In Aqualin wetteifern zwei Spieler um die meisten und vor allem größten Schwärme am Riff. Ein Spieler achtet dabei auf möglichst viele Schwärme derselben Farbe. Ob sich in so einem beispielsweise blauen Schwarm Krebse, Seepferdchen und Schildkröten gemeinsam tummeln, ist dem Spieler egal. Aber dem anderen Spieler gefällt das durcheinander nicht. Dieser möchte möglichst große Schwärme derselben Tierart bilden. Ob seine beispielsweise Seesterne dabei blau, gelb, rot oder eine andere Farbe tragen, spielt für den Spieler dabei keine Rolle. Und damit das Ganze für die beiden Spieler auch recht spannend wird, gibt es am Riff von Aqualin gleich sechs unterschiedliche Tierarten in ebenfalls sechs unterschiedlichen Farben.

Der Spielablauf ist dabei denkbar einfach. Vor beiden Spielern liegt ein Riff aus, das aus einem 6×6 Felder großen Spielfeld besteht. Daneben liegen 36 Spielsteine, von denen immer nur sechs aufgedeckt sind. Darauf abgebildet ist jeweils eins von sechs Tieren in einer von sechs Farben.

Der aktive Spieler darf in seinem Spielzug immer einen dieser offen ausliegenden Steine nehmen und auf ein beliebiges Feld des Riffs legen. Zuvor darf er genau einen dort liegenden Spielstein senkrecht oder waagerecht verschieben. Auf dieses Weise ergibt sich ein munterer Schlagabtausch zwischen den Spielern. Denn meistens legt der eine Spieler ein Tier oder eine Farbe wunderbar passend ins Riff, bevor der andere Spieler mit seiner Schiebeaktion einem genau das wieder kaputt macht. Je mehr sich das Riff so mit Spielsteinen füllt, um so kniffliger werden die Schiebe- und Platzierungsmöglichkeiten.

Nach genau 36 Spielzügen endet die Partie. Jetzt zählt jeder Spieler die Punkte für alle seine gebildeten Schwärme zusammen. Je größer ein Schwarm dabei ist, um so mehr Punkte bringt er ein. Der Spieler mit den insgesamt meisten Punkten gewinnt das Spiel.

Infos zum Spiel

Spielverlag: Kosmos
Spielautor: Marcello Bertocchi
Erscheinungsjahr: 2020

Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Spielerzahl: 2 Spieler
Spielzeit: 15-20 Minuten

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Spielzubehör zu Aqualin

Spielzubehör von Aqualin.
Spielzubehör von Aqualin.
  • 1 Spielplan
  • 36 Spielsteine aus Acryl

Ausführliche Spielregeln zu Aqualin

Spielvorbereitungen

Der Spielplan wird zwischen beide Spieler gelegt. Alle Spielsteine werden verdeckt daneben gelegt und gemischt. Sechs beliebige Spielsteine werden sofort aufgedeckt und seitlichen neben das Spielfeld gelegt – sie bilden die allgemeine Auslage. Es kann losgehen.

Das aufgebaute Spielfeld von Aqualin.
Das aufgebaute Spielfeld von Aqualin.

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, durch Ablegen und Verschieben von Spielsteinen die meisten Schwärme zu bilden. Ein Spieler orientiert sich dabei an Schwärmen gleicher Farbe, der andere Spieler dagegen an Schwärmen gleicher Tierarten.

Das Spiel beginnt der Spieler, der zuletzt im Meer gewesen ist. Anschließend wechseln sich beide Spieler mit ihren Spielzügen ab. Ist ein Spieler an der Reihe, so darf er zunächst einen beliebigen Stein auf dem Spielfeld verschieben (1) und muss anschließend einen Stein aus der allgemeinen Auslage auf ein leeres Feld ablegen (2). Zuletzt muss er die Auslage wieder auf sechs Steine auffüllen (3). Nach 36 Spielzügen erfolgt die Wertung.

Ein Spielzug in Aqualin – Verschieben, Ablegen, Auffüllen

Zu Beginn ist das Spielfeld noch leer. Der erste Spielzug besteht deshalb nur aus der Auswahl eines Steines aus der allgemeinen Auslage und dem Ablegen des Steins auf einem beliebigen Feld des Spielplans. Ob der Spieler den Stein in die Mitte oder an den Rand legt ist ihm überlassen.

Ab dem zweiten Spielzug darf der aktive Spieler einen beliebigen Stein auf dem Spielplan senkrecht oder waagerecht verschieben. Und zwar beliebig weit oder bis dieser an einen anderen Stein oder den Spielfeldrand stößt. Anschließend wählt er einen Stein aus der Auslage und legt diesen auf ein beliebiges freies Feld.

Nach jedem Spielzug wird die Auslage wieder auf sechs Steine aufgefüllt. Hierzu dreht der aktive Spieler einfach einen Stein seiner Wahl aus dem Vorrat um und legt ihn in die Auslage. Sind keine Steine mehr im Vorrat, entfällt dieser Spielzug. Es wird aber auf jeden Fall so lange gespielt, bis alle Steine verbraucht und alle Felder auf dem Spielplan belegt wurden.

Ein paar Beispielzüge aus unsere Partie Aqualin:

Spielende und Gewinner des Spiels

Nach genau 36 Spielzügen endet die Partie. Nun sollten alle Spielsteine auf dem Spielfeld liegen und kein Feld mehr frei sein. Jetzt zählt jeder Spieler die Punkte für alle seine gebildeten Schwärme. Der eine Spieler zählt Schwärme gleicher Farbe, der andere Spieler die Schwärme mit denselben Tierarten.

Jeder Schwarm bestehend aus 2/3/4/5/6 gleichen Farben /Tieren bringt 1/2/6/10/15 Punkte. Zur Orientierung nutzt die Abbildung auf der ersten Seite der Spielregel, damit auch keine Farbe / kein Tier vergessen wird. Der Spieler mit den insgesamt meisten Punkten gewinnt Aqualin.

Fazit zu Aqualin

Die Spielreihe „Für zwei Spieler“ von Kosmos ist bei uns sehr beliebt, da wir grundsätzlich auch sehr gerne mal was zu zweit spielen. Insofern freuen wir uns immer auf Neuerscheinungen in dieser Reihe. So auch bei Aqualin.

Das Spiel an sich ist an für sich abstrakt, sein Thema könnte willkürlich ausgetauscht werden. So auch schon geschehen, denn in der ersten Fassung hieß Aqualin von Marcello Bertocchi noch Feudalink. Und statt der Meeresbewohner wurden bei Feudalink noch Schwerter und Burgen auf dem Spielplan platziert und verschoben. Bei Kosmos wurde das Spielgeschehen vom Mittelalter in die heutige Zeit und vom Festland in den Ozean verlagert.

Was sofort positiv auffällt ist das hochwertige Spielmaterial. Die Acrylsteine fühlen sich gut an und liegen gut in der Hand. Der Spielplan ist sehr stabil. Problematisch ist nur, dass beim Verschieben der Steine hin und wieder auch der ganze Spielplan leicht wegrutscht beziehungsweise sich beim Verschieben wegdreht. Passt man dabei nicht auf, verschiebt man nicht nur den Plan sondern gleich auch noch die Position einiger Steine. Zumindest war das bei uns mehrmals so und wir spielen auf einem großen Holztisch. Also beim Steine schieben besser auch immer den Spielplan festhalten oder eine Decke drunterlegen. Sicher ist sicher.

Die Spielregeln von Aqualin könnten einfacher nicht sein. 1 Stein schieben, 1 Stein legen, 1 Stein auffüllen. Mehr nicht. Trotzdem stellt das Spiel die Spieler vor die eine oder andere knifflige Situationen und verlangt ihnen Entscheidungen ab. Je voller das Spielfeld wird, um so kniffliger wird es. Leider verlängern sich dabei auch gerne mal die Spielzüge der Spieler. Durch die zufällige offene Auslage an Steinen spielt auch das Glück ein wenig mit – wir hatten beim Spielen aber nie das Gefühl, dass bei Aqualin der Glücklichere gewinnt. Man hat seine eigenen Schwärme schon sehr gut im Griff. Interessant ist, dass sich das Spiel mit den Farben zwar leichter anfühlt als mit mit den Tierarten, bei uns aber meistens der Spieler gewinnen konnte, der innerhalb einer Partie die Tierschwärme kontrolliert hat. Oder anders ausgedrückt: es spielt sich mit den Farben zwar leichter, aber damit zu gewinnen erscheint uns schwerer.

Von der Spielmechanik her erinnert uns Aqualin stark an Hyle und Hyle 7 von Dr. Eric Solomon. Da muss man farbige Steine auf einem Raster ablegen. Eine Spieler versuchte hier gleiche Muster aus Farben zu bilden, während der andere Spieler diese eher zu trennen versucht. Aqualin ist da sehr ähnlich, spielt sich aber deutlich einfacher und verfügt zudem über die bereits beschriebene Verschieben-Aktion.

Als 2 Personenspiel für Erwachsene bietet uns Aqualin auf die Dauer ehrlich gesagt zu wenig Abwechslung. An ältere Spiele aus der Kosmos-Reihe wie beispielsweise Targi, Asante oder Jambo kommt es vom Wiederspielreiz her unserer Meinung nach nicht ran. Diese wurden bei uns allerdings über Jahre hoch und runter gespielt und kommen noch heute noch gelegentlich auf den Tisch. Im Spiel mit den Kindern und Großeltern eignet sich Aqualin dagegen außerordentlich gut, da es wirklich sehr schnell erklärt ist und eine einzelne Partie auch nur wenig Zeit beansprucht. Insofern hätte dem Spiel eine Altersempfehlung ab 8 Jahren gut gestanden – diese wäre unserer Meinung nach absolut ausreichend gewesen.

– Herzlichen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar –

ÜBERBLICK DER REZENSION
Originalität / Idee
70 %
Spielzubehör
80 %
Langzeitspaß
70 %
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