Im Geschicklichkeitsspiel Men at Work verschlägt es die Spieler auf die Baustelle. Die ersten Stützen und Stahlträger sind bereits aufgestellt worden. Der erste fleißiger Bauarbeiter mit Schutzhelm balanciert schon auf einem Stahlträger, als wir die Baustelle erreichen. Unser Arbeitstag beginnt.

Zu Beginn des Spiels wird jeder Spieler mit drei Sicherheitszertifikaten ausgestattet. Für jeden Unfall auf der Baustelle, den ein Spieler verursacht, muss er eines dieser Zertifikate abgeben. Sobald der erste Spieler über kein Zertifikat mehr verfügt, endet das Spiel.

In seinem Spielzug deckt ein Spieler immer genau einen neuen Bauplan auf und führt die darauf beschriebene Aktion aus. In der Regel muss er nun einen Stahlträger mit vorgegebener Farbe auf einen anderen Stahlträger oder gar die Schultern eines Bauarbeiters ablegen. Oder er muss einen neuen Bauarbeiter mit Backsteinen und kleineren Balken beladen auf einen Stahlträger stellen. So oder so wächst die Baustelle in schwindelerregende Höhen. In seltenen Fällen kommen auch mal neue Stützen ins Spiel, die die Baustelle wieder etwas in die Breite zieht und für mehr Stabilität sorgt.

Im Bauplanstapel wird nach einigen Runden die Karte der Baustellenchefin Rita aufgedeckt. Ab jetzt gilt es nicht nur, möglichst keine Sicherheitszertifikate zu verlieren. Vielmehr versuchen die Spieler nun, die Chefin zu beeindrucken und die Auszeichnung zum Bauarbeiter des Monats zu erhaschen. Diese gibt immer dann, wenn man am Ende seines Spielzugs einen neuen Höhenrekord in der Baustelle aufgestellt hat – das neu verbaute Element also den höchsten Punkt der Baustelle darstellt.

Men at Work beinhaltet insgesamt drei Startaufstellungen für die Schwierigkeitsgrade Einsteiger, Kenner und Fortgeschrittene. Diese unterscheiden sich im Wesentlichen in der Anordnung der ersten Stützen und Stahlträger. Wem das noch nicht genug ist, der kann mit den drei Varianten Architekt, Wolkenkratzer und Kran noch mehr Abwechslung ins Spiel bringen.

Eine Partie endet, sobald der erste Spieler kein Sicherheitszertifikat mehr besitzt oder aber eine bestimmt Anzahl an Auszeichnungen zum Bauarbeiter des Monats erreichen konnte.

Infos zum Spiel

Spielverlag: Pegasus
Spielautor: Rita Modl
Erscheinungsjahr: 2018

Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Spielerzahl: 2 – 5 Spieler
Spielzeit: 30 Minuten

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Spielzubehör von Men at Work

Spielzubehör von Men at Work.
Spielzubehör von Men at Work.
  • 8 Stützen
  • 28 Stahlträger in 4 Farben
  • 16 Bauarbeiter mit Helm
  • 36 Baupläne
  • 1 Karte „Chefin Rita“
  • 15 Sicherheitszertifikate
  • 13 Urkunden „Bauarbeiter des Monats“
  • 1 Rettungshaken mit Lineal
  • 12 Balken
  • 12 Backsteine
  • 1 Plattform + Kran (für die Spielvariante mit Kran)

Ausführliche Spielregeln zu Men at Work

Spielvorbereitungen (Basisspiel)

Anstelle eines Spielbretts wird zum Spielstart ein wenig Baumaterial aufgebaut. Die Spieler können zu Beginn entscheiden, ob sie den Aufbau für Einsteiger, Kenner oder Fortgeschrittene nehmen möchten. Das Zubehör ist in allen drei Varianten identisch.

Der Einsteiger-Aufbau.
Der Einsteiger-Aufbau.

Die Baustelle wird aufgebaut (im Bild seht die einfachste Variante für Einsteiger).

Hierzu werden drei graue Stützen auf dem Tisch platziert. Vier Stahlträger, einer pro Farbe, werden so darauf abgelegt, dass die Baustelle zu Beginn ein Dreieck bildet.

Zuletzt wird noch ein Arbeiter mit Schutzhelm auf einen der Stahlträger gestellt – an die Kante des Trägers.

Chefin Rita kommt erst später ins Spiel.
Chefin Rita kommt erst später ins Spiel.

Die Baupläne werden verdeckt gemischt und als Stapel neben die Baustelle gelegt. Die Planseiten mit Stahlträger/Helm zeigt dabei nach oben.

Die Sonderkarte „Chefin Rita“ kommt erst im Spielverlauf ins Spiel. Diese wird nach ungefähr einem Viertel der Karten (von oben aus gesehen) in den Bauplan-Stapel eingeschoben.

Der allgemeine Vorrat.
Der allgemeine Vorrat.

Das restliche Zubehör wie die Urkunden zum Bauarbeiter des Monats, die Balken und Backsteine, die Stahlträger und Bauarbeiter, der Rettungshaken und die Sicherheitszertifikate werden als allgemeiner Vorrat neben das Spielfeld gelegt.

Jeder Spieler nimmt sich zu Spielbeginn drei Sicherheitszertifikate. Der Startspieler erhält zudem den Rettungshaken.

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, aufgedeckte Baupläne zu erfüllen und dabei möglichst keine Unfälle zu produzieren. Jeder Unfall kostet den Bauunternehmer nämlich eines seiner Sicherheitszertifikate. Weiter wetteifern die Spieler um die Gunst der Chefin Rita und der Auszeichnung zum Bauarbeiter des Monats.

Das Spiel beginnt der jüngste Spieler, der auch für den Aufbau der Baustelle verantwortlich ist. Die anderen Spieler folgen nacheinander im Uhrzeigersinn. Ist ein Spieler an der Reihe, so deckt er den obersten Bauplan auf und versucht diesen zu erfüllen. Dabei kann er Erfolg haben, einen Unfall produzieren oder eine Urkunde erhalten.

Einen Bauplan aufdecken und erfüllen

Der aktive Spieler deckt die oberste Karte des Nachziehstapels auf und legt sie aufgedeckt daneben. Jetzt zeigt der Nachziehstapel entweder einen Träger oder einen Helm und der aufgedeckte Bauplan die entsprechende Anweisung dazu.

Der Bauplan gilt für Bauarbeiter.
Der Bauplan gilt für Bauarbeiter.

Eine Bauarbeiter-Anweisung: Der Bauplan zeigt einen Helm. Somit gilt diese Anweisung für einen Bauarbeiter. Die Farben der Handschuhe unter dem Helm-Symbol geben an, an welcher Position der Baustelle der entsprechende Bauarbeiter aktiv werden soll. Der Text der aufgedeckten Bauplankarte bestimmt die konkrete Anweisung an den Bauarbeiter.

Die Anweisung wird erfolgreich umgesetzt.
Die Anweisung wird erfolgreich umgesetzt.

Im Beispiel soll also ein neuer Bauarbeiter auf einem weißen oder lila Stahlträger gestellt werden (Farbe der Handschuhe!). Der Spieler nimmt sich also einen neuen Bauarbeiter aus dem allgemeinen Vorrat und stellt diesen auf einen weißen oder lila Stahlträger. Weiter nimmt er sich einen Balken und einen Backstein aus dem allgemeinen Vorrat und legt seinem Bauarbeiter beides auf die Schulter.

Der Bauplan gilt für Stahlträger.
Der Bauplan gilt für Stahlträger.

Eine Stahlträger-Anweisung: Der Bauplan zeigt einen Träger. Somit gilt die Anweisung für einen neuen Stahlträger. Die Farben der Stahlträger unter dem Symbol geben an, an welche Farbe der neue Träger haben soll. Der Text der aufgedeckten Karte bestimmt die konkrete Anweisung, wie der neue Träger verbaut werden soll.

Die Anweisung wurde erfolgreich umgesetzt.
Die Anweisung wurde erfolgreich umgesetzt.

Im Beispiel soll ein neuer Stahlträger mit weißer oder lila Farbe auf der Baustelle verbaut werden. Weiter gilt die Anweisung, dass der neue Träger einen anderen Stahlträger derselben Farbe berühren soll. Da der lila Träger der aktuellen Baustelle schwer zu erreichen ist, entscheidet sich der Spieler für den roten Träger. Er nimmt sich den neuen Träger aus dem allgemeinen Vorrat und legt ihn so ab, dass er den anderen roten Träger an einer Stelle berührt.

Allgemeine Bauregeln auf der Baustelle

Sicherheit und Sorgfalt gehen auf der Baustelle vor. Deshalb gibt es Grundregeln für die Arbeit auf der Baustelle von Chefin Rita.

  1. Stahlträger, Bauarbeiter und alle übrigen Teile dürfen immer nur mit einer Hand berührt werden.
  2. Baustellenteile dürfen mit Hilfe von anderen Materialien verschoben werden.
  3. Jede Anweisung wird befolgt, bis sie erfüllt ist oder ein Unfall passiert.
  4.  Stahlträger und Bauarbeiter dürfen den Tisch niemals berühren.
  5. Ein Stahlträger darf niemals so abgelegt werden, dass er die Grundfläche eines anderen Stahlträger vollständig abdeckt.
  6. Bauarbeiter müssen immer fest mit beiden Füßen auf Stahlträgern platziert werden.

Unfälle, Urkunden und Sicherheitszertifikate

Nachdem bereits einige Bauschritte vorgenommen worden sind, erreicht die Chefin Rita die Baustelle. Ab sofort gilt:

Chefin Rita, Zertifikate und Urkunden.
Chefin Rita, Zertifikate und Urkunden.

Urkunden: Beendet ein Spieler seinen Spielzug erfolgreich und befindet sich das gerade verbaute Material am höchsten Punkt der Baustelle, so erhält der Spieler eine Urkunde zum Bauarbeiter des Monats. Jedes Mal, wenn ein neuer höchster Bauabschnitt erfolgreich absolviert werden konnte, wir diese Urkunde neu vergeben.

Unfälle: Sollte eine Bauanweisung nicht erfolgreich abgeschossen werden können, da Bauteile herunterfallen, wird das als Unfall gewertet. Jeder Unfall kostet den Spieler eines seiner drei Sicherheitszertifikate, die er zurück in den allgemeinen Vorrat legen muss. Wenigstens muss anschließend der nachfolgende Spieler die Unordnung auf der Baustelle aufräumen, bevor er seinen Spielzug durchführen darf.

Spielende und Gewinner des Spiels

Eine Partie Men at Work kann auf drei Weisen enden.

Erstens, sobald der erste Spieler die erforderliche Anzahl an Urkunden sammeln konnte. Bei 2/3/4/5 Spielern wären das 5/4/4/3 Urkunden zum Bauarbeiter des Monats. In diesem Fall gewinnt der Spieler mit den meisten Urkunden.

Zweitens, wenn nur noch ein Spieler mit mindestens einem Sicherheitszertifikat im Spiel ist. Der Spieler gewinnt automatisch auch das Spiel.

Drittens, wenn kein Baumaterial oder keine Bauarbeiter mehr im allgemeinen Vorrat liegen. In diesem Fall gewinnt der Spieler, der in Summe die meisten Urkunden und Sicherheitszertifikate vor sich liegen hat.

Fazit zum Brettspiel Men at Work

Stapeln, Schnipsen und kuriose Werke aus hochwertigem Materialien erschaffen ist einfach ihr Ding. So waren schon Flick’em Up und Junkart aus dem Hause Pretzel Games echte Hingucker, die uns teilweise an unsere motorischen Grenzen brachten. Der Neuling Men at Work, der in Deutschland von Pegasus vertrieben wird, reiht sich hier nahtlos ein.

Das Spielprinzip ist dabei wieder denkbar einfach. Man nehme ein Bauteil und platziere es fehlerfrei auf einem anderen Bauteil. Der Spielspaß ist dabei garantiert. Denn nicht jedes Teil lässt sich so ohne weiteres an der erforderlichen Stelle ablegen. Und mit jedem Baustein wird das Gebilde labiler.

Das Spielzubehör von Men at Work könnte eigentlich nicht besser sein. Die Stützen, Stahlträger, Balken und Backsteine sind aus hochwertigem Holz und farbfroh gestaltet. Die Bauarbeiter mit ihrem schicken Helmen fallen dabei besonders auf. Es macht einfach Spaß, mit diesem Material zu spielen und immer höhere Türme zu errichten. Auch die Spielbox ist hier wieder vorbildlich. Jedes Bauteil und Plättchen hat seinen angestammten Platz.

Auch die Spielanleitung passt gut ins Gesamtbild. Diese ist ebenso bunt und aufwendig gestaltet worden. Auf aufkommende Detailfragen bietet sie nur selten eine Antwort, da in Men at Work per Definition „Alles erlaubt ist, was nicht explizit verboten wurde“. Das lässt einigen Raum für Interpretationen, stört den Spielfluss und Spielspass aber an keiner Stelle. Im Zweifel sollte sich die entsprechende Spielgruppe einigen. Positiv auffallen tut dann auch die Übersicht zu den Aktionen der Stahlträger und Bauarbeiter am Ende der Regel. Hier werden alle Bauplane nochmals erläutert. Diese Übersicht sollte man immer griffbereit haben.

Im Gegensatz zu Meeple Circus nimmt der Spielspaß hier auch nach einem Dutzend Partien nicht so schnell ab. Gegenüber Menara, das ebenfalls sehr gut als Familienspiel funktioniert, wirkt das Spielthema von Men At Work weniger aufgesetzt.

Unterm Strich hat uns Men at Work wirklich sehr gut gefallen. Ob im Spiel zu zweit oder mit mehr Spielern funktioniert es gleichermaßen gut. Auch jüngere Spieler ab 7 Jahren haben bei uns viel Spaß an den Bauaktionen gefunden.Wir können Men at Work allen Liebhabern von Stapel- und Geschicklichkeitsspielen wirklich uneingeschränkt empfehlen.