. Die Stammkarten sind schön groß, allerdings auch sehr dünn. Hier muss man ein wenig aufpassen. Da viele Astkarten auf dem Stamm abgelegt werden und dabei auch nichts verrutschen soll, ist die geringe Dicke der Karten nachvollziehbar. Wie gesagt, einfach etwas aufpassen. Die Kodama- und Astkarten sind dann wieder stabiler und von handelsüblicher Qualität. Optisch machen die Karten auch was her. Es macht richtig Spaß zuzusehen, wie der eigene Baum wächst und gedeiht. Und auch die Kodamas sind sehr liebevoll illustriert worden.

Die Spielanleitung zu Kodama ist mehrseitig. Knifflige Regelfragen wurden mit ausführlichen Beispielen versehen. Das hat uns bei der ersten Partie sehr geholfen, da hier auch bildlich nochmal aufgezeigt wird, wie die Astkarten angelegt und gewertet werden müssen. Auch die Empfehlungen für das erste Spiel und die Möglichkeit, mit den Kodama-Kids erstmal eine Anfänger-Runde zu spielen, kam insgesamt gut an.

Hat man das Wertungssystem erstmal verstanden, spielt sich Kodama recht flüssig. Karte auswählen, anlegen, werten, Punkte notieren. Allein in voller Besetzung mit fünf Spielern entstehen spürbare Wartezeiten. Glücklicherweise macht es wirklich viel Spaß, den Bäumen der anderen Spieler beim Wachsen zuzusehen.

Insgesamt ein optisch ansprechendes und kurzweiliges Karten-Legespiel. Uns hat Kodama sehr gut gefallen und wir können es guten Gewissens weiterempfehlen.

– Herzlichen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar –