Nachdem wir in Wettlauf nach El Dorado bereits den Eingang zur Tempelstadt gefunden haben, dürfen wir nun die goldenen Tempel darin aufspüren. Oder vielmehr die Edelsteine, die von den Wächtern in den drei goldenen Tempeln behütet werden. Denn mit ihnen lässt sich die sagenumwobene Schatzkammer in der Stadt des Goldes öffnen. Wie auch schon im Original, dürfen die Spieler in der Fortsetzung wieder, nach bester Deck-Buiding-Manier, ihre eigene Expedition zusammenstellen und nach den wertvollen Schätzen von El Dorado suchen.

Das bekannte Spielprinzip bleibt dabei weitgehend unverändert. Die Wege zu den drei goldenen Tempeln werden aus beidseitig bedruckten Geländetafeln zusammengesetzt. Auf den Tafeln finden sich wieder unterschiedliche Geländefelder, beispielsweise Tempelräume (dargestellt durch eine Fackel) und die bereits bekannten Wasser-, Wüsten-, Gebirgs- und Dschungelfelder. Zwischen den Geländetafeln befinden sich wieder kleine Blockaden, die auf dem Weg zu den drei goldenen Tempeln ebenfalls überquert werden müssen.

Neben dem variablen Spielplan sind die Spielkarten wieder das Herzstück des Spiels. Alle Spieler starten mit einem identischen Deck, bestehend aus acht Basiskarten. Darin befinden sich bereits fünf unterschiedliche Charaktere. Jeder davon ist mindestens einem Geländetyp zugeordnet und ermöglicht es dem Spieler, seinen Abenteurer auf Felder des Geländetyps zu ziehen. Durch den Kauf neuer Karten auf dem Marktplatz wird das eigene Kartendeck erweitert und nach Bedarf optimiert. Der Deckbuilding-Mechanismus wurde dabei wieder sehr gut ins Spiel integriert.

Im Spiel befindet sich ein aktiver Markt, in dem immer sechs unterschiedliche Karten ausliegen. Zudem gibt es einen künftigen Markt, der bereits einen Ausblick auf die nachrückenden Karten bietet. So gelangen immer neue Karten und somit auch Aktionen ins Spiel. Hier gilt es dann, die richtige Balance zwischen Deck-Optimierung und Abenteurer-Bewegung zu finden. Auch das Entsorgen von schwächeren Karten gehört dazu.

Schlussendlich müssen die Spieler ihre Spielfigur so schnell wie möglich zu den drei goldenen Tempeln bewegen, dort die Edelsteine einsammeln und dann auf das Zielfeld, der Schatzkammer von El Dorado, ziehen. Wer das zuerst schafft, gewinnt auch die Partie.

Hinweis: Wer das Grundspiel bereits besitzt und eventuell auch die 1. Erweiterung Helden & Dämonen, der kann die verschiedenen Spielelemente leicht miteinander kombinieren. Und zwar sowohl die Karten als auch die Geländeplättchen.

Infos zum Spiel

Spielverlag: Ravensburger
Spielautor: Reiner Knizia
Erscheinungsjahr: 2019

Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Spielerzahl: 2 – 4 Spieler
Spielzeit: 60 Minuten

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Spielzubehör von El Dorado – Die goldenen Tempel

Spielzubehör von El Dorado - Die goldenen Tempel
Spielzubehör von El Dorado – Die goldenen Tempel
  • 4 Geländetafeln
  • 3 Tempelplättchen
  • 6 Blockadestreifen
  • 12 Edelsteine
  • 8 Spielfiguren
  • 4 Expeditionstafeln
  • 1 Startspielerhut
  • 1 Markttafel
  • 8 Wächterplättchen
  • 12 Goldmünzen
  • 54 Expeditionskarten
  • 32 Basiskarten (8 pro Spieler)

Spielregeln zu El Dorado – Die goldenen Tempel

Spielvorbereitungen

Das Startzubehör des gelben Spielers.
Das Startzubehör des gelben Spielers.

Jeder Spieler entscheidet sich für eine Farbe und nimmt sich dazu passend eine Spielfigur, eine Expeditionstafel und seine acht Startkarten.

Die Startkarten werden verdeckt gemischt und links auf die Expeditionstafel gelegt. Die obersten vier Karten nimmt der Spieler anschließend auf die Hand.

Ein Startspieler wird ermittelt. Dieser erhält zudem dein Hutmarker.

Die Kartenauslage im Markt.
Die Kartenauslage im Markt.

Der Markt mit den verschiedenen Spielkarten wird ausgelegt. Hierzu werden alle Karten nach Person oder Gegenstand sortiert. Jede Marktkarte befindet sich dreimal im Spiel.

Die Markttafel wird oberhalb des Spielfeldes abgelegt. Alle Karten, die einen grauen Punkt an der unteren, rechten Ecke aufweisen, werden dort abgelegt. Alle übrigen Karten werden in zwei Reihen oberhalb der Markttafel in einzelnen Stapel platziert. Diese gelangen erst ins Spiel, wenn auf dem Marktplatz Felder frei werden.

Ein einfachste Geländeplan für das erste Spiel.
Ein einfachste Geländeplan für das erste Spiel.

Das Spielfeld wird aus den verschiedenen Geländetafeln zusammengesetzt. 3 Baupläne mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden sind in den Spielregeln bereits enthalten. (Wer auch das erste Basisspiel und/oder die Erweiterung besitzt, findet hierfür bis zu 6 unterschiedliche Baupläne in der Anleitung.

Entscheidet euch für einen Bauplan und legt die Tafeln entsprechend aus. Eine der Tafeln ist größer also die anderen. Das ist die Start- und Zieltafel auf der sich die Startplätze und der Ausgang befinden. An drei vorgegebenen Positionen werden die Tempel angelegt. In jeden Tempel werden die farblich passenden Edelsteine gelegt.

Jeder Spieler stellt seine Spielfigur auf einen der vier Startplätze. Weiter wird zwischen jede Tafel verdeckt eine Barriere abgelegt. Die Wächterplättchen werden ebenfalls verdeckt gezogen und je eins verdeckt auf die Wächterfelder des Spielplans gelegt. Die Suche nach den goldenen Tempeln von El Dorado kann beginnen.

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, das eigene Handkartendeck zu optimieren und so als erster Spieler jeweils einen Edelstein aus jedem Tempel zu sammeln und damit das Zielfeld zu erreichen.

Das Spiel beginnt der Spieler, der den Hutmarker vor sich liegen hat. Die anderen Spieler folgen nacheinander im Uhrzeigersinn. Ist ein Spieler an der Reihe, kann er beliebig viele seiner Handkarten ausspielen und damit seinen Abenteurer bewegen und/oder neue Karten auf dem Markt erwerben.

Benutzte und neu erworbene Karten kommen anschließend auf den eigenen Ablagestapel. Am Ende seines Spielzuges zieht der Spieler neue Karten vom eigenen Nachziehstapel auf die Hand. Ist der Stapel leer, wird der eigene Ablagestapel gemischt und zum neuen Nachziehstapel umgewandelt.

Erreicht ein Spieler einen Wächter, wird dessen Sonderaktion aktiv. Erreicht ein Spieler einen Tempel, erhält er einen Edelstein der entsprechenden Farbe. Sobald der erste Spieler alle drei Edelsteine einsammeln und zum Zielfeld laufen konnte, wird die laufende Runde noch zu Ende gespielt. Dann wird der Sieger ermittelt.

Karten ablegen und Spielfigur bewegen

Auf den unterschiedlichen Geländetafeln, vom Startfeld bis zu den drei goldenen Tempeln von El Dorado, müssen die Spieler unterschiedliches Terrain passieren. Die Spieler müssen Wälder, Wüsten, Wasser und Tempelwege überqueren, Berge umlaufen und andere Sonderfelder wie Geröllfelder und Basislager passieren. Zum Bewegen ihres Abenteurers benutzen die Spieler ihre Karten, von denen sie zum Beginn eines Spielzuges immer vier auf der Hand halten.

Spieler blau zieht drei Felder weiter.
Spieler blau zieht drei Felder weiter.

Um seine Spielfigur zu bewegen, muss der Spieler passende Karten aus der Hand ablegen. Die Farbe und der Wert einer Karte entspricht dabei dem Geländefeld, auf dem sie eingesetzt werden kann.

Beispiel: Spieler Blau startet mit vier unterschiedlichen Handkarten. Vor ihm befindet sich ein Wüsten- und ein Fackelfeld. Er spielt die Reisende (gelb, Wüste), eine Studentin (orange, Fackel) und eine Sonderkarte (orange, Fackel) und zieht seinen Abenteurer drei Felder weiter. Seine vierte Handkarte kann er nicht nutzen, da sich kein Dschungelfeld vor ihm befindet.

Alle vier Karten legt der Spieler anschließend auf seinen eigenen Ablagestapel. Diese kommen erst wieder ins Spiel, sobald sein Nachziehstapel aufgebraucht ist.

Blockaden zwischen den Feldern überwinden

Die Barriere zwischen den beiden Geländeteilen muss überwunden werden.
Die Barriere zwischen den beiden Geländeteilen muss überwunden werden.

Jedes Geländeteil wird durch eine Blockade mit dem benachbarten Gelände verbunden. Der erste Spieler, der mit seinem Abenteurer über eine vor ihm liegende Blockade ziehen möchte, muss diese überwinden. Blockaden werden dabei wie normale Geländefelder behandelt. Um sie zu überqueren, muss man entweder eine Karte mit entsprechender Farbe und Wert ablegen oder (wie hier im Beispiel) eine Goldmünze abgeben. Der Spieler darf anschließend die Blockade vom Spielfeld nehmen und vor sich ablegen. Eventuell wird diese bei der Schlusswertung noch einmal benötigt. Alle nachfolgenden Spieler haben an dieser Stelle des Weges keine Blockade mehr vor sich liegen und können in ihrem Spielzug direkt auf das benachbarte Geländefeld ziehen.

Gebt Acht vor den Wächtern der goldenen Tempel

Die Wächter behüten den Schatz.
Die Wächter behüten den Schatz.

Auf den Spieltafeln verteilt befinden sich zahlreiche Wächter – doppelseitige Plättchen, die immer dann umgedreht werden, wenn ein Abenteurer auf einem benachbarten Feld zu ihnen steht. Die auf der Rückseite des Plättchens abgebildete Aktion wird sofort ausgeführt.

Aktionen können sein: alle anderen Spieler erhalten eine Karte ihres Nachziehstapels, alle anderen Spieler erhalt eine Goldmünze, alle anderen Spieler dürfen eine Karte aus der Hand entsorgen, also komplett aus dem Spiel nehmen. Diese Aktionen betreffen nur die Mitspieler. Zuletzt gibt es eine Aktion, bei der man selbst alle Goldmünzen abgeben muss. Hier bleiben die Mitspieler verschont.

Sobald eine Spielfigur nicht mehr direkt neben einem umgedrehten Wächter steht, wird dieser wieder deaktiviert, also auf die Vorderseite zurück gedreht. Jedes Mal, wenn eine Figur wieder neben dem Plättchen steht, wird der Wächter erneut aktiviert und die Aktion ausgeführt.

Sammelt alle drei Edelsteine

Der blaue Abenteurer hat den goldenen Tempel mit den blauen Edelsteinen gefunden.
Der blaue Abenteurer hat den goldenen Tempel mit den blauen Edelsteinen gefunden.

Jeder der drei goldenen Tempel behütet vier Edelsteine gleicher Farbe. Im blauen Tempel liegen also vier blaue Steine.

Sobald ein Spieler mit seiner Figur eines der drei Tempelfelder betritt, darf er sich einen der dort liegenden Edelstein nehmen.

Wichtig! Jeder Spieler kann nur einen Stein von jeder Farbe aufnehmen.

Hat ein Spieler alle drei Edelsteine eingesammelt, muss er nur noch die Schatzkammer auf dem Zielfeld erreichen, um das Spiel zu gewinnen.

Neue Karten aus dem Markt erwerben

Hat ein Spieler nach dem Bewegen seines Abenteurers noch Karten auf der Hand oder möchte er seinen Abenteurer in seinem Spielzug gar nicht bewegen, so kann er seine Handkarten auch zum Kauf einer neuen Karte aus dem Markt benutzen.

Die Marktauslage zu Spielbeginn.
Die Marktauslage zu Spielbeginn.

Das aktuelle Kartenangebot besteht immer nur aus den Karten, die sich auf der Markttafel befinden. Der Preis einer Karte steht am unteren Rand der Karte. Nur wenn ein Feld der Markttafel leer ist, darf der Spieler sich eine Karte aus der darüber befindlichen Auslage nehmen. In diesem Fall wird der gesamte Stapel dieser Karte auf das leere Feld der Markttafel gelegt. Somit wird automatisch die Auswahl für den nächsten Spieler wieder eingeschränkt, da nun kein Feld auf dem Markt mehr frei ist und er nur die aktuelle Marktauslage zur Auswahl hat.

Neue Karten werden auf dem Markt gekauft.
Neue Karten werden auf dem Markt gekauft.

Um eine Karte zu kaufen, legt der Spieler seine Handkarten wieder vor sich ab. Die gelben Wüstenkarten verfügen über den Wert, der unterhalb ihres Namens angegeben steht. Die Reisende im Bild hat also den Wert 1. Alle anderen (nicht gelben) Karten sind einen halben Punkt wert.

Beispiel: Der Spieler hat zwei Reisende, eine Studentin und einen Kundschafter auf der Hand und möchte die Karte „Schmuggler“ mit Wert 3 kaufen. Der Wert seiner Wüstenkarten beträgt aber nur 2. Wenn er seine Studentin und den Kundschafter in seinem Zug nicht zum Bewegen nutzen möchte, kann er beide als Zahlungsmittel ablegen. Zusammen ergeben die beiden Karten den fehlenden Wert 1. Der Spieler kann sich so nun den „Schmuggler“ leisten. Er legt die benutzen Karten inklusive dem neuen Schmuggler auf seinen Ablagestapel. Sobald dieser wieder gemischt wird, gelangt die neuen Karte irgendwann auf seine Hand und kann eingesetzt werden.

Die unterschiedlichen Spielkarten

Mit den Geldkarten das eigene Deck optimieren.
Mit den Geldkarten das eigene Deck optimieren.

Geldkarten: Von der Reisenden bis zum Sponsor befinden sich drei unterschiedliche Personen im Spiel, mit denen sich immer wieder sehr gut bezahlen lässt.

Als weiteres Zahlungsmittel gibt es nun Goldmünzen. Diese erhält man durch Aktivieren eines Wächters und durch simples Passen des Spielzugs. Jede Goldmünze entspricht beim Kauf dem Wert einer Reisenden, also 1. Mehr als 3 Goldmünzen darf ein Spieler aber nicht besitzen.

Weiter gibt es auch zahlreiche neue Aktionskarten (lila, siehe weiter unten), mit denen man Goldmünzen erhalten kann.

Mit den Bewegungskarten kommt man gut voran.
Mit den Bewegungskarten kommt man gut voran.

Bewegungskarten: Die Studentin, Tutorin, Archäologin und der Professor befördern die Spieler über Fackelfelder, der Kundschafter ist dagegen gut im Wald unterwegs. Die oben bereits bei den Zahlungsmitteln gezeigte Reisende, Fotografin und der Sponsor dienen zur Bewegung auf den Wüstenfeldern.

Darüber hinaus gibt es in El Dorado – die goldenen Tempel sehr viele weiße Jokerkarten, mit denen man sich sehr gut und schnell auf unterschiedlichen Geländetypen bewegen kann. Die Feldflasche und der Jeep dürfen allerdings nur einmal eingesetzt werden.

Die Sonderkarten in El Dorado - Die goldenen Tempel.
Die Sonderkarten in El Dorado – Die goldenen Tempel.

Sonderkarten: Mit den lila Karten bekommen die Spieler viele Optionen zusätzlich auf die Hand. Zum einen erhalten die hiermit mehr Goldmünzen, zum anderen können sie ihren Abenteurer leichter über unterschiedliche Geländearten auf dem Spielplan weiterzuziehen. Und auch das Entsorgen unliebsamer Handkarten wird mit den Sonderkarten erleichtert.

Spielende und Gewinner des Spiels

Der blaue Abenteurer ist im Ziel.
Der blaue Abenteurer ist im Ziel.

Sobald der erste Spieler das Zielfeld erreicht, wird die laufende Runde bis zum Startspieler noch zu Ende gespielt. Sollte kein weiterer Spieler das Zielfeld erreichen, hat der Erste das Spiel automatisch gewonnen.

Sollten nun mehrere Spieler den Schatz von El Dorado in derselben Runde erreichen, werden die überwundenen Barrieren gezählt. Der Spieler mit den meisten Barrieren gewinnt das Spiel. Sollte auch hier Gleichstand herrschen, gewinnt der Spieler, dessen Barriere die höchste Nummer hat.

Fazit zu Wettlauf nach El Dorado – Die goldenen Tempel

Wer unseren Spielbericht zu Wettlauf nach El Dorado gelesen hat, der weiß, dass das Spiel bei uns seinerzeit sehr gut abgeschnitten hat. Bis heute kommt es regelmäßig immer wieder gerne auf den Tisch. Insofern war unsere Vorfreude auf die Fortsetzung Die goldenen Tempel entsprechend groß, ebenso aber auch die Erwartungen.

In Punkto Spielzubehör wurden wir nicht enttäuscht. Die Qualität ist hier identisch mit dem Original, also sehr gut. Alle Spielpläne und Marker sind wieder ausreichend stabil, die Spielkarten ähnlich ansprechend illustriert. Wer das Grundspiel kennt, findet sich hier sehr schnell zurecht.

Kleines Manko gibt es dagegen bei den vorbereiteten Spielaufbauten (=Szenarien). Waren im Grundspiel noch 6 Vorschläge mit steigendem Schwierigkeitsgrad enthalten, so sind es hier nur noch 3. Für alle weiteren Szenarien benötigt man die anderen Spielsätze (Grundspiel und/oder die 1. Erweiterung). Weiter befinden sich insgesamt auch deutlich weniger Geländetafeln im Spiel, als dies beispielsweise im Grundspiel der Fall war. Wer „nur“ El Dorado – Die goldenen Tempel besitzt, hat also weniger Spielvarianten zur Auswahl als Besitzer des Vorgängers.

Vom Ablauf her spielt sich die Fortsetzung sehr ähnlich. Nur statt so schnell wie möglich vom Startfeld zum Eingang der goldenen Stadt zu ziehen, läuft man jetzt hin und her und wieder zurück. Teilweise blockieren sich die Spielfiguren deutlich mehr, da man sich in Engpässen gegenseitig im Weg steht. Und durch die neuen Wächter wird der Ärgerfaktor nochmals erhöht.

Durch das zusätzliche Geländefeld mit der Fackel (Tempelboden) wird auch das Bewegen der Spielfiguren erschwert. So kommt es jetzt häufiger zu Situationen, in denen man die eigenen Handkarten nicht vollständig nutzen kann, da eben die Anzahl an unterschiedlichen, direkt aufeinander folgenden Geländefeldern größer ist. Um dem entgegen zu wirken hat man vermutlich diese Fülle an speziellen Bewegungskarten integriert. Das Konzept geht recht gut auf. Wer schnell vorankommen möchte, ist quasi gezwungen, sein Kartendeck so schnell wie möglich mit besseren Bewegungskarten auszustatten.

Insgesamt wieder ein solides Spiel, das im Grunde identisch mit dem Vorgänger ist. Die Spielmechanik ist dieselbe. Wirklich neu sind die Wächter-Plättchen, von denen wir uns mehr als nur vier Aktionen gewünscht hätten. Und die Goldmünzen, auf die wir gut hätten verzichten können. Warum man aus diesem Spiel nicht einfach eine 2. Erweiterung gemacht hat, erschließt sich uns nicht so recht.

Wer Wettlauf nach El Dorado (so wie wir) schon besitzt und gerne spielt, der bekommt mit Die goldenen Tempel wieder deutlich mehr Abwechslung ins Spiel. Gerade in der Kombination der Geländetafeln und Marktkarten liegt dann auch die Stärke des Spiels. Wer das Grundspiel noch nicht kennt, dem raten wir, zunächst Wettlauf nach El Dorado auszuprobieren.

ÜBERBLICK DER REZENSION
Originalität / Idee
70 %
Spielzubehör
90 %
Langzeitspaß
85 %
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