Die Legenden von Andor gehen mit den Helden Chada und Thorn in die nächste Runde. Dieses Mal jedoch nicht als klassische Erweiterung des beliebten Kennerspiels sondern in Gestalt eines eigenständigen, kooperativen Spiels, das zudem speziell für zwei Personen konzipiert wurde. Den zahlreichen Illustrationen hat sich Andor-Schöpfer Michael Menzel wieder persönlich angenommen. Das Koop-Spiel selbst stammt aus der Feder von Gerhard Hecht, der seinen Kartendeck-Mechanismus aus Kashgar hier spürbar hat einfließen lassen.

Zu Beginn dieses Abenteuers von Chada und Thorn befinden sich die beiden Helden auf dem Rückweg nach Andor, als ihr Schiff in einen entfesselten Sturm gerät und an den Klippen einer unbekannten Insel zerschellt. Chada und Thorn können sich auf das Eiland retten und begeben sich damit in die Nähe des Fluchs, der sie fortan verfolgt und dem sie über mehrere Legenden hinweg entkommen müssen.

Im Spiel übernimmt jeder Spieler eine der beiden Rollen und erhält dazu drei Heldenkarten, die er vor sich auslegt. Dahinter werden jeweils eine Fluchkarten und gegebenenfalls auch eine Freundekarte gesteckt. Innerhalb eines Spielzuges kann ein Spieler immer eine der vordersten Karten seiner drei Kartenreihen aktivieren, deren Aktion ausführen und die Karte anschließend wieder ans Ende ihrer Reihe stecken. Auf diese Weise können Chada und Thorn bewegt werden, Ausrüstungen und Willenspunkte erhalten und auch kämpfen. Über die Fluchkarten, die natürlich auch häufig vorne liegen, wird die Fluchfigur bewegt und es gelangen so auch auch weitere Karten – die Nebenkarten – in die Kartenreihen der Spieler und konfrontieren sie mit unterschiedlichen Gefahren. So entstehen im Spielverlauf drei voneinander getrennte Kreisläufe von Kartensätzen mit teilweise wechselnden, teilweise permanenten Karten, die von den Spielern gemeistert werden müssen.

Als kooperatives Spiel angelegt, können Chade und Thorn alle Gefahren auch gemeinsam bestehen. Stehen die beiden Figuren auf benachbarten Feldern nebeneinander, können sie Ausrüstungen und Willenspunkte tauschen und auch gemeinsam kämpfen.

Im Grundspiel werden vier eigenständige Legenden mitgeliefert. Diese bieten bereits eine Menge Herausforderungen und somit viel Spielspaß. Zudem lässt sich das Spiel mit dem dritten Helden – Stinner, der Seekrieger – auch hervorragend alleine spielen.

Infos zum Spiel

Spielverlag: Kosmos
Spielautor: Gerhard Hecht
Erscheinungsjahr: 2015

Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Spielerzahl: 2 Spieler
Spielzeit: 45 Minuten

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Spielzubehör von Chada und Thorn

Hinweis: Bei Stinner handelt es sich um eine Bonusfigur, mit der man das Spiel auch als Solovariante erleben kann. Hierfür benötigt man noch zusätzliche Spielkarten.

  • 36 Abenteuerkarten (=4 Legenden)
  • 29 Nebelkarten
  • 12 Ausrüstungskarten
  • 6 Fluchkarten
  • 4 Freundekarten
  • 4 Figuren (Chada, Thorn, der Fluch, Stinner)
  • 3 Heldenkarten für Chada
  • 3 Heldenkarten für Thorn
  • 3 Sonderkarten
  • 3 Feuermarker
  • 20 Willensmarker

Spielregeln zu Chada und Thorn

Spielvorbereitung und erster Überblick

Vor dem Spiel müssen sich die Spieler entscheiden, welche der vier Legenden von Chada und Thorn sie spiele möchten. Zur Auswahl stehen die Abenteuer: die Stachelklippen, die Sturmweiden, der stumme Wald und die Mauerberge.

Spielaufbau von Chada und Thorn.

Die Legendenkarten werden in die Tischmitte gelegt. Erst die Startkarte, dann zwei verdeckte Zwischen-Etappen und zuletzt die Zielkarte.

Ein allgemeiner Vorrat aus Ausrüstungskarten, Feuermarker, Willensmarker und den drei Sonderkarten wird am Rand des Tisches gebildet.

Die Nebelkarten werden gut gemischt und als verdeckter Nachziehstapel bereitgelegt. Oberhalb der ersten Legendenkarte (die Startkarte) werden so viele Nebelkarten als separater Zugstapel abgelegt, wie auf der Legendenkarte angegeben ist.

Die Start-Kartenauslage von Chada.
Die Start-Kartenauslage von Chada.

Jeder Spieler übernimmt ein Rolle und nimmt sich dazu passend die Spielfigur und die drei Heldenkarten. Die Figur stellt der Spieler auf das Startfeld der ersten Legendenkarte. Die drei Heldenkarten legt er nebeneinander mit der Sonnenseite nach oben vor sich ab. Zudem erhält er zwei Willensmarker aus dem allgemeinen Vorrat.

Die Fluchkarten werden gemischt und an die Spieler verteilt. Jeweils eine Fluchkarte wird mit der „ruhenden“ Seite hinter die drei Heldenkarten gesteckt. Wird auch mit Freundeskarten spielt, wird in der mittleren Reihe noch eine Freundeskarte dazwischen gesteckt.

Die vier Freunde von Chada und Thorn.
Die vier Freunde von Chada und Thorn.

Mit den Freundeskarten den Schwierigkeitsgrad anpassen: Freunde machen das Leben leichter! Man kann mit allen, nur einer oder gar keiner Freundeskarte spielt. Im ersten Spiel wird empfohlen, dass Chada mit Grenolin und Thorn mit Merrik spielt.

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, die beiden Helden Chada und Thorn vom Startpunkt bis zum Ziel zu bewegen, ohne dass sie der Fluch einholt oder sogar überholt.

Das Spiel beginnt der Spieler, der in die Rolle der Heldin Chada schlüpft. Anschließend wechseln sich die beiden Spieler mit ihren Spielzügen immer ab. Ist ein Spieler an der Reihe, so darf er sich aus den Aktionen seiner drei vorne liegenden Karten genau eine Karte bzw. Aktion auswählen und aktivieren. Anschließend muss er die Aktion ausführen und die entsprechende Karte wieder ans Ende derselben Reihe schieben (sofern der Text auf der Karte nichts anderes verlangt). Dann folgt der nächte Spieler. So geht es abwechselnd weiter, bis die Spieler ihr Zielfeld erreichen, keine Aktionen mehr ausführen können oder aber vom Fluch eingeholt wurden.

Alle Kartentypen und Aktionen im Überblick

Heldenkarten von Chada und Thorn.

Die Heldenkarten: Sowohl Chada als auch Thorn verfügen über je drei Heldenkarten. Jede Karte ist beidseitig bedruckt – Sonnenseite und Regenseite – und gibt Auskunft über die Aktionsmöglichkeiten der Helden: Laufen, Kämpfen sowie eine Sonderfähigkeit.

Laufen: Oben links auf der Karte befinden sich die Laufwerte. Der langsamste Laufwert ist kostenlos. Schneller laufen hat seinen Preis. Hier muss der Spieler Willensmarker abgeben oder die Karte auf die Regenseite drehen oder Nebelkarten ziehen.

Kämpfen: Oben rechts auf der Karte steht der Kampfwert des Helden. Ist dieser höher oder identisch mit der Stärker eines Widersachers, gilt der Kampf als gewonnen. Chada und Thorn können auch gemeinsam kämpfen (mehr dazu weiter unten bei den Beispielen).

Sonderfähigkeiten: Im Textbereich am unteren Rand der Karte steht die Sonderaktion. Das kann ganz simpel ein geschenkter Willensmarker sein, aber auch ein Ausrüstungsgegenstand oder eine andere Aktion.

Die Waffen der Helden.

Die Ausrüstung der Helden: Die verschiedenen Gegenstände kommen entweder über die Sonderaktionen der Helden ins Spiel oder über spezielle Wegpunkte auf den Legendenkarten. Die Pfeile sind Chada vorbehalten, mit Orweyns Hammer kann dagegen nur Thorn kämpfen. Die übrigen Ausrüstungen erhält jeweils der Spieler, der den Wegpunkt als erster überschreitet.

Sinnvolle Hilfsmittel auf der Flucht.
Sinnvolle Hilfsmittel auf der Flucht.

Erhält ein Held eine solche Ausrüstungskarte, steckt er diese immer erst an das Ende der Kartenreihe, mit der er seinen letzten Spielzug ausgeführt hat. Sobald der Ausrüstungsgegenstand in der Reihe wieder ganz vorne liegt, kann der Spieler die Karte nutzen – manche davon kommen nach einmaliger Nutzung sofort wieder aus dem Spiel. Alternativ können die Spieler auch Gegenstände untereinander tauschen, sofern ihre Figuren direkt nebeneinander stehen. In diesem Fall schiebt der Spieler, der eine Karte erhält, diese an das Ende einer beliebigen Reihe.

Nebelkarten bringen Widersacher ins Spiel.

Die Nebelkarten: Sie haben meist negative Folgen und können entweder über die Aktion „Laufen“ oder über eine Fluchkarte ins Kartendeck der Spieler gelangen. Manche Nebelkarte wird man wieder los, in dem man sie aktiviert – also die negative Aktion ausführ. Es gibt aber auch Nebelkarten, die sich nur über einen Kampf aus dem eigenen Kartendeck entfernen lassen.

Wichtig: Jede der vier Legendenkarten verfügt über einen eigenen Stapel an Nebelkarten. Ist dieser aufgebraucht und müsste ein Spieler eine neue Karte aufnehmen, ist das Spiel bereits verloren.

Die verfluchten Fluchkarten.

Die Fluchkarten: Diese Karten tragen ihren Namen zurecht! In jeder Kartenreihe beider Helden steckt jeweils eine dieser Karten. Jede Fluchkarte verfügt über eine „ruhende“ Seite, mit der das Spiel auch startet, und eine aktive Seite.

Muss ein Spieler eine Fluchkarte aktivieren, weil diese vorne in seiner Reihe liegt, dann hat das immer negative Konsequenzen. Er muss dann entweder Willensmarker abgeben, eine oder zwei Nebelkarten vom entprechenden Nachziehstapel seiner aktuellen Legendenkarte aufnehmen und ans Ende seiner Reihe stecken oder die Fluchfigur entlang der durchgezogenen Linie um ein oder zwei Felder weiterziehen.

Beispielzüge und weitere Optionen im Spielverlauf

Die Reise beginnt...
Die Reise beginnt…

Die beiden Helden beginnen ihre Reise auf zwei separaten Startpunkten der ersten Legendenkarte. Hier müssen sie sich mit der Aktion „Laufen“ über die Zahlenfelder entlang der eingezeichneten Linien weiterbewegen. Stehen einem Spieler viele Bewegungspunkte zur Verfügung, kann er auch mehrere Zahlenfelder in einer Aktion passieren – mit Ausnahme der roten Felder. An diesen Wegpunkten müssen Chada und Thorn kurz verweilen. Die Spielfigur für den Fluch wird von den Spielern immer dann entlang der durchgezogenen Linie bewegt, wenn eine Spieleraktion dies erfordert.

Aufpassen bei den Nebelkarten! Sobald der erste Held das Ende der Legendenkarte erreicht hat, wird die nachfolgende Karte aufgedeckt und darüber ein neuer Nebelkartenstapel bereitgelegt. Sobald beide Helden auf der neuen Legendenkarte stehen, wandern die verbliebenen Nebelkarten – sofern vorhanden – auf den aktuellen Nebelkartenstapel mit und die Spieler erhalten noch einte zusätzliche Nebelkarte vom allgemeinen Stapel.

Beispiel 1: Laufen, Kämpfen oder Sonderfähigkeit nutzen?

Beispiel 1: Laufen, Kämpfen oder Sonderfähigkeit nutzen? In den vorderen Reihen des Kartendecks liegen zwei Heldenkarten und eine Nebelkarte. Der Spieler hat hier nun mehrere Optionen. Er kann die Nebelkarte „Gorain“ aktivieren, indem er die im Text der Karte beschriebene Aktion ausführt (=alle Karten jeder Reihe verdeckt mischen und wieder auslegen) und diese dann aus dem Spiel nehmen. Alternativ kann er Gorain mit einer seiner beiden vorne liegenden Heldenkarten bekämpfen, da beide über denselben Kampfwert verfügen. In diesem Fall käme die Nebelkarte ebenfalls aus dem Spiel und der Spieler könnte sich zwei Willensmarker als Belohnung nehmen. Die benutzte Heldenkarte käme dann wieder ans Ende ihrer Reihe. Zuletzt könnte der Spieler einfach eine seiner Heldenkarten beanspruchen und über die Aktion „Laufen“ seine Spielfigur weiterziehen oder über eine der Sonderaktionen einer Heldenkarte an neue Ausrüstungen oder Willensmarker gelangen.

Beispiel 2: Flüche und Freunde.

Beispiel 2: Flüche und Freunde! In den vorderen Reihen des Kartendecks liegen eine ruhende und eine aktive Fluchkarte sowie ein Freund von Chada. Der Spieler hat hier nur passive Optionen, die keine Veränderung auf den Legendenkarten nach sich ziehen. Bei der Wahl seiner Aktion sollte er hier auch schon einen Blick auf die nachfolgenden Karten werfen. Im aktuellen Spielzug kann er nun die aktive Fluchkarte an das Ende der Reihe schieben und dafür entweder eine Nebelkarte aufnehmen, die ebenfalls ans Ende dieser Reihe gelegt werden müsste oder den Fluch um ein Feld entlang der durchgezogenen Linie weiterziehen. Alternativ kann der Spieler auch die „ruhende“ Fluchkarte umdrehen und somit aktivieren und vorerst ans Ende ihrer Reihe legen. Die letzte Option betrifft die Freundekarte. Der Spieler kann diese ans Ende der Reihe legen und sich dafür einen Willensmarker nehmen.

Gemeinsame Aktionen von Chada und Thorn: Wann immer die Spielfiguren der beiden Helden auf direkt benachbarten Feldern stehen, können sie gemeinsame Aktionen ausführen. Beispielsweise gemeinsam kämpfen. In diesem Fall werden die Kampfwerte beider vorne liegenden Heldenkarten addiert, um eine Nebelkarte des aktiven Spielers zu bekämpfen. Anschließend müssen allerdings auch beide Heldenkarten ans das Ende ihrer jeweiligen Reihe gelegt werden. Auch vorne liegende Gegenstände und Willensmarker können die Spieler untereinander weitergeben, wenn sie direkt nebeneinander stehen.

Spielende: Das Abenteuer von Chada und Thorn endet…

Die Reise nimmt ein glückliches Ende.
Die Reise nimmt ein glückliches Ende.

Als kooperatives Spiel können die Spieler nur gemeinsam gewinnen oder eben verlieren. Chada und Thorn gewinnen, wenn sie beide ihren Zielpunkt auf der letzen Legendenkarte erreichen. Der zeitliche Abstand zwischen beiden Figuren darf beim Erreichen des Zielfeldes maximal vier Spielrunden betragen, andernfalls verlieren die Spieler das Spiel.

Das Spiel geht ebenfalls verloren, wenn der Fluch einem oder sogar beiden Helden den Weg abschneidet, sie einholt oder überholt. Und auch wenn einer der beiden Spieler keine Aktion mehr ausführen kann, also keine Nebelkarte mehr aufgenommen werden kann oder keine ausführbaren Karten mehr vorne in den drei Reihen liegen, ist die Reise gescheitert.

Das Solospiel mit Stinner, dem Seekrieger

Bonusmaterial: Stinner, der Seekrieger
Bonusmaterial: Stinner, der Seekrieger

Im Spielzubehör ist bereits eine dritte Heldenfigur enthalten – Stinner, der Seekrieger. Mit diesem mächtigen Helden kann man die Abenteuer von Chada und Thorn auch alleine bewältigen. Allerdings benötigt man hierzu noch die drei zusätzlichen Heldenkarten sowie die spezielle Ausrüstungskarte für Stinner. Wer das gerne einmal ausprobieren möchte, der findet hier eine Druckversion der Solo-Erweiterung von Cada und Thorn (externer Link!).

Fazit zum kooperativen Kartenspiel Chada und Thorn

Optisch und thematisch ist das Spiel Chada und Thorn klar und unverwechselbar in der Andor-Welt angesiedelt. Auch trifft man ein paar bekannte Charaktere wieder. Das macht schon mal ordentlich Laune und weckt die Lust auf das Spiel. Vom Spielgefühl her ist es aber trotzdem ein gänzlich anderes Spiel. Denn wurde bei den Legenden von Andor mehrheitlich gewürfelt, so werden in dieser kooperativen Spielumsetzung alle Aktionen ausschließlich über den Kartenmechanismus ausgelöst. Das muss kein Nachteil sein, denn das Spiel funktioniert über weite Strecken wirklich hervorragend. Andor-Fans sollten sich nur darüber im klaren sein, denn vom Spielerlebnis her liegt „Chada und Thorn“ näher an Kashgar als an Legenden von Andor dran.

Das Spielzubehör ist von derselben Qualität, wie bei den anderen Andor-Spielen und klassischen Erweiterungen. Also gut! Die Plättchen sind aus stabilem Karton und beidseitig bedruckt. Die Spielkarten verfügen über dieselbe edle Optik, weisen durch den schwarzen Rand und den Steckmechanismus beim Spielen aber auch schnell Gebrauchsspuren an den Rändern auf. In der Spielbox wurde zudem noch viel Platz gelassen. Man darf also gespannt sein, ob uns was da noch nachkommt.

Das gemeinsame Spielen klappt hervorragend. Beide Spieler müssen zusehen, dass sie ihre drei Kartenreihen unter Kontrolle behalten und ihre eigene Spielfigur dem Ziel näher bringen. In brenzligen Situationen kann man sich gegenseitig aushelfen – sei es nun im Kampf oder mit Ausrüstungsgegenständen. Idealerweise bleiben die beiden Helden aber immer nah beieinander. Das Nachziehen der Fluchfigur und die Aufnahme von Nebelkarten mittels der Flüche funktioniert ebenfalls bestens. So bleibt konstant viel Bewegung in den Kartdendecks und die Spieler haben immer genug zu tun. So bleibt eine Partie eigentlich durchweg spannend ohne die Spieler vor kaum lösbare Probleme zu stellen.

Ein besonders gute Idee sind dann auch die Freundekarten. Mit diesen lässt sich der Schwierigkeitsgrad des Spiels sehr gut steuern. Hat man eine Partie gegen den Fluch verloren, startet man den nächsten Anlauf eben mit einer oder sogar zwei Freundekarten. Diese versorgen die Spieler dann mit ausreichen Willenspunkte oder helfen beim Weiterziehen auf schwer zu erreichende Wegpunkte. Also nochmal, eine richtig tolle Idee!

Zuletzt noch ein Wort zum Solospiel mit dem dritten Helden Stinner. Entgegen unserer Erwartungen hat das auch ganz ohne Freundeskarte sehr gut funktioniert und blieb ebenfalls die ganze Zeit über spannend. Zu zweit macht es logischer Weise mehr Spaß.

Wer sich spielerisch gerne und oft im Andor-Universum aufhält, der wird bei Chada und Thorn sowieso zuschlagen. Aber viel wichtiger ist: Dieses 2-Personenspiel ist richtig gut und auch geeignet für alle, die bisher nichts mit den Helden von Andor zu tun hatten. Wer noch auf der Suche nach einem erzählerischen Spiel für zwei sein sollte: hier ist es!

– Herzlichen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar –

ÜBERBLICK DER REZENSION
Originalität / Idee
85 %
Spielzubehör
80 %
Langzeitspaß
90 %
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