Als mutige Abenteurer verschlägt es euch in den verzauberten Wald von Dragonwood. Hier hausen neben Wölfen, Kobolden, Feuerameisen und anderen Kreaturen auch zwei mächtige Drachen, die es zu bezwingen gilt. Neben eurer Grundausrüstung könnt ihr im Spielverlauf hilfreiche Gegenstände finden, die euch im Kampf gegen die Kreaturen des Waldes Vorteile verschaffen. Hin und wieder treten allerdings auch Ereignisse ein, die euch den einen oder anderen Spielzug zunichte machen können.

Gespielt wird in Dragonwood mit Karten und Würfeln. Jeder Spieler startet mit fünf Abenteurer-Karten, die jeweils einer Farbe und Zahl zugeordnet sind. In seinem Spielzug kann ein Spieler entweder neue Abenteurer-Karten auf die Hand nachziehen und so seine Kartenauswahl erhöhen oder Karten aus der Hand ablegen.

Kartensets können abgelegt werden, wenn sie Zahlenfolgen, gleiche Werte oder gleiche Farben abbilden. Pro abgelegter Karte erhält der Spieler einen Würfel aus dem Vorrat, mit denen er nachfolgend eine Dragonwood-Karte seiner Wahl erobern kann. Der Spieler bestimmt die Karte, die er erobern möchte, legt sich auf eine Angriffsart fest (Treten, Schlagen, Schreien) und würfelt. Ist das Wurfergebnis hoch genug, darf er sich die Karte nehmen und damit auch die darauf abgebildeten Siegpunkte. Ist das Wurfergebnis zu niedrig, bleibt die Karte in der offenen Auslage liegen. Danach muss der Spieler die Würfel wieder zurück in den Vorrat legen.

Der Spielverlauf (passende Karten sammeln und ablegen, Würfel erhalten und werfen, Kreaturen besiegen) wird so lange fortgesetzt, bis der Abenteurer-Kartenstapel zweimal durchgespielt wurde oder bis beide Drachen besiegt werden konnten. Jetzt zählen alle Spieler die gesammelten Siegpunkte auf ihren Karten. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt Dragonwood.

Infos zum Spiel

Spielverlag: Game Factory
Spielautor: Darren Kisgen
Erscheinungsjahr: 2018

Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Spielerzahl: 2 – 4 Spieler
Spielzeit: 30 Minuten

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Spielzubehör von Dragonwood

Spielzubehör zu Dragonwood.
  • 60 Abenteurerkarten
  • 4 Glückskäferkarten
  • 4 Ereigniskarten
  • 9 Verstärkungskarten
  • 29 Dragonwood-Karten
  • 2 Kurzanleitungen
  • 6 Würfel mit den Ziffern 1-4

Ausführliche Spielregeln zu Dragonwood

Spielvorbereitungen

Spielaufbau von Dragonwood.
Spielaufbau von Dragonwood.

Die Abenteurerkarten (inlusive Glückskäfern) werden gut gemischt und als verdeckter Nachziehstapel in die Tischmitte gelegt. Jeder Spieler zieht davon 5 Karten auf die Hand.

Die Dragonwoodkarten (inklusive der Ereignisse und Verstärkungen) werden werden gut gemischt. Vorher werden noch die Karten Feuer- und Wasserdrache aussortiert. Der gemischt Stapel wird halbiert, in dem unteren Teil werden die beiden Drachen wieder untergemischt. Der zweite Teil wird dann obendrauf gelegt, so dass sich wieder ein einzelner Nachziehstapel ergibt. Die obersten fünf Karten werden zu einer allgemeinen Auslage aufgedeckt.

Die sechs Würfel werden in der Tischmitte bereitgelegt. Das Spiel kann beginnen.

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, durch Ablegen von passenden Abenteurerkarten Würfel zu erhalten und damit die Kreaturen im Wald von Dragonwood zu besiegen. Jede Kreatur bringt dem Spieler Siegpunkte ein.

Das Spiel beginnt der Spieler, der zuletzt im Wald gewesen ist. Die anderen Spieler folgen nacheinander im Uhrzeigersinn. Ist ein Spieler an der Reihe, so kann er entweder eine Abenteurerkarte aufnehmen oder Karten aus der offenen Auslage erobern.

Neue Karten nachziehen, Glückskäfer einsetzen

Der Spieler zieht die oberste Abenteurer-Karte vom Nachziehstapel und nimmt diese auf die Hand. Solltet es sich dabei um einen der Glückskäfer handeln, legt er die Karte gleich auf den Ablagestapel und zieht sofort zwei neue Abenteurer-Karten vom Nachziehstapel.

Am Ende seines Spielzuges darf ein Spieler niemals mehr als neun Karten auf der Hand haben. Überzählige Karten müssen sofort auf den Ablagestapel gelegt werden.

Kreaturen besiegen und Verstärkungen erhalten

Alternativ zum Karten nachziehen kann ein Spieler seine Handkarten auch einsetzen, um Würfel zu erhalten und damit Karten aus der Auslage zu erobern. Das funktioniert so: Der Spieler gibt Karten aus der Hand ab und kann damit drei verschiedene Angriffe ausüben.

Mit dem richtigen Kartenset werden Würfel aktiviert.
Mit dem richtigen Kartenset werden Würfel aktiviert.

Legt er Karten mit numerisch aufsteigender Zahlenfolge ab, kann er einen Schlag ausführen.

Legt er Karten mit gleicher Zahl ab, darf er Treten.

Karten gleicher Farbe erlauben ihm, die Kreaturen anzuschreien. Für jede abgelegte Karte einer solchen Serie erhält der Spieler einen Würfel.

Der Spieler übt einen Schlag aus mit vier Würfeln.
Der Spieler übt einen Schlag aus mit vier Würfeln.

Eine Karte erobern: Der Spieler nennt die Karte, die er erobern möchte und auch seine genutzte Angriffsform (Schlag, Tritt, Schrei). Beispielsweise: „Ich schlage den gefrässigen Bären“. Er gibt Karten in numerischer Reihenfolge ab und erhält pro Karte einen Würfel. Dann wirft er einmal alle erhaltenen Würfel und vergleicht die Summe der geworfenen Augen mit dem Schlagwert der ausgewählten Karte.

Entspricht die Summe der Würfelaugen dem Wert der Karte oder ist höher, hat der Spieler die KArte erobert und kann sie von der Auslage zu sich legen. Der frei gewordene Platz wird mit der obersten Karte des Dragonwood-Stapels aufgefüllt.

Ist die Summe der Würfelaugen niedriger als der Mindestwert der Karte, endet der Spielzug des Spielers. Der Eroberungsversuch hat nicht geklappt und die Karte bleibt in der Auslage liegen.

Unerwartete Ereignisse und Verstärkungen

Sobald eine Karte erobert wurde und aus der Auslage entfernt wird, kommt die jeweils oberste Karte des Dragonwood-Nachziehstapels ins Spiel. Darunter befinden sich hin und wieder auch Ereignisse oder Verstärkungen.

Die Ereignisse helfen oder stören die Spieler.
Die Ereignisse helfen oder stören die Spieler.

Wird ein Ereignis aufgedeckt, so wird die Karte nicht auf den freien Platz in der Auslage gelegt. Das Ereignis wird sofort ausgeführt. Der aktive Spieler liest den Text auf der Karte laut vor, alle Spieler sind von dem Ereignis gleichermaßen betroffen. In der Regel müssen sie nun Karten abgeben oder nachziehen.

Verstärkungen helfen den Spielern beim Erobern.
Verstärkungen helfen den Spielern beim Erobern.

Wird eine Verstärkung aufgedeckt, so kommt die Karte auf den frei gewordenen Platz in der offenen Auslage. Eine Verstärkung kann ebenfalls erobert werden und bringt ihrem Besitzer anschließend Vorteile im Kampf gegen die Kreaturen. Manche Verstärkungen können nur einmal benutzt werden, andere bleiben dem Spieler bis zum Ende des Spiels erhalten und können beliebig oft eingesetzt werden.

Spielende und Gewinner des Spiels

Die beiden Drachen müssen besiegt werden.
Die beiden Drachen müssen besiegt werden.

Eine Partie Dragonwood endet, sobald beide Drachenkarten erobert oder der Abenteuer-Nachziehstapel zum zweiten Mal durchgespielt wurde.

Jetzt zählt jeder Spieler die Siegpunkte auf seinen eroberten Karten zusammen. Der Spieler, der insgesamt die meisten Karten erobert hat, erhält drei zusätzliche Siegpunkte. Wer jetzt die meisten Siegpunkte hat, gewinnt das Spiel.

Fazit zum Kartenspiel Dragonwood

Dragonwood verbindet bereits etablierte Elemente aus Kartensammel- und Würfelspielen zu einem kurzweiligen sowie unterhaltsamen Spielerlebnis.

Das Spielzubehör ist dabei vorbildlich. Die Spielkarten sind von guter Qualität. Die Illustrationen sind hochwertig, auch wenn sie teilweise nicht unbedingt unseren persönlichen Geschmack treffen. Die Würfel sind sehr hübsch und haben auch ein angenehmes Gewicht. Die Spielbox selbst verfügt über passgenaue Aussparungen, so dass alles gut verstaut werden kann.

Die Spielanleitung ist im Umfang überschaubar, mit zahlreichen Bilder ausgestattet und wirklich schnell gelesen. Vereinzelt werden auch Beispiele aufgeführt. Der Schritt vom Auspacken bis zum Start der ersten Partie sollte nur wenige Minuten in Anspruch nehmen. Ein schneller Spielstart ist so eigentlich garantiert.

Die einzelnen Spielzüge der Spieler nehmen nur wenig Zeit in Anspruch. Das wirkt sich natürlich positiv auf die Wartezeit der inaktiven Spieler aus. Letztendlich kann ein Spieler in seinem Spielzug entweder eine Karte aufnehmen oder eben Karten aus der Hand ablegen und genau einmal würfeln. Beides geht sehr schnell. So spielt sich Dragonwood auch bei voller Besetzung sehr flüssig.

Durch die verdeckt gezogenen Karten und das Auswürfeln der Eroberungen ist der Glücksanteil in Dragonwood verständlicherweise sehr hoch. Mit zwei Würfeln lässt sich im besten Fall eine Acht würfeln. Mit vier Würfeln schafft man im schlimmsten Fall auch mal nur eine Vier. Alles ist möglich und der Einfluss des Spielers auf dem Erfolg/Misserfolg seiner Eroberung ist relativ gering. Mit den Verstärkungen lässt sich das ein wenig in den Griff bekommen, aber die müssen ja auch erstmal erobert werden. Grundsätzlich lässt sich aber immer ein Kartenset zusammenstellen (Zahlen, Werte, Farben), mit denen man eine Eroberung starten kann. Im Zweifel muss man etwas risikoreicher spielen und sein Glück erzwingen.

Wer kein Problem mit dem hohen Glücksfaktor hat, der erhält mit Dragonwood eine Menge Spielspaß. Wir haben in relativ kurzer Zeit mehrere Dutzend Partien absolviert und noch immer Freude an dem Spiel. Betrachtet man dann noch den verhältnismäßig günstigen Anschaffungspreis, kann man mit Dragonwood eigentlich nicht viel falsch machen.

– Herzlichen Dank an Game Factory für das Rezensionsexemplar –

ÜBERBLICK DER REZENSION
Originalität / Idee
65 %
Spielzubehör
90 %
Langzeitspaß
80 %
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