Mit der Feuer & Eis Erweiterung geht das Abenteuer weiter. Das Königreich Valeria sieht sich einer neuen Gefahr ausgesetzt. Von den Gipfeln des Ostendaargebirges aus nähert sich der schreckliche Dämon Loth, der weitere Monster aus dem eisigen Norden und dem feurigen Osten anlockt. Um Valeria nicht seinem Schicksal zu überlassen, kommen auch tapfere Bürger und Krieger aus anderen Ländern zu Hilfe. Der Kampf gegen die Kreaturen und um die Krone von Valeria entfacht erneut.

Feuer und Eis bringt neue Herzöge, Bürger, Monster und Gebiete ins Spiel. In Summe lässt sich mit den neuen Karten ein Spielfeld aus komplett neuen Karten aufbauen. Weiter werden den Erschöpftkarten aus dem Grundspiel neue Ereigniskarten untergemischt. Dadurch kommt es zu minimalen Veränderungen beim Spielaufbau und in der Aktionsphase der Spieler. Denn die Ereignisse gelangen unvorhergesehen und plötzlich ins Spiel und bringen manchmal Vorteile als auch Nachteile für die Spieler mit sich.

Ansonsten bleibt bei Valeria alles beim alten. Die Fähigkeiten der Bürger werden weiter ausschließlich über Würfel aktiviert. Durch die so gewonnenen Ressourcen lassen sich Monster bekämpfen, Gebiete einnehmen und neue Bürger anwerben. Natürlich lassen sich die neuen Monster, Bürger und Gebiete der Feuer & Eis Erweiterung auch beliebig mit denen des Grundspiels kombinieren und so neue Karten- und Kampagnensets erstellen.

Infos zum Spiel

Spielverlag: Schwerkraft-Verlag
Spielautor: Isaias Vallejo
Erscheinungsjahr: 2017

Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Spielerzahl: 1 – 5 Spieler
Spielzeit: 60 Minuten

Spielzubehör von Valeria – Feuer und Eis

Das steckt alles in Feuer & Eis drin.
Das steckt alles in Feuer & Eis drin.
  • 48 Bürgerkarten
  • 30 Monsterkarten
  • 20 Gebietskarten
  • 6 Herzogkarten
  • 6 Ereigniskarten
  • 5 Übersichtskarten
  • 14 Registerkarten
  • 9 Multiplikatorplättchen (5x/10x)

Feuer & Eis in das Valeria-Grundspiel integrieren

Änderungen im Spielaufbau

Der Spielaufbau des Grundspiels Valeria bleibt weitestgehend gleich. Allein bei den Erschöpftkarten gibt es einen Unterschied. Statt zwei Erschöpftkarten pro Spieler neben dem Spielfeld bereitzulegen, werden jetzt eine Erschöpftkarte und eine Ereigniskarte pro Spieler genommen, gemischt und als verdeckter Stapel neben das Spielfeld gelegt.

Hinweis: Die Spieler können die Ereigniskarten entweder verdeckt in den Stapel mischen oder sich vorher bestimmte Ereignisse aussuchen, mit denen sie gerne spielen möchten.

Änderungen im Spielablauf

Auch beim Spielablauf ändert sich nicht viel. Alle vier Phasen – Würfeln, Ertrag, Aktion und Spielzugende – werden unverändert durchgeführt. Sollte jedoch in der Aktionsphase eines Spielers die letzte Karte eines beliebigen Kartenstapels genommen werden, kann nun ein Ereignis eintreten. Der Spieler deckt die oberste Karte des Erschöpft-Kartenstapels auf und legt sie auf den freien Platz im Spielfeld-Raster.

Neu: Ereigniskarten kommen ins Spiel.
Neu: Ereigniskarten kommen ins Spiel.

Zeigt die Karte auf der anderen Seite nur das „Erschöpft“-Zeichen, wird nach den Grundregeln weitergespielt.

Zeigt die Karte ein Ereignis, wird zuerst der Kartentext vorgelesen und befolgt. Sollte dadurch eine Aktion ausgeführt werden, zählt diese nicht als Aktion des Spielers.

Ein Beispiel: Der Spieler besiegt das letzte Monster eines Stapels und deckt die oberste Karte des Erschöpft-Kartenstapels auf. er legt die Karte mit der Vorderseite auf den freien Platz im Spielfeldraster und das Ereignis „Bruch alter Bündnisse“ findet statt. Alle Spieler müssen nun einen ihrer eigenen Bürger umdrehen. Dieser Bürger kann für den Rest des Spiels nicht mehr über Würfel aktiviert werden. Vor der Punktewertung am Spielende wird die Karte aber wieder umgedreht, so dass ein Spieler zumindest bei der Schlusswertung noch Punkte für den Bürger erhält.

Weitere Ereignisse: Durch Ereignisse können grundsätzlich neue Monster und auch Bürger in das Spiel kommen, insbesondere durch die Ereignisse der kleineren Erweiterungspacks. In der Regel erhalten oder verlieren die Spieler dadurch aber Ressourcen oder können diese gewinnbringend umwandeln.

Fazit zur Feuer & Eis Erweiterung zu Valeria

Feuer und Eis bringt einen kompletten Satz neuer Karten ins Spiel. Abgesehen von den Bauer- und Ritterkarten (inkl. Start-Bauern und Start-Ritter) des Grundspiels lässt sich mit den neuen Karten ein vollständig neues Spiel aufbauen.

Die Qualität der Karten und Marker ist identisch mit der des Grundspiels Valeria – und somit erstklassig. Zudem lassen sich alle Karten aus Feuer & Eis auch problemlos in der Spielbox von Valeria unterbringen. Auch hier helfen die neuen Registerkarten dabei, dass man den Überblick nicht verliert.

Die neuen Bürger sind beliebig mit den „alten“ Bürgerkarten kombinierbar. Die neuen Gebiete bringen teilweise wirklich starke Aktionen ins Spiel und einige der neuen Monster sind stärker und somit noch schwerer zu besiegen. Die neuen Karten bringen aber primär mehr Abwechslung und noch mehr Kombinationsmöglichkeiten ins Spiel.

Die kleine Regeländerung bezüglich der Erschöpft-/Ereigniskarten fügt sich gut ins Spielgeschehen ein. Mit einem Ereignis pro Spieler bleibt der Einfluss der Ereignisse auf den Spielverlauf auch recht überschaubar. Bisher hatten wir auch nicht den Fall, dass ein Spieler durch ein Ereignis zu stark benachteilt oder bevorteilt wurde. Die Spannung beim Aufdecken der Erschöpftkarten war aber gerade in den ersten Spielen mit der Feuer & Eis Erweiterung zu spüren. Immerhin, man weiß nie, was als nächstes kommt.

Wer Valeria bereits besitzt und gerne/oft spielt, der wird mit dieser Erweiterung seine Freude haben. Insgesamt wird das Spiel damit noch deutlich variabler.