Bei Geistesblitz handelt es sich um ein schnelles Reaktionsspiel, bei dem die Spieler dem Hausgeist Balduin dabei helfen sollen, die richtigen Gegenstände verschwinden zu lassen. Denn der gute Hausgeist hat mit einer sehr alten Kamera kreuz und quer alle Gegenstände fotografiert, die er so gerne verschwinden lässt. Natürlich konnte er es sich nicht nehmen lassen, auch ein paar Fotos von sich selbst zu machen.

Nur leider funktioniert die Kamera, die Balduin im Burgkeller gefunden hatte, nicht mehr so richtig. Von den fotografierten Gegenständen hat die Kamera ab und zu falsche Farben gemacht, so dass der Hausgeist völlig durcheinander ist, welchen Gegenstand er denn nun als nächstes verschwinden lassen soll.

An dieser Stelle sollen die Spieler aushelfen. Reihum wird immer eine Karte aufgedeckt, auf der zwei von insgesamt fünf Spielfiguren in verschiedenen Farben abgebildet sind. Durch kombinieren bzw. Ausschließen von Farben und Figuren auf den aufgedeckten Fotografien müssen die Spieler so schnell wie möglich den gesuchten Gegenstand ermitteln und ihn schnappen.

Jedes Mal, wenn ein Spieler einen richtigen Gegenstand schnappen konnte, darf er das dazugehörige Foto behalten. Wer am Ende des Spiels die meisten Fotos sammeln konnte, gewinnt das Kartenspiel Geistesblitz.


Spielverlag: Zoch
Spielautor: Jacques Zeimet
Erscheinungsjahr: 2010

Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Spielerzahl: 2 – 8 Spieler
Spielzeit: 30 Minuten

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Spielzubehör von Geistesblitz

  • 60 Spielkarten mit verschiedenen Motiven
  • 1x Spielfigur „Geist“
  • 1x Spielfigur „Maus“
  • 1x Gegenstand „Buch“
  • 1x Gegenstand „Flasche“
  • 1x Gegenstand „Sessel“
  • eine Spielanleitung

Ausführliche Spielregeln zu Geistesblitz

Das Spiel kann mit zwei verschiedenen Schwierigkeitsgraden gespielt werden, die wir euch als Variante I und Variante II vorstellen wollen. Für beide Spielversionen ist die Vorbereitung identisch.

Spielvorbereitungen

  1. Alle Spielfiguren werden in beliebiger Reihenfolge in die Mitte des Tisches gestellt. Es sollten alle Spieler gut an jede Figur herankommen.
  2. Alle Spielkarten werden gut durchgemischt und als verdeckter Nachziehstapel neben die Figuren gelegt.
  3. Der Startspieler wird ermittelt. Laut Spielregeln soll das der Spieler sein, der zuletzt im Keller war 🙂

Spielverlauf (Variante I) – Schnapp die Figur

Der Startspieler deckt die oberste Karte vom Nachziehstapel auf. Das sollte er möglichst so machen, dass alle Spieler die Karte gleichzeitig sehen.

Auf jeder Karte sind immer zwei von fünf Gegenständen in unterschiedlichen Farben abgebildet. Um den gesuchten Gegenstand bzw. die gesuchte Figur zu finden, sollte man sich zunächst mit den richtigen Spielfiguren sowie den zugehörigen Farben vertraut machen. Korrekt sehen die fünf Figuren so aus:

  • eine grüne Flasche
  • ein blaues Buch
  • ein roter Sessel
  • ein weißer Geist
  • eine graue Maus

Sobald die Karte aufgedeckt ist, müssen sich die Spieler mit einer Hand blitzschnell die Spielfigur schnappen, die farblich korrekt auf der Karte abgebildet ist.

Sollte das auf keine der beiden abgebildeten Spielfiguren zutreffen, dann müssen sich die Spieler die Spielfígur schnappen, die nicht auf der Karte abgebildet ist UND deren Farbe ebenfalls nicht auf der Karte zu sehen ist.

Der Gewinner einer Spielrunde erhält jeweils die aufgedeckte Karte und legt diese zu seinem eigenen Ablagastapel.

Hierzu zwei kurze Beispiele:

Beispiel 1: Der richtige Gegenstand ist abgebildet

Wird diese Karte aufgedeckt, müssen die Spieler sich so schnell wir möglich den Sessel schnappen.

Erklärung: Auf der Spielkarte sehen wir ein grünes Buch und einen roten Sessel. Das Buch ist eigenlich blau, somit scheidet das Buch aus. Die Farbe grün gehört zur Flasche, die damit ebenfalls nicht der gesuchte Gegenstand sein kann. Der Sessel dagegen ist in rot abgebildet, also genau so, wie er auch als Spielfigur vorhanden ist.

 

 

Beispiel 2: Die fehlende Figur und Farbe suchen

Wird diese Karte aufgedeckt, müssen sich die Spieler so schnell wie möglich die Maus schnappen.

Erklärung: Auf der Spielkarte sehen wir eine blaue Flasche und einen roten Geist. Die Flasche ist eigenlich grün, der Geist eigentlich weiß. Somit scheiden sie aus. Die Farbe blau gehört zum Buch, die Farbe rot gehört zum Sessel. Somit können beide Gegenstände ebenfalls nicht richtig sein. Übrig bleibt nur die Farbe grau und die Maus.

Spielverlauf (Variante II) – Schnappen oder Rufen

Den entscheidenden Unterschied in dieser Variante macht das Buch. Ist es auf einer aufgedeckten Karte abgebildet, dann muss der gesuchte Gegenstand nicht geschnappt sondern gerufen werden.

Ist kein Buch auf der aufgedeckten Karte, dann wird wie in Variante I nach der richtigen Spielfigur geschnappt.

Hierzu zwei kurze Beispiele

Beispiel 1: Die fehlende Figur und Farbe suchen

Wird diese Karte aufgedeckt, müssen sich die Spieler so schnell wie „Buch“ rufen.

Erklärung: Auf der Spielkarte sehen wir einen grünen Sessel und einen grauen Geist. Der Sessel ist eigenlich rot, der Geist eigentlich weiß. Somit scheiden sie aus. Die Farbe grün gehört zur Flasche, die Farbe grau gehört zur Maus. Somit können beide Spielfiguren ebenfalls nicht richtig sein. Übrig bleibt nur die Farbe blau und das Buch.

Beispiel 2: Den richtigen Gegenstand rufen

 

Wird diese Karte aufgedeckt, müssen sich die Spieler so schnell wie möglich „Buch“ rufen.

Erklärung: Auf der Spielkarte sehen wir einen grünen Sessel und ein blaues Buch. Der Sessel ist eigenlich rot und scheidet somit aus. Das Buch wird dagegen in seiner richtigen Farbe abgebildet und ist in diesem Fall der gesuchte Gegenstand.

Achtung Strafe!

Ruft oder schnappt ein Spieler den richtigen Gegenstand, so erhält er die Karte. Allerdings hat jeder nur einen Versuch und in Variante II des Spiels werden Fehler bestraft.

 

  • Wer ruft anstatt zu schnappen ODER
  • schnappt anstatt zu rufen ODER
  • eine falsche Figur schnappt oder ruft ODER
  • gleichzeitig schnappt und ruft…

der muss eine bereits gewonnene Karte wieder abgeben. Diese bekommt der Spieler, der in der aktuellen Runde den richtigen Gegenstand geschnappt bzw. gerufen hat.

Spielende und Gewinner von Geistesblitz

Das Spiel endet, sobald die letzte Karte vom Nachziehstapel aufgedeckt wurde. Der Spieler, der im Spielverlauf die meisten Karten gewinnen konnte, gewinnt auch das Spiel.

Fazit zum Kartenspiel Geistesblitz

Ein Fazit zu Geistesblitz fällt uns wahrlich nicht leicht. Aber fangen wir mit den einfachen Dingen an. Die Spielregeln sind extrem schnell erklärt und verstanden. Das Zubehör ist, typisch für Zoch-Spiele, mal wieder vorbildlich.

Die ersten Runden von Geistesblitz haben uns zunächst allerdings an der Qualität des Spiels zweifeln lassen. Denn jede Runde läuft nach dem gleichen Schema ab: Karte aufdecken, Figur schnappen. Fertig! Das erschien uns nicht besonders spektakulär. Bis…

…sich der erste Fehler eingeschlichen hatte. Denn je schneller man versucht, die richtige Figur zu schnappen und den Mitspielern zuvor zu kommen, umso eher vergreift man sich einmal. Spielt man dann noch Variante II, in der man je nach Abbildung schnappen oder rufen muss, ist der Bandsalat im Gehirn vorprogrammiert. Genau hier liegt auch der Reiz des Spiels. Schneller sein als alle anderen. Das macht Geistesblitz zu einem hektischen Knobelspiel mit zwei Schwierigkeitsgraden. Wem solche Spiele nicht liegen, der sollte sich nach einem anderen Spiel umsehen.

Kurz und knapp: Was zu Beginn den Anschein eines Kinderspiels erweckte, entpuppte sich nach den ersten Runden als unterhaltsamer Lückenfüller, der gerade generationsübergreifend sehr gut funktioniert. Geistesblitz werden die Wenigsten über mehrere Stunden am Stück spielen wollen, aber dafür kommt es sicherlich immer wieder zwischendurch auf den Tisch.

— Herzlichen Dank an Zoch für das Rezensionsexemplar! —

ÜBERBLICK DER REZENSION
Originalität / Idee
80 %
Spielzubehör
95 %
Langzeitspaß
89 %
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