Im Kartenspiel „3 sind eine zu viel“ müssen die Spieler farblich zusammengehörende Karten sammeln und zwar von möglichst jeder Farbe eine oder besser noch genau zwei Karten. Denn das bringt Pluspunkte. Wer dagegen die dritte Karte einer Farbe aufnehmen muss, der hat eine zu viel und erhält dafür Minuspunkte.

Alle Spieler starten mit einem eigenen Nachziehstapel und acht Handkarten. Die Karten unterschieden sich in ihrer Farbe und ihrem Zahlenwert. In der Tischmitte liegen drei Anlegereihen. Ist ein Spieler an der Reihe, darf er immer eine Karte aus der Hand an eine der drei Reihen anlegen. Wo die Karte platziert werden darf, hängt von ihrem Zahlenwert ab, da alle Karten numerisch aufsteigend abgelegt werden müssen. Es kann also auch vorkommen, dass die eigene Karte zwischen zwei bereits ausliegenden Karten geschoben werden muss.

Legt ein Spieler in einer der drei Anlegereihen die fünfte Karte ab, muss er Karten aus dieser Reihe aufnehmen. Hat er die höchste Karte der Reihe abgelegt, darf er sich die niedrigste Karte derselben Reihe nehmen. Anderfalls muss er alle Karten der Reihe aufnehmen, die einen höheren Zahlenwert als seine gerade abgelegte Karte aufweisen. So oder so kommt der Spieler immer wieder an neue Karten, die er nun aber nicht auf die Hand nimmt, sondern offen und nach Farben getrennt vor sich ablegt.

Auf diese Weise sammeln die Spieler Karten und sortieren diese in der eigenen Kartenauslage nach Farben. Zwei Karten einer Farbe sind optimal. Drei Karten einer Farbe sind eine zu viel. Alle drei Karten werden nun umgedreht und so in Minuspunkte umgewandelt.

Sobald der Nachziehstapel aller Spieler leer ist und alle Spieler nur noch zwei Karten auf der Hand haben, endet das Spiel. Jetzt zählen alle ihre Punkte. Gewinner ist der Spieler mit den meisten Punkten.

Infos zum Spiel

Spielverlag: Amigo
Spielautor: Christoph BehreReinhard Staupe
Erscheinungsjahr: 2015

Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Spielerzahl: 2 – 4 Spieler
Spielzeit: 30 Minuten

3 sind eine zu viel online kaufen

AmazonAktuellen Preis abrufen oder Spiele OffensiveAktuellen Preis abrufen

Spielzubehör von 3 sind eine zu viel

Spielkarten von 3 sind ein zu viel.
  • 90 Zahlenkarten mit Werten von 1 bis 89
  • 3 Startkarten für die Anlegereihen
  • 4 Bonuskarten
  • 4 Spielende-Bonuskarten

Spielregeln zu 3 sind eine zu viel

Spielvorbereitungen

Die Startkartenreihe.
Die Startkartenreihe.

Die 3 Startkarten werden untereinander ausgelegt, so die Karte „0“ oben, die Karte „30“ in der Mitte und die Karte „60“ unten liegt. Daneben sollte Platz für vier weitere Spielkarten gelassen werden.

Die Bonuskarten.
Die Bonuskarten.

Die acht Bonuskarten werden nach Art sortiert und neben dem Spielfeld bereitgelegt. Die silbernen Bonuskarten sollten zuvor noch absteigend nach ihrem Punktewert sortiert werden.

Die restlichen Spielkarten werden gemischt. Jeder Spieler erhält anschließend zwanzig Karten und legt diese verdeckt vor sich ab. Das ist der individuelle Nachziehstapel. Die obersten acht Karten nimmt jeder Spieler auf die Hand.

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, Spielkarten aus der Auslage zu sammeln, so dass man mindestens eine Karte oder idealerweise genau zwei Karten von jeder Farbe besitzt. Das bringt Pluspunkte. Ab drei Karten einer Farbe hagelt es dagegen Minuspunkte.

Das Spiel beginnt der jüngste Spieler am Tisch. Die anderen Spieler folgen nacheinander im Uhrzeigersinn. Ist ein Spieler an der Reihe, so kann er in seinem Spielzug

Karten anlegen und sammeln

Beim Ablegen einer Karte aus der Hand muss der Spieler Regeln beachten, ebenso beim Aufnehmen von Karten aus der Auslage.

Die Auslage nach einigen Spielrunden.

In die passende Reihe: Eine Karte darf ihrem Wert entsprechend immer nur in ihre zugehörige Reihe abgelegt werden.

An die passende Stelle: Liegt der Wert einer Karte zwischen den Werten zweier bereits ausliegender Karten, so muss die Karte dazwischen gelegt werden. Größere Kartenwerte werden in diesem Fall nach rechts geschoben.

Karten aufnehmen muss ein Spieler immer dann, wenn nach dem Ablegen seiner Karte insgesamt fünf Karten in der Reihe liegen. Die schwarze Karte am Anfang der Reihe wird dabei mitgezählt. Legt ein Spieler die höchste Karte einer Reihe ab, so erhält er anschließend die niedrigste Karte derselben Reihe (also die Karte rechts neben der schwarzen Anlegekarte!). Muss ein Spieler beim Ablegen seiner Karte größere Werte nach rechts verschieben, so erhält er anschließend alle Karten der Reihe, die einen höheren Wert als seine abgelegte Karte aufweisen (also alle Karten, die er verschoben hat!).

Plus- und Minuspunkte kassieren

Alle Karten, die ein Spieler aus der Tischmitte aufnehmen muss, legt er offen vor sich ab – er bildet damit eine eigenen Kartenauslage. Die Karten werden jetzt nur noch nach ihren Farben sortiert. Die  darauf abgebildeten Werte spielen im weiteren Spielverlauf keine Rolle mehr.

Die Kartenauslage eines Spielers.
Die Kartenauslage eines Spielers.

Beim Aufnehmen der Karten sollten die Spieler darauf achten, dass sie keine Farbe häufiger als zweimal aufnehmen. Für ein oder zwei Karten einer Farbe gibt es Pluspunkte. Wer drei Karten einer Farbe aufnimmt, hat eine zu viel und sammelt so Minuspunkte. In diesem Fall werden die drei Karten auf ihre Rückseite gedreht. Mit einer möglichen vierten Karte derselben Farbe eröffnet der Spieler dann eine neue Reihe.

Die Punkteverteilung: Spielkarten einer Farbe, die ein Spieler

  • nur einmal besitzt, sind pro Karte einen Punkt wert.
  • genau zweimal besitzt, sind zusammen fünf Punkte wert.
  • dreimal besitzt, müssen auf die graue Rückseite gedreht werden. Jede Karte umgedrehte bringt einen Minuspunkt ein.

Bonuspunkte sammeln

Bonuspunkte lassen sich sowohl im Spielverlauf als auch bei Spielende sammeln. Hierzu muss jeweils eine Bedingung von den Spielern erfüllt werden.

Die Bonuskarten.
Die Bonuskarten.

Bonuspunkte im Spielverlauf: Sobald der erste Spieler Karten aller sieben Farben offen vor sich liegen hat, darf er sich die oberste, silberne Bonuskarte nehmen. Diese bringt zehn zusätzliche Siegpunkte ein. Der nächste Spieler, der das schafft, erhält die darunter liegende Bonuskarte und so weiter. Jeder Spieler darf nur eine dieser Bonuskarten aufnehmen.

Bonuspunkte bei Spielende: Jeder Spieler, der sechs unterschiedliche Farbreihen vor sich liegen hat, erhält eine goldene Bonuskarte, die weitere fünf Pluspunkte einbringt.

Spielende und Gewinner des Spiels

Eine Partie 3 sind eine zu viel endet, sobald beide Spieler ihren Nachziehstapel aufgebraucht haben und jeweils nur noch zwei Karten auf der Hand halten. Jetzt werden die Plus- und Minuspunkte gezählt. Wer insgesamt die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel.

Fazit zum Kartenspiel 3 sind eine zu viel

Beim Einlesen in die Spielregeln zu „3 sind eine zu viel“ mussten wir zuerst einmal an das Kartenspiel „6 nimmt“ denken. Auch da müssen ja Karten aus der Hand an Zahlenreihen angelegt werden. Wer hier die sechste Karte anlegt, muss anschließend die ganze Kartenreihe an sich nehmen und somit jede Menge Minuspunkte. Bei „3 sind eine zu viel“ wird der Spieß nun ein wenig umgedreht. Hier versuchen die Spieler bewusst, durch Anlegen einer fünften Zahlenkarten in einer Reihe, Karten aus eben dieser Reihe aufnehmen zu dürfen. Nur eben nicht zu viele. Zwei Karten einer Farbe sind optimal und bringen Siegpunkte. Die dritte Karte ist dann eine zu viel und bringt Minuspunkte. Wer also gerne und oft „6 nimmt“ spielt, der sollte definitiv nicht nur einen Blick auf „3 sind eine zu viel“ werfen sondern das Spiel gleich mal ausprobieren – eine wirklich nette Alternative zum genannten Kartenspiel-Klassiker.

Die Spielkarten entsprechen der handelsüblichen Qualität. Die Zahl der Illustrationen hält sich zwar in Grenzen, dafür wurden aber durchweg freundliche Farben eingesetzt. Familienspieler dürfen sich also freuen.

Im Spiel zu zweit lässt sich das Geschehen in der Kartenauslage noch geringfügig kontrollieren. Mit dem richtigen Kartensatz kann man so auch gezielt Reihen auffüllen und im nächsten Spielzug „abernten“. Hat man dafür allerdings nicht die passenden Karten auf der Hand, nützt einem auch der beste Plan nichts.

Bei drei oder vier Spielern herrscht dann eine recht hohe Fluktuation in der Kartenauslage, so dass sich immer wieder neue Chancen auftun, ebenso schnell werden diesen einem aber auch vor der Nase weggeschnappt. Hier gilt es, möglichst flexibel zu bleiben. Beim Ausloten der Optionen kann einem dann gelegentlich schon mal der Kopf rauchen. Insbesondere, wenn nichts Brauchbares ausliegt und man sich überlegen muss, was denn jetzt das kleinste Übel ist.

Über mehrere Spiele lässt sich bei „3 sind eine zu viel“ auch ein Muster erkennen. Bei unseren Runden wurden anfangs immer erst alle Kartenreihen so aufgefüllt, dass möglichst lange kein Spieler Karten aufnehmen konnte. Wenn die Option nicht mehr bestand, versuchten alle Spieler, möglichst viele Karten in einem Spielzug zu erhaschen und sich eine üppige Auslage aufzubauen. Schnell wurden da auch schon gleichfarbige Kartenpaare erreicht und somit die potentielle dritte Karte der Farbe zur ungewünschten Karte. Gegen Ende des Spiels, also meisten ab Beginn der dritten Runde, wollten alle Spieler möglichst keine Karten mehr aufnehmen müssen, da die eigenen Auslagen schon quasi fertig waren.

Das alles führt dazu, dass über drei Spielrunden immer wieder ein anderer Spieler wie der vermeintliche Gewinner aussieht. Immer wieder wendet sich das Blatt. Wer früh Paare sammelt und schnell viele Punkte erhält, wird in der letzten Runde garantiert noch einige Minuspunkte dazu bekommen. Wer anfangs kaum Karten abbekommt, hat am Ende keine Not und kann die vollen Kartenreihen einsammeln. Abwechslungsreiche Runden sind hier garantiert – so oder so.

– Herzlichen Dank an Amigo für das Rezensionsexemplar –

ÜBERBLICK DER REZENSION
Originalität / Idee
70 %
Spielzubehör
80 %
Langzeitspaß
90 %
DIESEN SPIELBERICHT TEILEN
Vorheriger ArtikelWinziges Weltall
Nächster ArtikelAlte dunkle Dinge