Im Kinderspiel Go Gecko Go bestreiten die Spieler einen Wettlauf auf dem Fluss. Jeder Spieler startet am Anfang des Flusslaufs mit vier Tieren – einem Krokodil, einer Schildkröte, einem Frosch und dem namensgebenden Gecko. Ziel jedes Spielers ist es, seine vier Tiere schnellstmöglich auf den querliegenden Baumstamm am Ende des Flusses zu bringen.

Bewegen können sich die Tiere dabei hauptsächlich auf dem Treibgut des Flusses. Unter Brücken hindurch muss dagegen die Flussströmung ausgenutzt werden. Und wer ganz schnell sein will, der lässt seine kleineren Tiere auf den Rücken der größeren springen und zieht mit einer Aktion gleich alle gestapelten Tiere auf einmal. Nur bei den Brücken muss dann aufgepasst werden. Denn hier fallen Tierpyramiden schnell um, da die Brücken unterschiedlich hoch sind und nicht immer Platz für alle Tiere bieten.

In einem Spielzug hat der Spieler (fast) immer zwei Optionen. Er kann entweder würfeln oder schieben. Würfeln bedeutet, alle drei Würfel einmal zu werfen. Darunter befinden sich zwei Farbwürfel, die die Farbe der Tiere bestimmen, die um ein Feld auf dem Fluss weiterziehen dürfen. Alternativ kann der Spieler auch den dritten Würfel nutzen – den Wetterwürfel. Hiermit kann der Spieler (je nach geworfenem Symbol) seine Tiere aus dem Schatten bewegen, einen größeren Abstand eines Tiers zu einem vor ihm befindlichen Tier verkürzen oder aber ein beliebiges Tier um ein Feld weiterziehen.

Befindet sich mindestens eines der Tiere zu Beginn des Spielzuges auf einem Feld vor einer der beiden Brücken, darf der Spieler statt zu würfeln auch schieben. Dass bedeutet, er schiebt ein Stück Treibgut in den Flusslauf hinein uns damit alle angrenzenden Flussteile und die darauf stehenden Tiere um ein Stück weiter in Richtung Ziel. Dabei kann es passieren, dass gestapelte Tiere beim Passieren der Brücke wieder geteilt werden, da die Brücke für alle zu niedrig ist.

Der Wettlauf endet, sobald der erste Spieler alle vier Tiere auf den Baumstamm am Ende des Flusslaufs gezogen hat. Die Reihenfolge der Tiere ist hierbei egal. Wer das schafft, gewinnt auch Go Gecko Go!

Infos zum Spiel

Spielverlag: Zoch
Spielautor: Jürgen Adams
Erscheinungsjahr: 2019

Altersempfehlung: ab 6 Jahren
Spielerzahl: 2 – 4 Spieler
Spielzeit: 20-30 Minuten

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Spielzubehör von Go Gecko Go

  • 1 großer Spielplan
  • 4 Krokodile aus Holz
  • 4 Schildkröten aus Holz
  • 4 Frösche aus Holz
  • 4 Geckos aus Holz
  • 54 Wasserplättchen
  • 4 Pfeiler aus Holz
  • 4 Brückenbalken
  • 1 Baumstamm
  • 2 Stecker aus Holz
  • 2 Farbwürfel aus Holz
  • 1 Wetterwürfel aus Holz (+ 2 Aufkleber)

Spielregeln zu Go Gecko Go

Spielvorbereitungen

Das Spielfeld wird aufgebaut.
Das Spielfeld wird aufgebaut.

Der Spielplan wird für alle Spieler gut erreichbar in die Tischmitte gelegt. Die vier Flussläufe werden vollständig mit Wasserplättchen gefüllt. Zwei Plättchen bleiben dabei übrig. Am Ende des Flusslaufs wird der Baumstamm befestigt.

Die hölzernen Pfeiler werden in die vier großen Aussparungen des Spielplans gesteckt. Die Spieler entscheiden sich für zwei der insgesamt vier Brückenstreifen und drücken diese in die passenden Ritzen der Pfeiler. Jeder Brückenstreifen hat eine eigene Höhe und lässt unterschiedlich viele Tiere auf einmal unter sich hindurch.

Die Tiere bereiten sich auf den Start vor.

Jeder Spieler bringt seine vier unterschiedlich großen Tiere – Krokodil, Schildkröte, Frosch, Gecko – vor dem Startfeld in Position. Da alle Spieler mit denselben vier Tierfarben spielen, sollte sich jeder seine Bahn gut merken.

Die drei Würfel und die zwei übrigen Wasserplättchen werden bereitgelegt.
Das Spiel kann beginnen.

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, als erster Spieler alle vier Tiere bis zum Ende des Flusslaufs auf den Baumstamm zu bringen.

Das Spiel beginnt der Spieler, der zuletzt im Wasser gewesen ist. Die anderen Spieler folgen nacheinander im Uhrzeigersinn. Ist ein Spieler an der Reihe, so darf er mit allen drei Würfeln entweder würfeln oder (sofern sich mindestens eines seiner Tiere vor einer Brücke befindet) ein neues Wasserplättchen in seinen Flusslauf schieben.

Würfeln und eigene Tiere bewegen

Entscheidet sich der Spieler für den Wurf, darf er mit allen drei Würfeln genau einmal werfen. Anschließend darf er die Würfelfarben in beliebiger Reihenfolge nutzen, um seine Tiere auf dem Flusslauf zu bewegen. Dabei dürfen eigene Tiere auch gestapelt werden. Hier gilt: Große Tiere können kleinere Tiere auf dem Rücken tragen, umgekehrt aber nicht.

Würfeln und ziehen.
Würfeln und ziehen.

Hierzu ein Beispiel: Der Spieler hat zum Start einmal gelb und grün gewürfelt. Weiter zeigt der Spezialwürfel einen Regenbogen – quasi ein Farbjoker, der für jede Farbe eingesetzt werden kann.

Der Spieler möchte nun möglichst viele Tiere bewegen und sinnvoll stapeln, damit diese in einem späteren Zug gemeinsam bewegt werden können. Er nutzt zunächst den Regenbogenwürfel, um die große, blaue Schildkröte zu setzen. Danach zieht er erst den etwas kleineren, grünen Frosch und zuletzt den winzigen gelben Gecko. In dieser Reihenfolge kann die Schildkröte die beiden anderen Tiere auf ihrem Rücken tragen.

Schieben und den Flusslauf samt aller Tiere bewegen

Befindet sich mindestens ein Tier auf einem Wasserplättchen unmittelbar vor einer der beiden Brück, darf der Spieler auf den Würfelwurf verzichten. Stattdessen nimmt er sich eines der beiden übrigen Wasserplättchen, die neben dem Spielplan bereitliegen, und schiebt es von seinem Startfeld aus in den Flusslauf. Er schiebt so lange, bis unter dem Baumstamm am Ende genau ein Wasserplättchen herausfällt.

Beim Schieben kann es passieren, dass nicht alle (gestapelten) Tiere unter der Brücke durch passen. Die obersten könnten je nach Brückenhöhe herunterfallen. Das ist nicht weiter schlimm. Alle Tiere, die herunterfallen, werden wieder auf dem Wasserfeld vor der Brücke platziert.

Hierzu ein Beispiel:

1. Der Spieler möchte mit allen vier Tieren gleichzeitig unter der Brück durch.
1. Der Spieler möchte mit allen vier Tieren gleichzeitig unter der Brück durch.
2. Er schiebt ein Wassplättchen in den Lauf und einige Tiere bleiben hängen.
2. Er schiebt ein Wasserplättchen in den eigenen Flusslauf. Dabei bleiben zwei seiner Tiere hängen.
3. Das Krokodil und die Schildkröte haben es geschafft. Der Frosch und der Gecko werden dahinter platziert.
3. Das Krokodil und die Schildkröte haben es geschafft. Der Frosch und der Gecko werden dahinter platziert.

HINWEIS: Schieben ist zudem die einzige Möglichkeit, um die eigenen Tiere unter Brücken hindurch fortzubewegen. Es ist nicht erlaubt, beispielsweise ein einzelnes Tier durch einen Farbwürfel einfach unter einer Brücke weiterzuziehen.

Spezialzüge und weitere Regeln

Auf dem Wetterwürfel befinden sich drei unterschiedliche Symbole, die auch drei unterschiedliche Spezialzüge erlauben.

Mit der Sonne dürfen alle Spieler ihre Tiere aus dem Schatten ziehen.
Mit der Sonne dürfen alle Spieler ihre Tiere aus dem Schatten ziehen.

Die Sonne: Würfelt ein Spieler die Sonne auf dem Wetterwürfel, dürfen ALLE Spieler ihre Tiere aus dem Schatten heraus um ein Feld weiterziehen. Schattenfelder sind auf dem Spielplan blau umrandet – wie beispielsweise das Wasserfeld im Bild, auf dem der Gecko steht.

Mit dem Blitz darf man einzelne Tiere nachziehen.
Mit dem Blitz darf man einzelne Tiere nachziehen.

Der Blitz: Würfelt ein Spieler den Blitz, darf er eines seiner Tiere direkt zu einem anderen eigenen Tier vorrücken. Zum Beispiel dürfte er den Gecko (im Bild) direkt hinter der Schildkröte platzieren.

ACHTUNG! Wer den Blitz nutzt, darf die anderen beiden Farbwürfel seines Wurfs nicht mehr einsetzen.

Der Regenbogen ist der Farbjoker in Go Gecko Go.
Der Regenbogen ist der Farbjoker in Go Gecko Go.

Der Regenbogen: Würfelt ein Spieler den Regenbogen, darf er diesen für eine beliebige Farbe und somit für die Bewegung eines beliebigen, eigenen Tieres einsetzen.

Beispielsweise kann der Spieler seinen Gecko mit dem Regenbogen nun auf die Schildkröte und das Krokodil setzen.

Der linke Tierstapel kann gemeinsam weiterziehen, der rechte Tierstapel dagegen nicht.
Der linke Tierstapel kann gemeinsam weiterziehen, der rechte Tierstapel dagegen nicht.

Große und kleine Tiere: Bei allen Bewegungen in Go Gecko Go gilt. Die großen Tieren können ihre kleineren Tierfreunde auf ihrem Rücken mitnehmen. Auf diese Weise können mehrere Tiere auf einmal bewegt werden. Umgekehrt funktioniert das aber nicht. Sitzt ein größeres Tier auf einem kleineren Tier, kann das kleine Tier nicht mehr bewegt werden.

Spielende und Gewinner des Spiels

Eine Partie Go Gecko Go endet, sobald der erste Spieler alle seine vier Tiere auf den Baumstamm am Ende des Flusslaufs bewegt hat. Das ist dann auch der Gewinner des Spiels. Die Reihenfolge der Tiere ist dabei übrigens egal.

Der zweite Spieler (von links gesehen) hat es geschafft.
Der zweite Spieler (von links gesehen) hat es geschafft.

Fazit zum Kinderspiel Go Gecko Go

Wer sich in der Zoch-Spielefamilie ein wenig auskennt, der denkt beim Blick auf Go Gecko Go! wahrscheinlich schnell an einen anderen Kinderspiel-Klassiker, nämlich an das Kinderspiel des Jahres 2011: Da ist der Wurm drin. Auch hier wurden Plättchen in vier Bahnen weitergeschoben. Die anfängliche Ähnlichkeit verfliegt aber schnell, wenn man sich den Spielregeln widmet. Denn Go Gecko Go ist deutlich komplexer. Zum einen gibt es nicht nur einen Farbwürfel, sondern derer gleich zwei. Und ein dritter Würfel – der Wetterwürfel – bringt noch ganz neue Aktionen ins Spiel. Weiter ist das Schieben auf den Bahnen nur eine von mehreren Aktionsmöglichkeiten. Und statt des kleinen Wurms werden bei Go Gecko Go gleich vier unterschiedlich große Tiere nicht nur fortbewegt sondern auch gestapelt.

Das Spielzubehör von Go Gecko Go ist optisch sehr ansprechend und farbenfroh gestaltet worden. Die Holzpfeiler für die Brücken, die Spielfiguren und Würfel sind aus Holz und machen ebenfalls einen hochwertigen Eindruck. Der Spielplan und die Flussplättchen sind überaus stabil und halten einiges aus. Da kommt sofort Lust auf Spielen auf. Allein bei den Brücken sollten die Erwachsenen etwas helfen. Zwar sind auch hier die Leisten aus recht stabiler Pappe, aber aufgrund der Länge der Brücken sind diese doch leicht zu knicken. Beim Einstecken der Brückenleisten in die Pfeiler sollte man den Kindern idealerweise helfen – sofern man lange Freunde an Go Gecko Go haben möchte.

Wer Go Gecko Go bereits kennt und ein paar Mal gespielt hat, bekommt den Spielaufbau in gut 2-3 Minuten hin. Allein das Einschieben der Flussplättchen kostet hier spürbar mehr Zeit, als bei vergleichbaren Kinderspielen dieser Altersklasse. Schön ist, dass die Brückenhöhe variabel ist und in jedem Spiel neu festgelegt werden kann. So gelangt etwas Abwechslung in die Partien und man kann sich nicht mit einer Strategie durch alle Spiele bewegen.

Die Spielregeln selbst sind aus Sicht eines Erwachsenen schnell verstanden und erlernt. Für Sechsjährige sind sie dagegen – insbesondere zu Beginn – recht komplex. Immerhin müssen die Kleinen in jedem Spielzug zwischen verschiedenen Aktionen unterscheiden, die Wahl zwischen Würfeln oder Schieben und dann Farb- oder Wetterwürfel treffen. Dazu kommt noch das Stapeln der kleinen auf die großen Tiere, aber bitte nicht umgekehrt. Die Regeln in sich sind stimmig, hier macht wirklich alles Sinn. Nur ist es für jüngere Spieler eben recht viel auf einmal. Selbst ältere Kinder ab 8 Jahren haben gelegentlich vergessen, dass sie zu Beginn ihres Spielzuges zwischen Schieben und Würfeln wählen können.

Bei unseren Partien haben wir den Kindern am Anfang beratend zur Seite gestanden und immer wieder alle Optionen erklärt. Das hat dann recht gut funktioniert, nur wurde der Spielspaß für alle Beteiligten ein wenig ausgebremst. Unsere Empfehlung wäre hier tatsächlich, den Kindern die Spielregeln schrittweise zu vermitteln. Also erstmal ohne den Wetterwürfel und Tiere stapeln spielen. So lernen sie schneller die sieben Flussregeln. Dann den Wetterwürfel ergänzen und zuletzt das Stapeln der Tiere. So kommen auch immer neue Elemente ins Spiel und der Spielreiz bleibt konstant hoch.

Durch die kurze Spielzeit einer Partie lassen sich leicht mehrere Spiele hintereinander spielen und neue Regeln ergänzen. Nach ein paar Runden hatten die Kinder dann den Dreh raus. Und dann macht Go Gecko Go auch richtig viel Spaß. Bei uns kommt es seit Erscheinen recht häufig auf den Tisch und bisher ist der Wiederspielreiz konstant hoch.