Wörtlich aus dem Chinesichen übersetzt heißt DAO „Straße“ oder „Weg“. Der Begriff wurde im Konfuzianimus aber auch als Bezeichnung für die „Methode“ oder „den rechten Weg“ eingesetzt. Genau an dieser Stelle greift das Kartenspiel DAO auf die eigentliche Wortbedeutung zurück. Denn im Spiel müssen die Spieler sich in jedem Spielzug zwischen einer kalkulierbaren, sicheren oder einer riskanten Aktion entscheiden – also DAO, den rechten Weg, finden.

Und das funktioniert so: In dem Kartenstapel befinden sich Spielkarten in fünf unterschiedlichen Farben. Jede Farbe stellt eines der folgenden Elemente dar: Feuer, Wasser, Erde, Holz und Metall. Alle Spielkarten verfügen zudem über einen Zahlenwert. Ziel ist es nun, möglichst viele Karten eines Elements zu sammeln. Die Zahlenwerte dieser Karten bringen dem Spieler Pluspunkte ein. Alle gesammelten Karten der anderen Elemente bringen dagegen Minuspunkte.

Bei Spielbeginn liegen in der Tischmitte drei beliebige, offene Spielkarten aus. Daneben liegt der verdeckter Nachziehstapel mit den restlichen Karten. In jedem Spielzug hat ein Spieler nun die Qual der Wahl: er kann die erste der offen ausliegenden Karten aufnehmen und mit ihr Plus- oder Minuspunkte erhalten. Das Risiko ist hier minimal, da das Element und der Wert der Karte bekannt sind. Der Spieler kann aber auch eine verdeckte Karte nachziehen und in der Kartenreihe anlegen. Hat er Glück, liegt der summierte Wert aller offenen Karten unter zwölf und der nächste Spieler kommt an die Reihe. Hat er Pech, ist der Gesamtwert der offenen Karten höher als zwölf – in diesem Fall muss er alle offenen Karten aufnehmen.

Sobald alle Karten des Nachziehstapel aufgedeckt wurden, zählen die Spieler ihre Pluspunkte zusammen und ziehen die Minuspunkte davon ab. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt die Partie DAO.

Infos zum Spiel

Spielverlag: Amigo
Spielautor: Andy Hopwood
Erscheinungsjahr: 2016

Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Spielerzahl: 2 – 6 Spieler
Spielzeit: 15 Minuten

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Spielzubehör von DAO

Das Kartendeck von DAO.

Das Kartendeck umfasst 60 Spielkarten mit den Werten 0 – 4.

  • 12 Karten Metall-Element
  • 12 Karten Feuer-Element
  • 12 Karten Erde-Element
  • 12 Karten Holz-Element
  • 12 Karten Wasser-Element

Ausführliche Spielregeln zu DAO

Spielvorbereitungen

Drei offene Karten und ein Nachziehstapel.
Drei offene Karten und ein Nachziehstapel.

Alle Spielkarten werden gut gemischt und als verdeckter Nachziehstapel in die Mitte des Tisches gelegt. Die obersten drei Karten werden aufgedeckt und rechts neben dem Nachziehstapel beginnend in einer Reihe gelegt. Das ist die allgemeine Kartenauslage.

Spielablauf

Ziel des Spiel ist es, viele Spielkarten mit hohen Zahlenwerten eines Elements zu sammeln und dabei möglichst wenig Karten andere Elemente aufzunehmen.

Das Spiel beginnt der jüngste Spieler am Tisch. Die anderen Spieler folgen nacheinander im Uhrzeigersinn. Ist ein Spieler an der Reihe, so muss er in seinem Spielzug entweder die erste Spielkarte der Auslage aufnehmen (die Karte direkt neben dem Nachziehstapel) oder eine neue Karte vom verdeckten Nachziehstapel aufdecken und ans Ende der Kartenauslage legen. Sollte der Wert aller offenen Karten jetzt höher als zwölf sein, muss der Spieler alle Karten der Auslage aufnehmen. Sobald die letzte Karte des Nachziehstapels aufgedeckt wurde, erfolgt die Schlusswertung.

Beispiel 1: Neue Karte aufdecken.
Beispiel 1: Neue Karte aufdecken.

Beispiel 1: Eine neue Karte aufdecken, keine Karten aufnehmen: In der Kartenauslage befinden sich Karten mit den Werten 2, 3 und 4. Mit dem Aufdecken einer weiteren Karte geht der Spieler nur ein geringes Risiko ein, da die Summe aller Kartenwerte erst 9 beträgt. Da er mit der niedrigen ersten Karte nichts anfangen kann, deckt der Spieler eine neue Karte auf und legt diese , wie im Beispiel die Karte mit dem Wert 2, am Ende der Auslage an. Damit endet der Spielzug und der nachfolgende Spieler ist an der Reihe.

Beispiel 2: Freiwillig erste Karte nehmen.
Beispiel 2: Freiwillig erste Karte nehmen.

Beispiel 2: Die vorderste Karte aufnehmen: In der Kartenauslage befinden sich bereits Karten mit den Werten 2, 3, 4 und 2. Mit dem Aufdecken einer weiteren Karte geht der Spieler ein hohes Risiko ein, da die Summe aller Kartenwerte bereits 11 beträgt. Er entscheidet sich, die erste Karte der Reihe, also die gelbe Karte mit dem Wert 2, zu nehmen. Damit endet der Spielzug und der nachfolgende Spieler ist an der Reihe.

Beispiel 3: Zu viel riskiert, alle Karten aufnehmen.
Beispiel 3: Zu viel riskiert, alle Karten aufnehmen.

Beispiel 3: Eine neue Karte aufdecken, alle Karten aufnehmen: In der Kartenauslage befinden sich Karten mit den Werten 3, 4 und 2. Mit dem Aufdecken einer weiteren Karte geht der Spieler ein geringes Risiko ein, da die Summe aller Kartenwerte erst 9 beträgt. Der Spieler deckt eine neue Karte auf uns legt diese am Ende der Auslage an. Da es sich hier um eine Karte mit dem Wert 4 handelt, ist die Summe aller Karten nun größer als 12. Der Spieler hat Pech und muss alle Karten der Auslage aufnehmen. Damit endet der Spielzug und der nachfolgende Spieler ist an der Reihe.

Beispiel 4: Glück gehabt, da die letzte Karte denselben Wert aufweist.
Beispiel 4: Glück gehabt, da die letzte Karte denselben Wert aufweist.

Beispiel 4: Eine neue Karte aufdecken und viel Glück haben: In der Kartenauslage befinden sich Karten mit den Werten 3, 2 und 4. Mit dem Aufdecken einer weiteren Karte geht der Spieler ein geringes Risiko ein, da die Summe aller Kartenwerte erst 9 beträgt. Der Spieler deckt eine neue Karte auf und legt diese am Ende der Auslage an. Da es sich hier um eine Karte mit dem Wert 4 handelt, ist die Summe aller Karten nun größer als 12. Da der Wert der aufgedeckten Karte aber identisch ist, mit dem Wert der letzten Karte der Reihe, muss der Spieler keine Karten aufnehmen. In diesen Fall hat er Glück gehabt. Sein Spielzug endet und der nachfolgende Spieler ist an der Reihe.

Spielende und Gewinner des Spiels

Das Spiel endet, sobald die letzte Karte vom Nachziehstapel aufgedeckt und angelegt wurde. Nun sortieren alle Spieler ihre gesammelten Karten nach Elementen.

Pluspunkte gibt es für alle Karten eines beliebigen Elements, beispielsweise die Werte aller roten Feuerkarten. Jede weitere Karte eines anderen Elements bringt dagegen einen Minuspunkt ein. Wer am Ende die meisten Pluspunkte (oder die wenigsten Minuspunkte) hat, ist der Gewinner von DAO.

Spielvariante: DAO zu zweit spielen

Wer DAO gerne auch zu zweit ausprobieren möchte, der kann es mit dieser Spielvariante versuchen. Das funktioniert eigentlich ganz gut. Die bereits  beschriebenen Grundregeln bleiben unverändert. Im Spiel zu zweit wird das Kartendeck nach dem mischen in zwei Hälften geteilt. Gespielt werden dann zwei Durchgänge, jeweils mit einem der beiden Hälften. Die Punkte am Ende des ersten Durchgangs werden notiert und mit den Punkten des zweiten Durchgangs verrechnet. Wer nach zwei Durchgängen insgesamt die meisten Punkte sammeln konnte, gewinnt das Spiel.

Fazit zum Kartenspiel DAO

Mit dem Kartenspiel DAO wird es recht gemütlich am Spieltisch. Die Spieler nehmen entweder die erste Karte der Auslage auf oder sie legen eine neue Karte vom Nachziehstapel am Ende der Reihe an – und müssen eventuell alle Karten der Reihe nehmen. Alles mit dem Ziel, möglichst viele Karten eines Elements zu sammeln und möglichst wenige Karten anderer Elemente dabei aufnehmen zu müssen. Das ist DAO – ein Sammelspiel! Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Da in DAO weitestgehend vom verdeckten Stapel nachgezogen wird, ist der Glücksfaktor verhältnismäßig hoch. Reine Taktiker kommen hier nur sehr eingeschränkt auf ihre Kosten. Dessen sollte man sich vor dem Kauf bewusst sein. Ansonsten wurde ein sehr schönes Thema um das Sammelspiel gesponnen, das auch grafisch passend unterstützt wird.

Die Spielkarten sind von guter, handelsüblicher Qualität, wie man es von Amigo-Kartenspielen gewohnt ist. Die grafische Gestaltung des Spiels hat uns eigentlich sehr gut gefallen. Allerdings gab es bei der ersten Partie auch etwas Verwirrung, da die Elemente Metal und Wasser beide in Blautönen illustriert wurden. Tipp: Nicht zu sehr auf den Farbton der Karte achten sondern eher auf das Symbol unter der Zahl. Dort sind nämlich die Elemente abgebildet und die sind eindeutig erkennbar.

Die Spielvariante zu zweit hat gut funktioniert, obwohl das Spiel hierbei in extrem ruhiges Gewässer abdriftet. Wer Sammelspiel mag und mit dem hohen Glücksfaktor keine Probleme hat, der findet in DAO ein sehr hübsches Kartenspiel, das schnell erklärt ist und auch einige Spielrunden zu unterhalten vermag.

– Herzlichen Dank an Amigo für das Rezensionsexemplar –

ÜBERBLICK DER REZENSION
Originalität / Idee
70 %
Spielzubehör
70 %
Langzeitspaß
60 %
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