Das neue Kartenspiel “Memento” von Kosmos macht seinem Namen alle Ehre. Denn hier gewinnt nur, wer sich gut an seine aufgenommenen Karten erinnern kann.

Zu Beginn werden Ordnungskarten ausgelegt, die jeweils eine Farbe oder Form abbilden. Anschließend wird jeder Ordnungskarte eine Wertungskarte zugeteilt. Diese beiden Karten kombinniert ergeben immer neue Siegpunktebedingungen. Eine Kombination könnte beispielsweise lauten: Sammel mehr Sterne als jede andere Form (+5 Punkte). Minuspunkte gibts es natürlich auch, beispielsweise durch die Kombination: -1 Punkt bei gerader Anzahl der Kreise. Maximal acht solcher Siegpunkte-Bedingungen liegen pro Durchgang aus.

Reihum nehmen die Spieler Spielkarten mit verschiedenen Farben und Formen auf und legen diese auf einen eigenen verdeckten Ablagestapel vor sich ab. Zur Auswahl stehen dabei jeweils Karten von drei offen ausliegenden Stapel sowie Karten von einem verdeckten Nachziehstapel.

Um möglichst viele Punkte am Ende des Durchgangs zu erhalten, müssen sich die Spieler an jede aufgenommene Karte gut erinnern (“Memento!”), denn es ist nicht erlaubt, den eigenen Ablagestapel während des Durchgangs anzusehen.

Sind alle Karten vom Nachziehstapel aufgebraucht oder haben alle Spieler gepasst, erfolgt die Wertung. Jetzt dürfen die Spieler ihre gesammelten Karten anschauen und Punkte kassieren.

Gespielt wird über drei Runden. Der Spieler mit den meisten Gesamtpunkten gewinnt Memento.

Spielzubehör – Das ist in Memento alles drin

  • 4 Ordnungskarten (Farbe)
  • 4 Ordnungskarten (Form)
  • 18 Wertungskarten
  • 12 rote Spielkarten (Quadrat, Dreieck, Stern, Kreis)
  • 12 blaue Spielkarten (Quadrat, Dreieck, Stern, Kreis)
  • 12 gelbe Spielkarten (Quadrat, Dreieck, Stern, Kreis)
  • 12 grüne Spielkarten (Quadrat, Dreieck, Stern, Kreis)
  • eine Spielanleitung

Ausführliche Spielanleitung zu “Memento”

Spielvorbereitungen

Zu Beginn sollten sich die Spieler darauf einigen, mit wie vielen Farben und Formen sie spielen wollen. Je mehr Farben und Formen verwendet werden, um so schwerer ist natürlich auch das Spiel. Gerade für die erste Partie sollte man nur drei Farben und drei Formen wählen. Die nicht benötigten Karten kommen aus dem Spiel.

  1. Die 4 Ordnungskarten für die Farbe werden nebeneinander ausgelegt.
  2. Die 4 Ordnungskarten für die Formen werden daneben ausgelegt.
  3. Die Wertungskarten werden gemischt und als verdeckter Stapel neben die Ordungskarten gelegt.
  4. Jeder Spieler erhält einen Stift und einen Zettel (nicht im Spiel enthalten).

Weitere Vorbereitungen vor jedem Durchgang

  • Für jede ausliegende Ordnungskarte (oberste Reihe im Bild) wird eine verdeckte Wertungskarte gezogen und offen unter die Ordnungskarte gelegt.
  • Alle Spielkarten werden gemischt.
  • Zehn Spielkarten werden als verdeckter Stapel unter die Wertungskarten gelegt.
  • Alle übrigen Spielkarten werden auf drei gleiche Stapel verteilt und offen neben den verdeckten Nachziehstapel gelegt.

Spielablauf – So wird Memento gespielt!

Gespielt wird eine Partie Memento über drei Runden. Die unter “Weitere Vorbereitungen” genannten Schritte werden dabei vor jedem neuen Durchgang durchgeführt.

Ist ein Spieler an der Reihe, so kann er zwischen 2 Aktionen wählen: Er kann entweder eine der obersten Spielkarten nehmen oder passen.

Nimmt ein Spieler eine Karte, so muss er diese verdeckt vor sich ablegen. Mit jeder weiteren Karte, die der Spieler in den folgenden Runden aufnimmt, bildet sich so sein eigener Ablagestapel. [symple_spacing size=“5px“] Der Spieler sollte sich dabei seine aufgenommenen Karten gut merken, denn es ist strikt verboten, den eigenen Ablagestapel vor der Durchgangswertung zu sichten. [symple_spacing size=“5px“] Stammt die aufgenommene Karte vom verdeckten Nachziehstapel, darf der Spieler sich diese selbstverständlich vor dem Ablegen anschauen.

Passt ein Spieler in einem seiner Spielzüge, erhält er keine Karte. Der Spieler darf allerdings wieder Karten aufnehmen, sobald er erneut an der Reihe ist.
Ein Durchgang endet immer dann, wenn eine der beiden Bedingungen erfüllt ist:

  1. Alle Spieler haben gepasst.
  2. Es gibt keine Spielkarten mehr zum Nachziehen.

In diesen Fällen kommt es zur Durchgangswertung.

Wertung – Findet nach jedem der drei Durchgänge statt

Jeder Spieler hat über mehrere Spielrunden verschiedene Karten gesammelt und daraus einen eigenen Ablagestapel gebildet. Diese Karten müssen nun zweimal sortiert und ausgelegt werden. Die Bedingungen für mögliche Punkte können die Spieler der Auslage (Ordnungskarten + Wertungskarten) entnehmen. Nach jeder Wertungsrunde notieren sich die Spieler ihre gesammelten Punkte.

Zuerst werden alle eigenen Karten nach Farben sortiert und anschließend nach den ausliegenden Wertungskarten ausgewertet. [symple_spacing size=“5px“] Im Beispiel links erhält jeder Spieler

  • +5 Punkte, wenn er von jeder Form eine grüne Karte besitzt.
  • -2 Punkte, wenn er weniger als vier rote Karten besitzt.
  • + 2 Punkte für die fünfte und jede weitere gelbe Karte.
  • +4 Punkte, wenn man keine blaue Karte gesammelt hat.

Danach werden alle eigenen Karten wieder zu einem Stapel aufgenommen und erneut sortiert, dieses Mal nach Formen. Anschließend erfolgt eine weitere Auswertung. Im Beispiel links erhält jeder Spieler

  • -1 Punkt, wenn man eine gerade Anzahl an Dreiecks-Karten besitzt.
  • +1 Punkt, wenn man eine gerade Anzahl an Quadrat-Karten besitzt.
  • + 10 Punkte, wenn man exakt sieben Kreis-Karten besitzt.
  • +1 Punkt, wenn die Anzahl an Stern-Karten ein Vielfaches von 3 ist.

Schlusswertung und Gewinner des Spiels

Am Ende des dritten Durchgangs führen alle Spiele noch einmal eine Wertung ihrer gesammelten Spielkarten durch und ermitteln so ihre dritte und letzte Gesamtpunktezahl. Anschließend addiert jeder Spieler alle seine Punkte aus den drei Durchgängen.

Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt Memento.

Fazit zum Kartenspiel Memento

Einen geeigneteren Namen für das Kartenspiel Memento hätte Paolo Mori wohl nicht finden können. Denn hier kommt es wirklich nur auf das zielsichere Aufnehmen von Farben- und Formenkarten an. Und eben dazu muss man sich an jede bereits aufgenommene Karte erinnern und zugleich die Siegpunkte-Bedingungen im Hinterkopf behalten. Keine einfache Sache!

Die Spielkarten sind zum Glück sehr schlicht gehalten. Die Farben und Formen heben sich gut vom schwarzen Hintergrund ab. Auf unnötige Schnörkeleien wurde verzichtet. Das erleichtert ein wenig das Merken der Karten.

Steckt man erst einmal mitten im Spiel drin wird man feststellen, dass die Kommunikation am Tisch mit jeder weiteren Karte abnimmt, da man sich doch sehr konzentrieren muss (zumindest, wenn man eine Gewinnabsicht hat). Für eine eher gesprächige Spielerunde ist Memento also nur bedingt geeignet. Auch als Absackerspiel kann man nicht zu Memento raten. Man muss schon noch fit sein, um eine reelle Chance zu haben.

Problemlos empfehlen kann man Memento allen Spielern, die gerne Denk- und Merkspiele spielen und sich schon immer für Spiele wie beispielsweise Memory begeistern konnten. Auch zum Trainieren des Kurzzeitgedächnisses ist Memento hervorragend geeignet.

— Herzlichen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar! —

ÜBERBLICK DER REZENSION
Originalität / Idee
75 %
Spielzubehör
80 %
Langzeitspaß
60 %
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