Wie unterschiedlich schnell bewegen sich eine Schnecke, ein Roboter oder eine Rakete zu einem vorgegebenen Ziel? Und wieviel Zeit vergeht, bis sie jeweils ihr geheimes Ziel erreichen? Im Kartenspiel „Wir sind die Roboter“ findet ihr es heraus. Denn hier bestimmt immer der aktive Spieler, wie lange es dauert, bis eine Schnecke, ein Roboter oder eben eine Rakete ihr vorgegebenes Ziel erreichen. Und die anderen Spieler passen dabei ganz genau. Denn sie müssen anschließend herausfinden, wohin der aktive Spieler auf seiner Zielstrecke gefahren ist.

Und das Ganze funktioniert so: In der Tischmitte liegt ein Stapel Streckenkarten. Auf jeder Karte ist ein Startpunkt abgebildet, von dem aus eine Linie mit unterschiedlich vielen Stationen zum Ziel führt. An jeder Station ist ein Gegenstand abgebildet, beispielsweise eine Tasse oder ein Fön.

Der aktive Spieler nimmt sich die oberste Karte vom Stapel und schaut sich geheim die Rückseite an. Dort sind jeweils eine Schnecke, ein Roboter und eine Rakete abgebildet inklusive einem Gegenstand, zu dem er fahren sollen. Auf der nun zuoberst liegenden Streckenkarte steht auch eine Zahl zwischen 1 und 3. Diese gibt an, ob der Spieler sich nun als Schnecke, Roboter oder Rakete fortbewegen muss. Er kennt also nun seine Geschwindigkeit und sein Ziel.

Vor dem Start sagt der aktive Spieler an, ob er nun Schnecke, Roboter oder Rakete ist. Sein Ziel verrät er aber nicht. Sobald er losfährt, sagt der Spieler einmal „Beep“. Dann bewegt er sich in Gedanken von Station zu Station über die Strecke. Ist er gerade als Schnecke unterwegs, macht er die entsprechend langsam. Als Roboter oder Rakete eben schneller. Sobald er am Zielpunkt angekommen ist, sagt er wieder „Beep“. Jetzt müssen die anderen Spieler auf einen Zielpunkt tippen, an dem sie den aktiven Spieler vermuten. Je näher sie dabei der Wahrheit kommen, umso mehr Punkte in Form von blauen Holzscheiben bekommen sie dafür.

Wir sind die Roboter kann kooperativ oder gegeneinander gespielt werden. Der Spielablauf ist dabei immer gleich. Ein Spieler ist abwechselnd immer für die Fahrt auf der Strecke zuständig. Die anderen versuchen dann, den jeweiligen Zielpunkt herauszufinden. Im gemeinsamen Spiel werden gemeinsam Punkte für richtige Antworten gesammelt. Je mehr Punkte das Team sammelt, umso besser schneiden sie bei der Schlusswertung ab. Im Spiel gegeneinander sammelt jeder Spieler Punkte für sich allein – am Ende gewinnt dann derjenige, der die meisten Punkte hat.

Infos zum Spiel

Spielverlag: NSV
Spielautor: Reinhard Staupe
Erscheinungsjahr: 2020

Altersempfehlung: ab 5 Jahren
Spielerzahl: 2 – 6 Spieler
Spielzeit: 15 Minuten

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Spielzubehör zu Wir sind die Roboter

Spielzubehör zu: Wir sind die Roboter.
Spielzubehör zu: Wir sind die Roboter.
  • 12 doppelseitige Streckenkarten
  • 50 blaue Holzscheiben

Spielregeln zu Wir sind die Roboter

Spielvorbereitungen

Der Aufbau gilt sowohl für die Team-Variante als auch für das Spiel gegeneinander. Mischt alle Karten gut durch und legt sie gestapelt mit der Streckenseite nach oben in die Tischmitte. Die 50 Holzscheiben werden als allgemeiner Stapel daneben gelegt.

Grundsätzliches Spielprinzip

Bei Wir sind die Roboter geht darum, ein gemeinsames Gefühl für Zeit und Geschwindigkeit zu entwickeln. Die Schnecke bewegt sich natürlich langsamer als der Roboter. Und die Rakete ist am schnellsten. Weiter liegen die Gegenstände auf den Zielstrecken unterschiedlich weit entfernt vom Startpunkt.

Ein einzelner Spieler kennt die Reisegeschwindigkeit und das Ziel. Er sagt einmal „Beep„, wenn er den Weg zum Ziel vor seinem inneren Auge abfährt und noch einmal „Beep„, wenn er am Ziel angekommen ist. Alle anderen Spieler kennen nur die Reisegeschwindigkeit und die Zeit zwischen den beiden „Beeps“. Sie müssen so herausfinden, zu welchem Gegenstand auf der Strecke der Spieler gefahren ist. Mit jedem weiteren Versuch entwickeln die Spieler so recht schnell ein ähnliches Gefühl für die Geschwindigkeit einer Schnecke, Rakete oder eines Roboters.

So sehen die Streckenkarten aus:

Drei Streckenkarten aus Wir sind die Roboter.
Drei Streckenkarten aus: Wir sind die Roboter.
Die Rückseite der Streckenkarten. Jedes Fortbewegungsmittel hat eine eigene Nummer und ein eigenes Ziel.
Die Rückseite der Streckenkarten. Jedes Fortbewegungsmittel hat eine eigene Nummer und ein eigenes Ziel.

Spielablauf der Team-Variante

Ziel des Teamspiels ist es, über 11 Spielrunden verteilt so viele Holzscheiben wie möglich zu sammeln. Je mehr Scheiben ihr gemeinsam erspielt, um so besser wird am Ende die Bewertung.

Und so wird gespielt: Ein beliebiger Spieler wird zum Startspieler ernannt – dieser schlüpft in die Rolle des Roboters (oder der Schnecke, Rakete). Zunächst wird also die Reisegeschwindigkeit und das Ziel ermittelt. Das macht der Startspieler geheim.

Die Streckenkarte gibt die Geschwindigkeit vor. Hier wird als Rakete gereist.
Die Streckenkarte gibt die Geschwindigkeit vor. Hier wird als Rakete gereist.

Der Spieler nimmt die oberste Karte vom Stapel und schaut sich deren Rückseite geheim an. Dort sind alle drei Reisegeschwindigkeiten und der Zielgegenstand abgebildet. Im Beispielbild müsste die Schnecke zum Fön, der Roboter zum Auto und die Rakete zum Apfel fahren.

Die Zahl auf der nun oben liegenden Streckenkarte des Nachziehstapels bestimmt, mit welcher Geschwindigkeit der Spieler in seinem Spielzug fahren muss. Im Beispielbild wäre das die Ziffer 3 (siehe untere rechte Ecke).

Dieselbe Zahl findet er auch auf seiner gerade gezogenen Karte entweder neben der Schnecke, dem Roboter oder der Rakete. Daneben ist jeweils der Gegenstand abgebildet, zu dem der Spieler fahren muss. Er kennt also nun sein Ziel, die Strecke und seine Geschwindigkeit. Im Beispielbild muss der Spieler also raketenschnell zum Apfel fahren, da die Zahl 3 auf seiner Karte neben der Rakete steht.

Jetzt geht es los: Der Startspieler sagt den anderen Spieler, wie schnell er unterwegs ist. Im obigen Beispiel wäre das die Rakete gewesen. Sobald er losfliegt sagt er „Beep“. Ist er am Ziel angekommen, sagt er ein zweites Mal „Beep“. Alle anderen Spieler dürfen sich nun beraten und am Ende einen gemeinsamen Tipp abgeben, zu welchem Gegenstand der Spieler geflogen ist.

Nach jedem Spiel gibt es Punkte.
Nach jedem Spiel gibt es Punkte.

Ist der Tipp richtig? Dann erhalten die Spieler drei blaue Holzscheiben. Liegen sie nur einen Gegenstand daneben, erhalten sie immerhin noch zwei Holzscheiben. Liegen sie dagegen um zwei Gegenstände daneben, gibt es noch eine Holzscheibe. Bei allen anderen Tipps gehen sie leer aus.

Anschließend ist der nächste Spieler an der Reihe, zieht die oberste Karte vom Stapel und schaut sich seine Reisegeschwindigkeit und sein Ziel an. Mit der Ansage und dem ersten „Beep“ geht es dann wieder los.

Es wird so lange gespielt, bis der Nachziehstapel leer ist. Jetzt zählen die Spieler ihre gemeinsam gesammelten Holzscheiben.

  • 15+ Scheiben: gutes Ergebnis
  • 20+ Scheiben: klasse Ergebnis
  • 25+ Scheiben: roboterstarkes Ergebnis
  • 30+ Scheiben: nicht mehr von dieser Welt!

Spielablauf im Spiel gegeneinander

Ziel des Spiels ist es, alleine für sich die meisten Holzscheiben zu sammeln.

Der Spielablauf ist identisch. Ein Spieler fährt mit einer angesagten Reisegeschwindigkeit zu einem geheimen Gegenstand und macht beim Start und Ziel jeweils einmal „Beep“.

Alle anderen Spieler geben jetzt nacheinander Tipps bezüglich dem Reiseziel ab. Jeder exakt richtige Tipp bringt dem Spieler 2 Holzscheiben. Liegt man einen Gegenstand daneben, gibt es noch 1 Holzscheibe. Zudem erhält der Spieler, der die „Beeps“ gemacht hat eine Holzscheibe für jeden exakten Tipp seiner Mitspieler.

Es wird so lange gespielt, bis jeder Spieler dreimal an der Reihe war. Wer dann die meisten Holzscheiben besitzt, gewinnt das Spiel.

Spielende und Gewinner des Spiels

Nach dem Aufstellen der Statuen in der Königschronik wird jeweils geprüft, ob ein Spieler bereits alle Statuen verbaut hat oder ob die Differenz der verbauten Statuen des führenden und des letzten Spielers größer ist, als auf dem aktuellen Rundenfeld der Königschronik angezeigt wird. Spätestens mit dem besetzen der letzten beiden Felder in der Königschronik endet das Spiel.

Der Spieler mit den meisten gebauten Statuen gewinnt das Spiel. Bei Gleichstand gewinnt der Spieler, der in der letzten Spielrunde den höchste Adeligen vor sich liegen hatte.

Fazit zum Kinderspiel Wir sind die Roboter

Zugegeben, wir waren anfangs skeptisch. Das lag vor allem daran, dass bereits nach dem Einlesen in die Spielregeln Erinnerungen an das Kartenspiel The Mind aufkamen. Hier hatten wir zu Beginn auch einige Fragezeichen im Kopf: „Kann das Spaß machen?“. Bei The Mind war die Antwort damals: „Ja, aber nur in der richtigen Gruppe.“ Bei Wir sind die Roboter starten wir dann mit ähnlich gemischten Gefühlen ins Spiel.

Das Spielzubehör ist dabei erstmal gut. Die Spielkarten sind schön groß und ansprechend gestaltet. Die Symbole gut erkennbar und auch leicht zu verstehen. Den Unterschied zwischen Schnecke, Roboter und Rakete hat jeder intuitiv verstanden. Dass die Nummer der obersten Streckenkarte jeweils die Geschwindigkeit für die aktuelle Spielrunde vorgibt, haben unsere Kinder ebenfalls sofort verstanden. Nach kurzer Erklärung konnte es also sofort losgehen.

Zu Beginn hatten wir uns für die kooperative Variante entschieden. Erwartungsgemäß hatten wir am Anfang alle ein anderes Verständnis dafür, wie schnell nun eine Schnecke, Rakete oder ein Roboter fährt. Der vermeintlich sichere Tipp mündete dann erstmal in einer kleinen, teilweise hitzigen Diskussion: „So schnell fährt doch keine Schnecke!“ und „Doch, bei mir schon.“ Wir haben aber weitergespielt und siehe da, mit jeder Runde näherten wir uns als Gruppe in unserem Zeit- und Geschwindigkeitsgefühl immer mehr an.

Es blieb dann auch nicht nur bei einer Partie. Entgegen unserer Erwartung kommt das Spiel auch nach einem Dutzend Partien immer noch regelmäßig auf den Tisch. Und auch uns Erwachsenen macht das Spiel mit den Kindern hier durchaus Spaß – sogar mehr als The Mind. Das Spiel gegeneinander haben wir ebenfalls probiert, sind dann aber schnell wieder auf die kooperative Variante umgestiegen. Gegeneinander kam bei uns nicht so viel Spielfreude auf.

Was vom Spielen im Kopf bleibt: wir haben bei Wir sind alle Roboter wirklich sehr viel gelacht. Wenn die jüngste in der Runde ihre Schnecke mit Raketengeschwindigkeit zum Ziel gebeebt hat und dann – nur zum Beweis, dass alles korrekt ist – die Strecke nochmals mit lauten Beeps abfährt. Und wir haben uns auch viel beratschlagt und bei der Entscheidung das Prinzip der 2/3 Mehrheit eingeführt. Und wir Erwachsenen haben gelernt, dass man öfter mal auf die Kinder hören sollte. Dann hätten wir nämlich besser abgeschnitten – unser erster Wert lag bei 18 Punkten. Unser bisheriger Bestwert war 27. Bis zur 30 spielen wir auf jeden Fall noch weiter.

– Herzlichen Dank an den NSV für das Rezensionsexemplar –