Das Kinderspiel Foto Fish lädt die Spieler zu einem Fotowettbewerb ein. Jede Runde wird ein bestimmtes Fischmotiv gesucht. Wer hier am schnellsten die richtigen Fische im Kamerasucher hat und klickt, erhält auch die größte Belohnung.

Uns so wird gespielt. Jeder Spieler verfügt zunächst über ein eigenes Spielertableau, auf dem eine Aquarium-Landschaft mit vielen bunten Fischen abgebildet ist. Weiter hat jeder Spieler eine Kamera, die er auf dem Aquarium frei verschieben kann und so immer neue Dinge in seinen Sucher bekommt. Über dem eigenen Aquarium befindet sich dann noch ein Fisch, bestehend aus zwei Teilen – einem Kopf und einer Schwanzflosse. Dazwischen sollen nun weitere Fischteile gelegt werden, damit der Fisch weiter wachsen kann. Das ist letztendlich aus das Spielziel. Die neuen Fischteile bekommt der Spieler, in dem er am Fotowettbewerb teilnimmt.

Das Spielprinzip ist dabei recht einfach. Ein Spieler würfelt mit zwei Würfeln. Das Ergebnis kann dann kein Fisch, ein Fisch, zwei identische Fische oder zwei unterschiedliche Fische sein. Jetzt versucht jeder Spieler, durch Verschieben seiner Kamera auf dem Spielertableau, genau dieses Motiv einzufangen. Zeigen die Würfel also einen roten und einen grünen Fisch, dann müssen im Suchfeld der Kamera  genau diese beiden Fische zu sehen sein und sonst nichts.

Hat ein Spieler das Motiv gefunden, dann ruft er „Klick“. Alle anderen Spieler machen weiter und rufen ebenfalls „Klick“, sobald sie ihr Foto gemacht haben. Zur Belohnung erhalten alle dafür ein neues Fischteil für ihren eigenen Fisch. Der schnellste Fotograf darf sein ein großes Fischteil nehmen, alle anderen Fotografen erhalten ein kurzes Fischteil, mit dem sie ihren Fisch über dem Aquarium wachsen lassen können.

Das Spiel endet, sobald der Fisch eines Spielers nicht mehr ins Aquarium passt. Der Spieler hat dann automatisch gewonnen. Schafft das keiner bevor die großen Fischteile leer sind, vergleichen alle ihre Fische. Der Spieler mit dem längsten Fisch gewinnt.

Und damit Foto Fish auch möglichst lange Spaß macht, lässt sich der Schwierigkeitsgrad des Spiel durch Austauschen des Material weiter steigern. Hierzu gibt es auf der Rückseite des Spielertableaus extra noch ein weiteres, blaues Aquarium. Und auch eine größere Unterwasserkamera ist dabei, mit der das Fotografieren etwas anspruchsvoller wird.

Infos zum Spiel

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Spielzubehör zu Foto Fish

Spielzubehör von Foto Fish.
Spielzubehör von Foto Fish.
  • 4 doppelseitige Spielertableaus „Aquarien“
  • 4 Puzzlefische, bestehend aus je 3 großen und 9 kleinen Teilen
  • 2 Würfel aus Holz
  • 4 große, rote Kameras
  • 4 kleine, gelbe Kameras

Überblick & Spielregeln zu Foto Fish

Spielvorbereitungen

Das Spielzubehör eines Spielers in Foto Fish.

Das Spielzubehör eines Spielers in Foto Fish.

Jeder Spieler erhält ein Spielertableau und legt es vor sich ab. Entscheidet euch, ob ihr mit der leichten (=grün) oder anspruchsvolleren (=blau) Variante spielen wollt.

Weiter nimmt sich jeder Spieler ein Kopf- und ein Schwanzteil eines Fisches und legt beide über seinem Spielertableau ab.

Zuletzt nimmt sich jeder Spieler eine Unterwasserkamera. Auch hier habt ihr die Wahl zwischen dem einfachen (=gelb) und dem etwas schweren (=rot) Spiel.

Um diese Fischteile wird gespielt.

Um diese Fischteile wird gespielt.

Die übrigen Fischteile werden nach ihrer Größe sortiert und in die Tischmitte gelegt. Um diese Teile wird gespielt. Jedes gewonnene Fischteil wird zwischen euer Kopf- und Schwanzteil gelegt und verlängert euren Fisch über dem Spielertableau.

Ein Startspieler wird ermittelt. Laut Spielregel soll das der älteste Spieler sein. Dieser nimmt sich die beiden Holzwürfel. Foto Fish kann beginnen.

Spielablauf

Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Fischteile zu sammeln, bis der eigene Fisch so lang geworden ist, dass er nicht mehr in das Aquarium passt.

Das Spiel beginnt der älteste Spieler. Dieser erhält beide Holzwürfel. Gespielt wird in Runden. Jede Runde besteht aus drei Phasen: der Vorbereitung, dem Fotografieren und der Auswertung. Am Ende jeder Runde werden die Würfel an den nächsten Spieler im Uhrzeigersinn weitergereicht.

Eine Runde vorbereiten

Das ist einfach. Jeder Spieler legt seine Kamera auf eine beliebige Stelle seines Aquariums. Der Startspieler prüft, ob alle Spieler bereit für seinen Wurf sind.

Motive bestimmen und fotografieren

Sind alle Spieler bereit, würfelt der Startspieler mit beiden Würfeln genau einmal. Das Würfelergebnis bestimmt das Motiv, dass die Spieler in ihrem Aquarium fotografieren sollen.

Die Spieler müssen einen blauen und einen orangen Fisch zusammen fotografieren.

Die Spieler müssen einen blauen und einen orangen Fisch zusammen fotografieren.

Mögliche Motive sind zwei gleichfarbige Fische, zwei unterschiedliche Fische, nur ein Fisch und sogar kein Fisch.

Sobald das Motiv feststeht, suchen alle gleichzeitig nach dem Foto. Hierzu schieben sie die Kamera über das Aquarium, bis die gesuchten Fische fotografiert werden können.

Dabei darf die Kamera nicht schief, also nicht diagonal, ausgerichtet werden und auch nicht über den Rand des Aquariums hinausragen. Es müssen also immer genau vier Quadrate des Aquariums im Suchfeld der Kamera vollständig zu sehen sein. Auch dürfen sich nicht mehr als die gesuchten Fische auf dem Foto befinden. Und die Kamera darf nur verschoben werden. Hochheben und wieder ablegen ist nicht erlaubt.

Sobald ein Spieler das passende Motiv gefunden hat, ruft er laut „Klick“. Alle anderen Spieler suchen so lange weiter, bis auch der letzte Spieler sein Foto gemacht hat.

Auswertung – der eigene Fisch wächst

Sobald alle ihr Foto gemacht haben und dieses auch von den anderen Spielern am Tisch überprüft wurde, erhalten die Spieler neue Fischteile aus der Tischmitte. Der schnellste Fotograf darf sich ein großes Teil nehmen, alle anderen erhalten ein kleines Fischteil. Die Fischteile werden dann zwischen den Kopf und Schwanz des eigenen Fisches im Aquarium gelegt. So wächst der Fisch mit jeder Runde ein wenig weiter.

Der Fisch ist um ein kleines Teil gewachsen.

Der Fisch ist um ein kleines Teil gewachsen.

Haben alle Spieler ihr Fischteil angelegt, beginnt die neue Runde. Der linke Sitznachbar des Startspielers erhält nun beide Würfel und wird neuer Startspieler.

Spielende und Gewinner des Spiels

Eine Partie Foto Fish endet, sobald der Fisch eines Spielers von der Länge her nicht mehr in das Aquarium passt. Das ist dann automatisch der Gewinner des Spiels. Eine Partie endet aber auch, wenn keine großen Fischteile mehr in der Tischmitte liegen. In diesem Fall vergleichen die Spieler die Länge ihre Fische. Der längste Fisch gewinnt.

Der Fisch passt nicht mehr in das Aquarium - der Spieler gewinnt.

Der Fisch passt nicht mehr in das Aquarium – der Spieler gewinnt.

Verschiedene Spielvarianten von Foto Fish

Wem das bisher zu leicht war, der kann Foto Fish auch herausfordernder gestalten. Hierzu gibt es vier kleine Regelanpassungen, mit denen sich der Schwierigkeitsgrad immer weiter steigern lässt.

Steigert den Schwierigkeitsgrad von Foto Fish nach Belieben.

Steigert den Schwierigkeitsgrad von Foto Fish nach Belieben.

1 | Die grüne und die blaue Seite des Aquariums: Die blaue Seite ist anspruchsvoller. Wem grün also zu leicht ist, der kann die nächste Partie mit der blauen Seite spielen. Oder die Kinder spielen auf grün und die Erwachsenen auf blau.

2 | Mit dem großen Fotoapparat wird das Knipsen schwerer, die hier nun auch hochkant fotografiert werden muss. Die Regeln bleiben dabei gleich, nur das jetzt immer sechs Quadrate im Sucher der Kamera sein müssen.

3 | Sofern alle Spieler mit derselben Seite des Aquariums spielen, reicht nach jedem Foto euer Aquarium im Uhrzeigersinn weiter. So müsst ihr euch jedes Mal neu orientieren.

4 | Anzahl der Flossen vor Länge des Fisches. Zählt am Ende die Flossen eurer Fische. Wer hier die meisten Flossen gesammelt hat, der gewinnt das Spiel (anstatt des Spielers mit dem längsten Fisch).

Unsere Meinung zum Kinderspiel Foto Fish

Spätestens mit der Nominierung zum Kinderspiel des Jahres 2020 ist auch Foto Fish auf die Liste der Spiele gelandet, die wir uns auf jeden Fall genauer anschauen und auch selbst spielen wollten. Gesagt, getan.

Das Spielzubehör ist kindgerecht und von guter Qualität: stabile Teile, bunte Farben, großer Würfel. Insgesamt alles sehr ansprechend illustriert. So wie man es bei einem Spiel für die Zielgruppe ab 4 Jahren erwarten würde. Die Spielregeln sind überschaubar kurz und mit zahlreichen Beispielen versehen worden. Abgesehen davon ist das Spielprinzip recht selbsterklärend. Kamera auf das Aquarium legen, würfeln, Fische aus dem Wurfergebnis suchen und fotografieren. Das ist schnell erklärt. Lediglich die Regeln zur Kamerahaltung mussten wir 2-3 Mal mit den Kindern durchgehen. Gerade die Kleineren haben die Papp-Kamera gerne mal hochgehoben und woanders auf dem Aquarium wieder abgelegt oder auch mal diagonal fotografiert.

Bei den jüngeren Kindern (4-6 Jahre) kam Foto Fish dann insgesamt auch sehr gut an. Die Suche nach den Motiven und das Fotografieren hat ihnen viel Freude gemacht. Den eigenen Fisch knallbunt wachsen zu lassen ebenfalls. Damit wären wir auch bei den zwei Punkten, die den Kindern am besten gefallen haben – nämlich die Papp-Kamera und das Fischpuzzle. Damit lässt es sich dann tatsächlich gut spielen. Schön ist auch, dass in jeder Runde immer alle Spieler belohnt werden und ein Fischteil erhalten – da kippt die Stimmung im Spiel frühestens gegen Spielende.

Auch die Grundschulkinder haben Foto Fish bereitwillig ein paar Mal mitgespielt. Im Grunde so lange, bis sie das Spielprinzip verstanden und auch einige Spiele auf der schwersten Stufe gewonnen hatten. Danach ist ihr Interesse an Foto Fish aber recht schnell abgeflaut.

Aus Sicht eines Erwachsenen wirkt die Umsetzung des Spielthemas hier ein wenig aufgesetzt beziehungsweise zusammengebastelt. Beispielsweise machen wir Unterwasseraufnahmen normalerweise nicht im hauseigenen Aquarium sondern im Meer. Und warum man bei einem Fotowettbewerb dann Fischteile als Belohnung erhält, hat sich uns auch nicht ganz erschlossen. Mal ganz abgesehen davon, dass die gewonnenen Fischteile in keinem Zusammenhang mit den gerade gemachten Fotos stehen. Abgesehen von dem großen Teil für den schnellsten Fotografen.

Den Kindern (erneut 4-6 Jahre) waren diese Punkte zum Glück alle herzlich egal. Sie hatten ihren Spaß am Spiel. Für Kindergartengruppen ist Foto Fish also prima geeignet. Vor allem, da es sehr schnell erklärt ist. Ebenso gut geeignet ist es für Geschwister und Freunde aus dieser Altersgruppe.

Bei Familien mit mehreren und vor allem auch älteren Kindern sehen wir das Potential dagegen nicht. Wer darauf hofft, dass hier die älteren (ab 7-8 Jahre) mit den jüngeren Geschwistern regelmäßig Foto Fish spielen, der wird wahrscheinlich enttäuscht werden. So war es zumindest bei uns. Zumal auch uns Erwachsenen das Spiel keinen dauerhaften Spaß bereitet. Es ist schlichtweg zu leicht, zu wenig fordernd. Im Kern geht es hier um Tempo und Mustererkennung. Im Gegensatz zu Glücks- (Da ist der Wurm drin, Go Gecko Go)  oder Merkspielen (Memoarr, Fabulantica, Sagaland) haben die Kinder in Foto Fish nur geringe Chancen, aus eigener Kraft gegen ältere Kinder oder Erwachsene zu gewinnen. Daran kann leider auch der höhere Schwierigkeitsgrad wenig ändern. So spielen wir Foto Fish den Kindern zuliebe gerne immer wieder mit, aber das eher passiv, damit sie auch mal gewinnen.

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