Mit dem Kartenspiel Hornochsen entwickelt Wolfgang Kramer seinen Kartenspielhit „6 nimmt!“ weiter und lässt die beliebten Hornochsen wieder auf die Spielergemeinde los. In Hornochsen kommen nun auch „gute“ Hornochsen ins Spiel, die den Spieler ordentlich Pluspunkte beschehren und auch Sonderkarten sind dieses Mal dabei. Diese sorgen je nach Endergebnis für zusätzliche Plus- und Minuspunkte.

Ähnlich wie bei 6 nimmt! erhalten alle Spieler einen Satz Karten mit Nummern von 1 – 98 auf die Hand und müssen diese in ihrem Spielzug an ausliegende Reihen anlegen. Ist ein Spieler an der Reihe, so darf er in Hornochsen aber nicht nur eine, sondern bis zu drei Karten auf einmal auslegen.

Wird dabei an einer Reihe die fünfte Karte angelegt, so muss der Spieler die vollständige Reihe inkl. aller guten und bösen Hornochsen sowie Sonderkarten an sich nehmen. Alle so ergatterten Karten bilden dann einen eigenen Ablagestapel.

Sobald alle Spieler ihren vollständigen Kartensatz ausgespielt haben, werden die Plus- und Minuspunkte verrechnet, das Ergebnis wird dann mit den Sonderkarten nochmals aufgewertet. Der Spieler mit den meisten Pluspunkten bzw. wenigsten Minuspunkten gewinnt das Spiel.


Spielverlag: Amigo
Spielautor: Wolfgang Kramer
Erscheinungsjahr: 1998

Altersempfehlung: Ab 10 Jahren
Spielerzahl: 2 – 6 Spieler
Spielzeit: 30 Minuten

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Spielzubehör von Hornochsen

  • 98 Hornochsen-Karten mit den Werten 1 – 98
  • 6 Sonderkarten „x2“
  • 6 Sonderkarten „+5“
  • eine Spielanleitung

Ausführliche Spielregeln zu Hornochsen

Spielvorbereitungen

  1. Jeder Spieler erhält jeweils eine Sonderkarte „x2“ und „+5“. Dies restlichen Sonderkarten kommen aus dem Spiel.
  2. Alle 98 Hornochsen-Karten werden verdeckt gemischt. Anschließend erhält jeder Spieler davon Karten auf die Hand.
  3. Abschließend werden noch Hornochsen-Karten offen, kreisförmig und in aufsteigender Reihenfolge in der Tischmitte ausgelegt.

Der Verteilerschlüssel

Je nach Spielerzahl werden unterschiedliche viele Hornochsen-Karten an die Spieler verteilt und auf dem Tisch ausgelegt.

Anzahl Spieler Karten pro Spieler Karten auf dem Tisch
2 14 7
3 12 9
4 12 12
5 12 15
6 10 15

Spielablauf

Der jüngste Spieler beginnt, die anderen folgen im Uhrzeigersinn.

Ist ein Spieler an der Reihe, muss er mindestens eine seine Handkarten ausspielen – er darf auch zwei oder drei Karten ablegen, sofern er die Möglichkeit dazu hat. Hat ein Spieler seine Karten abgelegt, endet sein Spielzug und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Sobald ein Spieler die fünfte Karte an einer der ausliegenden Reihen anlegt (Sonderkarten zählen nicht mit!), muss er die gesamte Reihe inklusive der Sonderkarten nehmen und verdeckt auf einen eigenen Ablagestapel legen.

Mit den grünen Hornochsen auf den Karten sammelt der Spieler so mit jeder abgeräumten Reihe Pluspunkte, mit den roten Hornochsen dagegen Minuspunkte. Mit jeder so erhaltenen Sonderkarte +5 kann der Spieler bei Spielende 5 grüne Hornochsen zusätzlich zu seinen anderen Pluspunkten hinzuzählen. Mit einer Sonderkarte x2 werden die Plus- und Minuspunkte verdoppelt. Hat ein Spieler mehrere x2-Karten, so verdoppelt, vervierfacht, versechsfacht, usw. sich das Ergebnis.

Beim Anlegen von Hornochsen-Karten gelten die folgenden Regeln

  • Der Wert einer Horchochsen-Karte muss immer höher sein, als der Wert der Karte an die angelegt wird UND der Wert muss zugleich niedriger sein, als die oberste Karte der Reihe links daneben.
  • Es kann nur an bereits ausliegende Reihen angelegt werden.
  • Hornochsenkarten werden nach außen angelegt, Sonderkarten werden nach innen angelegt.
  • Pro Reihe dürfen nur zwei Sonderkarten angelegt werden. Einmal die x2 und einmal die +5.
  • Ausnahme 1: Ist der Wert der ausgespielten Karte höher als jede andere, oberste Karte am Tisch, so wird diese an die höchste Karte angelegt.
  • Ausnahme 2: Ist der Wert der ausgespielten Karte niedriger als jede andere, oberste Karte am Tisch, so wird diese an die höchste Karte angelegt.

Spielende und Gewinner des Spiels

Sobald ein Spieler keine Karten mehr auf der Hand hat, wird er bei den Spielzügen solange übersprungen, bis alle Spieler ihre Hornochsenkarten ausgespielt haben. Gleiches gilt für Spieler, die noch Sonderkarten auf der Hand halten, die an keine ausliegende Reihe mehr angelegt werden können.

Hinweis: Überlicherweise bleibt so bei Spielende keine Reihe auf dem Tisch mehr liegen. Sollte dies doch einmal geschehen, so wird diese Reihe nicht gewertet.

Bei der Abrechnung zählen alle Spieler nun ihre grünen Hornochsen zusammen und ziehen davon die Zahl der roten Hornochsen ab. Anschließend werden pro +5 Sonderkarte fünf Pluspunkte addiert. Zuletzt wird diese Zwischensumme mit jeder x2-Sonderkarte verdoppelt.

Hatte ein Spieler am Ende noch Sonderkarten auf der Hand, die er nicht mehr anlegen konnte, dann werden nun pro Sonderkarte noch einmal 10 Punkte von dem Endergebnis abgezogen.

Der Spieler, der jetzt noch die meisten Pluspunkte hat, gewinnt das Spiel Hornochsen.

Fazit zum Kartenspiel Hornochsen

Das Kartenspiel Hornochsen muss sich – wenn auch als eigenständiges Spiel vermarktet – zwangläufig mit seinem Vorgänger 6 nimmt! messen. Das Spielzubehör ist von derselben Qualität, das gesammte Design sehr stark an das Vorgängerspiel angelehnt. Wer die beliebten Hornochsen-Karten aus dem ersten Spiel bereits kennt, wird hier im positiven Sinne nicht überrascht werden.

Das Spielprinzip ist im Grunde dasselbe. Die Spieler legen Karten an ausliegende Reihen an und müssen ab einer bestimmten Kartenanzahl die gesamte Reihe nehmen. So sammeln sich im Spielverlauf zahlreiche Karten an, auf denen immer Hornochsen abgebildet sind, die am Ende Punkte ergeben.

Neu sind in dieser Variante die grünen Hornochsen, mit denen man nun auch Pluspunkte sammeln kann, und die Sonderkarten, die das Punktekonto ebenfalls noch einmal aufbessern aber auch verschlechtern können.

Insgesamt betrachtet erscheint das Kartenspiel Hornochsen wie eine komplexere und umgedrehte 6nimmt!-Variante. Man versucht hier nicht, so wenige Reihen mit Hornochsen wie möglich zu nehmen. Vielmehr versucht man nun, so viele Reihen mit grünen Hornochsen und Sonderkarten erhaschen und dadurch viele Pluspunkte zu sammeln.

Das Ablegen der Karten und die Berechnung der Punkte sind dabei unnötig kompliziert und nehmen einer im Grunde soliden Fortsetzung von 6 nimmt! ein wenig den Spielspaß. Bei der Schlusswertung werden beispielweise erst alle grünen Ochsen addiert, dann die roten Hornochsen subtrahiert, dann werden die Sonderkarten +5 noch einmal addiert und dann wird durch die Sonderkarte x2 multipliziert. Ähnlich verwirrend ist das Ablegen der Karten. Jede abgelegte Karte muss höher sein, als die letzte Karte eines Ablagestapels und niedriger als die Karte des Stapels daneben. Handelt es sich aber um eine Karte mit höherem oder niedrigerem Wert als jede ausliegende Karte, wird diese an die bisher höchste Karte angelegt.

Die Spielregeln sind durchaus zu meistern. Für ein simples Kartenspiel sind da unserer Meinung nach aber zuviele Zahlen im Spiel, die den Spielspaß deutlich mindert. Für Fans der Hornochsen-Reihe gewiss ein Muss. Und wem 6 nimmt! zu leicht geworden ist, der findet in Hornochsen eine neue Herausforderung. Wer aber noch kein Kartenspiel der Serie besitzt, dem raten wir eher zum Vorgänger 6 nimmt!.

ÜBERBLICK DER REZENSION
Originalität / Idee
70 %
Spielzubehör
80 %
Langzeitspaß
70 %
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