Die Hintergrundgeschichte zum Kinderspiel Panic Mansion könnte ebenso gut aus einem Gruselfilm stammen. Im Mittelpunkt steht ein verfluchtes Anwesen auf den Hügeln der Stadt. Mit Einbruch der Nacht lassen sich hinter den Fenstern des Hauses stets merkwürdige Dinge beobachten. Es scheint, als würde sich das Haus bewegen, immer wieder hin und her wiegen. Der Legende nach, lässt sich der Fluch nur auf eine Art und Weise besiegen. An dieser spannenden Stelle beginnt nun das Spiel Panic Mansion.

Jeder Spieler schlüpft hier in die Rolle eines Abenteurers, der in das verfluchte Anwesen eingedrungen ist. Dort findet er drei kostbare Schatztruhen, nur die Flucht aus dem Haus heraus gelingt ihm nicht. Hierzu muss er erst den Fluch des Anwesens brechen.

Zu Spielbeginn erhält jeder Spieler ein Spukhaus in Form einer großen Schachtel mit Trennwänden. Acht Räume in unterschiedlichen Farben befinden sich darin. Weiter erhalten sie unterschiedliche Objekte. Da sind kugelrunde Augen, Zick Zack Schlangen, schwarze Spinnen und Gespenster. Weiter nimmt sich jeder einen Abenteurer und drei Schatztruhen. In der ersten Runde legt jeder Spieler seinen Abenteurer, die Schätze und einen Geist in sein Spukhaus und lässt die Objekte von seinem Sitznachbarn ordentlich durchmischen.

Gespielt wird über mehrer Runden. In jeder Runde wird eine Aufgabenkarte aufgedeckt, die genau eine Raumfarbe vorgibt. Jetzt versuchen alle Spieler, ihren Abenteurer und alle Schatztruhen in diesen Raum zu bewegen. Hierzu dürfen sie die Spukhausschachtel anheben, drehen, leicht kippen, an die Seiten klopfen, was immer ihnen einfällt, um die Objekte darin zu verschieben. Nur anfassen ist nicht gestattet.

Wer das zuerst schafft, ruft laut „Spuk vorbei!“ und erhält eine Aufgabenkarte zur Belohnung. Zusätzlich muss er ein weiteres Objekt in sein Spukhaus legen, die Folgerunde wird für den Gewinner also schwerer. Wer zuerst fünf Aufgabenkarten sammeln konnte, kann aus dem Anwesen fliehen und gewinnt das Spiel.

Infos zum Spiel

Spielverlag: Blue Orange
Spielautor: Daniel Skjold Pedersen und Asgar Sams Granerud
Erscheinungsjahr: 2018

Altersempfehlung: ab 6 Jahren
Spielerzahl: 2 – 4 Spieler
Spielzeit: 30 Minuten

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Spielzubehör zu Panic Mansion

Das Spielzubehör von Panic Mansion.
  • 4 Spukhäuser
  • 4 Abenteurer
  • 8 Gespenster
  • 8 Augen
  • 8 Spinnen
  • 8 Schlangen
  • 12 Schatztruhen
  • 48 Aufgabenkarten (doppelseitig)

Ausführliche Spielregeln zu Panic Mansion

Panic Mansion kann mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gespielt werden. Die Spielvorbereitung und der Ablauf weichen dabei leicht voneinander ab. Grundsätzlich erhält jeder Spieler zu Spielbeginn aber immer ein Spukhaus und zwölf Objekte (1x Abenteurer, 3x Schatztruhe, je 2x Auge, Gespenst, Schlange, Spinne), die er vor sich ablegt.

1. Spielvariante von Panic Mansion (für Anfänger)

Spielvorbereitung: Alle Karten werden gemischt und in der Tischmitte gestapelt – die Objektseite zeigt dabei nach oben. Jeder Spieler verteilt in seinem Spukhaus 1 Abenteurer, 1 Gespenst und 3 Schatztruhen. Die übrigen Objekte legt jeder Spieler zunächst beiseite.

Vorbereitung der Spielvariante 1.
Vorbereitung der Spielvariante 1.

Spielablauf: Gespielt wird über mehrere Spielrunden, bis der erste Spieler fünf Aufgabenkarten erfüllen konnte. Folgende Schritte werden in jeder Runde durchlaufen.

Der Abenteurer und die Schatztruhen müssen in den roten Raum.

Jeder Spieler verteilt willkürlich alle Objekte im Haus seines rechten Sitznachbarn.

Ein beliebiger Spieler zählt bis drei und deckt die oberste Karte des Stapels auf – so dass nun die farbige Raumseite zu sehen ist (bspw. rot, so wie im Bild).

Alle Spieler versuchen jetzt gleichzeitig, ihren Abenteurer und die drei Schatztruhen in den passenden, farbigen Raum ihres Spukhauses zu verschieben. Sobald das einer geschafft hat, ruft er: „Spuk vorbei!“

Die vier Objekte müssen in den roten Raum.
Die vier Objekte müssen in den roten Raum.
Geschafft! Die Aufgabenkarte ist erfüllt.
Geschafft! Die Aufgabenkarte ist erfüllt.
Ein neues Objekt kommt in das Spukhaus. Die nächste Runde wird schwerer.
Ein neues Objekt kommt in das Spukhaus. Die nächste Runde wird schwerer.

Zur Belohnung erhält der Spieler die oberste Aufgabenkarte vom Stapel. In der nächsten Runde wird es für diesen Spieler aber schwerer. Denn sein rechter Sitznachbar wählt nun ein beliebiges (noch nicht im Spukhaus einsortiertes) Objekt des Gewinners aus und legt es in einen Raum seiner Wahl. Wer gewinnt, bekommt es in der Folgerunde also mit mehr Objekten als seine Mitspieler zu tun.

Das Spiel endet, sobald der erste Spieler 5 Aufgabenkarten gesammelt hat. Diesem Spieler gelingt die Flucht aus dem Spukhaus. Er gewinnt.

2. Spielvariante von Panic Mansion (für Fortgeschrittene)

Spielvorbereitung: Alle Karten werden gemischt und in der Tischmitte gestapelt – die Raumseite zeigt dabei nach oben. Jeder Spieler verteilt alle zwölf Objekte in seinem Spukhaus.

Vorbereitung der Spielvariante 2.
Vorbereitung der Spielvariante 2.

Spielablauf: Gespielt wird über mehrere Spielrunden, bis der erste Spieler fünf Aufgabenkarten erfüllen konnte. Folgende Schritte werden in jeder Runde durchlaufen.

Die 5 Objekte müssen in den grünen Raum.
Die 5 Objekte müssen in den grünen Raum.

Jeder Spieler verteilt alle Objekte in seinem Haus und gibt es anschließend an seinen linken Sitznachbarn weiter.

Ein beliebiger Spieler zählt bis drei und deckt die oberste Karte des Stapels auf – so dass von dieser Karte nun die Objekte zu sehen. Weiter ist die Raumseite der obersten Karte des Stapels sichtbar.

Alle Spieler versuchen jetzt gleichzeitig, alle auf der Objektkarte gezeigten Objekte in den passenden, farbigen Raum ihres Spukhauses zu verschieben (die Raumfarbe gibt die oberste Karte des Nachziehstapels vor). Wer das schafft, ruft schnell: „Spuk vorbei!“

Fast geschafft. Nur noch eines der beiden Gespenster muss rüber.
Fast geschafft. Nur noch eines der beiden Gespenster muss rüber.

Zur Belohnung erhält der Spieler die gerade erfüllte Objektkarte. Eine neue Spielrunde beginnt.

Sollte ein Spieler mal eine Aufgabe nicht richtig erfüllt haben, obwohl er „Spuk vorbei“ gerufen hat, muss er eine seiner bereits erfüllten Aufgabenkarten wieder abgeben. In diesem Fall würde die laufende Runde weitergespielt werden, bis einer der Spieler die ausliegende Aufgabe tatsächlich erfüllt hat.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler 5 Aufgaben erfüllt hat. Diesem Spieler gelingt die Flucht aus dem Spukhaus. Er gewinnt.

3. Spielvariante (für Profis): Der ganz große Spuk

Die dritte und letzte Variante ist in Vorbereitung und Ablauf identisch mit Variante 2. Einziger Unterschied. Die Spieler versuchen hier, alle nicht auf der Karte abgebildeten Objekte in den entsprechenden Raum zu verschieben. Auch hier endet das Spiel, sobald der erste Spieler fünf Aufgabenkarten erfüllen konnte.

Fazit zum Kinderspiel Panic Mansion

Ohne die Nominierung zum Kinderspiel des Jahres hätten wir dieses Spiel vermutlich nicht in die Finger bekommen. Auch wenn Panic Mansion die Auszeichnung letztendlich nicht gewinnen konnte (diese ging an Funkelschatz), so wollten wir trotzdem wissen, was es mit dem Spiel auf sich hat.

Fangen wir erstmal mit dem Spielzubehör an. Bereits die Spielbox ist sehr innovativ. Wurde auf der Rückseite doch ein Sichtfenster integriert, mit dem man direkt losspielen konnte. Eine schöne Idee. So kann man sich gleich im Einkaufsladen einen ersten Eindruck von dem Spiel machen, ohne es kaufen und auspacken zu müssen. Weniger gut gefallen hat uns dann, dass man nach dem Öffnen der Spielbox doch noch drei von insgesamt vier Spukhäusern selbst zusammenbauen muss. Zumal das Befestigen der Trennwände in den Spukhäusern gar nicht so einfach ist. Bei zu wenig Druck fielen die Wände schnell wieder raus, bei zu viel Druck knickten sie um. Ein wenig Fingerspitzengefühl und etwas Vorbereitungszeit ist hier erforderlich. Um das Spiel nicht gleich zu Beginn zu beschädigen, sollte man sich diese Zeit auch nehmen.

Die einzelnen Figuren waren dagegen wieder von sehr guter Qualität und kamen bei den Kindern auch sehr gut an. Auch die Größe der „Durchgänge“ in den Trennwänden erfüllen ihren Zweck. So rollen die runden Figuren blitzschnell durch die Räume, während die Zick-Zack-Schlangen sich gerne mal in den Türrahmen verkeilen und so auch den anderen Figuren den Weg blockieren. Das ist insgesamt sehr gut durchdacht.

Die Spielregeln sind schnell erklärt. Auf zwei Seiten werden alle notwendigen Regeln zu den unterschiedlichen Spielvarianten Schritt für Schritt erläutert. Die Kinder haben das auch schnell verstanden, so dass wir (nach dem Aufbau der Spukhäuser) direkt starten konnten.

Das Schütteln und Rütteln an den Spukhäusern hat dann auch erstmal viel Laune gemacht und für (An-)Spannung bei den Spielern gesorgt. Der Aufforderungscharakter des Zubehörs ist enorm groß. Ein wenig Übung mit den Spukhäusern und Gegenständen macht insbesondere für Anfänger viel Sinn, vor allem, um ein besseres Gefühl für die unterschiedlichen Formen zu bekommen. Andernfalls wiegt der Vorteil erfahrener Spieler  zu schwer.

Trotz des recht großen Interesses zu Spielbeginn flachte die Begeisterung zumindest bei unserer Spielrunde nach einigen Partien bereits wieder ab. So sehr vermochte uns das getrennt voneinander Schütteln einer Schachtel nicht zu fesseln. Wer aber noch auf der Suche nach einem neuen Geschicklichkeitsspiel für „zwischendurch“ ist, der kann Panic Mansion ruhig eine Chance geben. Die Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden.