Mit dem Geschicklichkeitsspiel Tal der Wikinger stellt der vor allem für seine Kinderspiele bekannte Verlag HABA dieses Jahr wieder das Kinderspiel des Jahres 2019. In Tal der Wikinger werden Fässer gekegelt, Mitspieler über den Steg ins Wasser befördert und vor allem viele Goldmünzen gewonnen beziehungsweise auch mal verloren.

Egal ob zu zweit, dritt oder mit vier Spielern in maximaler Besetzung. In Tal der Wikinger wird immer mit allen vier Schiffen und somit allen vier Wikingern gespielt. Nicht ausgeschlossen, dass so am Ende keiner der „realen“ Spieler gewinnt.

Zu Spielbeginn verfügt jeder Spieler über ein Schiff, eine Goldmünze und ein Wikinger-Plättchen, das am Anfang des Stegs liegt. Der lange Steg führt über acht Felder ins Wasser. Über jedem Feld befindet sich eine von acht unterschiedlichen Belohnungen. Über diesen Steg werden nun die einzelnen Wikinger-Plättchen der Spieler bewegt. Fällt ein Wikinger am Ende vom Steg herunter ins Wasser, erhalten alle anderen Spieler die Belohnung, die über ihrem aktuellen Feld abgebildet ist. Das können Goldmünzen aus dem allgemeinen Vorrat sein oder aber Goldmünzen aus den Schätzen der Mitspieler.

Bewegt werden die Wikinger-Plättchen dann über die Fässer in der Mitte des Spielplans. Jedes Fass ist einem Spieler farblich zugeordnet. Ist ein Spieler an der Reihe, so kann er eine relativ großen Kugel mit einem Schieber in Richtung der Fässer rollen. Das kann er so lange machen, bis mindestens eines der Fässer umfällt. Anschließend wird jedes Wikinger-Plättchen in beliebiger Reihenfolge auf dem Stef weiterbewegt, dessen Fass umgekegelt wurde. Fällt dabei ein Wikinger vom Steg, wird die Belohnung ausgelöst. Zuletzt darf der Spieler die umgefallenen Fässer wieder in der Mitte aufstellen und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Eine Partie läuft so lange, bis alle Goldmünzen aus dem allgemeinen Vorrat in den Besitz der Spieler übergegangen sind. Wer am Ende die meisten Goldmünzen besitzt, gewinnt das auch das Fässerkegeln im Tal der Wikinger.

Infos zum Spiel

Spielverlag: HABA
Spielautor: Wilfried und Marie Fort
Erscheinungsjahr: 2019

Altersempfehlung: ab 6 Jahren
Spielerzahl: 2 – 4 Spieler
Spielzeit: 15 Minuten

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Spielzubehör zu Tal der Wikinger

Spielzubehör zu Tal der Wikinger.
Spielzubehör zu Tal der Wikinger.
  • 1 Spielplan, bestehend aus 7 großen Puzzleteilen
  • 8 Wertungsflaggen
  • 4 Wikinger-Plättchen
  • 1 Pappteil „Kugelschubser“
  • 4 Schiffe (aus je 4 Pappteilen)
  • 1 Kugel aus Plastik
  • 24 Goldmünzen aus Plastik
  • 4 Holzfässer

Ausführliche Spielregeln zu Tal der Wikinger

Spielvorbereitungen

Der Spielplan und die Schiffe werden zusammengebaut.
Der Spielplan und die Schiffe werden zusammengebaut.

Der große Spielplan wird aus insgesamt 7 Teilen zusammen gepuzzelt, so dass sich im oberen Teil der Steg und die Wertungsplättchen befinden und im unteren Teil die Bahn für das Fasskegeln.

Die Wertungsplättchen werden verdeckt gemischt und willkürlich in die Aussparungen über dem Steg gelegt.

Jeder Spieler entscheidet sich für eine Farbe und nimmt sich dazu passend ein Schiff samt Segel und stellt es vor sich ab. Aus dem allgemeinen Vorrat nehmen sich alle eine Goldmünze als Startkapital und legen sie in ihr Schiff. Die restlichen Goldmünzen werden neben dem Spielplan bereitgelegt. Des Weiteren erhalten alle Spieler ein farblich passendes Wikinger-Plättchen. Diese legen sie vor dem ersten leeren Feld des Steges ab.

Die Fasskegelbahn im Wikingertal.
Die Fasskegelbahn im Wikingertal.

Die Bahn für das Fasskegeln befindet sich im unteren Bereich des Plans. Hier werden die vier farbigen Fässer zum Spielbeginn in beliebiger Reihenfolge in die markierten Löcher gestellt.

Die große braune Kugel und der Kugelschubser werden neben dem Spielplan bereitgelegt. Das Spiel kann beginnen.

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, über mehrere Spielrunden verteilt die meisten Goldmünzen zu sammeln.

Das Spiel beginnt der Spieler, der einem Wikinger am ähnlichsten sieht. Die anderen Spieler folgen nacheinander im Uhrzeigersinn. Ist ein Spieler an der Reihe, so durchläuft er ein seinem Spielzug bis zu drei Phasen: Fässer kegeln (1), Wikinger-Plättchen weiterziehen (2) und gegebenenfalls einer Wertung vornehmen (3).

Fässerkegeln und Wikinger weiterziehen

Der Spieler legt die Kugel auf die untere linke Ecke und stößt sie mit dem Kugelschubser an.
Der Spieler legt die Kugel auf die untere linke Ecke und stößt sie mit dem Kugelschubser an.

Der Spieler nimmt sich die große Kugel und legt sie in eine der 4 Ecken des Wikingertals.

Mit dem Kugelschubser-Plättchen stößt er die Kugel gezielt in Richtung der bunten Fässer. Er darf das so lange wiederholen, bis mindestens eines der Fässer in der Spielfeldmitte umkippt.

Drei der insgesamt vier Fässer sind dabei umgefallen. Nur das grüne Fass steht noch.
Drei der insgesamt vier Fässer sind dabei umgefallen. Nur das grüne Fass steht noch.
Der Spieler bewegt die Wikinger-Plättchen in beliebiger Reihenfolge auf dem Steg weiter.
Der Spieler bewegt die Wikinger-Plättchen in beliebiger Reihenfolge auf dem Steg weiter.

Jedes Wikinger-Plättchen, dessen Fass umgefallen ist, wird um genau ein leeres Feld auf den Steg weitergezogen. Beim Bewegen der Wikinger-Plättchen kann der Spieler frei wählen, in welcher Reihenfolge er diese weiterziehen möchte. Bereits belegte Felder werden dabei übersprungen.

Am Ende seines Spielzugs stellt der Spieler alle umgefallenen Fässer wieder in der Mitte des Wikingertals auf. Er darf für jedes Fass egal welcher Farbe entscheiden, in welches freie Loch er es stellen möchte.

Fällt ein Wikinger vom Steg, wird die Wertung ausgelöst

Sobald ein Wikinger-Plättchen über das rechte Ende des Stegs hinaus bewegt wird, erfolgt sofort eine Wertung. Jetzt werden Goldmünzen verteilt.

Der blaue Wikinger fällt vom Steg - die Wertung erfolgt.
Der blaue Wikinger fällt vom Steg – die Wertung erfolgt.

Fazit zum Kinderspiel Tal der Wikinger

Zugegeben. Ohne die Nominierung zum Kinderspiel des Jahres 2019 (den das Spiel ja tatsächlich gewonnen hat) hätten wir Tal der Wikinger vermutlich nicht gespielt. So ist es nun doch auf unserem Tisch gelandet.

Was bereits beim Auspacken eher negativ aufgefallen ist: Selbst die dicken Stanzteile des Spielplans und der Plättchen waren nochmals separat in Plastik eingeschweißt. Weiter waren die Holzfässer nicht in Zip-Tüten sondern ebenfalls in nicht wiederverwendbaren Plastiktüten verpackt. Der Sinn erschließt sich uns nicht so recht – umweltbewusst ist das jedenfalls nicht.

Davon einmal abgesehen ist das Spielzubehör weitestgehend große klasse. Der Spielplan selbst besteht aus sieben großen, stabilen Planteilen, die man als Puzzle zusammensetzen muss. Die Schiffe sind schön groß und müssen vor dem Spiel ebenfalls zusammengebaut werden. Zumindest das Segel sollte man nach jeder Partie wieder abnehmen und später wieder aufstellen. Das geht aber recht schnell. Da macht bereits das Aufbauen Spaß.

Die Wikinger- und Belohnungs-Plättchen und der Schieber sind ebenfalls überaus stabil und die Fässer aus Holz. Top! Allein die Goldmünzen sehen unserer Meinung nach billig aus und sind wieder einmal aus Plastik. Auch hier hätten wir uns Holzscheiben (bspw. wie bei Der schwarze Pirat) oder eben Plättchen zum Ausstanzen gewünscht.

Die große Kugel für das Fasskegeln ist dann wieder aus Plastik, was an dieser Stelle aber Sinn macht. So ist sie schön leicht und lässt sich von den Kindern mittels Schieber einfach über den Plan rollen. Das funktioniert sehr gut und macht den Kindern (und auch uns Erwachsenen) richtig viel Spaß.

Die Spielregeln und der Spielablauf sind schnell vermittelt und wurden von den Kindern (bei uns ab 5 Jahren) auch ohne Probleme verstanden. Kegeln, alle Wikinger der entsprechenden Farben weiterziehen, eventuell Belohnung erhalten. Das ist simpel, sorgt für einen schnellen Spielfluss und so gut wie keine Wartezeiten. Zumal auch die Spielzüge der anderen Spieler immer einen Einfluss auf die eigene Position auf dem Steg nehmen können und so eigentlich jeder Spielzug spannend bleibt.

Ein wenig Abwechslung kommt über die variable Belohnungsleiste ins Spiel. Die Plättchen werden in jeder Partie neu ausgelegt. So befinden sich die einzelnen Belohnung immer an anderer Stelle des Stegs. Es ist auch schön zu sehen, wie die Kinder bereits nach den ersten Spielzügen (und spätestens nach der ersten Belohnung) ihre Wikinger-Plätchen strategischer auf dem Steg platzieren wollen und vor allem auch die Fässer der eigenen Farbe schützen oder bewusst leicht anspielbar in der Tischmitte aufstellen.

Toll ist auch die im Spielprinzip angelegte Interaktion zwischen den Spielern. Ständig werden fremde Wikinger auf dem Steg bewegt und Goldmünzen wechseln regelmäßig ihren Besitzer. Wer möchte, kann seine Mitspieler durch geschicktes Kegeln ordentlich ärgern. Hier steckt dann wohl auch das einzige Manko des Spiels. Wer mit Kindern spielt, die (noch nicht) gut verlieren können oder sich sehr schnell ärgern, der läuft bei Tal der Wikinger Gefahr, dass die Stimmung am Spieltisch schnell mal kippen kann. Wen das nicht stört, der erhält hier ein tolles Spiel, das für viel Ärgernis, Schadenfreude und Lacher sorgen wird.