Als Mimikri bezeichnet man die Ähnlichkeit von Tieren unterschiedlicher Gattungen, die so groß ist, dass ein fremdartiges Tier diese nicht mehr eindeutig voneinander unterscheiden kann. Und genau darum geht es auch im neuen Kinder- und Familienspiel „Mimikri“ von Zoch.

Hier wird mittels verschiedener Motivkarten und einer Spiegelkamera ein Abbild eines Schmetterlings erzeugt, das anderen Schmetterlingen quasi zum Verwechseln ähnlich ist. Ziel der Spieler ist es dann, den abgebildeten Schmetterling aus zahlreichen anderen, verdeckt ausliegenden Schmetterlingskarten zu finden.

Die Auslage der Schmetterlingskarten entspricht dabei dem klassischen Memory-Spiel. Reihum dürfen die Spieler Karten aufdecken, bis der gesuchte Schmetterling gefunden wurde. Anschließend werde alle Karten wieder verdeckt und ein neues Motiv wird in die Spiegelkamera geschoben. Wer sich die bereits aufgedeckten Schmetterlinge gut merkt, ist in den Folgerunden klar im Vorteil.

Ein große Änderung zum bekannten Memory-Spielsystem gibt es dann aber doch. Da jede Motivkarten viermal pro Spiel benutzt wird, nach jeder Runde aber Schmetterlinge aus der Spielmitte entfernt werden, müssen die Spieler spätestend ab dem zweiten Durchlauf genau aufpassen, wie sie die Motivkarten in die Spiegelkamera einsetzen.

Am Ende gewinnt der Spieler, der die meisten Schmetterlingskarten finden konnte.


Spielverlag: Zoch
Spielautor: Brigitte Pokornik
Erscheinungsjahr: 2012

Altersempfehlung: ab 6 Jahren
Spielerzahl: 2 – 4 Spieler
Spielzeit: 30 Minuten

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Zubehör von Mimikri

  • 1 Spezialkamera (= Faltschachtel mit Plastikspiegel)
  • 5 bunte Motivkarten
  • 20 bunte Schmetterlingskarten
  • eine Spielanleitung

Das auffälligste Spielzubehör ist die Spezialkamera inkl. Spiegel mit der man durch Einsetzen und Drehen der Motivkarten die verschiedensten Schmetterlinge zum Vorschein bringen kann. Die Motivkarten sind quadratisch und können mit jeder Seite in die Faltschachtel der Kamera eingesetzt werden. Dadurch ergeben sich pro Motivkarte vier verschiedene Schmetterlinge, die es widerum jeweils genau einmal im Spiel gibt.

Ausführliche Spielregeln zu Mimikri

Spielvorbereitungen

Vor dem ersten Spiel sollte man etwas Zeit einplanen und sich die Spezialkamera und die verschiedenen Motivkarten und Schmetterlinge in Ruhe anschauen. Ebenfalls sollte man beim ersten Spiel nicht mit allen Motivkarten spielen, sondern ein bis zwei Motive (inkl. zugehöriger Schmetterlinge) weglassen.

  1. Entscheidet euch, mit wie vielen Motiven ihr spielen wollt. Für jedes ausgewählte Motiv müsst ihr die zugehörigen vier Schmetterlingskarten heraussuchen. Die restlichen Karten kommen zurück in die Schachtel.
  2. Die Schmetterlingskarten werden gut gemischt und einzeln verdeckt in die Tischmitte gelegt.
  3. Die Motivkarten werden nun gemischt und als verdeckter Stapel neben die ausgelegten Schmetterlingskarten gelegt.
  4. Ein Startspieler wird ermittelt (laut Anleitung der letzte, der einen Schmetterling gesehen hat).

Spielablauf: Die Suche kann beginnen

 

Motivkarte aufdecken und einsetzen: Insgesamt befinden sich fünf unterschiedliche Motivkarten im Spiel (siehe Bild). Der Startspieler erhält die Spezialkamera und deckt die erste Motivkarte vom Nachziehstapel auf. Die Motivkarte wird nun in die Kamera eingesetzt, so dass sich inkl. Spiegelbild ein bunter Schmetterling zu erkenn gibt. Diesen gilt es nun zu finden.

Passenden Schmetterling finden: Der Startspieler darf mit der Suche beginnen und genau eine der verdeckten Schmetterlingskarten in der Tischmitte aufdecken.

Ist der aufgedeckte Schmetterling nicht identisch mit dem Bild auf der Kamera, dann behält der Spieler die Kamera bei sich, der aufgedeckte Schmetterling bleibt vorerst aufgedeckt liegen und der linke Nachbar darf den nächsten Schmetterling aufdecken. So geht es im Uhrzeigersinn immer weiter, bis ein Spieler den passenden Schmetterling zum Kamerabild gefunden hat. Dieser Spieler darf die Schmetterlingskarte nun offen und gut sichtbar für alle Spieler vor sich ablegen.

 

Anschließend wird die nächste Runde vorbereitet. Hierzu werden alle aufgedeckten Schmetterlingskarten wieder umgedreht. Die Motivkarte wird aus der Spezialkamera genommen und offen neben den Spielplan gelegt. Die Kamera wandert nun im Uhrzeigersinn um einen Spieler weiter und die neue Spielrunde beginnt.

 

Der Schwierigkeitsgrad steigt! Je nach Motiv können vier verschiedene Schmetterlinge gebildet werden. Im Beispiel oben sehen wir alle vier zugehörigen Schmetterlinge, die mit der Motivkarte der Schlage gebildet werden können.

Sobald alle Motivkarten einmal durchgespielt wurden, werde diese erneut gemischt und wieder als verdeckeckter Nachziehstapel bereitgestellt. Allerdings muss man jetzt besonders aufpassen, denn für jede Motivkarte wurde bereits ein Schmetterling aus der Mitte des Tisches aufgedeckt und liegt nun als Gewinn vor einem der Mitspieler oder sogar in der eigenen Ablage.

Es gilt also in dieser zweiten Runde, die Motivkarte so in die Kamera zu setzen, dass ein noch nicht gefundener Schmetterling angezeigt wird. Schafft ein Spieler dies nicht, so muss er die Spezielkamera inkl. Motivkarte sofort an seinen linken Nachbarn abgeben. Dieser darf nun mit demselben Motiv einen anderen Schmetterling in der Kamera zum Vorschein bringen und anschließend suchen.

Dieser Schwierigkeitsgrad steigt natürlich mit jedem weiteren Durchlauf der Motivkarten.

Spielende und Gewinner von Mimikri

Das Spiel endet, sobald die letzte Schmetterlingskarte gefunden wurde. Es gewinnt der Spieler, der die meisten Schmetterling einsammeln konnte (es kann auch mehrere Gewinner geben).

Fazit zum Kinderspiel Mimikri

Das Spiel kommt mit erstaunlich wenig Zubehör aus und kurzen Regeln aus. Am originellsten ist natürlich der Mechanismus – die Spiegelkamera – mit der die verschiedenen Abbilder der Schmetterlinge erzeugt werden. Beim ersten Ausprobieren steht besonders bei jüngeren Spielern die Spiegelkamera im Vordergrund. Da wird erst einmal ordentlich ausprobiert, wie die verschiedenen Schmetterlinge aussehen und wie diese sich durch Drehen der Motivkarten verändern.

Der Spielablauf ähnelt dem klassichen Memory, nur dass man eben nicht zwei identische Bilder aufdecken muss, sondern ein spezielles Abbild sucht. Was auf den ersten Blick leicht erscheint, wird spätestens ab der zweiten und dann mit jeder folgenden Runde schwerer. Denn je mehr Schmetterlinge gefunden werden, um so weniger liegen zum Aufdecken aus UND um so mehr liegen bereits offen in den Auslagen der Spieler. Das bedeutet, dass man ab der zweiten Runde schon aufpassen muss, wie man die Motivkarte in die Spiegelkamera steckt. Wer hierbei nicht aufpasst, bringt vielleicht einen Schmetterling zum Vorschein, der gar nicht mehr gesucht wird.

Wer gerne Memory spielt und eine neue Herausforderung sucht, die auch neue Elemente ins Spiel integriert, der sollte definitiv einen Blick auf Mimikri werfen. Mit einer Altersempfehlung ab 6 Jahren eignet sich Mimikri auch nicht nur als reines Kinderspiel sonder vor allem als Familienspiel, bei dem sich die ganze Familie auf die Suche nach den Paradiesfaltern machen kann.

— Herzlichen Dank an Zoch für das Rezensionsexemplar! —